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Einleitung:
Vor gut
zwei Jahren erschien das Spiel Port Royal in Deutschland. Leider konnte das
Spiel nicht ganz überzeugen. Vor allem störten die viele Bugs. Nun dürfen
sich alle Fans von Wirtschaftssimulationsspielen auf den neusten Teil von
Ascaron mit dem Titel Port Royal 2 freuen. Was wie ein Update des ersten
Teils aussieht erweist sich schnell als neues Spiel. Wir konnten das
Aufbauspiel jetzt testen. Ob sich das Game gegen die starke Konkurrenz
durchsetzen kann erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie im
ersten Teil starten wir im 17. Jahrhundert in der Karibik. Die vier großen
Kolonialmächte Spanien, England, Frankreich und Holland ringen um die
Vorherrschaft in der Neuen Welt. Inmitten von Piraten, Freibeutern und
Händlern sollen wir unser Glück suchen. Ihr dürft aus vier Tutorials und
vier großen Szenarien eine Spielart aussuchen. Natürlich ist auch das
bekannte Endlosspiel vorhanden. In dieser Spielart sucht Ihr Euch einen
Heimathafen aus, indem Ihr mit einem kleinen Schiff startet. Es werden drei
Schwierigkeitsgrade angeboten die zum einen die Stärke der Gegner und zum
anderen die Warenpreise beeinflussen. Der Spieler startet als kleiner
Schiffsjunge der sich mit der Zeit langsam hocharbeiten muss. Natürlich
steht das Geld im Mittelpunkt. Euch ist es vollkommen frei gestellt wie Ihr
das nötige Kleingeld verdient. Die wichtigste Einnahmequelle ist ohne
Zweifel der Handel. Hier dürft Ihr gut 19 unterschiedliche Waren kaufen und
verkaufen, wobei die Preise in den einzelnen Städten durch Angebot und
Nachfrage ermittelt werden. Die zu handelnden Waren werden in fünf Gruppen
unterteilt. So gibt es Nahrungsmittel, Rohstoffe, Fertigprodukte,
Importwaren und Kolonialwaren. Den Gewinn erhaltet Ihr, indem Ihr diese
Waren in einer Stadt einkauft und sie in einer anderen Stadt verkauft. Der
Preis ermittelt sich selbständig. Je mehr Waren von einer Sorte angeboten
werden desto billiger werden diese. Das gleiche gilt aber auch für Waren die
sehr gefragt sind. Hier steigt der Preis rapide an. Dadurch wird
sichergestellt, dass kein Händler eine Ware permanent in eine Stadt liefert.
Darf man eine Ware in einer Stadt günstig kaufen so kann man schon fest
davon ausgehen das sich ein Verkauf in den umliegenden Städten nicht lohnt.
Grundlegend gilt die Devise desto weiter der Weg, desto größer die
Gewinnspanne. Der Spieler behält beim Handeln immer den Überblick durch ein
übersichtliches Menü. In diesem seht Ihr auf einen Blick wie die aktuellen
Preise sind und wie Euer aktueller Durchschnittspreis ist. Auch wenn die
Preise eingeblendet werden bedeutet das nicht, dass diese stabil sind.
Überlegt Ihr zu lange so kann ein anderes Schiff zuschlagen und den Preis
nach oben oder unten treiben.
Die
Waren transportiert Ihr mit Euren Schiffen. Zu Beginn des Endlosspiels
besitzt Ihr nur ein kleines Schiff. Natürlich dürfen später auch andere
Schiffe gekauft werden. Grundlegend unterscheiden sich diese in Bewaffnung,
Geschwindigkeit und Ladekapazität. Es lohnt sich ein größeres Schiff zu
kaufen da sich durch die erhöhte Ladekapazität schneller Gewinne einfahren
lassen. Außerdem könnt Ihr Konvois zusammenstellen. So dürft Ihr bis zu zehn
Schiffe auf einmal losschicken. Die Schiffe müssen natürlich mit einer
Besatzung besetzt werden. Auch Kapitäne bzw. Offiziere dürfen nicht fehlen.
Diese heuert Ihr in der Kneipe an. Schickt Ihr Schiffe los so sind
Seeschlachten nicht fern. Immer wieder werdet Ihr in Auseinandersetzungen
geraten. Diese Seegefechte laufen sehr übersichtlich ab. Der Spieler wählt
ein Schiff aus mit dem er gegen ein anderes Schiff kämpft. Anschließend kann
ein Schiff entweder versenkt oder geentert werden. Ist ein Schiff verloren
schickt Ihr das nächste Schiff in die Schlacht. Das geht dann so lange bis
eine Seite keine Schiffe mehr hat. Anschließend ist eine Schlacht
entschieden. Klingt alles recht fair aber die Sache hat einen kleinen Haken.
Eine Feindliche Flotte kann bei Schlachtbeginn mit bis zu fünf Schiffen in
die Schlacht ziehen. So muss man schon taktisch sehr gut vorgehen um zu
gewinnen. Dank einer guten Steuerung ist dieses aber möglich. Das eigene
Schiff muss man vorher mit Kanonen, Munition und einer Mannschaft bestücken.
Will man ein Schiff entern so sollte die eigene Mannschaft größer sein wie
die des Gegners. Außerdem solltet Ihr auf die Nationalität achten. Greift
man ein Schiff der Holländer an so hat man gleich mit der ganzen Nation
Krieg. Ihr müsst also gut überlegen, ob Ihr einen Konflikt haben wollt. Bei
einer Schlacht ist die Munition sehr wichtig. Mit Massivkugeln richtet man
direkten Schaden am Schiff an. Kettenkugeln zielen auf die Segel wodurch ein
Schiff langsamer wird und mit den Streugeschossen dezimiert Ihr die
feindliche Mannschaft. Nett ist dann auch noch das Fechtduell. Dieses wird
gestartet wenn sich die beiden Führerschiffe begegnen. Das Duell wird mit
der Maus ausgetragen. Dabei wird mit der linken Taste angegriffen und mit
der rechten abgewehrt. Besiegt man den Gegner so hat man die komplette
Schlacht gewonnen, egal wie die Schlacht vorher abgelaufen ist. So könnt Ihr
bei einer fast Niederlage immer noch gewinnen und umgekehrt.
Der
wichtigste Bereich in dem Spiel ist aber immer noch der Handelsbereich. Dazu
fahrt Ihr neu entdeckte Städte an und kauft deren Waren ein. Jede Stadt
produziert bestimmte Produkte die hier besonders günstig sind. Dafür
benötigt sie auch immer wieder bestimmte Güter die Ihr verkaufen könnt. Beim
Handeln hat der Spieler zwei Möglichkeiten. Entweder bleibt er auf der
Kartenansicht und geht von hier direkt in den Marktplatz oder er wählt die
Stadt direkt an und gelangt so in die Stadtansicht. Hier findet Ihr dann
viele weitere Gebäude wie eine Werft, Kneipe, Kirche oder den
Gouverneurspalast. Um schnell zu Handeln reicht meistens die Kartenansicht
aus. Hier kann man am besten seine ganzen Schiffe verwalten. Der Spieler
muss nun herausfinden wo welche Waren benötigt werden und wo er diese am
besten bekommt. Hat man dann erst einmal ein gutes System herausgefunden
fließt das Geld in strömen. Da aber immer wieder Kosten auf Euch zukommen
wird dieses Geld auch dringend benötigt. Braucht Ihr schnell Geld so habt
Ihr auch die Möglichkeit Kredite aufzunehmen. Diese werden allerdings zu
horrenden Zinsen angeboten. Wahlweise kann man sich auch beim Glücksspiel
versuchen. Wer will kann auch selber Produktionsstätten bauen. Dabei sollte
man auf die Bedürfnisse der Region achten. Hilfreich ist auch noch die
Handelsrouten Automatik. Mit dieser könnt Ihr Eure Schiffe auf festen Routen
laufen lassen. Wer ein wenig Abwechslung braucht kann auch diverse Aufträge
annehmen. Diese erhält man in der Kneipe, beim Gouverneur oder bei den vier
Vizekönigen. Durch die Aufträge müsst Ihr bestimmte Schiffe oder Städte
erobern. Als Belohnung gibt es vor allem Geld. Aber auch Schiffe oder Land
sind möglich auf denen Ihr eine eigene Stadt errichten könnt. Wenn Ihr eine
Stadt erobern wollt ändert sich das Spiel ein wenig. Wie bei einem einfachen
Echtzeitstrategiespiel dürft Ihr dann gegen die Stadt und ihre Türme
vorgehen. Euch stehen zwei Truppenarten zur Verfügung. Eine nette
Abwechslung. Nach einigen Aufstiegen dürft Ihr dann auch noch die Tochter
des Gouverneurs heiraten die dann nützliche Tipps für Euch hat. Rundum wird
sehr viel Geboten. Vor allem kann sich jeder Spieler aussuchen wie er Port
Royal 2 spielen möchte. Spaß macht jede Variante.
Technik:
Vergleicht man das Spiel mit heutigen Games so kann es optisch nicht ganz
mithalten. Das Gameplay wird dadurch aber nicht beeinträchtigt und insgesamt
kann das Spiel auch mit der etwas veralteten Grafik überzeugen. Verwendet
wird eine 3D-Grafik mit vorgezeichneten Hintergründen. Insgesamt wird ein
schöner Karibikflair geboten. Trotzdem erwartet man in der heutigen Zeit ein
wenig mehr. Zwar werden bei der Stadtansicht und auf der Weltkarte viele
Details gezeigt aber mit der gebotenen Grafik liegt man weit hinter dem was
andere Spiele zu bieten haben. Zumindest wird der Spieler mit guten und
übersichtlichen Menüs entschädigt die dazu noch sehr leicht zu bedienen
sind. Leider sehen auch die Schiffe ein wenig detailarm aus, was wiederum
unverständlich ist denn das Wasser kann sich mit seinen Lichteffekten sehen
lassen. Bei den Seeschlachten werdet Ihr eine bessere Grafik zu sehen
bekommen. Hier wird jeder nur auf die zerfetzten Segel, defekten Schiffe und
die fliegenden Kanonenkugeln achten. Nett sind dafür die kleinen Filmchen
die im Spiel eingeblendet werden. Sie unterstützen das Geschehen ideal. Mit
dem Sound kann man gut leben. Je nachdem wo wir uns befinden wir ein anderer
Sound eingespielt. Hinzu kommt eine nette Hintergrundmusik die selbst nach
Stunden nicht nervt. Vor allem bei den Schlachten wird jeder die Boxen
aufdrehen denn Ihr bekommt richtig was zu hören. Das Spiel selber hat einen
heftigen Schwierigkeitsgrad der schon auf der leichtesten Stufe einiges von
Euch abverlangt. Durch das gute Gameplay wird der Spieler aber so an das
Spiel gefesselt das er trotz der Schwierigkeiten nicht aufhören kann. Der
Hersteller hat dann noch eine geniale Steuerung hinbekommen die kaum
schwächen aufweist. Egal ob auf der Weltkarte, in den Städten, Menüs oder in
der Schlacht, Ihr werdet immer alles im Griff haben. Besonders die Steuerung
bei der Schlacht muss man hervorheben. Hier kann man wirklich einfach andere
Schiffe ausmanövrieren. Leider wurde bei dem Spiel auf einiges verzichtet.
So werdet Ihr keine zusammenhängende Kampagne mit fortlaufender Story
erleben. Man muss aber dazu sagen, dass auch ohne diese, genug geboten wird.
Der Spielumfang ist mehr als ausreichend und wenn Ihr erst einmal ein
Endlosspiel angefangen habt wird kaum Zeit übrig bleiben um was anderes zu
spielen. Ganz nett wäre auch ein Mehrspielermodus gewesen. Den werdet Ihr
aber ebenfalls nicht finden. Weder LAN-Spiele noch Internetduelle sind
möglich. Da die Spielart aber nicht Perfekt für Mehrspielerduelle ist wird
dieser Modus nur von sehr wenigen vermisst werden. Fasst man alles zusammen
so kann das Spiel trotz mittelmäßiger Optik technisch voll überzeugen.
Fazit:
Port
Royale 2 kann ohne Probleme mit jedem anderen Wirtschaftssimulationsspiel
mithalten. Die Fehler des ersten Teils wurden beseitigt und so dürft Ihr
Euch auf ein erstklassiges Spiel freuen. Es wird soviel geboten, dass ein
Spieler kaum davon los kommt. Vor allem ist es eine interessante Sache, dass
Ihr spielen könnt wie Ihr wollt. Händler ist man hier genauso gerne wie
Pirat oder königlicher Freibeuter. Da sich alle Varianten auch noch
kombinieren lassen werdet Ihr immer die richtige Mischung finden. Der
Schwierigkeitsgrad ist zwar recht hoch aber dennoch wird niemand unter oder
überfordert werden. So könnt Ihr sehr schnell in das Spiel eintauchen. Port
Royale 2 kann ohne Probleme hunderte von Stunden fesseln. Nette Minigames
wie das Glücksspiel sorgen ebenfalls für viel Abwechslung. So stört auch
nicht, dass kein Mehrspielerbereich vorhanden ist. Seid Ihr erst einmal im
Port Royal 2 Fieber, werdet Ihr an solche Features sowieso nicht mehr
denken. Einzig die Grafik hätte ein wenig zeitgemäßer sein können. Insgesamt
wird aber optisch genug geboten. Das Spiel glänzt vor allem durch sein enorm
motivierendes Gameplay. Für uns ist Port Royal 2 eines der besten
Wirtschaftssimulationsspiele. Wer also aktuell ein Spiel aus diesem Genre
sucht muss hier einfach zuschlagen. Einen Kauf werdet Ihr mit Sicherheit
nicht bereuen.
Features
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Riesige Spielwelt mit 4
Nationen und 60 Städten
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Errichten Sie Wohnhäuser,
Betriebe und Sondergebäude, um die Städte florieren zu lassen
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Errichten Sie eigene
Städte
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Nehmen Sie Einfluss auf
die Stärke der Nationen, denn alle Städte können annektiert werden
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Einführungsszenarien für
alle wichtigen Spielelemente erleichtern den Einstieg
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Acht Szenarien mit
besonderen Anfangssituationen für schnellen Spielspaß
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Freies Spiel für nahezu
unbegrenztes Spielvergnügen durch hohe Spieltiefe
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16 verschiedene
Schiffstypen
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Seeschlachten in
modernster 3D-Grafik, in denen Sie Ihre Schiffe selbst steuern können
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