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Einleitung:
Jeder der sich ansatzweise
für Videospiele interessiert, der wird schon einmal etwas über die Prince of
Persia-Spiele gehört haben. Kein Wunder, denn die Reihe gehört mit zu den
ältesten Spielserien. Alles begann im Jahr 1989 mit dem ersten Teil. In dem
Abenteuer musste der Spieler innerhalb kürzester Zeit eine Prinzessin aus
den Klauen des bösen Großwesirs Jaffar befreien. Vier Jahre später erblickte
der Nachfolger das Licht der Welt. Abermals muss die Prinzessin gerettet
werden. Anfang 1996 wagte der Prinz in Prince of Persia 3D den Sprung
in die Dreidimensionalität. Ubisoft nahm sich dem Prinzen sieben lange Jahre
später an und veröffentlichte die Reinkarnation unter dem Namen Prince of
Persia: The Sands of Time. Die Trilogie schlossen dann die Spiele Warrior
Within und The Two Thrones ab. Das ist allerdings nicht das Ende, denn
aktuell kommt ein neuer Teil in den deutschen Handel. Wir konnten uns das
neuste Prince of Persia-Spiel in den letzten Tagen ausgiebig ansehen. Ob
sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Genretypisch werden wir uns nicht grundlos mit dem Prinzen in die diversen
Aufgaben stürzen. Wie nicht anders zu erwarten war, ist auch im aktuellen
Teil eine Story vorhanden. Diese wird übrigens immer wieder durch kleine
Filmeinspielungen inkl. deutscher Synchronisation vorangetrieben. Das neue
Prince of Persia spielt in einem Land, dessen Wurzeln in der antiken
persischen Mythologie verankert sind. Der Prinz findet sich inmitten eines
epischen Kampfes zwischen den ursprünglichen Kräften von Licht und
Dunkelheit wieder: Ormazd, der Gott des Lichts fordert seinen Bruder
Ahrimann, den zerstörerischen Gott der Dunkelheit, heraus. Der Prinz muss
mit ansehen, wie der legendäre Baum des Lebens durch diesen Konflikt
zerstört wird. Nun droht die gesamte Welt in ewiger Dunkelheit zu versinken.
Diese Bedrohung manifestiert sich in einer dunklen Substanz, die Land und
Luft durchzieht und vergiftet. Der Prinz muss sich mit seiner Tod-bringenden
Begleiterin Elika verbünden, um die Welt vor dem Verderben zu retten. Bevor
wir uns allerdings in das Abenteuer stürzen, wollen wir erst einmal ganz von
vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü
mit den Punkten "Neues Spiel", "Spiel laden", "Optionen" und "Extras". Unter
zu letzt genannten Punkt findet man nette Sachen wie eine Kunstgalerie oder
den Skin Manager. Im Vorfeld muss der Gamer aber erst einmal die Sachen im
Hauptspiel freischalten. Wie gewohnt kann man außerdem unter Optionen die
spielrelevanten Einstellungen für Anzeige, Sound oder Speichergerät
anpassen. Hinzu kommt eine Erklärung für die Steuerung und eine Kombo-Liste.
Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Ist ein Spielstand vorhanden, so
könnt Ihr diesen unter Spiel laden aktivieren. Zu Beginn bleibt uns aber
nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Dieses wird nun durch
ein kleines Intro passend eingeleitet. Im Anschluss schlüpfen wir in die
Haut des Prinzen, der sich diversen Aufgaben stellt. Damit der Einstieg
selbst für Anfänger leicht fällt, hat uns der Hersteller einen kleinen
Tutorialbereich spendiert. Über Hilfetexte und anschließenden Übungen geht
die Lenkung schnell ins Blut über und man kann direkt in die erste Mission
starten.
Kommen wir nun zum Gameplay. Ubisoft startet mit Prince of Persia einen
kompletten Neuanfang. Das fängt schon bei der optischen Neuausrichtung an.
Anders wie in den Vorgängerteilen werden wir nämlich eine nette Comicgrafik
zu sehen bekommen. Dazu später aber mehr. Auch spielerisch hat sich so
einiges geändert, auch wenn sich das grundlegende Gameplay an die bekannte
Reihe anlehnt. Hauptsächlich sollt Ihr mit Eurer Spielfigur diverse Jump &
Run-Einlagen meistern und vereinzelt Gegner mit mächtigen Schlägen aus der
Welt schaffen. An unserer Seite kämpft die hübsche Prinzessin Elika, die uns
auf Schritt und Tritt folgt. Nützlich ist unsere weibliche Begleiterin vor
allem, wenn wir mit unserer Spielfigur bei den Kletteraktionen das Zeitliche
segnen. Kommt es zu einem Absturz, so werden wir durch die Prinzessin
gerettet und zum letzten Absprungpunkt gebracht. Eine nützliche Sache, die
keine Frustmomente aufkommen lässt. Schließlich starten wir an genau der
Stelle, wo wir vorher versagt haben. Die rettende Hand nutzt man später
allerdings auch um weite Sprünge zu absolvieren. Mit einem einfachen
Knopfdruck kann man sich gekonnt über weite Distanzen schupsen. Ihre
Fähigkeiten darf man daneben auch im Kampf einsetzen. Drücken wir bei einer
Auseinandersetzung einen Knopf, so setzt Elika ihre magischen Fähigkeiten
ein. Hinzu kommen dann noch unsere eigenen Attacken, die wir mit dem Schwert
oder unserem Körper ausführen. Dabei werden uns viele unterschiedliche
Kombinationsmöglichkeiten angeboten, wodurch atemberaubende Attacken
ausgeführt werden. Das ganze wird wie schon in den Vorgängerteilen wunderbar
in Szene gesetzt. Neben unseren Angriffen kann man zusätzlich feindliche
Attacken blocken oder kontern. Bei manchen Gegnern reicht es allerdings
nicht aus, nur normale Schläge auszuführen. Oftmals sollt Ihr diese mit der
Umgebung bezwingen. Wer jetzt glaubt, dass man - wie in früheren Spielen
- ständig den Säbel zieht, der wird sich wundern. In dem aktuellen Teil
kämpfen wir eigentlich recht selten und teilweise können wir diese Kämpfe
sogar umgehen. Dazu erledigen wir die wenigen Gegner schon im Vorfeld, bevor
sie aus einem schwarzen Strudel erscheinen. Das war zum Glück noch nicht
alles. Ihr müsst neben den hin und wieder auftretenden Fights noch viel mehr
machen. Schließlich sollen wir die einzelnen Areale des Königreichs von der
Dunkelheit befreien. Dazu müssen wir die vielen Gebiete aufsuchen und
unterschiedliche Aufgaben und Rätsel bewältigen. Nett dabei ist vor allem,
dass sich der Grafikstil in den Levels immer wieder ändert. In den
Spielabschnitten sollt Ihr nun auftauchende Lichtkeime aufsammeln, die Elika
für ihre magischen Fähigkeiten benötigt. Hierdurch gewinnt sie neue und vor
allen nützliche Fähigkeiten. Um an alle Orte in einem Abschnitt zu kommen,
müssen unsere Helden vor allem eins machen … klettern und springen. Zum
Glück sind die Protagonisten sehr agil, denn sie können nicht nur über
Abgründe springen, sondern auch an Wänden laufen, über Stege balancieren
oder an Säulen springen. Außerdem verfügt unser Held über
eine Kralle, mit der er sich an Wänden herablassen kann. Obwohl sich das
jetzt insgesamt recht komplex anhört ist das Gameplay sehr einfach.
Grundsätzlich laufen wir nämlich nur vorgegebene Wege ab und drücken im
richtigen Moment die entsprechende Taste. Alles andere wird fast automatisch
ausgeführt. Wisst Ihr dann doch einmal nicht weiter, so hilft uns Elika auch
hier, denn sie gibt uns mit Hilfe eines Lichtsignals einen Hinweis, wohin
wir als nächstes müssen. So erkunden wir nun die diversen Levels,
absolvieren die ausgiebigen Jump & Run-Aufgaben durch Hüpfen, Schwingen,
Laufen, Klettern, kleineren Flugeinlagen und kämpfen gegen überschaubare
Gegner um die Welt vor dem Verderben zu retten.
Technik:
Die optische Seite wird notgedrungen nicht jedem gefallen. Der Hersteller
setzt auf eine Comic-Grafik, die in unseren Augen wunderschön aussieht. Da
wären zum einen die Levels. Viele Details sind genauso vorhanden, wie
imposante Effekte und unterschiedliche Umgebungen. Immer wieder agieren wir
in anderen Landschaften, was sehr viel Spaß macht. Hinzu kommen die
fantastischen Animationen der Charaktere. Es sieht schon toll aus, wenn sich
die Figuren geschmeidig und fließend durch die Umgebungen bewegen. Außerdem
dürft Ihr gute Lichtspielereien bewundern. Auf einem ebenso hohen Niveau
bewegt sich der Sound. Fantastisch ist zum einen die Synchronisation. Es
wurden professionelle deutsche Sprecher engagiert, die den Charakteren
ordentlich Leben einhauchen. Hinzu kommen eine ansprechende Soundkulisse und
eine stimmungsvolle Musikuntermalung. Hier stimmt wirklich alles. Zufrieden
kann man auch mit dem Schwierigkeitsgrad sein. Dank Elika´s Hilfsaktionen
werden selbst oft auftauchende Todessprünge schnell revidiert und so kommen
kaum Frustmomente auf. Außerdem kann man eigentliche jede Passage dank der
einfachen Steuerung schnell überwinden. Selbst an einen einfachen Einstieg
hat der Hersteller gedacht. Nach dem anfänglichen Tutorial wird jeder Gamer
direkt in das Abenteuer starten können. Die Kämpfe laufen dabei genauso
einfach ab, wie die diversen Jump & Run-Einlagen. Das liegt allerdings auch
daran, dass die Steuerung sehr minimalistisch gehalten wurde. Wer gerne
komplizierte und schwierige Sprungpassagen liebt oder sein Können bei
Kämpfen durch feinabgestimmte Kombos zeigen möchte, der wird leider ein
wenig in die Röhre schauen. Alles läuft halbautomatisch ab, wodurch der
Gamer nur selten wirklich gefordert wird. Fasst man nun alles zusammen, so
kann man dennoch sehr zufrieden mit der technischen Seite sein.
Fazit:
Prince of Persia spricht selbstverständlich nicht jeden an. Das liegt jetzt
nicht nur am neuen Grafikstil, den wir persönlich sehr gut finden. Der
hauptsächliche Kritikpunkt wird bei vielen die immer wieder gleichen
Aufgaben und das halbautomatische Gamplay sein. Fast alles lässt sich mit
einem Knopfdruck erledigen. Das gilt für Kämpfe genauso wie für
Sprungpassagen. Oft bekommt man das Gefühl, dass das Spiel für uns agiert
und wir nur durch einen einfachen Knopfdruck die Handlung starten. Gerade
Profis, die in einem Spiel ordentlich gefordert werden wollen, wird das
sauer aufstoßen. Außerdem wurden die Kämpfe ordentlich zurückgeschraubt. So
oft wie in früheren Teilen, müsst ihr jetzt nicht mehr zum Säbel greifen.
Hinzu kommen die immer wieder gleichen Handlungen in einem Level. Eigentlich
müssen wir in jedem Abschnitt das gleiche machen. Wirklich
abwechslungsreich ist das Game leider nicht. Allerdings müssen wir jetzt
noch einmal klar stellen, dass uns das Spiel dennoch gut gefallen hat. Das
Gesamtkonzept stimmt einfach. Die wunderschönen Levels und die Atmosphäre
haben es uns genauso angetan, wie der hervorragende Sound, der immer wieder
sprühende Wortwitz, das gute Zusammenspiel beider Charaktere und das
frustfreie Gameplay. Es macht einfach nur Spaß gestellte Aufgaben zu
bewältigen und der Story zu folgen. Vor allem Genreneulinge werden mit
diesem Teil sehr viel Spaß haben. Wer also gerne recht einfache
Action-Adventure-Spiele mag und mal ein komplett anderes Prince of
Persia-Spiel spielen möchte, der darf ohne große Bedenken zuschlagen.
Perfekt ist das Game zwar nicht, dennoch kann es einen lange am Bildschirm
binden.
Features:
- Einen neuer, aufstrebender Held: Der Spieler muss die Akrobatik, die
Strategie und die Kampftechniken des agilsten Kriegers aller Zeiten
meistern: Rettungsgriffe nach halsbrecherischen Stürzen aus
schwindelerregenden Höhen, perfekt abgestimmte akrobatische Kombinationen,
waghalsige Sprünge über Schluchten und Gebäude und viele weitere Hürden. Der
Prinz muss seine gesamten neuen Fähigkeiten einsetzen, um die korrumpierten
Generäle von Ahriman mittels eines völlig neuen Kampfsystems zu besiegen,
die Welt vor dem Verderben zu retten und das Licht zurückzubringen.
- Eine neue, epische Reise beginnt: Der Spieler taucht in eine neue
Fantasiewelt des antiken Persiens ein. Eine gekonnt erzählte Geschichte und
weitläufige Landschaften vermitteln dem Prince of Persia-Fan ein
einzigartiges Spielerlebnis, das es mit den besten Hollywood-Filmen
aufnehmen kann.
- Eine neue, offene Spielwelt: Erstmals in einem Prince of Persia-Spiel hat
der Spieler die Freiheit vorzugeben, in welche Richtung sich das Spiel in
diesem nicht linearen Abenteuer entwickeln soll. Der Spieler entscheidet,
wie die Geschichte voranschreitet, indem er seinen eigenen Weg einschlägt.
- Eine tödliche Verbündete: Der Prinz erhält tatkräftige Unterstützung in
Form von Elika, einer dynamischen K.I.-Gefährtin, die ihm in seinem Kampf um
die Rettung der Welt zur Hilfe eilt. Sie besitzt magische Kräfte und
unterstützt den Spieler im Kampf bei akrobatischen Einlagen und der Lösung
von Rätseln. Dadurch wird es dem Prinzen ermöglicht, neue, höher gelegene
Ebenen zu erreichen. Dabei werden spezielle, akrobatische Partner-Bewegungen
und -Animationen sowie machtvolle Kampfkombinationen ausgelöst.
- Alles neu macht die nächste Generation: Das Debüt der Spieleserie auf den
Konsolen der nächsten Generation nutzt Ubisofts fortgeschrittene
Anvil-Engine, mit der auch schon Assassin's Creed™ entwickelt wurde.
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