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Einleitung:
Gute Strategiespiele gibt es viele auf dem PC.
Für die meisten muss man viel Zeit mitbringen. Das erkannte wohl auch Strategy First
und so entwickelten sie ein neues Game. Es handelt sich dabei um
das Spiel Nexagon: Deathmatch, dass über Modern Games auf den Markt kommt.
Hier kann man auch mal eine Schlacht in wenigen Minuten spielen.
Wir konnten die fertige PC-Version jetzt testen. Ob sich das Spiel lohnt
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Am Anfang macht Nexagon: Deathmatch eher einen bescheidenen Eindruck. Doch
schon nach kurzer Zeit merkt man, dass mehr hinter diesem Spiel steckt. Das
Spiel ist eine interessante Mischung aus Strategie und Actionspiel. Aber
fangen wir erst einmal vorne an. Nachdem Nexagon gestartet wurde dürfen wir
uns zur Einstimmung erst einmal ein nettes Intro ansehen. Anschließend
müssen wir einen Teilnehmer erstellen. Neben unserem Namen soll auch eine
Horde ausgewählt werden. Zur Wahl stehen die Tekhan, Ghandros, Strunar und
Olfrun. Jeder dieser Horden hat andere Vor- aber auch Nachteile. Nexagon
unterstützt zwei Arten von Spielteams. Einmal für die Kampagne und dann noch
für den Instant Battle. Ein Kampagne-Spielteam startet mit einer
bescheidenen Anzahl Credits, und es sind viele Features des Spiels nicht
frei geschaltet. Erst wenn man in der Kampagne weiter kommt werden weitere
Spielfunktionen frei. Ein Instant-Battle-Team bekommt mehr Geld und alle
Einheiten sind vorhanden. Hinzu kommen alle Karten und Gegenstände. Anfänger
die das Spiel erst einmal kennen lernen wollen, sollten sich auf die
Kampagne stürzen. So erlernen sie jedes Detail des Spiels. Nachdem wir das
Anfangsprozedere hinter uns gebracht haben sind wir endlich bereit für die
Arena. Wir dürfen uns nun zwischen einem Geplänkel und den nächsten
Abschnitt in der Kampagne entscheiden. Geplänkel kann der Spieler immer
wieder zwischen den Kampagnenabschnitten annehmen. Dadurch erhalten wir mehr Credits.
Hier dürfen wir die Gegner und die Arena selber bestimmen. Zur Verfügung
stehen die Gegner die wir vorher besiegt haben. Ebenso sind nur die Arenen
frei, die wir erfolgreich bestritten haben. Nehmen wir das nächste Level bei
Kampagne, so wird der Gegner und die Arena vorgegeben. Vor einem Match und
während den Unterbrechungen (zwischen den Spielzeiten) kann der Spieler bis zu
6 Sklaven (Spielfiguren) aussuchen und diese in seinem Sanctum (Basis)
platzieren. Dabei sollten wir beachten das verletzte Einheiten nicht
mitspielen. Ruhen sie Figuren aus, so werden die Verletzungen geheilt.
Das bedeutet natürlich auch, dass wir genügend Einheiten besitzen müssen - um
verletzte Figuren auszutauschen. Verletzungen erhalten wir übrigens in den
Matches und sie wirken sich direkt auf die Leistung unserer Einheiten aus.
Jedes Match hat eine bestimmte Kampfbörse die wir gewinnen können. Das Geld
wird anschließend benötigt um neue Einheiten oder Objekte zu kaufen. Dazu
aber gleich mehr. Der Spielablauf ist eigentlich immer der gleiche. Ihr
agiert in einer komplett dreidimensionalen Umgebung, die völlig zerstörbar
ist. Jede Partei hat ein eigenes Lager und dazwischen befindet sich eine
Kampfarena.
In den Arenen sind Gefahren und Belohnungen versteckt. Ihr müsst die
Belohnungen vor dem Gegner einsammeln. Allerdings sind oft
Fallen vorhanden die Euch hart bestrafen. Viele Bonis sind
hinter Mauern versteckt, die der Spieler durch Schalter öffnet. Aber auch
unscheinbare Blöcke beinhalten nette Belohnungen. Also ruhig mal etwas
zerstören. Neben den Belohnungen und der Kampfbörse kann der Spieler noch
weiteres Extra-Geld verdienen. So erhaltet Ihr zusätzliches Geld wenn Ihr
Grabsteine entweiht bzw. zerstört. Um ein Match zu gewinnen könnt Ihr z.B.
in das feindliche Lager gehen und die Nexussphäre zerstören. Dieses ist
relativ schwierig, da dieser Punkt extrem verteidigt wird. Es gibt aber
weitere Möglichkeiten. Für getötete Feinde erhaltet Ihr Punkte genauso wie
für eroberte Werbetafeln. Das sind Punkte die erobert und verteidigt werden
müssen. Am Ende der abgelaufenen Zeit werden alle Punkte zusammengezählt und
wer die meisten hat gewinnt. Anschließend folgt eine Statistik die alle
Geldbeträge auflistet. Das gewonnene Geld wird nun auf Euer Konto
gutgeschrieben. Wir agieren in dem Spiel mit Sklaven. Pro Match dürfen wir 6
davon aussuchen und lenken. Je nach Fähigkeit müssen wir diese nun taktisch
klug einsetzen. Dabei können manche Nah und/oder Fernangriffe ausführen.
Starke Einheiten sind eher langsam, während schwächere Figuren sich schneller
bewegen. Jede Figur kann 5 Funktionen wie bewegen, Objekte benutzen,
angreifen, verteidigen oder konfrontieren ausführen. So können wir Figuren
oder Objekte attackieren, Orte verteidigen, Bomben platzieren, Sklaven
heilen, Mörser nachladen und so weiter. Es gibt aber noch viel mehr in dem
Spiel wie Waffen, Spender und Mörserkanonen. Kommt es zu einem Konflikt so
nehmen wir natürlich auch Schaden. Stirbt unsere Figur so wird diese aus dem
Spiel genommen und in unserer Basis neu platziert. Ist ein Sklave nur
verletzt so können wir ihn natürlich heilen. Mit unseren Möglichkeiten
müssen wir nun versuchen das Spiel zu gewinnen. Das Match ist in Zeitzonen
aufgeteilt. Nach einer bestimmten Zeit wird eine Pause eingelegt und wir
können unsere Truppe neu zusammenstellen. Anschließend geht das Spiel weiter
und wir starten wieder in unserer Basis. Zwischen den Herausforderungen darf der
Spieler seine Basis immer weiter ausbauen. Eine Reihe von Objekten steht
hier zur Auswahl. Rundum wird eine Menge geboten. Ihr müsst taktisch klug
vorgehen um stärkere Gegner zu schlagen. Neben dem Einzelspielermodus könnt
Ihr auch noch im Mehrspielermodus loslegen. Hier machen die Matches noch
mehr Spaß. Schließlich agieren menschliche Spieler doch ein wenig anders wie
CPU-Gegner. Technik:
Nexagon: Deathmatch hat gut aufgebaute Menüs. Diese sehen allerdings
nicht sonderlich gut aus. Trotzdem kommt man schnell damit zurecht. Die
Matches selber werden auf einer überschaubaren Spielfläche ausgetragen. Hier
kann der Spieler die Kamera frei einstellen. Diese darf genauso gezoomt, wie
in alle möglichen Richtungen gedreht werden. Über Doppelklick, auf die
einzelnen Figurensymbole, wird schnell auf ein Sklave geschwenkt. Der
Überblick geht also nicht verloren. Die Spielfläche selber hätte ruhig ein
wenig opulenter ausfallen könne. Vor allem wirkt alles ein wenig trist. Auch
die verwendeten Texturen könnten schöner und detailreicher sein. Die Figuren
wirken zusätzlich etwas klobig und so bewegen sie sich dann leider auch.
Allerdings ist das alles nicht so schlimm, denn das Gameplay geht hierdurch
nicht verloren. Kleinere Effekte wie Explosionen werden wir dann auch noch
zu sehen bekommen. Mit der Optik kann man also insgesamt zufrieden sein -
auch wenn diese nur mittelmäßig ist. Auf die Grafik kommt es aber nicht ganz
so an, denn andere Aspekte wie Taktik und Action stehen bei Nexagon:
Deathmatch im Vordergrund. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau.
Er ist aber so gut, dass ein nettes Ambiente entsteht. Gefallen kann vor
allem die deutsche Sprachausgabe. Immer wieder werden witzige Sprüche
eingespielt. Hinzu kommt eine Musik die zum Spiel passt. Selbst nach Stunden
klingt diese nicht nervig. Auch die Ingame-Geräusche passen zum Geschehen.
Der stetig ansteigende Schwierigkeitsgrad ist so gestaltet, das Anfänger
aber auch Profis einiges zu tun bekommen. Leider verhalten sich die CPU
Figuren nicht sonderlich intelligent. Immer wieder kommen sie z.B. an engen
Stellen angerannt, obwohl sie dort gnadenlos vernichtet werden. Trotzdem
überraschen sie auch mal mit unvorsehbaren Aktionen. Die Steuerung geht
schnell ins Blut über. Sie ist einfach erlernt und alle Aktionen lassen sich
sicher ausführen. Fasst man alles zusammen, so kann man trotz kleinerer
Schwächen mit der Technik zufrieden sein. Diese ist sehr solide und dank
gutem Gameplay wird man gerne über manche Macken hinwegsehen.
Fazit:
Auch wenn das Spiel nicht neue Maßstäbe setzt, macht es für eine bestimmte Zeit sehr
viel Spaß. Der Spieler kann intensiv seine Truppe aufbauen und so eine
schlagkräftige Armee zusammenstellen. Das ist auch notwenig, denn die
virtuelle Kampfsportveranstaltung wird mit der Zeit anspruchsvoll. Es ist
nicht leicht eine perfekte Truppe zusammen zu stellen. Nur mit der richtigen
Mischung ist Euch der Erfolg sicher. Nett ist auch das wir unser Lager
kontinuierlich aufrüsten dürfen. Der Spieler wird dadurch immer wieder
gezwungen neue Herausforderungen anzunehmen. Schließlich kostet in dem Spiel
alles Geld und dieses muss erst einmal verdient werden. Trotz vieler
Herausforderungen hätte ein wenig mehr Abwechslung nicht geschadet. Nach
einigen Spielen wird man merken, dass eigentlich immer das gleiche passiert.
Interessant ist auch noch das unsere Spielfiguren immer erfahrener werden.
Der Einstieg wird relativ leicht gemacht. Eine gute Anleitung erklärt alles
sehr detailliert und selbst im Spiel bekommt der Akteur ausreichend Hilfe
angeboten. Die Grafik hätte aber ruhig besser sein können. Die Arenen und
Figuren wirken leider nicht mehr zeitgemäß. Die Spielfläche ist dann auch
noch etwas klein ausgefallen. Trotzdem wird das Gameplay dadurch nicht
wirklich gestört. Mit der Präsentation kann man zufrieden sein. Der deutsche
Sprecher sorgt mit seinen Sprüchen immer wieder für Unterhaltung. Neben
einem guten Einzelspielermodus darf man sich zusätzlich in den
Mehrspielerbereich stürzen. Hier macht das spielen sogar noch mehr Spaß.
Dank einer guten Mischung aus Action und Strategie kann das Spiel einige Stunden unterhalten. Ebenso überzeugt
das Preis-/Leistungsverhältnis. Wer also aktuell ein
etwas anderen Strategiespiel sucht, darf bei Nexagon zugreifen. Erwartet aber nicht
zu viel. Features:
- Der Spieler agiert in einer komplett dreidimensionale Umgebung, die
vollständig zerstörbar ist
- Ein Festungs-Editor erlaubt es komplizierte Festungen und hinterlistige
Fallen zu bauen
- Mit jedem Erfolg steigern die Team-Mitglieder ihre Fähigkeiten
- Kauft neue Team-Mitglieder ein um noch schlagkräftiger zu sein
- Multiple Arenen als Schauplätze für spannende Kämpfe
- Leichter Einstieg und angemessene Spieltiefe |