Eine der erfolgreichsten
Kinderspiele in Deutschland ist die Reihe "Meine Tierpension". Auf dem GBA,
PC und NDS konnte das Simulationsspiel viele Spieler begeistern. Jetzt
bringt dtp young bzw. Anikids eine Version für Nintendos Wii-Konsole auf den
deutschen Markt. Wieder einmal stehen viele niedliche Tiere im Mittelpunkt.
Wir konnten uns das fertige Spiel jetzt ausgiebig ansehen. Ob sich eine
Anschaffung nicht nur für eisenharte Tierliebhaber lohnt, erfahrt Ihr in
unserem Test.
Zum Spiel:
Am Anfang haben wir die Wahl, ob wir das Hauptspiel oder lieber ein
Rennen absolvieren möchten. Bei dem Reitrennen, darf man direkt auf den
Rücken eines Pferdes steigen und wahlweise gegen einen Freund antreten.
Dabei sollen die Akteure Hindernisse überwinden oder Objekte einsammeln. Ein
nette Zugabe, die allerdings nicht lange am Bildschirm bindet. Viel
interessanter ist das Hauptspiel. Bevor es hier losgeht, muss der Spieler
erst einmal eine Figur auswählen. Ihr dürft in Meine Tierpension in die
Rolle eines Jungen oder Mädchen schlüpfen. Nachdem wir dann noch einen Namen
vergeben haben, kann das Spiel endlich beginnen. Wie der Titel der
Simulation es schon verrät, sollt Ihr in dem Wii-Spiel eine Tierpension
betreuen. Direkt am Anfang wird uns natürlich alles durch eine
Spieleinführung erklärt. Jetzt soll der Akteur sich um einige der beliebtesten
Haustiere der Welt kümmern. Welpen sind genauso vorhanden wie Katzen, Vögel,
Pferde und Nager. Insgesamt gönnt man uns 17 verschiedene Arten und Rassen.
Der Spieler soll dafür sorgen, dass es den Tieren an nichts mangelt. Daher ist es
unsere Aufgabe diese zu füttern, putzen und zu verwöhnen. Unsere tägliche
Arbeit besteht auch darin, die Gehege sauber zu halten, Einkäufe zu tätigen
und die Aufgaben zu erfüllen, die die Bürgermeisterin uns stellt. Durch
unsere Leistungen verdienen wir Knete, die wir dann für Nahrung, Spielzeug,
Schmuck oder Leckerlis ausgeben können. Dazu besucht man die Stadt, wo Ihr
diverse Anlaufstellen wie Geschäfte oder einen Kiosk findet. Mit den
erworbenen Gegenständen soll man das Gehege mit tollen Spielsachen und
komfortablen Möbeln einrichten. Je mehr Aufgaben wir meistern, desto mehr
Tierbesitzer werden uns ihre Tiere anvertrauen. Neben den Kunden gibt es
auch noch die Bürgermeisterin. Sie gibt uns nicht nur neue Aufgaben, sondern
sie steht uns auch mit Rat und Tat zur Seite. Als letztes kommt hin und
wieder ein Tierarzt vorbei. Er versorgt kranke Tiere, falls wir diese mit
eigenen Medikamenten nicht wieder gesund bekommen. Geht die Gesundheit der
Tiere immer weiter runter, so kann es auch passieren, dass diese dem
Tierschutzbund übergeben werden. Das ist natürlich nicht gut für unseren
Ruf. Daher achtet immer gut darauf, dass es Euren Schützlingen gut geht.
Damit wir einen Überblick über deren Zustand bekommen, gönnt man uns
Tierwerte wie Nahrung, Hygiene, Aktivität, Geselligkeit und Komfort. Diese
bringen wir durch diverse Aktivitäten nach oben. Damit das ganze nicht zu trocken abläuft, müsst
Ihr viele unterschiedliche Minispiele absolvieren. Nett animiert geben wir hier Futter,
verteilen Streicheleinheiten, spielen mit ihnen, bürsten die Tiere, verteilen Leckerli, heilen,
schmücken die Tiere, bringen ihnen Tricks bei, putzen das
Gehege, mischen Futter zusammen oder absolvieren Reitrennen. Nette Menüs geben uns
stets Aufschluss darüber, welche Tiere sich in unserer Obhut aufhalten, was
sich in unserem Lager befindet, welche Zutaten wir für das Futter brauchen
oder welche Aufgaben von uns erledigt werden müssen. Hinzu kommt eine
Statistik, die unsere Erfolge auflistet. Wir werden also immer wissen, wie
unser aktueller Status ist. Über das Pensionsgelände kommt man nicht nur zu
den Gehegen oder zur Stadt. Außerdem kann man in ein Wohnhaus gehen, wo
wir die Kunden antreffen und die Tiere aufnehmen. Hinzu kommt eine
Speichermöglichkeit und die Funktion den Tag vorzeitig zu beenden. Nett ist
auch, dass wir unsere Figur umziehen können. Wissenswertes wird dem Spieler
ebenfalls vermittelt. Ein Lexikon gibt uns wertvolle Informationen zur
Haltung und Pflege der Tiere. Außerdem erfahren wir viel über die
Tierrassen. Ihr seht schon, dass man in dem Spiel nicht alleine gelassen
wird. So kümmern wir uns nun um unsere Pension bzw. Tiere, pflegen oder
spielen mit ihnen und sorgen dafür, dass wir gestellte Aufgaben zufrieden
stellend lösen.
Technik:
Die Grafik ist in einem netten Comiclook gehalten. Da wäre zum einen die
Umgebung. Erwartet jetzt nicht zu viel, denn wirklich üppige Details werden
genauso wenig gezeigt, wie scharfe Texturen. Dennoch passt die gezeigt Welt
zum Spiel und daher kann man sich gut in dieser aufhalten. Hinzu kommen
etwas überzeichnete Figuren. Das wichtigste sind natürlich die Tiere und die
wurden toll modelliert und animiert. Hier hat sich der Hersteller mehr
angestrengt. Sie sehen wirklich niedlich aus und so kümmert man sich gerne
um seine Schützlinge. Daneben werden wir noch kleinere Effekte und
Animationen zu sehen bekommen, die allerdings keinen wirklich vom Hocker
hauen. Auf einem ähnlichen Niveau bewegt sich der Sound. Neben einer etwas
monotonen Musik werden wir vor allem kleinere Ingamegeräusche und nette
Tierlaute zu hören bekommen. Mit der Steuerung wird jeder sehr schnell klar
kommen. Alle Aktionen kann man sicher ausführen und selbst mit den Menüs
kommt man schnell klar. Das liegt zum Teil auch am anfänglichen Tutorial,
das uns gut in das Spiel einführt. Der Schwierigkeitsgrad ist sehr einfach.
Gestellte Aufgaben löst man eigentlich immer. Da das Spiel allerdings für
das jüngere Publikum gedacht ist, muss man damit wohl leben. Etwas nervig
waren dann noch die übertriebenen Ladezeiten. Diese unterbrechen den
Spielfluss doch extrem. Fasst man nun alles zusammen, so kann die solide
Technik insgesamt überzeugen.
Fazit:
Meine Tierpension ist ein nettes Spiel, das vor allem jüngere Tierliebhaber
anspricht. Sie können sich um viele unterschiedliche Tiere kümmern. Da alles
mit kleinen Minispielen versehen wurde, machen diese Aktivitäten auch viel
Spaß. Hinzu kommen die organisatorischen Aufgaben, um die sich der Spieler
ebenfalls kümmern muss. Toll fanden wir auch, dass man in dem Spiel so
einiges über die Tiere und deren Pflege erfährt. Gerade jüngeren Spielern
wird durch diese Kombination gezeigt, dass Tiere nicht nur Spielobjekte
sind. Es gehört schon mehr dazu um unsere Schützlinge glücklich zu machen.
Wer also schon immer einmal eine Tierpension leiten wollte, der hat jetzt
die Gelegenheit dazu. Spielerisch machen wir zwar immer das gleiche, dennoch
kann das Spiel - durch den netten Grafikstil und die niedlichen Tiere
- einen lagen am Bildschirm binden. Uns hat Meine Tierpension recht gut
gefallen und daher können wir das Simulationsspiel auch allen jüngeren
Tierliebhabern zum Kauf empfehlen.
Features:
- Bewährtes Spielprinzip der Tierpension in neuem Cartoonstyle auf der
Nintendo Wii
- eine neue Dimension von Interaktion und Kreativität für die ganze Familie
- 50 verschiedene Aufgaben & Missionen zum Freischalten von neuen
Spielinhalten
- 17 witzige, interaktive Minigames, die mit Wii Remote und Nunchuk gespielt
werden