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Port Royale 2 - Review (PC)

Wertung:
87 %

Einleitung:

Vor gut zwei Jahren erschien das Spiel Port Royal in Deutschland. Leider konnte das Spiel nicht ganz überzeugen. Vor allem störten die viele Bugs. Nun dürfen sich alle Fans von Wirtschaftssimulationsspielen auf den neusten Teil von Ascaron mit dem Titel Port Royal 2 freuen. Was wie ein Update des ersten Teils aussieht erweist sich schnell als neues Spiel. Wir konnten das Aufbauspiel jetzt testen. Ob sich das Game gegen die starke Konkurrenz durchsetzen kann erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wie im ersten Teil starten wir im 17. Jahrhundert in der Karibik. Die vier großen Kolonialmächte Spanien, England, Frankreich und Holland ringen um die Vorherrschaft in der Neuen Welt. Inmitten von Piraten, Freibeutern und Händlern sollen wir unser Glück suchen. Ihr dürft aus vier Tutorials und vier großen Szenarien eine Spielart aussuchen. Natürlich ist auch das bekannte Endlosspiel vorhanden. In dieser Spielart sucht Ihr Euch einen Heimathafen aus, indem Ihr mit einem kleinen Schiff startet. Es werden drei Schwierigkeitsgrade angeboten die zum einen die Stärke der Gegner und zum anderen die Warenpreise beeinflussen. Der Spieler startet als kleiner Schiffsjunge der sich mit der Zeit langsam hocharbeiten muss. Natürlich steht das Geld im Mittelpunkt. Euch ist es vollkommen frei gestellt wie Ihr das nötige Kleingeld verdient. Die wichtigste Einnahmequelle ist ohne Zweifel der Handel. Hier dürft Ihr gut 19 unterschiedliche Waren kaufen und verkaufen, wobei die Preise in den einzelnen Städten durch Angebot und Nachfrage ermittelt werden. Die zu handelnden Waren werden in fünf Gruppen unterteilt. So gibt es Nahrungsmittel, Rohstoffe, Fertigprodukte, Importwaren und Kolonialwaren. Den Gewinn erhaltet Ihr, indem Ihr diese Waren in einer Stadt einkauft und sie in einer anderen Stadt verkauft. Der Preis ermittelt sich selbständig. Je mehr Waren von einer Sorte angeboten werden desto billiger werden diese. Das gleiche gilt aber auch für Waren die sehr gefragt sind. Hier steigt der Preis rapide an. Dadurch wird sichergestellt, dass kein Händler eine Ware permanent in eine Stadt liefert. Darf man eine Ware in einer Stadt günstig kaufen so kann man schon fest davon ausgehen das sich ein Verkauf in den umliegenden Städten nicht lohnt. Grundlegend gilt die Devise desto weiter der Weg, desto größer die Gewinnspanne. Der Spieler behält beim Handeln immer den Überblick durch ein übersichtliches Menü. In diesem seht Ihr auf einen Blick wie die aktuellen Preise sind und wie Euer aktueller Durchschnittspreis ist. Auch wenn die Preise eingeblendet werden bedeutet das nicht, dass diese stabil sind. Überlegt Ihr zu lange so kann ein anderes Schiff zuschlagen und den Preis nach oben oder unten treiben.

Die Waren transportiert Ihr mit Euren Schiffen. Zu Beginn des Endlosspiels besitzt Ihr nur ein kleines Schiff. Natürlich dürfen später auch andere Schiffe gekauft werden. Grundlegend unterscheiden sich diese in Bewaffnung, Geschwindigkeit und Ladekapazität. Es lohnt sich ein größeres Schiff zu kaufen da sich durch die erhöhte Ladekapazität schneller Gewinne einfahren lassen. Außerdem könnt Ihr Konvois zusammenstellen. So dürft Ihr bis zu zehn Schiffe auf einmal losschicken. Die Schiffe müssen natürlich mit einer Besatzung besetzt werden. Auch Kapitäne bzw. Offiziere dürfen nicht fehlen. Diese heuert Ihr in der Kneipe an. Schickt Ihr Schiffe los so sind Seeschlachten nicht fern. Immer wieder werdet Ihr in Auseinandersetzungen geraten. Diese Seegefechte laufen sehr übersichtlich ab. Der Spieler wählt ein Schiff aus mit dem er gegen ein anderes Schiff kämpft. Anschließend kann ein Schiff entweder versenkt oder geentert werden. Ist ein Schiff verloren schickt Ihr das nächste Schiff in die Schlacht. Das geht dann so lange bis eine Seite keine Schiffe mehr hat. Anschließend ist eine Schlacht entschieden. Klingt alles recht fair aber die Sache hat einen kleinen Haken. Eine Feindliche Flotte kann bei Schlachtbeginn mit bis zu fünf Schiffen in die Schlacht ziehen. So muss man schon taktisch sehr gut vorgehen um zu gewinnen. Dank einer guten Steuerung ist dieses aber möglich. Das eigene Schiff muss man vorher mit Kanonen, Munition und einer Mannschaft bestücken. Will man ein Schiff entern so sollte die eigene Mannschaft größer sein wie die des Gegners. Außerdem solltet Ihr auf die Nationalität achten. Greift man ein Schiff der Holländer an so hat man gleich mit der ganzen Nation Krieg. Ihr müsst also gut überlegen, ob Ihr einen Konflikt haben wollt. Bei einer Schlacht ist die Munition sehr wichtig. Mit Massivkugeln richtet man direkten Schaden am Schiff an. Kettenkugeln zielen auf die Segel wodurch ein Schiff langsamer wird und mit den Streugeschossen dezimiert Ihr die feindliche Mannschaft. Nett ist dann auch noch das Fechtduell. Dieses wird gestartet wenn sich die beiden Führerschiffe begegnen. Das Duell wird mit der Maus ausgetragen. Dabei wird mit der linken Taste angegriffen und mit der rechten abgewehrt. Besiegt man den Gegner so hat man die komplette Schlacht gewonnen, egal wie die Schlacht vorher abgelaufen ist. So könnt Ihr bei einer fast Niederlage immer noch gewinnen und umgekehrt.

Der wichtigste Bereich in dem Spiel ist aber immer noch der Handelsbereich. Dazu fahrt Ihr neu entdeckte Städte an und kauft deren Waren ein. Jede Stadt produziert bestimmte Produkte die hier besonders günstig sind. Dafür benötigt sie auch immer wieder bestimmte Güter die Ihr verkaufen könnt. Beim Handeln hat der Spieler zwei Möglichkeiten. Entweder bleibt er auf der Kartenansicht und geht von hier direkt in den Marktplatz oder er wählt die Stadt direkt an und gelangt so in die Stadtansicht. Hier findet Ihr dann viele weitere Gebäude wie eine Werft, Kneipe, Kirche oder den Gouverneurspalast. Um schnell zu Handeln reicht meistens die Kartenansicht aus. Hier kann man am besten seine ganzen Schiffe verwalten. Der Spieler muss nun herausfinden wo welche Waren benötigt werden und wo er diese am besten bekommt. Hat man dann erst einmal ein gutes System herausgefunden fließt das Geld in strömen. Da aber immer wieder Kosten auf Euch zukommen wird dieses Geld auch dringend benötigt. Braucht Ihr schnell Geld so habt Ihr auch die Möglichkeit Kredite aufzunehmen. Diese werden allerdings zu horrenden Zinsen angeboten. Wahlweise kann man sich auch beim Glücksspiel versuchen. Wer will kann auch selber Produktionsstätten bauen. Dabei sollte man auf die Bedürfnisse der Region achten. Hilfreich ist auch noch die Handelsrouten Automatik. Mit dieser könnt Ihr Eure Schiffe auf festen Routen laufen lassen. Wer ein wenig Abwechslung braucht kann auch diverse Aufträge annehmen. Diese erhält man in der Kneipe, beim Gouverneur oder bei den vier Vizekönigen. Durch die Aufträge müsst Ihr bestimmte Schiffe oder Städte erobern. Als Belohnung gibt es vor allem Geld. Aber auch Schiffe oder Land sind möglich auf denen Ihr eine eigene Stadt errichten könnt. Wenn Ihr eine Stadt erobern wollt ändert sich das Spiel ein wenig. Wie bei einem einfachen Echtzeitstrategiespiel dürft Ihr dann gegen die Stadt und ihre Türme vorgehen. Euch stehen zwei Truppenarten zur Verfügung. Eine nette Abwechslung. Nach einigen Aufstiegen dürft Ihr dann auch noch die Tochter des Gouverneurs heiraten die dann nützliche Tipps für Euch hat. Rundum wird sehr viel Geboten. Vor allem kann sich jeder Spieler aussuchen wie er Port Royal 2 spielen möchte. Spaß macht jede Variante.

 

Technik:

Vergleicht man das Spiel mit heutigen Games so kann es optisch nicht ganz mithalten. Das Gameplay wird dadurch aber nicht beeinträchtigt und insgesamt kann das Spiel auch mit der etwas veralteten Grafik überzeugen. Verwendet wird eine 3D-Grafik mit vorgezeichneten Hintergründen. Insgesamt wird ein schöner Karibikflair geboten. Trotzdem erwartet man in der heutigen Zeit ein wenig mehr. Zwar werden bei der Stadtansicht und auf der Weltkarte viele Details gezeigt aber mit der gebotenen Grafik liegt man weit hinter dem was andere Spiele zu bieten haben. Zumindest wird der Spieler mit guten und übersichtlichen Menüs entschädigt die dazu noch sehr leicht zu bedienen sind. Leider sehen auch die Schiffe ein wenig detailarm aus, was wiederum unverständlich ist denn das Wasser kann sich mit seinen Lichteffekten sehen lassen. Bei den Seeschlachten werdet Ihr eine bessere Grafik zu sehen bekommen. Hier wird jeder nur auf die zerfetzten Segel, defekten Schiffe und die fliegenden Kanonenkugeln achten. Nett sind dafür die kleinen Filmchen die im Spiel eingeblendet werden. Sie unterstützen das Geschehen ideal. Mit dem Sound kann man gut leben. Je nachdem wo wir uns befinden wir ein anderer Sound eingespielt. Hinzu kommt eine nette Hintergrundmusik die selbst nach Stunden nicht nervt. Vor allem bei den Schlachten wird jeder die Boxen aufdrehen denn Ihr bekommt richtig was zu hören. Das Spiel selber hat einen heftigen Schwierigkeitsgrad der schon auf der leichtesten Stufe einiges von Euch abverlangt. Durch das gute Gameplay wird der Spieler aber so an das Spiel gefesselt das er trotz der Schwierigkeiten nicht aufhören kann. Der Hersteller hat dann noch eine geniale Steuerung hinbekommen die kaum schwächen aufweist. Egal ob auf der Weltkarte, in den Städten, Menüs oder in der Schlacht, Ihr werdet immer alles im Griff haben. Besonders die Steuerung bei der Schlacht muss man hervorheben. Hier kann man wirklich einfach andere Schiffe ausmanövrieren. Leider wurde bei dem Spiel auf einiges verzichtet. So werdet Ihr keine zusammenhängende Kampagne mit fortlaufender Story erleben. Man muss aber dazu sagen, dass auch ohne diese, genug geboten wird. Der Spielumfang ist mehr als ausreichend und wenn Ihr erst einmal ein Endlosspiel angefangen habt wird kaum Zeit übrig bleiben um was anderes zu spielen. Ganz nett wäre auch ein Mehrspielermodus gewesen. Den werdet Ihr aber ebenfalls nicht finden. Weder LAN-Spiele noch Internetduelle sind möglich. Da die Spielart aber nicht Perfekt für Mehrspielerduelle ist wird dieser Modus nur von sehr wenigen vermisst werden. Fasst man alles zusammen so kann das Spiel trotz mittelmäßiger Optik technisch voll überzeugen.

 

Fazit:

Port Royale 2 kann ohne Probleme mit jedem anderen Wirtschaftssimulationsspiel mithalten. Die Fehler des ersten Teils wurden beseitigt und so dürft Ihr Euch auf ein erstklassiges Spiel freuen. Es wird soviel geboten, dass ein Spieler kaum davon los kommt. Vor allem ist es eine interessante Sache, dass Ihr spielen könnt wie Ihr wollt. Händler ist man hier genauso gerne wie Pirat oder königlicher Freibeuter. Da sich alle Varianten auch noch kombinieren lassen werdet Ihr immer die richtige Mischung finden. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar recht hoch aber dennoch wird niemand unter oder überfordert werden. So könnt Ihr sehr schnell in das Spiel eintauchen. Port Royale 2 kann ohne Probleme hunderte von Stunden fesseln. Nette Minigames wie das Glücksspiel sorgen ebenfalls für viel Abwechslung. So stört auch nicht, dass kein Mehrspielerbereich vorhanden ist. Seid Ihr erst einmal im Port Royal 2 Fieber, werdet Ihr an solche Features sowieso nicht mehr denken. Einzig die Grafik hätte ein wenig zeitgemäßer sein können. Insgesamt wird aber optisch genug geboten. Das Spiel glänzt vor allem durch sein enorm motivierendes Gameplay. Für uns ist Port Royal 2 eines der besten Wirtschaftssimulationsspiele. Wer also aktuell ein Spiel aus diesem Genre sucht muss hier einfach zuschlagen. Einen Kauf werdet Ihr mit Sicherheit nicht bereuen.

 

Features

 

  • Riesige Spielwelt mit 4 Nationen und 60 Städten
  • Errichten Sie Wohnhäuser, Betriebe und Sondergebäude, um die Städte florieren zu lassen
  • Errichten Sie eigene Städte
  • Nehmen Sie Einfluss auf die Stärke der Nationen, denn alle Städte können annektiert werden
  • Einführungsszenarien für alle wichtigen Spielelemente erleichtern den Einstieg
  • Acht Szenarien mit besonderen Anfangssituationen für schnellen Spielspaß
  • Freies Spiel für nahezu unbegrenztes Spielvergnügen durch hohe Spieltiefe
  • 16 verschiedene Schiffstypen
  • Seeschlachten in modernster 3D-Grafik, in denen Sie Ihre Schiffe selbst steuern können

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Port Royale 2 (PC)

 
 Port Royale 2
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 76 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 90 %  
Singleplayer: 92 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 89 %  
Gesamtwertung:  87 %  

Systemanforderungen:

Systemvoraussetzungen Minimum

- CPU Pentium III - 700 Mhz
- 128 MB RAM für Windows 98SE
- 256 MB RAM für Windows 2000/XP
- 700 MB freier Festplattenspeicher
- 4-fach CD-ROM
- DirectX-8-fähige Grafikkarte mit 32 MB
- DirectX-fähige Soundkarte
- DirectX 9.0 (auf CD enthalten)
- Betriebssystem Windows 98SE/ME/2000/XP

 

Systemvoraussetzungen Empfohlen

- CPU Pentium 4 - 1600 Mhz oder höher
- 512 MB RAM
- 700MB freier Festplattenspeicher
- 4-fach CD-ROM
- DirectX-9-fähige Grafikkarte mit 64 MB
- DirectX 9.0 (auf CD enthalten)
- Betriebssystem Windows 98SE/ME/2000/XP

 

 

 

 

 

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