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Einleitung:
Ego-Shooterfans dürfen sich auf ein neues
Spiel freuen, denn Hip Interactive und Flashpoint veröffentlichen das Spiel
Pariah in Deutschland. Das Spiel erscheint übrigens für Playstation 2, Xbox und
PC. Allerdings müssen Besitzer von Sony´s Konsole ein wenig länger auf die
Umsetzung warten. Das Game wird für die PS2 erst im September 2005 auf den
Markt kommen. Wir konnten jetzt die fertige PC-Version
testen. Ob sich das Spiel für Fans der schnellen Action lohnt, erfahrt Ihr
in unserem Review.
Zum Spiel:
Nachdem das Spiel gestartet wurde, gelangen wir erst einmal in das Hauptmenü.
Hier finden wir die Menüpunkte Einzelspieler, Mehrspieler, Karteneditor,
Einstellungen und Profile. Wie der Name schon sagt, kann jeder Spieler unter
Profile sein eigenes Spielerprofil erstellen. Die spielrelevanten Optionen
werden wie gewohnt unter dem Punkt Einstellungen geändert. Wer ein wenig
basteln möchte, kann dieses mit dem Karteneditor machen. Hier dürft Ihr eigene Maps erstellen oder bestehende verändern. Dieses geschieht durch ein
einfaches Drag´n´Drop System. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielarten.
Das Spiel verfügt über einen Einzel- und einen Mehrspielerbereich. Im
Multiplayermodus dürft Ihr ein Spiel über das Internet oder über ein lokales
Netzwerk wagen. Zur Auswahl stehen hier die Spielarten Deathmatch,
Team-Deathmatch, Flagge erobern und Frontalangriff. Nachdem die Karte und
der Bots-Schwierigkeitsgrad bestimmt wurde, muss nur noch die
Basisbewaffnung ausgewählt werden. Anschließend steht der zünftigen
Mehrspieler-Unterhaltung nichts mehr im Wege. Am Anfang bietet sich
erst einmal der Singleplayermodus an. Natürlich werdet Ihr nicht
grundlos in das Ego-Shooter-Spiel geschmissen. Eine Story begleitet uns in
den unterschiedlichen Missionen: Doktor Mason soll einen dringenden
Krankentransport begleiten. Sicherheitsstufe und strenge Quarantäne machen
den Doktor stutzig. Kein Wunder denn die Patientin Karina J. birgt einen
mysteriösen Virus in sich. Kurz nach dem Start werden wir beschossen. Der
Schaden ist so groß, dass wir über den
Gefängnis-Sektoren eines Ödlands namens Erde abstürzen. Die Besatzung wird
dabei fast vollständig ausgelöscht und wir befinden uns mit Karina inmitten
meuternder Gefangener. Zum ersten Mal in
unserem Leben müssen wir eine Waffe ergreifen.
Das ganze wird am Anfang mit deutschsprachigen Filmen eingeleitet. In
regelmäßigen Abständen bekommen wir weitere Sequenzen zu sehen. So wird die
Story vorangetrieben und der Spieler muss nicht grundlos auf die vielen
Gegner schießen. Da der Doktor unerfahren mit Waffe ist, wird am Anfang erst
einmal die Steuerung grundlegend erklärt. Diese Einführung ist allerdings
schnell zu Ende und das Abenteuer kann endlich beginnen. Die Levels sind
sehr linear und so werden wir nur vorgegebene Wege gehen können, wo ein
Gegner nach dem anderen auf uns wartet. Hin und wieder sollen wir noch
Schalter drücken um Brücken oder Tore zu aktivieren. Wie bei diesen Spielen
üblich, können wir auf ein reichhaltiges Waffenarsenal zurückgreifen.
Maschinengewehre stehen genauso zur Verfügung wie Granatwerfer oder
Schrotflinten. Ganz nett ist auch noch, dass die Waffen upgradefähig sind.
Ein Maschinengewehr kann z.B. so modifiziert werden, dass es schneller
feuert. Bei der nächsten Stufe schießt es genauer und am Ende kann es auch
noch effektivere Munition nutzen. Das Aufrüsten der Waffen erfolgt durch
Energieeinheiten, die erst einmal aufgetrieben werden müssen. Da wir
permanent beschossen werden, erhalten wir immer wieder Schaden. Verletzungen
kann der Spieler durch ein mitgeführtes Healthsystem regenerieren. Dieses
finden wir übrigens - genauso wie Munition - bei getöteten Feinden. Hin und
wieder lassen sie auch mal neue Waffen fallen. Nett ist auch noch, dass wir
in dem Spiel Fahrzeuge nutzen können. Diese bringen uns nicht nur von einem
Punkt zum anderen, sondern wir sollen damit auch diverse Missionen
bestreiten. Eine Abwechslung die wir immer wieder gerne annehmen. So dürft
Ihr Euch nun in diesem Ego-Shooter-Spiel voll auslassen und alles abknallen
was sich bewegt.
Technik:
Optisch sieht das Spiel ganz nett aus, auch wenn es nicht mit Titeln wie
Half-Life mithalten kann. Dennoch werdet Ihr dank Havok-Physik Engine
einiges zu sehen bekommen. Nette Effekte wie Explosionen sorgen genauso für
die richtige Stimmung, wie annehmbare Licht und Schatteneffekte. Leider sind
die Texturen etwas schwammig ausgefallen. Zumindest hat sich der Hersteller
bei den Figuren etwas mehr angestrengt. Diese sind gut modelliert und
animiert worden. Mit dem Sound kann man gut leben. Die Geräusche hauen einen
zwar nicht vom Hocker aber es wird zu jedem Zeitpunkt ein passender Ton
eingespielt. Ganz passabel sprechen die deutschen Synchronsprecher und so
wird die Story anständig rüber gebracht. Nette Sprüche im Spiel lockern das
Geschehen ebenfalls auf. Die KI der CPU gesteuerten Figuren ist gewohnt
mager. Aber das kennt man ja schon aus anderen Ego-Shooter-Spielen. Mit der
Steuerung wird jeder sofort klar kommen. Vor allem wenn Ihr Spiele aus dem
Genre kennt, werdet Ihr Euch bei Pariah sofort wohl fühlen. Alle
Bewegungen gehen gut von der Hand und so kann der Spielspaß sofort
losgehen. Wer dann vom Singleplayermodus genug hat, darf sich auch im
Mehrspielermodus auslassen. Dank unterschiedlicher Spielmodis wird man sich viele
Stunden in diesem Bereich aufhalten können. Nett ist auch noch der gute Kateneditor. Mit
diesem kann man sehr einfach neue Maps erstellen. Fasst man alles zusammen,
so ist das Spiel technisch in Ordnung.
Fazit:
Spieler die solide Ego-Shooter-Spiele mögen werden Pariah sicherlich gut
finden. Eine nette Story sorgt dafür, dass wir hoch motiviert den
Singelplayermodus durchspielen. Hier stört allerdings die mäßige Intelligenz
der CPU-Figuren. Trotzdem spielt man gerne weiter, denn durch die
upgradefähigen Waffen und Fahrzeuge ist das Spiel sehr abwechslungsreich.
Leider hat sich der Hersteller bei dem Leveldesign und den Missionen etwas
weniger Mühe gegeben. Hier soll mal wieder das erledigt werden, was man
schon aus unzähligen Spielen kennt. Zumindest werden wir das Spiel nach dem
Singleplayermodus nicht in die Ecke legen, denn Pariah bietet noch mehr. Vor
allem kann der Editor überzeugen. Selten war es so einfach, eine eigene Map
zu erstellen. Hinzu kommt ein ansprechender Mehrspielermodus, der einige
Stunden binden kann. Wer also Ego-Shooterspiele wie Unreal mag, darf bei
diesem Spiel ruhig zugreifen. Auch wenn Pariah nicht den Genrethron erobern
kann, wird es Euch gut unterhalten.
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