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Outcry: Die Dämmerung - Review (PC)

Wertung:
68 %

Einleitung:

Mit Outcry: Die Dämmerung kommt das Erstlingswerk der russischen Spieleentwickler Phantomery auf den deutschen Markt. Bei dem Spiel handelt es sich um ein Myst-artiges Adventure, dass in der 1st-Person-Perspektive gespielt wird. Wir begeben uns in die Abgründe des menschlichen Unterbewusstseins und decken mysteriöse Geschehnisse aus der Vergangenheit auf. In den letzten Tagen konnten wir die fertige PC-Version ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Eine Story darf bei so einem Spiel notgedrungen nicht fehlen. In Outcry: Die Dämmerung schlüpft der Spieler in die Rolle eines gealterten Schriftstellers, der eine überraschende Einladung seines Bruders erhält. Wir haben den Wissenschaftler seit Jahren nicht mehr gesehen und stellen wenig später fest, dass er auf seltsame Weise verschwunden ist. Kurz darauf entdeckt der Spieler eine geheimnisvolle Maschine in seiner Wohnung, die - nach Berechnungen des Bruders - das eigene Bewusstsein vom Körper trennen soll. Mehr wollen wir jetzt nicht verraten, schließlich lebt das Spiel von der Geschichte. Fangen wir lieber ganz von vorne an. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint ein einführendes Intro. Durch den angewendeten Griselfilter mit den Haarlinien und Staubflecken wird das Render-Adventure passend eingeleitet. Um es schon einmal vorwegzunehmen, diesen Effekt hat der Hersteller auch im Spiel eingebaut. Was recht stimmungsvoll ist, wird mit der Zeit allerdings zur reinen Qual für die Augen. Es folgt nun das obligatorische Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Spiel laden", "Spiel speichern" und "Einstellungen". Nachdem wir nun ein neues Game gestartet haben, kann das Abenteuer endlich beginnen. Outcry: Die Dämmerung ist ein klassisches Render-Adventure im Stile der Myst-Spiele. Wir agieren also an einem festen Punkt in einer 360-Grad-Panoramaperspektive. Von hier aus, können wir uns in jeder beliebigen Richtung umdrehen und alle interessanten Orte anklicken. Sind wir in einem Bildabschnitt fertig, so gehen wir einen Abschnitt weiter und beginnen erneut mit der Suche nach wichtigen Dingen. Leider gönnt man uns keine Hilfefunktion und so muss der Spieler wirklich jeden Punkt im Bild absuchen, solange bis sich der Cursor verändert. Unsere Hauptaufgabe ist es nun alles Wichtige in dem Spiel aufzusammeln. Dabei werdet Ihr vor allem schriftliche Sachen finden, denn in dem Adventure muss fast alles nachgelesen werden. Neben netten Infos gibt es auch Hinweise auf das mysteriöse Projekt. Daneben gibt es noch Objekte die man später an die dafür vorgesehene Stelle einsetzen muss. Hinzu kommen Gerätschaften mit vielen Schaltern und dementsprechende Rätsel. Da diese sehr logisch aufgebaut sind, werden diese Aufgaben eine gewisse Gamergruppe bestimmt ansprechen. Neben den Maschinenrätseln sollt Ihr außerdem Drogen mixen. Dazu müsst Ihr im Vorfeld die passenden Utensilien einsammeln und das Mischungsverhältnis kennen. Outcry: Die Dämmerung bringt uns übrigens auch in eine Parallelwelt. Hier ist irgendwie alles anders und wir werden nicht nur ein merkwürdiges Haus, sondern auch mächtige Industrieruinen oder Wüsten mit geisterhaften Wesen erblicken. An diesem Ort darf dann auch die Zeit beeinflusst werden. Somit habt Ihr die Chance in die nahe Vergangenheit zu reisen um Sachen mitzunehmen oder Dinge zu manipulieren. So erkunden wir nun die einzelnen Spielabschnitte, suchen diese nach wichtigen Objekten ab, lösen diverse Rätsel und folgen der Story. Viel mehr dürft Ihr jetzt nicht von diesem doch sehr klassischem Render-Adventure erwarten.

 

Technik:

Die Grafik ist eigentlich ganz in Ordnung. Wir agieren in Renderbildern die natürlich nur so vor Details strotzen. Allerdings muss man auch dazu sagen, dass sich an der Technik kaum etwas in den letzten zehn Jahren geändert hat. Negativ fällt bei diesem Spiel noch auf, dass weder Animationen noch Charaktere eingebaut wurden. Wirklich lebendig ist das Spiel also nicht. Hinzu kommt dann noch der Griseleffekt. Klar hebt dieser die Stimmung, da alles noch mysteriöser rüber kommt. Allerdings geht das ewige zucken auf dem Bildschirm schnell auf die Augen und so kann man das Spiel nicht wirklich lange spielen. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben einer dezenten Musik, gönnt man uns auch noch vereinzelt eingespielte Ingamegeräusche. Die deutschen Sprecher machen Ihre Arbeit auch recht gut. Die Steuerung ist - wie nicht anders zu erwarten ist - sehr mühselig. Wir durchqueren die Räume Bildweise. Diese Übergänge werden dann noch durch drei bis vier schnelle Standbilder überbrückt. Schon haben wir ein paar Meter gemacht. Hinzu kommen unnötige Umwege die Ihr laufen müsst, um an einen bestimmten Punkt im Raum zu gelangen. Wollt Ihr so nur kurz zurückgehen, weil Ihr etwas vergessen habt, dann kann das manchmal sehr lange dauern. Das agieren ansonsten ist selbstverständlich kinderleicht. An einem Punkt angekommen, drehen wir uns in jede Richtung und suchen alles haarklein mit unserem Cursor ab. Leider gönnt man uns keine Hilfefunktion, die z.B. wichtige Orte kenntlich macht. Hierdurch müsst Ihr wirklich alles haarklein absuchen. Eine Sache die vielen missfallen wird. Vor allem da spielrelevante Dinge wirklich mit der Hintergrundgrafik verschmelzen. Es ist also nicht erkennbar, was in dem Spiel wichtig ist. Hier hätte eine Hotspot-Anzeige enorm geholfen. Fasst man nun alles zusammen, so muss man leider sagen, dass Outcry: Die Dämmerung technisch kaum noch mit aktuellen Spielen mithalten kann.

 

Fazit:

Outcry: Die Dämmerung ist ein Game, das nur wenige Spieler anspricht. Ihr müsst Spiele wie Myst heute noch genauso gerne spielen, wie früher. Ansonsten werdet Ihr einen Kauf bereuen. Gehört Ihr zu dieser Gruppe, dann findet Ihr in diesem Render-Adventure viele einfallsreiche Rätsel und eine bizarre Spielwelt. Natürlich müsst Ihr viel lesen und keine Action mögen. Das Spiel ist halt ein sehr klassischer aber auch solider Genrevertreter. Leider gibt es aber auch viele Punkte die stören. So gönnt man uns keine optionale Hotspotfunktion um Gegenstände zu finden. Da diese sehr gut in der Umgebung versteckt sind, wird man vieles erst beim wiederholten absuchen finden. Auch die Steuerung ist nicht optimal und ein wenig Leben in den Bildern hätte auch nicht geschadet. Wer damit keine Probleme hat, der darf gerne bei dem Spiel zuschlagen. Allerdings schraubt Eure Erwartungen ein wenig zurück.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Outcry: Die Dämmerung (PC)

 
 Outcry: Die Dämmerung
EUR 29,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 76 %  
Sound: 70 %  
Bedienung: 65 %  
Singleplayer: 68 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 62 %  
Gesamtwertung:  68 %  

Systemanforderungen:

- Minimale Systemvoraussetzungen:
- Betriebssystem: Microsoft® Windows® XP/Vista
- Pentium® 4 1,5 GHz or Athlon® XP oder gleichwertiger Prozessor
- 256 MB RAM
- 1,5 GB unkomprimierter Festplattenplatz
- 3D-Grafikkarte 128 ?B, DirectX® 9.0c-kompatibel, Shaders 2.0 Unterstützung (GeForceFX 5200 oder Radeon9600)
- 16-bit DirectX® 9.0c-kompatible Soundkarte
- DirectX® 9.0c (enthalten)
- DVD-ROM

 


 

 

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