Simulationen sprießen in
letzter Zeit wie Pilze aus dem Boden. Pferde, Hunde, Katzen konnten man
schon hegen und pflegen. Jetzt kommt ein neues Spiel auf den deutschen
Markt, das vor allem Frauen ansprechen dürfte. Es handelt sich dabei um das
dtp Young Entertainment-Spiel My little Baby. In der Simulation müsst ihr
euch diesmal um ein süßes Baby kümmern. Erscheinen wird das Game übrigens
exklusiv für Nintendo DS. Wir konnten uns das Simulationsspiel jetzt
ausgiebig ansehen. Ob sich eine Anschaffung nicht nur für angehende Mütter
oder Babysitter lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Bevor wir uns um die niedlichen Babys kümmern, wollen wir erst einmal ganz
von vorne anfangen. Nachdem Ihr das Spiel gestartet habt, folgt ein
einführender Film. Im Anschluss kann man einen bestehenden Spielstand
aktivieren oder ein neues Spiel beginnen. Nun bestimmt der Spieler wie die
virtuellen Eltern aussehen sollen. Dazu kann man die Hautfarbe, Haarfarbe,
Frisur und Augenfarbe festlegen. Natürlich braucht das Neugeborene auch
einen Namen. Haben wir alle Voreinstellungen erledigt, folgt das Hauptmenü.
Hier könnt Ihr das Fotoalbum unseres Babys anschauen, die Einstellungen in
den Optionen ändern oder die Credits des Spiels ansehen. Kommen wir nun zum
eigentlichen Spiel. Auf unserem Screen werden viele Elemente angezeigt. Da
wäre zum einen das Informations-Icon. Berührt Ihr dieses Symbol, so gelangt
Ihr zu den Statistiken, wo die Werte des Babys angezeigt werden. Durch die
Statusanzeige erhalten wir alle wichtigen Informationen über das Kind und
seine Bedürfnisse. Die Werte wie Sauberkeit, Gesundheit, Zufriedenheit oder
Energie sollten wir immer im Auge behalten, wenn es dem Kind gut gehen soll.
Sinkt der Wert Hunger zum Beispiel ab, so müsst Ihr ihm etwas zu Essen
geben. Außerdem wird uns angezeigt, wie viele Worte das Baby bereits
beherrscht. Mit dem Zoom-Icon kann man dann noch die Kameraposition zwischen
weiter weg und näher dran wechseln. Über das Haus-Icon hat der Spieler
Zugang zur Karte, wo verschiedene Räume anwählbar sind. Im Schlafzimmer zum
Beispiel kann das Baby nach Lust und Laune spielen. Hier kann man ihm das
Krabbeln, Gleichgewicht halten und schließlich das Laufen beibringen.
Natürlich sollte das Baby das entsprechende Alter dafür haben. Die Pflege
unseres Schützlings findet im Badezimmer statt. Hier sollt Ihr die Windel
wechseln oder das Baby baden. Geschlafen wird dann im Schlafzimmer, wo man
das Kind auch umziehen darf.
In der Küche muss man außerdem Mahlzeiten vorbereiten und das Baby füttern.
Je nach Alter bekommt der Krabbler eine andere Ernährung, wodurch der
Spieler über die Zeit ganz verschiedene Rezepte und Mahlzeiten ausprobiert.
Babys brauchen selbstverständlich auch Freiräume. Diese findet Ihr im
Garten. Mit ein wenig Sonnencreme bekommt unser virtueller Freund auch
keinen Sonnenbrand. Außerdem darf man in dem Spiel einkaufen gehen. Es gibt
verschiedene Geschäfte, wo Ihr Kleidung oder Lebensmittel bekommt. Das war
noch nicht alles. Der Ordner-Icon ist für die Interaktionen zuständig. Hier
kann der Gamer diverse Minispiele auswählen, die von Raum zu Raum
verschieden sind. So säubern wir mal sein Zimmer, wiegen das Baby in den
Schlaf, bereiten ein Essen zu oder bringen ihm das Krabbeln bei. Berühren
wir das Foto-Icon, so wird automatisch ein Foto von dem kleinen Racker
gemacht. Habe wir ein besonders schönes Bild, so können wir später sogar an einem
Schönheitswettbewerb teilnehmen. Nett ist auch die Sprechfunktion. Durch
aktivieren des Mikrofon-Icons kann man über das Mikrofon mit dem Baby
sprechen. Damit wir einen guten Einstieg bekommen, steht uns eine Nanny zur
Seite. Sie wird uns gute Ratschläge geben und uns auf Fehler hinweisen.
Zwischen unseren pflegerischen Aufgaben, gibt es auch viel Zeit um mit dem
kleinen Quälgeist zu spielen. Ihr dürft ihn kitzeln, seine Aufmerksamkeit
gewinnen, es streicheln und vor allem mit ihm sprechen. Das ist wichtig,
denn ab dem neunten Monat lernt das Baby seine ersten Worte. So kümmern wir
uns nun um unseren Schützling, ziehen ihn auf, erfüllen die Grundbedürfnisse
und spielen ausgiebig mit ihm. Machen wir alles richtig, so gibt es kleinere
Überraschungen für uns. Versagen wir allerdings, so kommt der Arzt vorbei,
was nicht nur schlecht für unseren Geldbeutel ist.
Technik:
Mit der technischen Seite kann man ganz zufrieden sein. Die Grafik ist so,
wie man es bei so einem Spiel erwartet. Viele kleine Details wie Spielzeug
oder Kleidung sind genauso vorhanden, wie nette Hintergründe. Hinzu kommen
die niedlichen Babys, die ganz den Eltern nachempfunden wurden. Ordentliche
Animationen gönnt man uns dann auch noch. Es sieht schon putzig aus, wenn
sich das Baby auf dem Bildschirm bewegt. Der Sound kann mit der optischen
Seite gut mithalten. Kleinere Ingamegeräusche werden immer passend
eingespielt und eine nette Musik begleitet das Geschehen. Mit der Steuerung
kommt man auch schnell klar. Die Menüs sind selbsterklärend und nicht
überladen. Auch das agieren mit dem Touchpen klappt auf Anhieb. Das wir die
Steuerung schnell erlernt haben, liegt auch daran, das wir nicht viel machen
können. Eigentlich führen wir immer wieder die gleichen Aktionen aus. Nett
ist dann noch, dass wir mit dem Baby kommunizieren dürfen. Es reagiert gut
auf unsere Stimme und auch Handlungen wie das zuklappen des Gerätes wurden
geschickt in das Spiel eingebaut. Der Schwierigkeitsgrad ist sehr einfach.
Wir werden zwar vor kleineren Herausforderungen gestellt, diese werden aber
keinen Spieler in ernste Bedrängnis bringen. Achtet man immer auf die Werte,
so wird man stets ein gut gelauntes Kind haben. Fasst man nun alles
zusammen, so kann die solide Technik überzeugen.
Fazit:
My little Baby wird natürlich nicht jeden Gamer ansprechen. Wirklich Spaß
werden wohl nur die Spieler haben, die schon immer ein Baby auf ihrem
Handheld pflegen wollten. Es macht auch eine ganze Zeit lang Spaß, sich um
einen virtuellen Racker zu kümmern. Wir machen mit dem Kind eigentlich
alles, was man mit einem echten Baby auch machen würde. Motivierend ist
hierbei, dass wir ihm auch Sachen wie Sprechen oder Laufen beibringen
können.
Allerdings muss man auch erwähnen, dass sich unsere Handlungen auf wenige
Möglichkeiten begrenzen. Hat man das Spiel ein paar Tage gespielt, so wird
man alles gesehen haben. Dann kann man sich nur noch mit einem neuen Baby
beschäftigen. Wirklich herausfordernd ist das leider nicht. Wer also gerne
Babys auf seinem NDS verhätscheln möchte und die alttägliche Arbeit mit den
Quälgeistern nicht scheut, der darf gerne zu dem Game greifen. Erwartet
allerdings nicht zu viel von dem Spiel, denn My little Baby revolutioniert
nicht das Simulationsgenre.
Features:
- Umfangreiche Baby-Simulation
- Baby wird per Zufall aus der Beschreibung der Eltern generiert
- Über 100 Animationen, riesige Auswahl an Spielzeug, Kleidung und anderen
Gegenständen
- Baby kann Wörter erlernen (Spracherkennung und Sprachausgabe)
- "Kuckuck" rufen nach kurzem Zuklappen des NDS bringt Baby zum Lachen