Wirklich viele Rennspiele
gibt es aktuell nicht für Nintendos Wii-Konsole. Allerdings können Genrefans
hin und wieder auf einen Genrevertreter zurückgreifen. Aktuell kommt das
Empire Interactive Spiel Off Road in den Handel. Das Game erschien vor gut
einem halben Jahr schon auf PlayStation 2, PSP und PC. Jetzt können
sich auch Wii-Besitzer mit großen Autos in die weiten Landschaften stürzen.
Wir konnten uns die fertige Version jetzt ausgiebig ansehen. Ob sich eine
Anschaffung für Rennspielfans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
In dem Spiel Off Road habt Ihr die Gelegenheit Euch mit hochkarätigsten
Range Rover, Ford Geländewagen und mit seltenen Konzept Fahrzeugen in
spannende Rennen zu stürzen. Wie der Titel es schon verrät, stehen dabei
Offroadrennen im Mittelpunkt. Bevor wir allerdings auf die Details eingehen,
wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet
wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten "Schnelles Rennen",
"Karriere", "Turnier", "Arcade", "Mehrspieler" und "Optionen". Wie nicht
anders zu erwarten war, kann man unter zu letzt genannten Punkt alle
spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Wer gerne direkt in ein Rennen
starten möchte, kann dieses unter "Schnelles Rennen" machen. Ein wenig
anspruchsvoller geht es im Arcadebereich zu. Hier fahren wir schnelle Rennen
und Herausforderungen mit unseren freigeschalteten Fahrzeugen und Strecken.
Wenn der Spieler eine größere Herausforderung wünscht, kann er auch noch den
Schwierigkeitsgrad erhöhen. Nett ist auch der Turniermodus. Dieser ist ein
Mini-Karrierespiel für Fahrer, die Lust auf ein reines Rennerlebnis haben.
Der Modus ist für Spieler gedacht, die eine kurze Serie verbundener Rennen
fahren wollen und kein Interesse an den Herausforderungen z.B. den
Zeitrennen oder Slalom-Wettbewerbe haben. Eine Turnierkarte zeigt uns immer
gut an, wo wir im Turnier stehen. Hinzu kommt eine Garage, wo Ihr Autos
reparieren oder verkaufen könnt. Bei Händlern darf man zusätzlich
freigeschaltete Wagen kaufen. Wer dagegen mit einem Freund spielen möchte,
kann dieses im Mehrspielerbereich machen. In Zweispielerrennen muss man nun
sein Können unter Beweis stellen. Im Vorfeld dürft Ihr natürlich alles
Mögliche einstellen um das Rennen ganz nach Euren Vorstellungen ablaufen zu
lassen. Das Herzstück des Spiels ist selbstverständlich der Karriere-Modus.
Hier fahren wir eine Reihe von Wettbewerben und Herausforderungen um im
Spiel weiterzukommen, Geld zu erhalten sowie neue Fahrzeuge und Strecken freizuschalten. Wir beginnen in den Wüstenebenen und arbeiten uns durch
immer anspruchsvoller werdende Gebiete. Dabei werden wir feuchte und
steinige Waldlandschaften genauso zu sehen bekommen, wie schneebedeckte
Berghänge. Insgesamt warten 24 unterschiedliche Strecken auf uns. Über eine
Karrierekarte kann man dann sehen, wo man im Karrierespiel steht. Von hier
aus geht es dann auch in die nächsten Herausforderungen oder Rennen.
Damit das Gameplay spannend bleibt, gönnt uns der Hersteller viele
unterschiedliche Fahraufgaben. Neben den obligatorischen Rennen, sollen wir
auch K.O.-Rennen absolvieren, Artefakte in Expeditionrennen einsammeln,
Zeitrennen bestreiten oder im Duell andere Fahrzeuge aus dem Rennen
schmeißen. Hinzu kommen Varianten wie Überholen, Punkt-zu-Punkt,
Kontrollpunkt, Slalom, Zeitangriff, Goldrausch und Schadensgrenze die immer
wieder andere Ziele haben. Hierdurch wird sehr viel Abwechslung angeboten.
Wie im Turniermodus gibt es auch bei dieser Spielart eine Garage und
Händler. Egal welchen Spielmodus Ihr nun auswählt, irgendwann geht es
endlich auf die Piste und wir können unsere Fähigkeiten unter Beweis
stellen. In einem Rennen angekommen, erblicken wir nicht nur unseren Wagen
und die Rennstrecke. Daneben werden wir auch noch die Positionsanzeige,
Rundenanzeige, aktuelle Rundenzeit, Rundenrekord, Tacho- und Schadensanzeige
zu sehen bekommen. Hinzu kommt eine Minikarte der Strecke. Man sieht also
gut, welche Kurven als nächstes auf uns zu kommen. Gesteuert wird dann mit
dem Controller bzw. Wiimote. Wahlweise darf man hier auf zwei
Steuerungsarten zurückgreifen. Zum einen darf man - dank des
Bewegungssensors - sein Vehikel durch Drehbewegungen lenken. Hierdurch kann
auch das Wii-Wheel zum Einsatz kommen. Mit dem Steuerkreuz wird dann die
Minikarte ein bzw. ausgeblendet oder die Rückansicht eingeschaltet. Die
Kamera ändert Ihr mit dem Plus-Knopf und mit dem 1-Knopf wird gebremst bzw.
mit dem 2-Knopf Gas gegeben. Wer damit nicht klar kommt, der darf auch die
andere Tastenbelegung nutzen. Hier lenkt Ihr das Auto mit dem Steuerkreuz,
indem Ihr nach links oder rechts lenkt. Drück Ihr das Kreuz nach hinten, so
wird die Rückansicht gezeigt und die Minikarte kann man mit nach vorne
drücken ein- oder ausschalten. Der Rest ist dann so, wie bei der anderen
Belegung. Alles also recht einfach. Wir sollen nun unser Auto so schnell wie
möglich durch die kniffligen Kurse lenken. Dabei gibt es übrigens auch
versteckte Routen zu entdecken. Powerslides sind in dem Spiel genauso
vorhanden, wie diverse Powerups (Reparaturobjekte, Zeitboni, Artefakte und
Geld). Die Fahrzeuge werden übrigens durch unvorsichtiges Fahren beschädigt.
Das bedeutet im Karriere- und Turniermodus Leistungsverlust. Es wird also
nicht nur optisch angezeigt, dass unser Wagen unter einem Unfall leidet. Zum
Glück dürfen wir aber unser Vehikel nach einem Rennen reparieren bzw. durch
Powerups in den Rennen wieder auf Vordermann bringen. So fahren wir nun ein
Rennen nach dem anderen mit den 18 offiziell lizenzierten Wagen von Land
Rover und Ford und zeigen unser Können bei den unterschiedlichen
Herausforderungen.
Technik:
Mit der Grafik kann man ganz zu frieden sein. Wirklich vom Hocker haut einen
die Optik aber nicht. Wir werden zumindest nette Umgebungen zu sehen
bekommen, die recht abwechslungsreich gestaltet wurden. Allerdings sieht man
öfters kleine Grafikfehler. Hinzu kommen verwaschene Texturen. Zumindest hat
man an kleine Details wie Staub oder die Fahrspur im Boden gedacht. Nett
sehen auch die Karambolagen und Fahrzeuge aus. Etwas peppiger hätten dann
noch die Menüs ausfallen können. Wirklich störend ist das aber nicht. Der
Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Eine rockige Musik, die sich
allerdings immer wiederholt, begleitet das Geschehen und kleinere
Ingamegeräusche werden passend eingespielt. Die Motoren klingen dagegen
leider ein wenig künstlich. Zufrieden kann man aber mit der Steuerung sein.
Die unterschiedlichen Varianten funktionieren beide ganz ordentlich und so
wird jeder sehr schnell mit dem Spiel und den Autos klar kommen. Das bringt
uns auch schon zum Schwierigkeitsgrad. Dieser ist insgesamt zu einfach.
Genrekenner werden selbst auf höchster Schwierigkeitsstufe nur selten
gefordert. Fasst man nun alles zusammen, so kann man trotz diverser
Kritikpunkte mit der technischen Seite ganz zufrieden sein.
Fazit:
Off Road revolutioniert natürlich nicht das Genre. Dafür ist gerade die
technische Seite zu mittelmäßig. Dennoch kann das Game ambitionierte Spieler
eine ganze Weile beschäftigen. Das liegt vor allem an den interessanten
Spielarten, die selbst nach Stunden noch Spaß machen. Immer wieder können
wir andere Herausforderungen annehmen und unser Können unter Beweis stellen.
Das Gameplay selber ist ebenfalls in Ordnung. Die Steuerung ist schnell
erlernt und so kann man dank eines einfachen Schwierigkeitsgrades schnell
erste Erfolge einfahren. Einzig, dass die Lenkung ein wenig träge ist, stört
am Anfang. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber auch daran. Wer also mit einer
eher durchschnittlichen technischen Seite leben kann und gerne
Offroadrennspiele mag, der darf gerne bei dem neusten Interactive-Spiel
zuschlagen. Für ein paar Stunden kann das Rennspiel einen gut unterhalten.
Features:
- 18 offiziell lizenzierte Land Rover- und Ford-Fahrzeuge
- 24 detailreiche Kurse, die auf Höchstgeschwindigkeit ausgelegt sind
- 3 verschiedene Landschaften: Wüste, Wasser und Eis
- Schnellreparaturen in Echtzeit
- Versteckte, alternative Strecken bringen den entscheidenden Vorteil
- Gewagte Power-Slides mit mächtigen Allradfahrzeugen
- Bonus-Gegenstände wie Reparaturkits, Zeitverlängerung oder Bargeld
- Mehrspieler-Rennen via Splitscreen (auf der PS2 für zwei Spieler) und über
Wi-Fi (auf der PSP für bis zu sechs Spieler)
- 12 Rennmodi: Standard-Rennen, Ausscheidungwettkämpfe, Zeitfahren,
Überholen, Slalom, Checkpoint-Rennen, Checkpoint-Sprint, Seconds Out, Gold
Rush, Gauntlet, Low Damage-Rennen und ein Übungs-Modus