Einleitung:
Ego-Shooterfans werden aktuell sehr
verwöhnt, denn viele Games aus dem Genre sind in den letzten Wochen
erschienen. Diese beschäftigen sich oftmals mit realen
Kriegsschauplätzen oder fiktiven Zukunftsszenarien. Über
DreamCatcher kommt nun ein neues Spiel auf den Markt, das im
Horrorshooterbereich angesiedelt ist. Entwickelt wurde das Spiel vom
Studio People Can Fly. Schon im Vorfeld wurde über Painkiller viel
diskutiert. Nur knapp konnte es einer Indizierung entgehen. Nach
einigem hin und her hat es aber den Sprung nach Deutschland
geschafft und nun wird das Spiel für den PC und später auf der Xbox
erscheinen. Wir konnten nun die geschnittene USK 18 Version testen.
In dieser Version gibt es grünes Blut und die Gewaltdarstellung
wurde etwas reduziert. Ob sich das Spiel gegen die breite Konkurrenz
durchsetzen kann und ob es sich für Egoshooterfans lohnt erfahrt Ihr
in unserem Review.
Zum Spiel:
Im Mittelpunkt des Spiels steht der Held Daniel Garner. Er und seine
Frau starben bei einem Autounfall. Im Gegensatz zu seiner Frau
schafft Garner es nicht erlöst zu werden. Er ist gefangen in der
Halbwelt zwischen Himmel und Hölle. Um aus dieser Welt zu entkommen
muss der Held nun die Legionen der Hölle bekämpfen die aktuell einen
Krieg führen. Ihr sollt nun als Painkiller in den 24
unterschiedlichen Levels gegen Zombies, Dämonen und anderen
Gestalten antreten und diese erschießen, metzeln oder wegsprengen.
Gut 40 verschiedene Gegnertypen werdet Ihr in laufe des Spiels
treffen. Der Spieler agiert dabei in sehr abwechslungsreichen
Szenarien. So seht Ihr Umgebungen wie Friedhöfe oder Dörfer. Neben
Schauplätzen unter freiem Himmel sind auch Kämpfe in Gebäuden
vorhanden. Jedes Level sieht komplett anders aus und so werdet Ihr
immer wieder neue Umgebungen zu sehen bekommen. Hier müsst Ihr nun
mit Eurem reichhaltigen Waffenarsenal gegen diverse Feinde vorgehen.
Zur Auswahl stehen Waffen wie Shotgun, Minigun, Armbrust und andere
tödliche Werkzeuge. Jede Waffe hat unterschiedliche Eigenschaften
und somit muss der Spieler ständig die passende Waffe einsetzen um
effektiv vorzugehen. Neben den Primärfunktionen könnt Ihr auch noch
Sekundärfunktionen nutzen. Bei der Hauptwaffe ist das eine
rotierende Klinge mit der Ihr Feinde niedermetzeln könnt. Andere
Waffen schießen Granaten oder Raketen ab. Munition findet Ihr im
Spiel genauso wie neue Knarren. Absuchen der Levels lohnt sich also
und gelegentlich findet Ihr auch mal versteckte Abschnitte mit
netten Extras.
Das Spiel besteht ausschließlich aus harter Action. Spielerische
Einlagen wie Rätsel oder herumschleichen wird der Spieler nicht zu
sehen bekommen. Einzig das eliminieren der Gegner steht im
Mittelpunkt und so könnt Ihr Euch voll und ganz darauf
konzentrieren. Natürlich verliert Ihr im Spiel auch Lebensenergie
die immer wieder aufgefüllt werden muss. Dazu nutzt Ihr Seelen von
toten Gegnern. Diese haben dann noch eine weitere Funktion. Habt Ihr
100 davon gesammelt verwandelt sich unser Held für kurze Zeit in ein
unbesiegbares Wesen. Ihr merkt dieses, sobald sich die Ansicht
ändert. Gegner stehen in Flammen und sobald sie angegangen werden
sind sie erledigt. Am Ende eines Szenarios erwartet Euch ein
obligatorischer Endgegner der um einiges mehr von Euch abverlangt
wie ein normaler Feind. Optisch sehen diese ebenfalls imposant aus,
denn was Ihr zu sehen bekommt sind riesige Monster. Noch
beeindruckender sind diese Viecher, wenn sie mal eben Steinsäulen
wegkloppen. Mit der richtigen Taktik und großem Waffeneinsatz kann
aber jeder besiegt werden. So agiert ihr nun in den vielen
unterschiedlichen Umgebungen und metzelt alles nieder was Euch vor
die Flinte kommt. Bis auf kleine Sammelaktionen ist das auch Eure
einzige Handlung. Wem das nichts ausmacht wird viel Spaß bekommen,
denn das abknallen der vielen unterschiedlichen Gegner macht in der
gruseligen Umgebung riesigen Spaß. Wem der Einzelspielermodus dann
nicht mehr ausreicht darf sich auch in Mehrspielermatches stützen.
Mit bis zu 32 anderen Spielern darf dann online weiter gekämpft
werden.
Technik:
Mit der gebotenen Grafik braucht sich Painkiller nicht hinter
aktuellen Spielen zu verstecken. Neben hochauflösenden Texturen kann
vor allen die Engine überzeugen. In den Levels lässt sich sehr viel
zerstören. Dieses wird durch die Havok 2.0-Engine erreicht. Auch die
Animationen können sich sehen lassen. Gegner bewegen sich sehr
geschmeidig und real. Hinzu kommen tolle Licht- und Schatteneffekte
und tolle Explosionen. Trotz der sehr düsteren Abschnitte sorgen die
Effekte für viel Abwechslung. Verwendet wird hier die PAIN-3D Engine
die in Levels bis zu 350.000 Polygone wiedergibt. Selbst Gegner
haben noch 3 bis 4.000 und Endgegner schaffen es auf gut 8.000. So
wirkt alles sehr realistisch. Neben der tollen Optik und Physik kann
auch der Sound überzeugen. Die Musik passt sich dynamisch an dem
Spielgeschehen an. Daneben werdet Ihr noch tolle Soundeffekte zu
hören kriegen die um nichts der Grafik nach steht. Außerdem hat der
Hersteller auf nette Extras geachtet. So werdet Ihr auch mal ein
pfeifen im Ohr haben, wenn eine Explosion zu dicht war. Rundum wird
ein tolles und vor allem gruseliges Ambiente geschaffen das ideal
zum Spielgeschehen passt. Dank unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade
werden Anfänger genauso gefordert werden wie Profis. So bietet das
Spiel ein passendes Gameplay für jeden. Die Steuerung geht leicht
von der Hand. Unsere Figur lässt sich sehr sicher und schnell
lenken. Ebenso gut ist die Handhabung mit den Waffen gelungen. Neben
dem ausgiebigen Singleplayermodus dürfen sich alle auch noch an
einen Multiplayerpart wagen. Hier stehen fünf verschiedene
Spielarten zur Auswahl. Die bekannten Spielarten wie Deathmatch sind
natürlich ebenso vorhanden wie Team Deathmatch. Dank einer
ausgereiften Technik ist das Spiel auch noch am Puls der Zeit.
Insgesamt wir sehr viel geboten und so kann Painkiller auch mit
anderen Spielen aus dem Genre gut mithalten.
Fazit:
Das Spiel kann auf seine ganz eigene Art überzeugen. Natürlich muss man
solche Spiele mögen, denn bis auf heftige Metzelorgien wird ein
Spieler kaum was anderes zu sehen bekommen. Habt Ihr nichts gegen
diese simple Spielart so erhaltet Ihr ein Horrorshooter der wirklich Spaß macht. Ein wenig mehr
Vielfalt wäre natürlich nicht schlecht gewesen aber dennoch vermisst
man diese nicht. Dafür ist man viel zu sehr in das Geschehen
eingebunden. Eine tolle Technik und ein schaurig schönes Ambiente
sorgen dafür, dass man lange an dem Spiel hängen bleibt. Neben dem
Einzel- kann auch der Mehrspielerbereich überzeugen. Da dann auch
noch der Schwierigkeitsgrad gut anpassbar ist wird jeder mit den
gebotenen Aufgaben klar kommen. Einzig Leute die keine puren Ballergames mögen wird dieses Spiel enttäuschen. Alle
anderen erhalten ein tolles Ego-Shooter-Spiel. Wer aktuell so ein
Ballergame sucht darf hier problemlos zuschlagen. Selten hat es so
viel Spaß gemacht gegen Monster zu kämpfen. Wir können Painkiller
dank der guten Technik und dem tollen Gameplay zum Kauf empfehlen.
Features:
- 24 abwechslungsreiche Levels
- 3D-Grafikengine mit sehr vielen Polygonen
- realistische Darstellung von Licht, Schatten, Wasser, Glas, Feuer
und Rauch!
- gute Physik, denn jedes Objekt verhält sich realistisch
- sehr viele Gegnerarten
- Multiplayer-Modi mit bis zu 32 Spielern