|
Einleitung:
Die Playstation 3 ist gerade in
Deutschland erschienen, schon veröffentlicht Atari das erste Spiel
für Sony´s Next-Generation-Konsole. Es handelt sich dabei um das
Bandai Namco Games-Spiel Mobile Suit Gundam: Target in Sight. In dem
Actionspiel kämpft der Spieler in einem roboterähnlichen Kampfanzug
um die Vorherrschaft auf einem Planeten. Wir konnten uns das Spiel
jetzt genauer ansehen. Ob sich eine Anschaffung für PS3-Besitzer
lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Mobile Suit Gundam: Target in Sight kommt natürlich nicht ohne eine
Rahmenhandlung aus. Vor neun Monaten fielen die Truppen von Zeon auf der
Erde ein. Die kurz vor der Vernichtung stehende Earth Federation mobilisiert
ihre Truppen für einen entscheidenden Gegenschlag. Ihr könnt die Erde nun
entweder vernichten oder angreifen. Bevor wir uns allerdings in den Krieg
stürzen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel
gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten Continue, New Game,
VS Mode, Options und Install. Wie Ihr evtl. bemerkt habt, wurde das Spiel
nicht übersetzt. Mobile Suit Gundam: Target in Sight ist komplett in
Englisch. Nur das deutsche Handbuch wird sprachunkundigen Spielern zur Seite
stehen. Kommen wir zurück zu den Menüpunkten. Wie gewohnt kann man unter Options alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Unter Install darf man
außerdem noch die Spieldaten des Spiels auf der Festplatte installieren um
die Ladegeschwindigkeit zu verbessern. Mobile Suit Gundam: Target in Sight
bietet zwei grundlegende Spielarten an. Zum einen der VS-Mode. Hier können
zwei Spieler im direkten Kampf gegeneinander antreten. Viel interessanter
ist das eigentliche Spiel. Dieses kann man entweder über Continue
weiterspielen oder über New Game neu starten. Nachdem wir uns für eine Seite
(E.F.F. oder Zeon) entschieden, einen Namen eingegeben und einen
Schwierigkeitsgrad (Easy, Normal, Hard oder Very Hard) bestimmt haben, folgt
ein kleiner Film. Dieser leitet die Story über einfache Bilder und englische
Sprachausgabe ein. Nach einer kleinen Einsatzbesprechung kann das Abenteuer
endlich beginnen. Der Spieler soll nun in der Zeit vom Oktober bis Dezember
die letzten drei Monate des Konflikts überstehen. Wir werden dabei vor allem
eins machen: Kämpfen. Das geschieht zum Teil unter Zeitdruck, denn die
Missionen sind nur bis zu einem bestimmten Datum verfügbar. Zum Glück müssen
wir nicht alle Aufträge absolvieren. Die Missionen werden im Vorfeld in
mehrere Bereiche aufgeteilt. Zum einen wählen wir ein Schlachtfeld aus, auf
dem wir unsere Einheit aufstellen. Jedes Schlachtfeld ist Schauplatz zweier
oder mehrerer Missionen.
Vor dem Angriff kann der Akteur Mobile Kampfanzüge für sich selbst und den
Rest der Einheiten im Hangar platzieren. Sind die Vorbereitungen
abgeschlossen, finden wir uns mit unserem Kampfroboter auf dem Schlachtfeld
wieder. Allerdings sollten wir nicht zu viel Zeit bei den Vorbereitungen
vergeuden, denn sind wir nicht rechtzeitig fertig, findet die Schlacht ohne
uns statt. Im eigentlichen Spielbildschirm werden nun neben der
obligatorischen Schadensanzeige auch eine Boostanzeige, ein Radar und eine
Munitionsanzeige eingeblendet. Hinzu kommt ein Fadenkreuz mit dem wir Ziele
erfassen. Gespielt wird aus einer Third-Person-Perspektive. Mit unserer
Figur können wir uns frei auf dem Schlachtfeld bewegen und mit einem Boost
kleinere Sprünge ausführen. Entdeckt man Gegner, so nutzen wir unserer
Hauptwaffe und falls vorhanden eine Maschinenpistole. Hinzu kommen
Spezialwaffen und eine Nahkampfwaffe mit der wir direkte Schläge ausführen. Defensive Aktionen wie Blocken oder einen Schild-Angriff sind
ebenfalls möglich. Damit der Spieler die Feinde auch auf Entfernung anvisieren
kann, gönnt man uns eine Lock-On-Funktion. Hinzu kommt eine Zoomansicht,
mit der wir jeden sichtbaren Feind schnell ausschalten. Bei den Gefechten
gilt grundsätzlich, dass alle Teile des Kampfanzugs eine bestimmte
Schadenstoleranz haben. Ist diese bei Null angelangt, ist dieser Teil
zerstört und die Fähigkeiten der mobilen Einheit sind beeinträchtigt. Das
kann schon einmal dazu führen, dass man eine zerstörte Waffe nicht mehr
einsetzen darf. In den Kämpfen ist die Umgebung natürlich mit eingebunden.
Wir sollen nicht nur Gebäude zerlegen, sondern auch Kettenexplosionen
verursachen oder Brücken zerstören. Das kostet selbstverständlich Munition.
Wird diese mal knapp, so kann unser Kampfroboter Nachschub bei einem Versorgungspunkt
holen. Haben wir dann ein
Missionsziel erfüllt, erhält der Akteur neben Rangverbesserungen auch
Missionspunkte. Diese nutzt man für Verbesserungen des Mobilen Kampfanzugs.
Die Upgrades erfolgen im Bereich Leistung, Waffen und Typänderung - um unserer Einheit an verschiedene Geländearten anzupassen. So
verbessern wir nun unsere Mechs und kämpfen in unterschiedlichen Umgebungen
gegen diverse Gegner.
Technik:
Die technische Seite enttäuscht leider auf ganzer Linie. Da wäre zum einen
die Grafik. Optisch sieht das Spiel aus, als wäre es für die Playstation 2
bestimmt. Hässliche Texturen sind genauso vorhanden, wie dürftige Effekte
und eine niedrige Framerate. Die objektarmen Levels sind außerdem sehr
klein. Zumindest kann man teilweise die Umgebung zerstören. Das Spiel reißt aber auch
hier keine Bäume aus. Gebäude zerfallen z.B. in wenige grobe Stücke und so
macht es kaum Spaß diese zu zerlegen. Ein wenig besser sehen eigentlich nur
die Mechs aus. Ein paar kleine Details erfreuen unser Auge. Hinzu kommt, dass
sie sich sehr schwerfällig bewegen. Das bedeutet natürlich auch, dass die
Kämpfe sehr gemächlich ablaufen. Wirklich dynamisch sieht keine
Auseinandersetzung aus. Katastrophal ist auch die Kollisionsabfrage, was vor
allem den Nahkampf lächerlich macht. Hier hätte der Hersteller sich
eindeutig mehr anstrengen können. Nicht viel besser ist der Sound. Wir
werden neben ein paar dürftigen Ingamegeräuschen, eine langweilige Musik und
englische Synchronsprecher hören. Noch nicht einmal einen deutschen
Untertitel gönnt man uns. Die Steuerung ist grundlegend in Ordnung. Allerdings
liegt das hauptsächlich daran, dass wir sehr langsam mit den Figuren handeln.
Verzichtet wurde auch auf ein einführendes Tutorial, was den Einsteig nicht
gerade einfach macht. Eine echte Enttäuschung ist auch die KI. Wirklich
intelligente Handlungen sehen wir leider nicht und so sind unsere
Widersacher ein gefundenes Futter für unsere Waffen. Allerdings bedeutet das
noch lange nicht, dass wir jede Schlacht problemlos gewinnen. Ist die
Übermacht zu groß, kommt es schnell vor, dass wir im Kreuzfeuer das
Zeitliche segnen. Fasst man nun alles zusammen, so kann die Technik leider
nicht überzeugen. In der heutigen Zeit erwartet man eindeutig mehr von einem Next-Generation-Spiel.
Fazit:
Mobile Suit Gundam: Target in Sight wird nicht viele Spieler begeistern. Das liegt
vor allem an der veralteten Technik und dem recht eintönigen Missionsdesign.
Da dann auch noch eine eher langweilige Geschichte erzählt wird, kann man sich
kaum aufraffen, das Actionspiel zu spielen. Gefallen haben uns eigentlich
nur die Mechs in der Nahaufnahme, die unterschiedlichen Trefferpunkte und
das Aufrüsten der Einheiten. Das war es dann aber auch schon. Wirklich
enttäuschend sind die unspektakulären und vor allem viel zu klein
geratenen Schlachtfelder, in denen man langweilige Kämpfe austrägt. Noch
nicht einmal durch eine anständige Präsentation
wird man ermutigt weiter zu spielen. Da hilft auch kein Mehrspielermodus,
denn selbst gegen einen Freund machen diese Auseinandersetzungen keinen
Spaß. Wirklich empfehlen kann man Mobile Suit Gundam: Target in Sight wohl
nur eisenharten Mechfans. Alle anderen sollten die Finger von dem Spiel
lassen. Schade eigentlich, dass der Hersteller nicht mehr aus dem Spiel
herausgeholt hat. Aus der Grundidee hätte man viel machen können.
Features:
- Umgebungen: Kämpfen Sie inmitten der Trümmer zerstörter Städte, in der
sengenden Hitze der endlosen Wüste oder im Schutz der urigen Waldriesen.
- Realistisch animierte Mobile Suits mit vielseitigen Waffensystemen: Laser,
Plasmagun, Lichtschwert, Raketenbatterien, Jetpacks, etc.
- Mehr als 30 mobile Einheiten können Sie nach ihren Wünschen individuell
upgraden und modifizieren.
- Split-Screen Modus für Multiplayer-Gefechte
|