|
Einleitung:
Spricht man über Golfspiele, so kommt man
kaum an Titeln wie Tiger Woods PGA Tour oder Everybody's Golf vorbei. Jetzt
erscheint ein neues Sportspiel in Deutschland, das den anderen
Genrevertretern Paroli bieten will. Es handelt sich dabei um das
Oxygen-Spiel ProStroke Golf: World Tour 2007. Auf der Playstation 2, Xbox
und PC konnte das Golfsimulationsspiel schon gute Verkaufszahlen hinlegen.
Bis jetzt gingen weltweit gut 300.000 Exemplare über den Ladentisch. Dieser
Erfolg soll nun auf Sony´s PlayStation Portable fortgesetzt werden. Wir
konnten die fertige PSP-Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich das Spiel
für angehende Golfprofis lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In ProStroke Golf: World Tour 2007 schlüpfen wir in die Rolle eines
absoluten Golf-Anfängers, der versucht, eine erfolgreiche professionelle
Golfkarriere zu beginnen. Bevor wir allerdings auf dem Golfplatz den
Schläger schwingen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem
das Spiel gestartet wurde, soll der Spieler ein Profil erstellt. Neben den
Namen muss man auch das Aussehen gestalten. Dazu stehen Kappen, Hemden,
Handschuhe, Hosen und Schuhe zur Auswahl. Im Anschluss erscheint das
Hauptmenü mit den Punkten Quick Play, Game Modes, Netzwerk-Spiel, Course
Designer, Optionen und View Profile. Wie gewohnt dürft Ihr unter Optionen
alle spielrelevanten Einstellungen anpassen. Nette Infos über die Erfolge
und Misserfolge unseres Sportlers findet der Akteur dann unter View Profile.
In diesem Bereich kann man wunderbar die Karriere des Golfers verfolgen. Das
war natürlich noch nicht alles. Wer seine Kreativität ein wenig ausleben
möchte, sollte den Menüpunkt Course Designer anwählen. Hier dürft Ihr Euch
daran versuchen, einen eigenen Golfplatz zu gestalten. Dieser kommt dann bei
Freunden oder in eigens erstellten Turnieren zum Einsatz. Den Freunden darf
man allerdings nicht nur neue Kurse anbieten. Unter Netzwerk-Spiel fordert
man diese auch zu einem spannenden Mehrspielerspiel auf. Im Ad-hoc
Wireless-Modus treten dann zwei bis vier Spieler bei den Spielarten
Lochspiel oder Zählspiel gegeneinander an. Sämtliche Aspekte des Spiels, wie
das Wetter oder der Golfplatz, können natürlich frei bestimmt werden. Bevor
Ihr Euch allerdings mit anderen Spielern messt, solltet Ihr ProStroke Golf:
World Tour 2007 im Einzelspielermodus erst einmal richtig kennen lernen. Hat
ein Gamer es besonders eilig, so begibt er sich in den Quick-Play-Modus.
Hier springt Ihr direkt in ein Spiel hinein und versucht auf einem der zur
Verfügung stehenden Plätze ein paar Bälle einzulochen. Viel interessanter
ist selbstverständlich der Bereich Games-Modes. Gleich vier Modis finden
wir unter diesem Menüpunkt. Am Anfang bietet sich erst einmal der Trainingsbereich an.
Hier lernen Anfänger alle wichtigen Aspekte des Spiels - wie
das Spielprinzip oder die Steuerung - gut kennen. Sind die Grundlagen
geschaffen, so dürft Ihr unter Play-Round eine Runde Golf spielen. Diese
Partien kann man - von der Anzahl der Löcher bis hin zur Windstärke - frei
gestalten. Hinzu kommen Spielarten wie Match Play und Stroke Play die es uns
ermöglichen, unterschiedliche schwierige Spiele gegen den Computer
auszutragen. Wer es ein wenig anspruchsvoller mag, sollte sich in einem
Turnier versuchen. Hier könnt Ihr ein persönlich gestaltetes
Zählspiel-Turnier gegen bis zu 68 CPU-Gegner mit verschiedenen
Schwierigkeitsgraden einrichten.
Die interessanteste Spielart ist ohne Zweifel der Karrieremodus. Dieser
besteht aus fünf Saisons von Golfturnieren und Wettkämpfen, und die Leistung
der Spieler werden auf zweierlei Arten gemessen: Renown (Ruhm) und Money
(Preisgeld). Um an die Spitze der Geldliste zu gelangen, muss man mehr
Preisgelder als seine Konkurrenten angehäuft haben. Allerdings darf nicht
jeder an den hoch dotierten Turnieren teilnehmen. Nur der Sportler der viel
Ruhm besitzt, wird zu den Topveranstaltungen eingeladen. Bevor wir nun unsere Fähigkeiten auf dem
Bildschirm beweisen, erscheint erst einmal der Kalenderbildschirm. Dieser
zeigt alle anstehenden Veranstaltungen für den kommenden Monat, sowie freie
Tage, an denen Spieler ihre eigenen Wettkämpfe ansetzen können, an. An den
freien Tagen werden dann z.B. eigene Wettkämpfe veranstaltet. Im
Kalenderbildschirm sieht man außerdem den aktuellen Stand der Geldliste,
unseren Ruhm und das Profil des Sportlers. Veranstaltungen gibt es dann
ebenfalls noch. Diese bestehen aus Geschicklichkeitstests, Wettkämpfen
"Einer gegen Einen" und Turnieren, von kleinen Amateurveranstaltungen bis
hin zu vollen Championships über mehrere Tage. Egal welchen Modus bzw.
welche Spielart wir nun auswählen, irgendwann steht unsere Spielfigur
endlich auf dem Platz. Davon gibt es übrigens 18 Stück, einschließlich
bekannter Orte wie Brabazon at the De Vere Berlfrey und Lake Nona. Nun
sollen wir gegen bekannte Golfspieler wie Sergio Garcia, Colin Montgomerie
oder Ben Curtis unser Können beweisen. Mit dem Analog-Stick wird recht
einfach gezielt. Eine Markierung zeigt uns dabei die Richtung, Höhe, den
ausgewählten Schläger und Entfernung an. Selbstverständlich liegt es an uns,
mit welchem Schläger wir einen Schlag ausführen wollen. Sind unsere
Voreinstellungen beendet, folgt die Schwunganzeige. Der Golfer steht jetzt
neben dem Ball. Nun halten wir die R-Taste um den Durchschwung auszuführen.
Eine Markierung an der Schlagkraftanzeige bewegt sich auf die 100 % zu.
Haltet dann die L-Taste gedrückt und lasst die R-Taste an dem Punkt auf der
Schlagkraftanzeige los, die der gewünschten Schlagkraft entspricht, um den
Abschwung zu starten. Im Anschluss teilt sich die Markierung auf der
Schlagkraftanzeige. Eine Markierung bleibt am aktuellen Punkt stehen, eine
weitere bewegt sich abwärts zur 0 %-Linie. Zum durchführen des Schlags lasst
Ihr die L-Taste los, wenn die Markierung sich im blauen "Sweet Spot"
befindet und zwar möglichst nahe an der 0%-Linie, um einen geraden Schlag
auszuführen. Noch weiter kann der Sportler schlagen, wenn er einen Schlag
aus dem Handgelenk ausführt. Allerdings birgt es das Risiko, dass der
Schwung ungenauer wird. Daneben darf der Golfer auch noch
Kurvenbälle schlagen oder den Schlagwinkel anpassen, um Hindernissen
auszuweichen. Schläge mit Drall sind ebenso möglich und so wird eigentlich
alles genretypische angeboten. Sind wir dann beim
Putten angelangt, so braucht man nur noch einen platzierten bzw. präzisen
Schlag ausführen. So spielen wir nun eine Partie nach der anderen und
versuchen unsere Gegner zu besiegen.
Technik:
Die Grafik bei ProStroke Golf: World Tour 2007 haut einen zwar nicht vom
Hocker, dennoch wird das Gameplay gut unterstützt. Wir werden zum einen
viele unterschiedliche Plätze erblicken, die schön gestaltet wurden. Neben
der eigentlichen Spielfläche wird auch eine üppige Vegetation gezeigt. Hinzu
kommen gut modellierte Spielfiguren. Etwas steif sehen allerdings deren
Bewegungen aus. Wirklich störend ist dieses allerdings nicht. Ansonsten
bietet das Spiel kaum Besonderheiten, was bei so einem Sportspiel
allerdings normal ist. Auf einem ähnlichen Niveau bewegt sich auch der Sound. Neben
diversen passenden Ingame-Geräuschen werden wir auch einer netten Musik
lauschen. Etwas schade ist hierbei, dass kaum andere Töne eingespielt
werden. Hier hätte der Hersteller ruhig etwas mehr machen können. Durch die international renommierten
Golf-Kommentatoren werden wir aber anständig entschädigt. Diese machen ihre Arbeit recht gut und so kommt schnell
eine ordentliche Stimmung auf. Zufrieden kann man dann noch mit der Kamera
sein. In jeder Situation wird uns ein guter Blickwinkel angeboten und so
haben wir stets alles im Blick. Gelungen ist auch die Steuerung. Man muss
sich zwar ein wenig an diese gewöhnen, aber nach ein paar Löchern kommt man
gut mit der Lenkung klar. Der Einstieg wird dann noch durch einen nützlichen
Trainingsbereich leicht gemacht und so sind schnell Erfolge vorprogrammiert.
Das bringt uns zum Schwierigkeitsgrad. Dieser ist dank unterschiedlicher
Einstellungen recht fair. Anfänger aber auch Genrekenner werden immer eine
passende Herausforderung finden. Fasst man nun alles zusammen, so kann man
mit der technischen Seite zufrieden sein.
Fazit:
ProStroke Golf: World Tour 2007 kann einen für lange Zeit an Sonys Handheld
binden. Das liegt vor allem an den unterschiedlichen Herausforderungen. Bis
man alles gesehen hat, wird viel Zeit vergehen. Natürlich
wären noch ein paar Spielarten mehr oder Aktivitäten neben dem Platz ganz
nett gewesen. Zumindest wird man aber durch ein ansprechendes Gameplay
ordentlich entschädigt. Dank intuitiver Steuerung kann man die Schläge schon
nach recht kurzer Zeit sicher ausführen und so sind erste Erfolge
vorprogrammiert. Nett ist auch der Golfplatz-Editor, mit dem man eigene
Plätze generieren darf. Hierdurch wird die Motivationskurve lange hoch
gehalten, denn unendlich viele Plätze darf ein begabter Spieler damit
erstellen. Der Kreativität werden hier kaum Grenzen gesetzt. Auch wenn die
Grafik, Musik oder Präsentation einen nicht vom Hocker haut, kann das Spiel
trotzdem gut unterhalten. Wer also aktuell ein nettes Golfsimulationsspiel
sucht, der darf bei ProStroke Golf: World Tour 2007 gerne zuschlagen. Uns
hat das Spiel trotz kleinerer Kritikpunkte gut gefallen und so können wir
eine Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Internationale Stars fordern den Spieler heraus inkl. Sergio Garcia, Colin
Montgomerie, Justin Rose, Ben Curtis, Ian Woosnam, Thomas Bjorn…
- "Pro-Stroke" - Eine neuartige Schwungsteuerung, die es dem Spieler
erlaubt, seinen eigenen, individuellen Golf-Stil zu entwickeln
- 18 fordernde Golfkurse inkl. Brabazon at the De Vere Berlfrey und Lake
Nona
- Über WirelessLan kann gegen andere spielen
|