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Einleitung:
Die ursprünglichen Pitfall-Spiele werden nur
noch ältere Spieler kennen. Schließlich gehört der kleine Schatzsucher Harry mit
zu den ältesten Spielfiguren. Nun kommt ein neues Game
mit dem Abenteurer
über Application Systems
Heidelberg (ASH) auf dem Markt. Es handelt sich dabei um das Spiel Pitfall: Die
verlorene Expedition. Wieder müssen im Dschungel diverse Aufgaben bewältigt
werden, damit der Schatz von El Dorado nicht in falsche Hände gerät. Wir
konnten das neuste Spiel von Aspyr jetzt testen. Ob es erneut soviel Spaß
macht wie die Vorgängerspiele erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In dem Spiel Pitfall: Die verlorene Expedition schlüpft der Spieler in die
Rolle des furchtlosen Schatzsuchers Harry. Viele Aufgaben sollen bewältigt
werden. Wir müssen die Mitglieder einer verlorenen Expedition retten, einen
bösen Hohepriester von seinem Rachefeldzug abbringen, einer Prinzessin
helfen und unseren Erzfeind daran hindern den Schatz von El Dorado zu
klauen. Wie immer warten im Dschungel zahlreiche Gefahren auf uns. Hungrige
Krokodile sind genauso vorhanden wie tiefe Fallen oder bösartige Gegner.
Insgesamt sollen wir gut 40 Levels durchspielen die uns an unterschiedliche
Orte bringen. So erleben wir nicht nur dunkle Regenwälder sondern auch
Höhlen, Minen und gefährliche Gebirge. Fangen wir aber erst einmal vorne an.
Nachdem das Spiel gestartet wurde müssen wir einen kleinen Kampf austragen.
Trotz eines Sieges bekommen wir große Probleme, was uns natürlich dazu
bringt über die aktuelle Situation nachzudenken. Anhand eines netten Intros
sehen wir unser Flugzeug abstürzen und schon beginnt mitten im Dschungel das
eigentliche Spiel. Pitfall: Die verlorene Expedition ist ähnlich aufgebaut
wie die ursprünglichen Pitfall-Spiele. Immer noch ist es ein Jump & Run
Spiel, nur das sich diesmal alles in einer 3D Welt abspielt. Mit unserer
Spielfigur müssen wir nun bekannte Aufgaben wie an Lianen schwingen, Bäumen
ausweichen, auf Krokodile springen usw. bewältigen.
Wir steuern unsere Spielfigur aus einer Third Person Perspektive. Obwohl wir
einen linearen Weg folgen, können wir uns in diesem Bereich frei bewegen.
Wir laufen, springen und klettern durch die unterschiedlichen Levels.
Objekte wie Kisten usw. dürfen von uns dann auch noch zerstört werden. Hinzu
kommen kleine Kämpfe gegen böse Gesellen die uns ständig auflauern. Mit
einem gepflegten Tritt und diversen Ausweichmanövern stellen diese aber
keine große Gefahr für uns dar. Natürlich dürfen die bekannten Lianen nicht
fehlen. Diese befinden sich über unterschiedliche Fallen und Gruben. Je nach
Falle sollen wir die richtige Taktik anwenden um diese zu bewältigen. So
kommen wir Stück für Stück weiter. Selbstverständlich können wir auch in
eine Falle geraten. Dann wird uns ein Lebenspunkt abgezogen. Hin und wieder
finden wir aber einen Brunnen, so dass wir unsere Lebensleiste wieder
auffüllen können. Das ganze wird durch eine nette Story zusammengehalten.
Neben unseren Jump & Run Einlagen stehen noch weitere Aufgaben an.
Schalterrätsel darf der Spieler genauso lösen wie diverse Objekträtsel.
Harry findet im Verlauf seines Abenteuers diverse Gegenstände wie TNT,
Feldflasche, Fackel, Schild, Eispickel, Gasmaske und so weiter. Dadurch
kommen auch noch Adventure Elemente ins Spiel. So rennen, springen und
kämpfen wir uns durch die vielen unterschiedlichen Levels und lösen diverse
Aufgaben.
Technik:
Die Grafik ist in einem netten Comicstil gehalten. Die Figur sieht genauso
gut aus wie die Levels. Diese weisen viele Details auf. Vor allem
unterscheiden sich die Abschnitte wunderbar von einander. Allerdings hätten
ein paar bessere Texturen nicht geschadet. Der Hersteller hat darauf
geachtet, das viel Leben in einem Level ist. Auch die Animationen laufen sehr
flüssig ab. Einzig die Farben sind ein wenig bunt ausgefallen. Das liegt
aber auch am Comicstil. Der Sound passt sich dem Niveau der Grafik an. Die
ganze Zeit berieselt uns eine stimmungsvolle Musik die mit der Zeit aber
nervig wird. Nette Geräusche begleiten unsere Aktionen auch noch. Leider
werden die Gespräche nur in englischer Sprache angeboten. Zumindest wurden
dafür gute Sprecher angeheuert. Auch die Texte sind leider in englischer
Sprache was ein wenig unverständlich ist, da vor allem das jüngere Publikum
mit dem Spiel angesprochen werden soll. Zumindest kann sich jeder auf das
deutsche Handbuch stürzen was alles wunderbar erklärt. Die Steuerung ist
sehr direkt. Wer einen Pad hat kann damit wunderbar spielen. Aber auch mit
Tastatur wird jeder den kleinen Helden sicher lenken können. Dank vieler
Hilfetexte wird alles auch noch sehr detailliert erklärt. Unsere Spielfigur
kann viele unterschiedliche Aktionen ausführen. Das wird auch benötigt, denn
die vielen Aufgaben fordern alles von dem kleinen Helden ab. Die Kamera
folgt dem Spielverlauf recht gut, auch wenn die Kameraführung manchmal etwas
träge ist. Wir dürfen diese allerdings noch selber nachjustieren. Allerdings
stört das ein wenig wenn wir gerade wilde Sprünge ausführen. Der
Schwierigkeitsgrad steigt kontinuierlich an. Neueinsteiger werden am Anfang
mit dem Spiel noch klar kommen. Später könnten sie allerdings Probleme
bekommen. Zum Glück gibt es immer wieder Brunnen wo wir uns heilen dürfen
und mit der Zeit wird unsere Lebensleiste größer. Dadurch können wir
problematische Passagen öfters wiederholen. Fassen wir alles zusammen so ist
die Technik solide. Es wird zwar nichts Besonderes geboten aber damit kann
man gut Leben.
Fazit:
Nach über 20 Jahren kann man sich wieder auf ein Pitfall-Spiel stürzen.
Der Hersteller hat viele Sachen aus den alten Spielen übernommen. Allerdings
gibt es auch viele Verbesserungen. Wirklich
neu ist aber nichts. Die grundlegenden Spielelemente hat man alle schon in
anderen Spielen gesehen. Trotzdem ist das Gameplay insgesamt gut. Nett wäre noch
gewesen, wenn wir nicht nur in linearen Levels spielen würden. Es wird uns
immer vorgegeben wo wir als nächstes hin müssen. Schade ist dann auch noch,
dass es keine deutsche Übersetzung gibt. Zumindest ist das
Handbuch übersetzt worden. Pitfall: Die verlorene Expedition ist insgesamt
eine nette Mischung aus Jump & Run und Action Adventure und dank einer
großen Vielfalt wird man viele Stunden mit dem Spiel verbringen können.
Allerdings reicht das nur für eine mittelmäßige Wertung. Alles ist viel zu
linear und dank der trägen Kamera wird bei manchen Spielern schnell der
Frust aufkommen. Kommt man damit klar macht das Spiel sehr viel Spaß. Wer
also schon immer einmal Pitfall spielen wollte hat nun die Gelegenheit dazu.
Das Spiel wird zwar nicht mehr den Kultstatus der Klassikerspiele erreichen
aber zumindest bekommen Jump & Run Fans viel für Ihr Geld geboten. Bei einem
Preis von unter 30 Euro hat Pitfall: Die verlorene Expedition ein gutes
Preis-/Leistungsverhältnis. Somit kann man bei dem Spiel nicht viel falsch
machen.
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