Mit dem Spiel "Ottifanten: Ostfriesen Lemminge
in Not" feiern die berühmten Comic-Elefanten von Star-Komödiant Otto Waalkes
ein erneutes Comeback als virtuelle Spiel-Figuren. Veröffentlicht wird das
Spiel übrigens vom Trendverlag für gerade einmal 19,99 Euro. Wir konnten uns
jetzt die fertige PC-Version näher ansehen. Ob das Spiel nicht nur durch
seinen günstigen Kaufpreis überzeugen kann, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Ottifanten: Ostfriesen Lemminge in Not basiert auf dem beliebten
Lemmings-Spielprinzip. Bevor wir uns mit den kleinen Comic-Elefanten in
diverse Aufgaben stürzen, gelangen wir erst einmal in das ansprechend
gestaltete Hauptmenü. Hier erblicken wir die Menüpunkte Start, Hilfe, Laden
und Highscores. Wie nicht anders zu erwarten, können wir uns unter
Highscores alle erreichten Bestleistungen in Ruhe ansehen. Ist ein
Spielstand vorhanden; so kann der Spieler diesen unter Laden aktivieren. Hier
darf man dann auch ein Level erneut starten, um seine Leistungen zu
verbessern. Am Anfang sollte allerdings jeder erst einmal die Hilfe
anklicken. Da kein Handbuch oder eine Hilfedatei auf der CD vorhanden sind,
ist dieser Bereich die einzige Möglichkeit um die Eigenheiten des Spiels
kennen zu lernen. Kennen wir die Symbole und die Fähigkeiten unserer
Spielfiguren, so können wir endlich in das eigentliche Spiel gehen. Um dieses
zu starten, braucht der Spieler nur den Menüpunkt Start anzuklicken. Nachdem
wir einen Spielernamen eingegeben haben, beginnt das erste Level. Da das
Spiel auf dem bekannten Lemmings-Spielprinzip basiert, dürfte jedem Spieler
schnell klar sein, worum es eigentlich geht. Eine Reihe von Elefanten will
an das andere Ende des Bildschirms kommen. Dabei laufen sie stets einen
vorgegebenen Weg. Steht ein Hindernis im Weg, so kehren sie um und laufen in
die entgegengesetzte Richtung. Das gleiche passiert, wenn man einen Stopper
platziert. Dieser hält die Meute ebenfalls auf. Außerdem verhindert er, dass die Ottifanten unnötige Wege gehen oder in den Abgrund stürzen. Die Hindernisse,
die sich uns in den Weg stellen, sollen wir nun mit allen zur Verfügung
stehenden Mitteln bewältigen. Graben, Sprengen, Fallschirmspringen oder
Brückenbauen - alle möglichen Aktionen können die Dickhäuter ausführen.
Allerdings dürfen wir diese Aktionen nur begrenzt einsetzen. Es muss schon
alles stimmen, damit die geforderte Mindestanzahl an Elefanten das Ziel
erreicht. Am Anfang beschränken sich die Handlungen darauf, den Ottifanten
Regenschirme zu geben - damit sie nicht abstürzen. Mit der Zeit werden die
Aufgaben und Levels immer komplexer und so wird es einiges an Gehirnschmalz
brauchen, bis man alle Levels schafft. Davon sind übrigens 40 vorhanden und
wer anschließend immer noch nicht genug hat, kann zu jeder Zeit gemeisterte
Levels noch einmal durchspielen.
Technik:
Viel kann man natürlich nicht erwarten. Nett animierte 3D Ottifanten bewegen
sich durch statische 2D Levels. Diese wurden zumindest mit einigen Details
versehen, so dass sie nett anzusehen sind. Hinzu kommen kleine Effekte wie
Explosionen und immer wieder wechselnde Hintergrundbilder. Das war es dann
auch schon. Mehr werden wir leider nicht zu sehen bekommen. Das Gleiche gilt
für den Sound. Bis auf eine passende Musik werden wir nur wenige
Ingamegeräusche hören. So etwas wie eine Sprachausgabe oder Schreie beim
Absturz gibt es leider nicht. Hier hätte der Hersteller wirklich mehr machen
können. Mit der Steuerung wird jeder schnell klar kommen. Das liegt vor
allem daran, dass der Spieler nicht allzu viel machen kann. Im unteren
Bereich des Bildschirms sehen wir eine Symbolleiste mit allen zur Verfügung
stehenden Aktionen. Wir klicken dort ein Symbol an und weisen die Aktion
einem Ottifanten zu. Dieser führt dann die Aktion, an der dafür vorgesehenen
Stelle, automatisch aus. Ansonsten agieren die Elefanten eigenständig und
wir können uns reineweg auf das Lösen der gestellten Aufgaben konzentrieren.
Nett ist dann auch noch, dass wir aus zwei Ansichten wählen dürfen. Mit der
Überblick- und der Zoom-Ansicht haben wir stets alles im Blick und selbst
das scrollen des Bildes stellt kein Problem dar. Fasst man nun alles
zusammen, so kann man mit der einfachen aber zweckmäßigen Technik gut leben.
Fazit:
Grundlegend macht Ottifanten: Ostfriesen Lemminge in Not viel Spaß.
Allerdings gibt es ein paar Kritikpunkte die man erwähnen muss. Die Aktionen
der Elefanten sind leider sehr beschränkt. Bis auf Fallschirmspringen,
Graben, Abblocken, Brückenbauen und Sprengen können unsere Spielfiguren
keine weiteren Aktionen ausführen. Hierdurch ergeben sich auch schnell die
Lösungen für die einzelnen Aufgaben. Schaffen wir ein Level nicht, so liegt
das vor allem daran, dass wir die einzelnen Aktionen nicht richtig
eingesetzt haben. Frustrierend wird dieses vor allem, wenn wir immer wieder
an Kleinigkeiten (wie zu kurze Brücken) scheitern. Also alles noch einmal
von vorne und so lange weiter machen, bis wir vor dem nächsten Problem stehen
oder das Ziel erreichen. Vor allem in den späteren Levels werden wir die
gestellten Aufgaben selten beim ersten Mal schaffen. Neben mehr
Aktionsmöglichkeiten wären auch weitere Levels nicht schlecht gewesen. Es
sind zwar 40 vorhanden aber diese sind in wenigen Stunden durchspielt. Dann
bleibt nur noch das verbessern des Highscores. Allerdings muss man auch
beachten, dass dieses Spiel gerade einmal 19,99 Euro kostet. Für diesen
Kaufpreis kann man wohl nicht mehr erwarten. Das Preis-Leistungsverhältnis
stimmt also und so dürfen sich vor allem Fans der Ottifanten und Liebhaber
von Lemminge-Spiele auf dieses Spiel stürzen. Obwohl es ein paar
Kritikpunkte gibt hat uns das Spiel ganz gut gefallen. Habt Ihr also aktuell
nur wenig Geld in Eurem Geldbeutel und mögt Ihr diese Art von Spielen, dann
dürft Ihr gerne zuschlagen. Erwartet aber nicht zu viel.
Features:
- Liebevoll gestaltete 3D-Hintergründe und abwechslungsreiche,
3D-vorgerenderte Ottifanten - Leichtes Zuweisen der Funktionen über die
untere Funktionsleiste durch einfaches Klicken auf den gewünschten
Ottifanten
- Das Lemmings-Spielprinzip ist in zeitgemäße Grafik umgesetzt
- 40 Level mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Highscore-Listen
- 6 Spezialaufgaben für die Ottifanten: Graben, sprengen,
Fallschirmspringen, abblocken, Brücken bauen, klettern
- Vollvertonung mit witzigen und charmanten Ottifanten-Animationen.