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Einleitung:
Naruto, der bekannte
Ninja-Held aus der erfolgreichen TV- und Anime-Serie, startet in sein
neustes Abenteuer. Fans des kleinen Kämpfers können nach Naruto: Ultimate
Ninja und Naruto 2 ein weiteres Mal spannende Ninja-Missionen bestreiten.
Erstmals erschienen ist das Bandai-Namco-Spiel
Naruto: Uzumaki Chronicles übrigens vor gut zwei Jahren
in Japan. Nach einer langen Wartezeit bringt nun Atari das actionreiche Game
auf den deutschen Markt. Wir konnten uns das 3-D-Action-Adventure jetzt
ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel nicht nur für Manga-Fans lohnt, erfahrt
Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie bei solchen Spielen üblich kommt auch Naruto: Uzumaki Chronicles nicht
ohne eine Story aus. Es ist nur ein weiterer routinemäßiger Trainingstag -
zumindest denkt Naruto das, bis er und die anderen Ge-Nin in Hokages Raum
gerufen werden. "Wie ihr vielleicht wisst", so beginnt der alte Mann, dessen
Stirn sich vor Sorge runzelt, "wurde unsere Heimat, das Feuerreich, in den
vergangenen Monaten von beunruhigenden Ereignissen geplagt.
Selbstverständlich haben wir Konoha-Ninja die Herausforderung auf
beispielhafte Weise angenommen, doch selbst unsere Kräfte haben ihre
Grenzen, und unsere anderen bedeutenden Pflichten beginnen, darunter zu
leiden. Und deshalb werdet Ihr Ge-Nin vorübergehend dazu berufen, bei
Missionen auszuhelfen, die sonst Fortgeschritteneren vorbehalten sind." Der
Raum füllt sich mit aufgeregtem Murmeln. Naruto kann seine Aufregung kaum im
Zaum halten. Werden es B-Rang-Missionen sein? Oder vielleicht
A-Rang-Missionen? Endlich Arbeit für echte Ninja! Das ist unsere Chance,
sich zu beweisen! Bevor wir allerdings in die erste Mission starten, wollten
wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Wie immer erblickt der Spieler nach
dem Spielstart das obligatorische Hauptmenü. Hier finden wir die Punkte
"Start", "Weiter", "Training" und "Optionen". Spielrelevante Einstellungen
wie Tastenkonfiguration, Sound oder allgemeine Spieleinstellungen darf man
unter zu letzt genannten Punkt anpassen. Am Anfang sollte allerdings jeder
erst einmal den Trainingsbereich absolvieren. Schließlich muss man sich mit
dem Spielprinzip und der Steuerung vertraut machen. Hat der Akteur die
Grundlagen und Techniken erlernt, kann er ohne weiteres in den Storymodus
wechseln. Hier angekommen dürft Ihr noch einmal wahlweise den Übungsbereich
durchspielen. Im Anschluss erblicken wir den Konohagakure-Tor-Bildschirm. In
einem Menü könnt Ihr den Hokages Raum betreten, um neue Missionen zu bekommen, das
Dorf verlassen, um eine neue Mission zu starten, das Spiel speichern oder im
Geschäft neue Items kaufen. Das ganze wird leider etwas steril in Szene
gesetzt. Bis auf ein paar Bilder werden wir nichts anderes zu sehen
bekommen. Nicht viel besser ist die anschließende Karte aufgebaut. Mit dem
Cursor bewegen wir uns über eine Skizze und bestimmen so, wohin wir gehen. Mit der X-Taste bestätigen wir unsere Wahl und sobald wir an dem
Zielort ankommen oder ein Ereignis stattfindet wird in den Kampfbildschirm
gewechselt. Besiegen wir nun die Gegner, gelangen wir automatisch wieder zu
dieser Karte und können dann unsere Reise fortsetzen. Die ganzen Ereignisse
werden selbstverständlich durch kleine Ingamefilme inkl. englischer
Sprachausgabe und deutschem Untertitel passend eingeleitet und so werden wir
niemals grundlos kämpfen.
Der Kampfbildschirm selber ist genretypisch sehr übersichtlich aufgebaut.
Wir sehen z.B. eine Energie-Anzeige für unsere Lebensenergie. Ist diese auf
Null, so ist das Spiel zu Ende. Daneben gibt es noch eine Konditionsanzeige.
Der Balken sinkt, wenn unsere Spielfigur Chakra produziert bzw. Nin-Jutsu
verwendet. Kämpfen wir in einem Team, so sollten wir auch auf die
Freund-Konditionsanzeige achten. Wenn unser Partner eine voll Leiste hat,
darf der Spieler mit der L2-Taste diesen einsetzen. Außerdem sollen wir in
dem Spiel unsere Chakraanzeige steigern, indem wir die R1- oder R2-Taste
drücken. Hierdurch dürfen wir Nin-Jutsu einsetzen. Daneben kann unsere Figur
auch noch die "Neunschwänzige Power" nutzen. Das war selbstverständlich noch
nicht alles. Ein Radar zeigt uns immer an, wo sich noch Gegner aufhalten und
über die Gegnerenergieanzeige sehen wir, wie viel Leben diese noch haben.
Eine Itemsanzeige gibt außerdem Aufschluss darüber, welches und wie viel
Items wir aktuell angelegt bzw. noch zur Verfügung haben. Diese werden
übrigens unterschieden in heilende Items, Event-Items, Angriffs-Items und
fallengelassene Items. Heilende Items verbessern unsere Energie oder
Kondition, während Angriffs-Items im Kampf gegen Feinde eingesetzt werden.
Fallengelassene Items soll unsere Spielfigur im Spiel natürlich ebenfalls
aufsammeln. Das gleiche gilt für die Event-Items. Daneben muss der Spieler
auch noch Chips in seine Skill-Felder einsetzen, um Narutos Fähigkeiten zu
verbessern oder Ihm neue Aktionen zu ermöglichen.
Diese Skill-Chips erhält man, wenn unser Held eine Mission erfüllt oder
indem wir Tugend dafür einsetzen. Wir nehmen nun eine Mission nach der
anderen an und versuchen diese zu erledigen. Dabei werden die Aufgaben in
unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bzw. Ränge unterteilt. Schaffen wir
diese erhalten wir Tugend oder andere Belohnungen. Schlägt dagegen eine
Mission fehl, so kann das ganze Spiel verloren gehen. Die Missionen wurden
übrigens recht breit gefächert. Von Ware abliefern bis hin zu Verbrecher
jagen ist alles vorhanden und so gibt es immer etwas anderes für uns zu tun.
Die Aufgaben sollen wir natürlich nicht immer alleine bestreiten. In einigen
Missionen könnt Ihr auch Freunde auswählen, die uns als Team begleiten. Wir
treffen natürlich immer wieder auf unterschiedliche Gegner, die wir mit
unserer Spielfigur genretypisch bekämpfen. Dazu setzen wir neben schwachen
und starken Angriffen auch Items ein. Hinzu kommen diverse Combos,
Sprungangriffe und Spezialattacken. Damit wir die Gegner im Blick behalten,
kann der Akteur die Kamera frei drehen und sogar Gegner mit dieser erfassen.
So übernehmen wir nun eine Mission nach der anderen und prügeln uns gegen
eine Vielzahl von CPU-Gegnern.
Technik:
Naruto: Uzumaki Chronicles hat eine eher durchschnittliche Technik. Da wäre
zum einen die Grafik. Für Playstation 2-Verhältnisse wird eine etwas
veraltete Optik angeboten. Die Kampfarenen haben nur wenige Details und
selbst die matschigen Texturen können kaum überzeugen. Zumindest wurden die
Figuren nett modelliert und animiert. Bei den Auseinandersetzungen zeigen die Fighter
ordentliche Moves und so kann man den Kämpfen gut zusehen. Hinzu kommen dann
noch kleinere Effekte. Gefallen können auch die eingespielten Sequenzen.
Hier wird mit englischen Sprechern und deutschem Untertitel die Story recht
gut wiedergegeben. Allerdings wurde die Sprachausgabe schlecht abgemischt.
Alles klingt ein wenig blechern, was in der heutigen Zeit eigentlich nicht
mehr passieren dürfte. Daneben werden wir diverse Ingamegeräusche und
Kampfeffekte zu hören bekommen.
Lauschen dürft Ihr dann noch einer typisch japanischen Hintergrundmusik. Ob
einem das gefällt, ist wohl reine Geschmacksache. Mit der Kamera kann man
gut Leben. Diese darf in den Arealen frei gedreht werden und so ist der
Spieler immer selber für einen guten Blickwinkel zuständig. Recht einfach
ist auch die Steuerung. Die Tastenbelegung wurde passend gewählt und so kann
man sehr schnell in das Spielgeschehen einsteigen. Allerdings reagiert die
Figur ein wenig verzögert auf unsere Anweisung. Hierdurch laufen die Fights
wenig dynamisch ab. Der Schwierigkeitsgrad ist dann noch relativ hoch. Das
liegt jetzt nicht an der guten KI der Gegner. Sie stehen oftmals nur in der Gegend herum und warten
darauf, von uns verdroschen zu werden. Wirklich schwer wird das Spiel eigentlich nur
durch das hohe Feindaufkommen. Oftmals muss sich unser kleiner Held gegen
wahre Horden durchsetzen. Nur wer hier seine Fähigkeiten gekonnt einsetzt,
wird die Fights erfolgreich abschließen. Fasst man nun alles zusammen, so
kann die technische Seite nur bedingt überzeugen.
Fazit:
Naruto: Uzumaki Chronicles hätte ein wirklich gutes Spiel werden können.
Grundlegend macht das actionreiche Game vieles richtig. Unzählige
Missionen sollen von uns erfolgreich erledigt werden. Dazu müssen wir mit
unserer Figur oder wahlweise im Team gegen eine Vielzahl von Gegnern
antreten. Allerdings klappt das nicht immer reibungslos, denn die Fights laufen oftmals
unfair ab. Viel zu viele Gegner wurden platziert und so ist es nicht immer
einfach diese zu schlagen. Etwas dürftig ist dann noch die komplette
Präsentation. Ihr werdet zwar immer wieder kleine Filme zu sehen bekommen,
allerdings sind diese wegen der schlechten Sprachausgabe eher nervig. Hinzu
kommt, dass wir nur einfache Bildschirme bzw. eine dürftige Karte erblicken.
So macht das Reisen in der virtuellen Welt nur wenig Freude. Zumindest wird
der Manga-Look viele Gamer ansprechen. Nett ist auch, dass der
Spieler vieles einsammeln und seine Figur aufbauen muss. Dafür absolvieren
wir allerdings eher unspektakuläre Kämpfe, die einen nur wenig motivieren
weiter zu spielen. Schade ist dann noch, dass es keinen Mehrspielermodus
gibt. Gerade so ein Spiel würde sich dafür sehr gut anbieten. Wer also etwas
eintönig ausgefallene Missionen mag, unfaire Kämpfe bevorzugt und Fan der
Zeichentrickvorlage ist, der darf bei diesem Titel ruhig zuschlagen. Für alle
anderen ist Naruto: Uzumaki Chronicles kein Pflichtkauf.
Features:
- Originelle Storyline - Das Spiel geht über die bekannte Naruto-Welt hinaus
und bietet eine originelle Handlung mit 3-D-Action, die die
Ninja-Fähigkeiten des Spielers auf die Probe stellen wird, wenn er versucht,
der beste Hokage zu werden.
- Strategische Charakteranpassung - Der Spieler kann besondere Sammelchips
und -plaketten erlangen, mit denen er das Geschick von Naruto individuell
anpassen kann, wie beispielsweise Schnelligkeit, Stärke, Ausdauer und sogar
Spezialmoves. Die Kombinationen sind hierbei nahezu grenzenlos und jede hält
neue Fähigkeiten für Naruto bereit, die im Kampf über Sieg und Niederlage
entscheiden können.
- Handlungsbezogene Missionen - Man erlebt das Leben eines Ninja mit hartem
Training und erbitterten Herausforderungen, die einem dabei helfen, der
größte Hokage von allen zu werden.
- Tödliche Angriffe und Kombinationen - Der Spieler kann sich u. a. die
Macht der Ninjutsu, des neunschwänzigen Fuchsdämons und andere Moves aus der
Serie zunutze machen! Er kann sein Chakra entfesseln, um tödliche Angriffe
zu starten oder Angriffe kombinieren, um neue Moves zu schaffen.
- Zahlreiche Kampfmethoden - Gegen mehrere Gegner können
Nahkampf-Ninja-Fähigkeiten oder Fernwaffen eingesetzt werden. Dem Spieler
steht eine große Auswahl davon zur Verfügung, z. B. Shuriken und explosive
Karten.
- Einzigartiges Teamwork - Wie bei den Blatt-Ninja üblich, arbeitet der
Spieler mit seinen Verbündeten zusammen, z. B. mit Shikamaru, Neji, Sasuke
und Choji. Sie helfen ihm, die Missionen zu erfüllen. Mit dem richtigen
Timing können sogar deren einzigartige Moves erlernt werden.
- Minispiele und vieles mehr! - Übung macht den Meister. Deshalb kann man
mithilfe zahlreicher Minispiele eifrig trainieren und sein Geschick
verbessern. Neue Waffen, freischaltbare Moves und unzählige
Anpassungsoptionen, mit denen man Narutos Fähigkeiten kontrollieren kann,
erhöhen den Wiederspielwert.
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