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Einleitung:
Vor gut vier Jahren kam das Spiel
Obscure auf den deutschen Markt und erfrischte das Horrorgenre. Vor
allem Gamer die einen kooperativen Zweispielermodus bevorzugen,
kamen damals voll auf ihre Kosten. Vor einem Jahr folgte der zweite
Teil auf Playstation 2 und PC. Nach einer langen Wartezeit
veröffentlicht Atari nun auch das Playlogic-Spiel für Nintendos
Wii-Konsole. Wir konnten die fertige Version des
Survival-Horrorspiels jetzt ausgiebig testen. Ob sich das Spiel für
Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Das Horrorspiel Obscure 2 kommt genretypisch nicht ohne eine Story aus. Vor
zwei Jahren steckte eine Gruppe von Schülern der Leafmore High School in
ihrer Schule fest - gejagt von Monstern, die der verrückt gewordene
Schuldirektor auf sie hetzte. Manche von ihnen überstanden die schreckliche
Nacht, andere starben. Für die Überlebenden gilt es, das Leben wieder in den
Griff zu bekommen. Sie studieren mittlerweile. Doch etwas ist faul an der
Fallcreek University. Sonderbare schwarze Blumen sprießen plötzlich überall
auf dem Campus. Als sie im Rahmen des Unterrichts untersucht werden,
entdeckt man eine gefährliche Substanz, die ebenso sonderbare wie lebhafte
Träume verursacht. Doch einige Studenten finden heraus, dass es weit mehr
als erwartet auf sich hat mit diesen Blumen - als die Saat aufgeht, wird ein
böser Traum plötzlich zur entsetzlichen Realität. Kommen wir nun zum Spiel.
Das Action-Adventure kann man nicht nur alleine zocken. Ist ein weiterer
Spieler vorhanden, so kann er sich an dem Spiel beteiligen und gemeinsam
versucht man nun in der Story weiter zu kommen. Spielt Ihr dagegen alleine,
so übernimmt der Computer die zweite Person. Wahlweise dürft Ihr dann
zwischen den Charakteren wechseln. Das wird auch gleich zu einem großen
Problem in dem Spiel, denn der Computer macht nicht wirklich viel. Vor
allem, wenn Feinde auftauchen, ist er meistens das willige Opfer. Schnell
geht er zu Boden und für uns ist das Spiel dann zu Ende. Das kann sehr
frustrierend sein. Viel mehr Spaß macht es natürlich mit einem Freund, der
zumindest aktiv an dem Spiel teilnimmt. Allerdings hat auch er ein kleines
Problem, denn nur ein Spieler ist für die Kamera zuständig. Der andere Gamer
muss ständig aufpassen, dass er nicht aus dem Blickfeld verschwindet.
Geschieht das doch einmal, so stampft der zweite Charakter blind durch die
virtuelle Welt. Die Kamera selber wirft dann ebenfalls kleinere Probleme
auf, denn diese wird nicht immer optimal zum Spieler ausgerichtet. Das
nachjustieren per Wiimote fällt dann auch nicht leicht. Kommen wir aber
zurück zum eigentlichen Spiel. Das ganze wird durch einen einführenden Film
passend eingeleitet. Im Anschluss schlüpfen wir in die Haut der ersten
Figuren. Schon nach wenigen Spielminuten kosten wir von den oben erwähnten
Pflanzen und gelangen in eine Parallelwelt. Alles ist wie ausgestorben,
Schreie verunsichern unsere Helden, Blut fließt in Strömen von den Wänden
und fiese Monster nehmen uns in die Mangel. Egal wie sehr Ihr Euch wehrt, es
nutzt nichts und das Spiel ist … zum Glück noch nicht zu Ende. Wir haben
alles nur geträumt. Allerdings wird es nicht das letzte Mal sein, das wir in
die Parallelwelt reisen.
Das Gameplay ist eigentlich so, wie man es aus dem Vorgänger schon kennt.
Wir lenken diversen Figuren durch das Spiel. Insgesamt gönnt man uns 6
Charaktere mit einzigartigen Fähigkeiten. Es gibt sportliche Figuren wie
Corey, genauso wie das Computergenie Mei. Dementsprechend müssen wir die
Figuren auch unterschiedliche in dem Spiel einsetzen. Amy entziffert zum
Beispiel als einzige Geheimzeichen und nicht mit jeder Figur kommen wir in
abgeschlossene Räume hinein. Damit auch jeder weiß, wann er welche Figur
einzusetzen hat, gibt uns das Spiel ausreichende Hinweise. Außerdem gibt uns
das Spiel oftmals vor, mit welcher Figur wir spielen. Später müssen wir
allerdings auch selber entscheiden, mit welchen Charakteren wir weiter machen
wollen. Dazu können wir diese in speziellen Räumen austauschen. Achtet jetzt
darauf, dass die Fähigkeit der Charaktere zur gestellten Aufgabe passt. Schließlich kann
nicht jeder an Fassaden klettern oder schwere Objekte verschieben. Die
Figuren müssen allerdings nicht nur bei Rätseln zusammenarbeiten. Auch bei
den diversen Kämpfen führt kooperatives Vorgehen schneller zum Erfolg. Die
actionreichen Auseinandersetzungen werden dann immer wieder durch kleine
Rätselaufgaben unterbrochen. Um diese zu lösen, sollten wir alles mitnehmen,
was wir einstecken können. Das ist auch dringend notwenig, denn nur selten
bekommen wir einen Hinweis auf wichtige Items. Also suchen wir wirklich
jeden Ort nach Gegenständen ab. Dabei finden wir diverse Waffen, die wir
frei auf die Figuren verteilen können. Das Waffenarsenal ist reichhaltig.
Von diversen Schlagwerkzeugen, über Kettensäge bis hin zu mächtigen
Schießprügeln ist alles vorhanden. Passende Munition findet Ihr dann im
Spiel, genauso wie lebenswichtige Medipacks. Das Kampfsystem wurde natürlich
auf die Möglichkeiten der Wii-Konsole angepasst. Bei einem Nahkampf muss der
Spieler die Wiimote schütteln. Fernwaffen werden dagegen mit Z, A zum
Anvisieren und B zum Schießen aktiviert. Wirklich einfach ist das allerdings
nicht. So erkunden wir nun die unterschiedlichen Orte, suchen diese nach
nützlichen Gegenständen ab, lösen kleinere Rätsel mit den unterschiedlichen
Figuren, kämpfen gegen unzählige Gegner und folgen der ansprechenden Story.
Technik:
Wirklich vom Hocker haut einen die Technik nicht. Die Grafik sieht irgendwie
angestaubt aus. Alles wirkt zu dunkel und wirklich scharfe Texturen wurden auch
nicht eingebaut. Zumindest kommt die düstere Stimmung dank gut eingesetzten
Licht- und Schatteneffekte gut herüber. Hinzu kommen immer wieder plötzlich
eingespielte Effekte, die einen den Schauer über den Rücken laufen lassen.
Die Figuren sehen ebenfalls ganz passabel aus, auch wenn man schon bessere
in anderen Spielen gesehen hat. Auch die steifen Animationen können nicht
wirklich überzeugen. Zum Glück werden wir durch den anständigen Sound
ordentlich entschädigt. Diverse Ingamegeräusche werden genauso eingespielt,
wie eine stimmungsvolle Musik. Ordentlich sind auch die englischen
Synchronsprecher, die den Charaktere Leben einhauchen. Die Steuerung ist
leider ein kleiner Reinfall. Wirklich sicher kann man die Figuren nicht
lenken und auch Aktionen wie das Suchen oder Kämpfen klappen erst nach sehr
viel Übung. Hinzu kommt die nervige Kamera, die nur selten keine Probleme
macht. Hier hätte man wirklich vieles besser machen können. Zumindest gönnt
uns der Hersteller einen ansprechenden Koop-Modus. Das rettet das Spiel auch
zum Teil, da der Computer im Kampf nur Probleme bereitet. Oft steht er nur
dumm in der Gegend herum und steckt dankend die Angriffe der Gegner ein.
Geht er dann zu Boden, so ist das Spiel auch für uns zu Ende. Hieraus ergibt
sich auch ein ordentlicher Schwierigkeitsgrad. Die Rätsel selber sind
eigentlich ganz fair. Allerdings werden sie oftmals zu echten Kopfnüssen, da
uns nötige Hinweise fehlen.
Fazit:
Obscure 2 wäre ein wirklich gutes Spiel, wenn es nicht so viele Probleme
gäbe. Neben der schlechten Kamera stört vor allem die Steuerung. Auch bei
der Grafik würde man sich mehr wünschen. Wirklich zeitgemäß ist das wirklich
nicht. Daneben nerven die weit entfernten Speicherpunkte und die fehlenden
Hinweise im Spiel. Oft wissen wir gar nicht, was wir mit eingesammelten
Gegenständen machen sollen. Allerdings gibt es auch gute Seiten. Die Story
ist ansprechend und das Agieren mit den sechs steuerbaren Charaktere und
deren Spezialfähigkeiten macht jede Menge Spaß. Vor allem, wenn man mit
einem Freund spielt, kann einen das Game am Bildschirm binden. Mögt Ihr
Survival-Horrorspiele und konntet Ihr die Finger nicht vom ersten Teil
lassen, so dürft Ihr auch beim Nachfolger zuschlagen.
Features:
- Abenteuer und Action mit der Atmosphäre eines Teenager-Horrorfilms
- 6 faszinierende Charaktere mit einzigartigen Fähigkeiten
- Origineller Kooperations-Modus: Der zweite Spieler kann jederzeit
einsteigen
- Detail- und abwechslungsreiche 3D-Umgebung
- Es gilt Hinweise zu finden und die verschiedensten Rätsel und Geheimnisse
zu lüften
- Gewaltige Vielzahl an Waffen und furchterregenden Monstern
- Packender Soundtrack, eingespielt vom Boston Symphonic Orchestra und dem
Kinderchor der Pariser Oper
- Für Wii optimierte Steuerung
- Menü im neuen Design
- Alle Lieder aus dem Spiel sind jederzeit über eine Play List anwählbar
- Alle FMV Cut Scenes können über eine Play List immer wieder angesehen
werden
- Storyboard Gallery
- Concept Arts Gallery
- Special Artworks Gallery der verschiedenen Charaktere (besonders der
Frauen in sexy Outfits)
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