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Einleitung:
Wer Knobel- und
Puzzlespiele mag wird evtl. das preisgekrönte Game Archer Maclean's Mercury
kennen. Dieses erschien vor über einem Jahr auf Sony´s PSP. Jetzt bringt
Atari die lang ersehnte Fortsetzung auf den deutschen Markt. Es handelt sich
dabei um das Spiel Mercury Meltdown Revolution. Das Geschicklichkeitsspiel
erscheint übrigens exklusiv für die neue Nintendo-Konsole Wii. Wir konnten
das Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich das Knobelgame für Genrefans
lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Das Leben als Quecksilbertropfen ist schon merkwürdig. Da will man
eigentlich nur friedlich vor sich hin fließen und schon steckt man mitten in
einem Knobelspiel. Wieder einmal übernehmen wir die Kontrolle eines
flüssigen Tropfens, um an allerlei Hindernissen vorbei ins vorgegebene Ziel zu kommen.
Bevor wir allerdings in das Spiel starten, wollen wir erst einmal ganz von
vorne anfangen. Nachdem das Spiel eingelegt und gestartet wurde, muss der
Akteur ein neues Profil erstellen oder wahlweise einen bestehenden
Spielstand laden. Wer Mercury Meltdown Revolution das erste Mal spielt,
sollte das obligatorische Tutorial durchspielen. Der Übungsbereich gibt uns
eine gute Einführung in die Spielmechanik von Mercury Meltdown. Haben wir das
Spiel verstanden, so kann der Gamer ohne Probleme in eines der diversen
Spielarten eintauchen. Da wäre z.B. der Einzelspielerbereich. Hier kann man
über den Levelauswahlbildschirm jedes Level einzeln anwählen, sobald man in
einem Spielabschnitt genügend Quecksilber gerettet hat. Jedes Level hat
übrigens eine Statusanzeige. Diese gibt zum einen die Menge des geretteten
Flüssigmetalls an. Außerdem finden wir hier die Anzahl der eingesammelten
Bonusobjekte, die schnellste Zeit und die fünf besten Rekorde. In dem Spiel
gibt es acht Laboratorien mit je 16 Spielabschnitten. Wir müssen eine
bestimmte Menge Quecksilber retten, um das nächste Laboratorium
freizuschalten. Innerhalb eines Laboratoriums kann der Spieler dann die
Levels in beliebiger Reihenfolge spielen. Selbstverständlich darf man auch
schon gespielte Bereiche noch einmal angehen - um seine Leistungen zu
verbessern.
Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Das Gameplay ist relativ einfach. Ihr
versucht so viel Flüssigmetall wie möglich zum Ziel zu bringen - und das, so
schnell wie möglich. Einfach ist das nicht, denn ein forderndes Labyrinth
muss erst einmal überwunden werden. In einigen Spielabschnitten gibt es
übrigens mehr als ein
Zielfeld. Einige Zielfelder sind außerdem farbig, so dass unser Quecksilber mit
dieser Farbe übereinstimmen muss. Wenn man ein Level erfolgreich abschließt,
erhält man Punkte basierend auf der Menge des geretteten Quecksilbers und
der Geschwindigkeit, mit der man das Ziel erreicht. Für jeden Abschnitt gibt
es außerdem eine Par-Zeit. Ist man schneller, so bekommt man Zusatzpunkte.
Diese erhält man auch, wenn man Bonusobjekte einsammelt. Durch diese werden
übrigens später Partyspiele und andere Belohnungen freigeschaltet. In den
Levels finden wir natürlich diverse Spielobjekte. Von Luftdüsen über
Lenkplatten bis hin zu Transportbänder ist alles vorhanden und so ist es
nicht immer einfach sein Ziel zu erreichen. Diesmal gibt es sogar einen
Statuswechsler. Dieser versetzt unsere Blase in eine von vier möglichen
Zuständen: normal, kalt, heiß oder fest. Hinzu kommen diverse Fallen,
Abgründe und Schalter. Wichtig sind dann noch die Farbmischregeln, denn
durch Mischen unterschiedlicher Farben werden neue Blasen gebildet - die man
oftmals zum weiterkommen benötigt. Gesteuert wird übrigens mit der Tilt-Funktion. Hierdurch lenken wir die quirlige Kugel bzw. kippen das Brett
ausschließlich durch Bewegung mit der Wii-Remote. Wer genug vom
Einzelspielerbereich hat, sollte sich auch mal den Partyspielen zuwenden.
Allein oder mit einem Freund kann man sich hier so richtig auslassen. Dazu
werden diverse Spielarten wie Rodeo, Farbe, Schubs, Rennen oder Metrix
angeboten. So agieren wir nun mit unserer Blase durch die diversen Levels
und versuchen gestellte Aufgaben zu lösen.
Technik:
Die Technik ist ganz ansprechend. Da wäre zum einen die Grafik. Wir werden
viele unterschiedliche Levels zu sehen bekommen, die unzählige kleine optische
Effekte zeigen. Diese wurden kunterbunt gestaltet und so passen sie optimal
zum Spiel. Auch unsere Kugel wurde nett modelliert. Sie bewegt sich
physikalisch korrekt durch die Abschnitte. Man bekommt also schnell ein
Gefühl dafür, wie sich die Flüssigkeitsblase verhält. Der Sound bewegt sich
auf einem ähnlichen Niveau. Eine stimmungsvolle Musik treibt uns immer
wieder an, Höchstleistungen zu bringen. Hinzu kommen kleinere
Soundeinspielungen, die immer passend eingespielt werden. Mit der Kamera
kann man ebenfalls gut leben. Diese hat alles im Blick und so kann der
Spieler seine Kugel sicher durch die Levels lenken. Sehr einfach und
intuitiv ist auch die Steuerung. Gelenkt wird ausschließlich mit dem Wii-Remote. Das klappt auf Anhieb und so kann man schnell erste Erfolge
einfahren. Natürlich dürft Ihr auch einen Classic Controller benutzen. Auch
hiermit kann man seine Blase sicher steuern. Der Schwierigkeitsgrad ist
angenehm. Am Anfang lässt sich jede Aufgabe schnell lösen. Später wird dann
mehr von uns abverlangt und so werden selbst Genrekenner ausgiebig
gefordert. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen
Seite sehr zufrieden sein.
Fazit:
Mercury Meltdown Revolution ist ein wirklich gutes und vor allem
anspruchsvolles Denk- bzw. Knobelspiel. Es macht richtig viel Spaß,
gestellte Aufgaben mit seiner Kugel zu lösen. Dabei überzeugen nicht nur die
vielen unterschiedlichen Levels. Auch der langsam ansteigende
Schwierigkeitsgrad wird kaum einen Spieler überfordern. Dieser steigert sich
so allmählich, dass man - durch die gewonnene Erfahrung - spielend leicht mit
den Aufgaben fertig wird. Dennoch wird man immer ausreichend gefordert und
so wird das Game niemals langweilig. Toll ist auch der Umfang. Es wird sehr
viele Stunden brauchen, bis wir alles gesehen haben. Schließlich kann man
jede Menge freischalten und Extraherausforderungen annehmen. Hinzu kommt ein
spaßiger Mehrspielerbereich, der
einen ebenfalls über Stunden am Bildschirm
fesselt. Lobend erwähnen muss man auch die Steuerung. Die Features der
Konsole
wurden gut in das Spiel eingebunden und so macht das Agieren mit der Kugel
sehr viel Freude. Wer dazu keine Lust hat, darf natürlich auch einen
klassischen Controller benutzen. Wer also ansatzweise Geschicklichkeits-
bzw. Rätselspiele mag, der wird an diesem Game kaum vorbei kommen. Uns hat
Mercury Meltdown Revolution wirklich gut gefallen und daher können wir das
neuste Atarispiel allen Genrefans ans Herz legen.
Features:
- Verbesserte Grafikeffekte im Vergleich zum PSP und PS2-Titel.
- Über 150 verschiedene Levels in unterschiedlichen Settings.
- Freischaltbare Boni und geheime Areale, die es zu entdecken gilt.
- Trotz der neuartigen Steuerung kann das Spiel alternativ mit Gamecube-
oder Classic-Controller gesteuert werden.
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