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Neverwinter Nights 2 - Review (PC)

Wertung:
85 %

Einleitung:

Eines der größten, populärsten und bekanntesten Rollenspiele ist ohne Zweifel Neverwinter Nights. Als das Spiel im Sommer 2002 auf den deutschen Markt kam, bildete sich sofort eine große Fangemeinde. Dazu haben auch die beiden Erweiterungen "Schatten von Undernzit" (2003) und "Die Horden des Unterreichs" (2004) beigetragen. Auch diese staubten viel Lob und gute Bewertungen ab. Anschließend wurde es Still um das Spiel. Das änderte sich erst, als der offizielle Nachfolger - mit dem passenden Titel Neverwinter Nights 2 - angekündigt wurde. Dieser spielt natürlich ebenfalls in den beliebten Forgotten Realms von Dungeons & Dragons. Wir konnten uns das neuste Atari-Spiel jetzt genauer ansehen. Ob das Rollenspiel die hohen Erwartungen erfüllen kann und ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Rollenspieltypisch kommt auch Neverwinter Nights 2 nicht ohne eine Rahmenhandlung aus. Wir agieren selbstverständlich in der Fantasy-Welt der Vergessenen Reiche, einer der beliebten Kampagnenwelten von Dungeons & Dragons. Die Handlung führt uns von einem der kleinsten Dörfer durch eine atemberaubende Geschichte und berichtet dabei von unserem Aufstieg vom einfachen Bauern zum ausgewachsenen Helden, der seine Heimat gegen eine der größten Bedrohungen des Zeitalters verteidigt. Bevor wir uns allerdings den Gefahren stellen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint ein einführendes Menü. Hier finden wir die Menüpunkte "Spielen", "Toolset", "Liesmich" und "Update". Wie man es schon vermuten kann, darf der Spieler unter Update nach Verbesserungen suchen und unter Liesmich eine informative Textdatei ansehen. Daneben gibt es noch das Toolset. Mit diesem kann man recht schnell eigene Module erstellen. Durch mehr Einstellmöglichkeiten und Features wie Skriptparameter hat der Akteur noch mehr Möglichkeiten als je zuvor um Welten und Szenarios zu erschaffen. Die meisten werden sich allerdings erst einmal auf das eigentliche Spiel stürzen. Nachdem man auf den Menüpunkt Spielen geklickt hat, folgt das eigentliche Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Spiel laden", "Mehrspieler" und "Optionen". Wie gewohnt kann man unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen und unter Spiel laden einen bestehenden Spielstand aktivieren. Wer nicht gerne alleine spielt, sollten in den Mehrspielerbereich wechseln. Hier hat man die Möglichkeit, mit anderen Menschen weltweit online zu spielen. Neben dem Internetspiel darf man auch über LAN mit anderen ein gemeinsames Spiel wagen. Wer jetzt ein ähnliches Gameplay erwartet wie bei WoW, den müssen wir leider enttäuschen. Der Mehrspielerbereich ist zwar ganz nett, aber er kommt nicht an die Klasse bekannter Onlinerollenspiele heran. Vorher solltet Ihr außerdem den Einzelspielermodus durchspielen. Schließlich muss man das Game erst einmal richtig kennen lernen. Im Singelplayerbereich dürft Ihr zum einen ein Modul starten oder eine neue Kampagne beginnen. Bevor wir uns in die virtuelle Welt begeben, muss allerdings erst einmal eine Spielfigur erstellt werden.

Beim erstellen eines Charakters wird zuerst ein Volk bestimmt. Das Spiel bietet acht Hauptvölker (wie z.B. Zwerg, Elf, Gnom oder Mensch) und 16 Unterarten, aus denen wir frei wählen können. Wenn der Akteur z.B. das Volk Berührte auswählt, wird er aufgefordert, zwischen den Unterarten Assimar und Tiefling zu wählen. Übrigens hat jedes Volk seine eigenen Unterarten, wodurch sich nur bestimmte Kombinationen ergeben. Nachdem wir das Geschlecht bestimmt haben, muss noch das Aussehen verändert werden. Vom Gesicht, über die Hautfarbe bis hin zu den Haaren ist alles möglich. Der dritte Schritt ist dann die Auswahl der Klasse. Gut 30 unterschiedliche bietet das Spiel und so können wir aus unserem Charakter z.B. einen Paladin, Schurken, Magier oder Kämpfer machen. Das war natürlich noch nicht alles. Jetzt muss der Spieler die Gesinnung festlegen. Diese spiegelt unsere Moral und Ethik wieder. Nachdem wir dann eine Gottheit gewählt haben, müssen noch Attributwerte verteilt werden. Jetzt ist immer noch nicht Schluss, den unsere Figur braucht noch eine Hintergrundgeschichte. Schließlich hat dieser eine Vorgeschichte, wir z.B. das er ein einfacher Bauer oder ein Mitglied der Miliz war. Jedes Hintergrundmerkmal bietet einen speziellen Bonus und beeinflusst, wie wir von den Einwohnern von Westhafen behandelt werden. Nachdem wir dann noch ein Paket mit Fertigkeiten, Talenten und Zaubern zugewiesen haben, brauchen wir nur noch einen Namen eingeben und unsere Stimme bestimmen. Ihr seht schon, dass wir vieles einstellen können. Selbstverständlich bietet das Spiel immer passende Hilfen an und so kann man sich ausreichend in die einzelnen Bereiche einlesen. Wer dazu keine Lust hat, darf auch einen Charakter automatisch generieren. Sind wir nun mit unseren Vorbereitungen fertig, darf das Spiel endlich beginnen.

Am Anfang durchlaufen wir erst einmal ein kleines Tutorial, das uns in kleinen Schritten die Steuerung beibringt. Dank praktischen Übungen hat man die Lenkung schnell erlernt und so kann man direkt in das Spiel einsteigen. Gesteuert wird unsere Spielfigur mit der Maus oder wahlweise mit der Tastatur. Nach den ganzen Übungen ist unser Held natürlich müde und so geht er erst einmal schlagen. Allerdings wird er aus seiner Nachtruhe geweckt, denn wilde Horden greifen unseren Heimatort Westhafen an, um einen geheimnisvolle Splitter zu bekommen. Also schnappen wir unser Schwert und erledigen die Eindringlinge. Dabei werden wir immer wieder kleine Filmeinspielungen sehen. Diese treiben die Story gut voran. Die erzählte Geschichte ist übrigens nicht nur recht spannend, sondern bietet auch oftmals überraschende Wendungen. Was genau, wollen wir Euch jetzt nicht erzählen. Schließlich soll das Spiel diesbezüglich interessant bleiben. Hinzu kommen dann noch viele deutschsprachige Dialoge, deren Reihenfolge wir durch anklicken bestimmter Sätze beeinflussen können. Durch diese Gespräche werden wir übrigens auch neue Charaktere kennen lernen, die sich teilweise unserer bis zu 4 Mann staken Gruppe anschließen. Grundlegend muss der Spieler nicht die Hauptstory verfolgen. Das Spiel bietet daneben viele Nebenhandlungen und Aufgaben, die uns immer wieder vor neuen Herausforderungen stellen. Unsere Gruppe ist übrigens sehr lebendig, denn ständig gibt es irgendwelche Gespräche, Streits oder Diskussionen. Hierbei erzählt jeder Charakter seine ganz eigene Geschichte. Dank eines Beeinflussungssystems können wir unsere Mitstreiter auch manipulieren. Das kann so weit gehen, dass wir diese zu Feinden machen oder zu unseren besten Freunden.

Immer wieder trifft unsere Gruppe auf Feinde. Hieraus folgen unweigerlich Kämpfe, die selbstverständlich nach dem Dungeons & Dragons-Regelwerk ablaufen. Mittels Trefferquoten und Schadensberechnungen wird der Sieger ermittelt. Wir sehen davon nur Zahlenwerte und Schläge, die leider etwas statisch rüberkommen. Wirklich chaotisch laufen die Auseinandersetzungen dann auch nicht ab, denn man darf das Spiel pausieren und die nächsten Schritte sorgsam planen. Sind Gegner dann besiegt, lassen sie oftmals genretypische Objekte oder Geld zurück. Dieses sacken wir uns ein und rüsten unseren Charakter gegebenenfalls mit nützlichen Waffen oder Rüstungen aus. Daneben darf man mit Händler auch Handel betreiben. Hierdurch erhalten wir ebenfalls nette Summen, die wir in Objekte oder andere nützliche Gegenstände investieren können. Durch unsere Handlungen erhalten wir auch Erfahrungspunkte, die Aufstiege für unseren Charakter mit sich bringen. Allerdings ist nicht alles in dem Spiel üppig ausgefallen. So darf man nur mit bestimmten Leuten ausführliche Gespräche führen. Alle anderen speisen uns mit einem kleinen Satz ab. Hinzu kommt, dass unser Held nur bestimmte Gebäude betreten darf. Hierdurch werden uns ausgiebige Erkundungstouren untersagt. Nett ist dann noch, dass wir eine Festung bekommen. Diese sollen wir ausbauen und Verteidigungsanlagen errichten. Läden und Handelsrouten fehlen ebenso wenig und so kann man sich hiermit eine ganze Zeit lang beschäftigen. Das gleiche gilt für das Erstellen von Gegenständen. Mit dem passenden Talent, einem Rezept und den nötigen Zutaten entstehen schnell leckere Tränke, Rüstungen oder Waffen. So agieren wir nun in der virtuellen Welt, verfolgen die interessante Story, lösen Aufgaben, kämpfen gegen unzählige Gegner, kommunizieren mit Leuten und verbessern die Fähigkeiten unseres Charakters.

 

Technik:

Neverwinter Nights 2 hat neben vielen Spielinhalten auch eine neue Grafik erhalten. Diese haut einen zwar nicht vom Hocker, dennoch kann man sich gut in der Spielwelt aufhalten. Unterschiedliche Landschaften mit netter Vegetation sind genauso vorhanden, wie Häuser mit schön ausstaffierten Innenräumen. Allerdings hätten die Texturen ruhig etwas schärfer ausfallen können. Ein paar Details mehr wären auch ganz nett gewesen. Zumindest hat man aber an aufwendig inszenierte Licht- und Schattenspiele gedacht. Etwas störend ist dann noch, dass wir uns eigentlich immer in engen Schläuchen aufhalten. In der heutigen Zeit erwartet man doch etwas mehr. Ein weiterer Kritikpunkt ist außerdem noch, dass die Spielwelt sehr leblos ist. Das gilt jetzt für die Out- aber auch für die Indoorbereiche. Entschädigt wird man allerdings durch viele kleine Effekte, die zum Teil ein kleines Grafikfeuerwerk auf den Bildschirm zaubern. Nett sind auch die Spielfiguren, die gut modelliert wurden. Diese haben sogar bewegliche Mimiken und so sieht man ihnen gerne bei den Gesprächen zu. Bei den Animationen hätte man allerdings mehr rausholen können. Gerade bei den Kämpfen sieht man sehr staksige Bewegungen. Die wahre Grafikpracht werden wir außerdem nur erblicken, wenn wir einen leistungsstarken Rechner besitzen. Haben wir diesen nicht, so müssen wir die Einstellungen runter nehmen oder mit üblen Rucklern leben. Gut ist dagegen der Sound. Neben passenden Ingamegeräuschen, dürfen wir auch einer angenehmen und stimmungsvollen Musik lauschen. Diese wird selbst nach Stunden nicht nervig. Hinzu kommen tolle deutsche Synchronsprecher, die ihre Arbeit wirklich gut machen. Die Kamera ist ebenfalls in Ordnung. Diese variieren zwischen diversen Totalansichten und Third-Person-Perspektiven. Da wir den Blickwinkel dann noch selber beeinflussen können, hat man stets alles im Blick. Mit der Steuerung kommt man schnell klar. Die Spielfigur macht eigentlich alles, was wir ihr sagen. Hinzu kommen gut sortierte und nicht überladene Menüs. Dank eines gut gemachten Einführungsbereichs werden wir alle Funktionen
schnell erlernen. Die KI ist leider genretypisch mager. Wirklich intelligente Aktionen werden wir leider nicht erblicken. Fasst man alles zusammen, so kann man grundlegend mit der Technik zufrieden sein.

 

Fazit:

Grundsätzlich hat uns Neverwinter Nights 2 recht gut gefallen. Allerdings gibt es auch ein paar Punkte die stören. Zum einen nervt das etwas veraltete Levelbaukastenprinzip. In der heutigen Zeit erwartet man eindeutig mehr von einem Rollenspiel. Hinzu kommt, dass viele Abschnitte sehr klein ausfallen. Nett wäre auch gewesen, wenn der Spieler mehr Häuser betreten könnte. Da diese aber oftmals unzugänglich sind, macht das Erkunden der Welt nicht wirklich Spaß. Obwohl wir eine eher durchschnittliche Grafik zu sehen bekommen, sind die Performance-Ansprüche an unseren Rechner recht hoch. Zumindest werden wir viele bombastische Effekte erblicken, die dieses ein wenig erklären. Allerdings ist nicht alles schlecht. Es gibt auch viele gute Seiten. Die Story ist einfach nur toll. Diese ist nicht nur spannend, sondern dank überraschenden Wendungen auch sehr unterhaltsam. Hinzu kommen viele interessante Dialoge. Nett ist auch, dass wir unseren Helden in jegliche Richtung weiterentwickeln dürfen. Dadurch ergeben sich viele spielerische Möglichkeiten. Ganz in Ordnung sind auch die Aufgaben und Quests. Diese sind immer wieder unterschiedlich und so kommt nur selten Langeweile auf. Das Kämpfen macht ebenfalls Spaß. Wir hauen nicht nur einfach auf unsere Gegner drauf. Dank eines taktischen Kampfsystems dürfen wir jeden Gegner individuell bekämpfen. Das war natürlich noch nicht alles. Begeistert hat uns auch unsere Party, die aus vielen unterschiedlichen Charakteren besteht. Mit diesen können wir sogar interagieren. Da wir dann noch Tränke, Rüstungen oder Waffen herstellen dürfen, wird man jede Menge zu tun bekommen. An Spieler, die etwas mehr machen wollen, hat der Hersteller auch gedacht. Mit dem mitgelieferten Editor kann jeder ganz eigene Abenteuer erstellen. Wer also das beliebte Konzept des Vorgängers mochte und eher klassische Rollenspiele bevorzugt, der wird mit Neverwinter Nights 2 sehr glücklich werden. Uns hat das Rollenspiel trotz kleinerer Kritikpunkte gut gefallen und daher können wir das Spiel auch zum Kauf empfehlen.

 

Features:

- Konstruktion von MODs
- Kontrolliere 4 Personen und 10 Begleiter
- Präsenz von Festungen & politischer Macht
- Lebensspanne umfassende Einzel-Kampagne
- Hohes Niveau an Grafiken
- Ausrichtung: Good & Evil
- Mehrspieler Modus
- Eintauchtiefe (Tag/Nacht-Zyklus, Wasser, Klima,...)
- Episches Abenteuer (Handlung,...)
- Neverwinter Nights Markenerbe
- Charakterentwicklung
- Auch in zwei limitierten Version "Lawful Good" und "Chaotic Evil" erhältlich

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Neverwinter Nights 2 (PC)

 
 Neverwinter Nights 2
EUR 45,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 78 %  
Sound: 82 %  
Bedienung: 84 %  
Singleplayer: 88 %  
Multiplayer: 86 %  
Spielspaß: 90 %  
Gesamtwertung:  85 %  

Systemanforderungen: 

- Windows XP
- Intel Pentium 2,4 GHz Prozessor / AMD Athlon XP2000 oder höher
- 512 MB RAM
- 5,5 GB Festplattenspeicher
- DVD-ROM-Laufwerk: 4x oder schneller
- Direct 3D kompatible mit 128 MB oder bessere Grafikkarte

 


 

 

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