|
Einleitung:
Mit Pathway to Glory: Ikusa
Islands kommt der Nachfolger des preisgekrönten Pathway to Glory auf den
deutschen Markt. Wieder einmal wurde das Spiel von RedLynx exklusiv für
Nokias N-Gage entwickelt. Schon Ende 2004 konnte der Vorgänger viele Spieler
begeistern und gute Bewertungen abstauben. Wir konnten uns den Nachfolger
jetzt näher ansehen. Ob Pathway to Glory: Ikusa Islands die hohen
Erwartungen erfüllen kann und ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Ihr werdet bei Pathway to Glory Ikusa Islands natürlich nicht grundlos in
den Krieg geschickt. Der erfahrene Navy Commander General Arthur McDouglas
führt das Kommando über unsere Einheit, ein physisch kampfbereites Team, das
aber unvorbereitet ist auf die wahren Schrecken des Krieges. Doch das gute
Verhältnis der Soldaten untereinander und zu ihrem Commander festigt unsere
Entschlossenheit selbst in Krisenzeiten. Die Handlung beginnt damit, dass
wir auf die Schlachtfelder im Pazifik des 2. Weltkriegs geworfen werden.
Richtig gelesen: Wir befinden uns nicht mehr in Europa, sondern am anderen
Ende der Welt - wo ebenfalls der 2. Weltkrieg tobt. Unsere erste Aufgabe:
Eine Zerstörungsmission im Herzen einer von den Japanern besetzten Stadt.
Bevor wir in unsere erste Mission starten, gelangen wir in das Hauptmenü.
Hier erblicken wir die Menüpunkte Spiel beginnen, Optionen und N-Gage Arena.
Wie immer dürfen wir unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen
vornehmen. Da die meisten den Singleplayermodus bevorzugen, beginnen wir
auch mit diesem Bereich. Um in den Einzelspielerbereich zu kommen, wählen
wir den Spielmodus Einzelspieler im Menü "Spiel beginnen". Die Spielregeln
sind denkbar einfach. Das Spiel ist rundenbasiert, d.h. wir und unsere
Alliierten machen unsere Aktionen in einer Runde. Anschließend wird unser
Feind seine Züge ausführen. Die bevorstehende Mission müssen wir
natürlich erfolgreich beenden, damit die nächste Aufgabe freigeschaltet
wird. Dazu muss mindestens ein Soldat - aus unserer Truppe - überleben und
das Missionsziel schaffen. Werden alle Einheiten getötet, so scheitert die
Mission. Es gibt aber noch eine Möglichkeit um ein Level erfolgreich
abzuschließen. Dazu müssen wir alle feindlichen Einheiten vernichten. Da
dieses um einiges schwieriger ist, sollte der Spieler sich hauptsächlich auf
die Missionsziele konzentrieren. Jede Mission beginnt erst einmal mit einem
englischsprachigen Intro und einem ausführlichen Briefing. In diesem werden
die Missions- und Sekundärziele genauso genannt, wie vorhandene Gefahren
- auf die ein Spieler achten sollte. Bevor wir nun in eine Mission starten,
müssen wir unsere Truppe mit Waffen ausrüsten. Der Spieler muss
gut überlegen, wie er die gestellte Aufgabe lösen möchte. Auf dem
Schlachtfeld angekommen gibt es keine Möglichkeit mehr die Ausrüstung zu
ändern. Wir agieren nun - wie oben schon erwähnt - rundenbasiert durch den
virtuellen Kriegsschauplatz. Dabei steht uns eine bestimmte Anzahl an
Aktionspunkten pro Runde zur Verfügung. Mit diesen führen unsere Soldaten
bestimmte Aktionen aus. Selbstverständlich können unsere Kämpfer sich auch
ducken und hinlegen. Hierdurch ändert sich nicht nur unsere Trefferquote,
sondern wir werden auch schlechter vom Feind getroffen.
Werden nicht alle Aktionspunkte verbraucht, kann ein Soldat bei einem
feindlichen Angriff zurückschießen. Außerdem schießt er automatisch auf einen Feind, wenn dieser - in der passiven Runde - in unser Sichtfeld kommt.
Natürlich dürfen unsere Einheiten auf ein reichhaltiges Waffenarsenal
zurückgreifen. Neben den bekannten Waffen wie Raketenwerfer, diverse Gewehre
oder Flammenwerfer ist diesmal auch ein Mörser vorhanden. Fahrzeuge spielen
bei dem Spiel ebenfalls eine wichtige Rolle. Jeeps und Truppentransporter
sind genauso vorhanden wie Panzer. Außerdem darf der Spieler auch stationäre
Waffen wie MG´s oder Raketenwerfer benutzen. Mit den Waffen müssen wir nun
eine optimale Strategie entwickeln, um den starken CPU-Gegner zu besiegen.
Dabei sollten wir die Umgebung in unsere Taktik mit einbeziehen. Diese lässt
sich nämlich größtenteils zerstören. Durch neu geschaffene Wege können wir
uns z.B. nützliche Vorteile verschaffen. Vorhandene Häuser nutzen unsere
Soldaten auch um sich zu verschanzen. Allerdings sind diese zerstörbar und
daher bieten sie keinen totalen Schutz gegen ankommende Truppen. Schaffen
wir eine Mission, so erhalten unsere Soldaten Erfahrungspunkte, die sich
positiv auf ihre Eigenschaften auswirken. Der Spieler sollte daher drauf
achten, dass seinen geliebten Jungs nichts passiert. Es
schmerzt schon sehr, wenn lieb gewonnene Einheiten plötzlich sterben. Mit
der Zeit werden unsere Soldaten immer erfahrener und so sind sie um einiges
effektiver als neue Rekruten. Neben dem Singleplayermodus gibt es auch einen
ausgiebigen Mehrspielerbereich. Hier werden wir auch die meisten Neuerungen
sehen. Obwohl der erste Teil schon einen sehr guten Multiplayermodus hatte,
wurde dieser im zweiten Teil noch einmal verbessert. Grundlegend stehen zwei
Spielmodis zur Auswahl. Zum einen der Ranglistenmodus, wo nur menschliche
Spieler - mit dem gleichen Skill-Level - gegeneinander kämpfen. Durch Siege und
Niederlagen erhält ein Spieler Punkte, die in der weltweiten Rangliste
eingetragen werden. Daneben gibt es noch den gefilterten Modus, indem jeder
gegen jeden antreten darf. Die Schlachten haben keinen Einfluss auf die
Rangliste und so bietet sich diese Spielart vor allem für Anfänger an.
Gespielt wird übrigens auf neun Multiplayerkarten, auf denen bekannte
Spielmodis wie Capture the Flag ausgetragen werden. Wirklich Spaß machen die
neuen Mehrspielerduelle, weil nun auch in jedem Modus bis zu sechs menschliche
Spieler gegeneinander antreten können. Außerdem kann man über die Voice Communication
mit den anderen Akteuren kommunizieren. So agieren wir nun in den
unterschiedlichen Spielmodis und versuchen taktisch klug gegen
computergesteuerte und menschliche Gegner eine Schlacht zu gewinnen.
Technik:
Bei der Grafik hat sich eigentlich nicht viel getan. Dieses ist allerdings
nicht schlecht, denn der erste Teil war schon eine optische Augenweide. Das
was am meisten auffällt, ist die Tatsache, dass die Szenarien an die neue
Umgebung (Pazifik) angepasst wurden. Der Hersteller hat in den Levels nicht
nur viele Objekte platziert, sondern auch auf viele kleine Details geachtet.
Es sieht schon toll aus, wenn Gegenstände explodieren oder Gebäude
einstürzen. Hinzu kommen diverse Effekte wie z.B. Explosionen oder Feuern.
Das ganze wird dann noch durch ansprechende Zwischensequenzen
zusammengehalten. Eine gelungene Atmosphäre kommt aber nicht nur durch die
Grafik zustande. Auch der Sound trägt dazu bei. Neben einer
spannungsgeladenen Musik werden wir auch noch eine tolle Sprachausgabe zu
hören bekommen. Allerdings müssen wir uns mit englischen Synchronsprechern
zufrieden geben. Spieler die der Sprache nicht so mächtig sind, können zum
Glück alles über deutsche Texte nachlesen. Gelungen sind dann auch noch die
übrigen Soundeffekte, die immer passend eingespielt werden. Mit der
Steuerung wird jeder sofort klar kommen. Spieler die den ersten Teil kennen,
werden sich erst gar nicht umstellen müssen - denn die Lenkung hat sich nicht
geändert. Der Schwierigkeitsgrad ist so ausgewogen, dass jeder eine
passende Herausforderung findet. Noch mehr Spaß macht das Spiel im
Mehrspielerbereich. Hier kann man so richtig zeigen, was man so drauf hat.
Fasst man nun alles zusammen, so kann die technische Seite voll überzeugen.
Fazit:
Pathway to Glory Ikusa Islands ist ein wirklich gelungenes
Runden-Strategie-Spiel. Es macht sehr viel Spaß gegen den Computer zu
spielen. Dieser bietet - dank ansprechendem Schwierigkeitsgrad - immer eine
passende Herausforderung. Noch mehr Spaß macht das Spiel im
Mehrspielermodus. Da sich menschliche Spieler noch unberechenbarer
verhalten, werden die Schlachten natürlich noch spannender ablaufen.
Allerdings gibt es auch ein paar Punkte die stören. Als einen wirklichen
Nachfolger kann man das Spiel eigentlich nicht bezeichnen, denn Ikusa
Islands bietet fast keine Neuerungen. Klar das Szenario ist ein komplett
anderes, allerdings ist das Gameplay gleich geblieben. Ein paar Features
mehr im Singleplayerbereich wären wirklich wünschenswert gewesen. Wirklich
störend ist dieses allerdings nicht, denn das Gameplay ist sehr
abwechslungsreich und bietet viele taktische Möglichkeiten. Hinzu kommen
eine gute Technik, eine ansprechende Atmosphäre und vor allem ein genialer
Mehrspielerbereich. Dieser wird Spieler über Wochen binden können. Wer also
den Vorgänger mochte, wird Pathway to Glory Ikusa Islands lieben. Uns hat
das Strategiespiel sehr gut gefallen und daher können wir das Spiel jedem zu
Kauf empfehlen.
Features:
- Eine umfangreiche Handlung und Missionen gespickt mit schwarzem Humor
- Verbesserte Entwicklung der Charaktere, inklusive interaktiven und
spontanen Sprachdialogen abhängig von der Erfahrung und Situation der
Soldaten
- Verbessertes Gameplay und realistischere künstliche Intelligenz (KI)
- Neue Grafik- und Animations-Engine
- Neue Kampfschauplätze, Waffen, Fahrzeuge, Soldaten und Sprache (Japanisch)
- Neuer Soundtrack
- Exklusive Funktionen für N-Gage
- Pathway to Glory Ikusa Islands wird exklusiv für N-Gage entwickelt
- Neues Chat-System im Spiel,inklusive Voice- und Text-Chat mit Freunden und
Feinden
- Verbesserter Feldfunk und vorkonfigurierbares Nachrichtensystem
- Multiplayer-Gaming für bis zu 6 Spieler auf nur einem Game-Deck
- Multiplayer-Gaming für bis zu 6 Spieler lokal über Bluetooth oder online
in der N-Gage Arena
- Weltweite Ranglisten und verbessertes Multiplayer-Matchmaking in der
N-Gage Arena
|