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Einleitung:
In der letzten Zeit kamen relativ
viele Spiele auf den deutschen Markt, die das Thema Tiere und deren
Pflege aufgreifen. Genau hier setzt auch das neueste Braingame-Spiel
an. Es handelt sich dabei um die Simulation "Meine Tierklinik in
Afrika". Erscheinen wird das Game übrigens für PC, GameBoy Advance
und Nintendo DS. Schon beim Kauf dürfen sich angehende Tierärzte
freuen, denn die beiden Handheldspiele kosten gerade einmal 35 Euro.
Wer zehn Euro sparen möchte, darf auch zur günstigeren PC-Version
greifen. Diese konnten wir jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine
Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich werden wir nicht grundlos in das Spiel geschickt. Ihr schlüpft in
die Rolle einer Tierärztin, die eine Tierklinik in einem afrikanischen
Nationalpark leitet. Dabei müssen wir viele Herausforderungen meistern. Als
Tierärztin kümmern wir uns um kranke oder verletzte Erdmännchen, Erdferkel,
Leoparden- und Löwenbabys, kleine Elefanten und übermütigen Zebrafohlen.
Bevor wir allerdings in den Kittel schlüpfen, wollen wir erst einmal ganz
von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde,
erscheint ein einführender Film mit deutscher Sprachausgabe. Über kleine
Bilder und leichten Animationen wird das Spiel passend eingeleitet. Im
Anschluss erscheint das Hauptmenü mit den Punkten "Tutorial", "Szenario",
"Freies Spiel", "Spiel laden" und "Einstellungen". Unter letzterem Punkt
könnt Ihr spielrelevante Einstellungen vornehmen und unter Spiel laden einen
bestehenden Spielstand aktivieren. Am Anfang sollte jeder in den
Übungsbereich gehen und das Tutorial durchspielen. Hier wird uns in kleinen
Schritten das Spiel und die Steuerung erklärt. Dank praktischer Übungen
verfestigen wir das erlernte und so kann man im Anschluss direkt in das
eigentliche Spiel starten. Als Spielmodis stehen zwei Bereiche zur Auswahl.
Zum einen die Spielart "Freies Spiel". Ihr dürft hier einfach los spielen
ohne irgendwelche Aufgaben erfüllen zu müssen. Damit jeder Akteur mit dem
Spiel klar kommt, stehen verschiedene Schwierigkeitsgrade zur Auswahl. Wer
es ein wenig anspruchsvoller mag, sollte ein Szenario beginnen. Im
Story-Modus ist das Spiel in unterschiedliche Szenarien unterteilt. In jedem
müssen wir verschiedene Aufgaben bewältigen, die im Laufe des Spiels immer
anspruchsvoller werden. Natürlich werden auch hier unterschiedliche
Schwierigkeitsstufen angeboten. Egal welche Spielart wir nun auswählen,
irgendwann schlüpfen wir in die Haut der Tierärztin. Das Spielprinzip ist
relativ einfach. Wir übernehmen die Rolle einer jungen Ärztin, die den
Auftrag hat, in einem afrikanischen Nationalpark eine Wildtierklinik
aufzubauen. Zu Beginn ist unsere Tierklinik noch relativ klein und Ihr könnt
noch nicht alle Tierarten behandeln. Mit der Zeit bekommen wir aber die
Möglichkeit neue Gehege zu bauen und die bereits vorhandenen zu erweitern.
Dazu bietet uns das Spiel eine Reihe an Objekten an.
Tiere die während einer Behandlung in unserer Tierklinik bleiben, brauchen
selbstverständlich weitere Pflege. Für das Behandeln und Versorgen der Tiere
erhalten wir dann Geld von der Nationalparkleitung. Die Knete benötigt
unsere Samariterin für viele Dinge: Wir sollen Futter oder Spielzeug für die
Tiere und medizinische Instrumente kaufen, neue Gehege bauen, vorhandene
erweitern und ausstatten oder einen Tierpfleger einstellen. Das war
natürlich noch nicht alles. Ihr müsst Euch auch um die Tierärztin kümmern.
Wie ein wirklicher Mensch hat sie Bedürfnisse. Damit wir den Überblick nicht
verlieren, sehen wir auf unserem Interface diverse Balken für unsere
Fitness, Energie, Freizeit und Gesundheit. Sinkt ein Balken mal ab, so
müssen wir passende Handlungen ausführen - um diese wieder aufzufüllen. Von
Schlafen über Essen bis hin zu Entspannungs-aktivitäten ist alles vorhanden.
Daneben dürft Ihr Euch auch Weiterbilden. Wenn die Ärztin ein Buch liest,
öffnen sich Informationsseiten mit vielen interessanten Fakten. Haben wir
ein Buch über eine bestimmte Tierart gelesen, so erhalten wir ein
Zertifikat, das uns als Spezialistin für diese Tierart auszeichnet. Das ist
allerdings nicht das einzige was wir erlernen. Durch Handlungen wie füttern,
streicheln, spielen, reinigen oder heilen erhalten wir Erfahrungspunkte, die
unsere Fähigkeiten ebenfalls verbessern. Je mehr wir davon bekommen, desto
zahlreicher werden die Tierarten sein, dir wir behandeln dürfen. Die
Behandlungen sind natürlich das Herzstück des Spiels. Sobald wir einen
Patienten angenommen haben, wird in einen extra Bildschirm gewechselt. Jetzt
bietet uns ein Menü verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten an. Je mehr
Instrumente wir besitzen, desto umfangreichere Untersuchungen können wir
durchführen. Sind diese abgeschlossen, wird ein Diagnosemenü angezeigt.
Anhand von Balken erkennen wir schnell, woran das Tier leidet. Nun folgt die
Behandlung. Kümmern wir uns ausgiebig um das Tier, dann wird es schnell
wieder gesund. Das ganze wird durch nette Animationen gezeigt. Grundsätzlich
agieren wir mit der Spielfigur recht frei auf dem Gelände. Dabei dürft Ihr
genauso spazieren gehen, wie die Gehege besichtigen oder in Gebäude
eintreten. An den spielrelevanten Orten bzw. Tieren werden dann über kleine
Menüs Aktivitäten ausgeführt. So behandeln wir nun ein Tier nach dem anderen
und bauen unsere Tierklinik, die Gehege und unseren Wohnbereich immer weiter
aus.
Technik:
Die Grafik haut einen natürlich nicht um. Allerdings kennt man das ja von
solchen Simulationsspielen. Wir agieren zum einen in einer recht freien
Welt, in der es viele unterschiedliche Bereiche gibt. Von der Wohnung, über
die Praxis, bis hin zur Außenanlage ist alles vorhanden. Dabei hat der
Hersteller an viele Extras gedacht und so kommen die Orte recht authentisch
rüber. Die Darstellungsqualität ist allerdings nicht sonderlich hoch.
Matschige und undetaillierte Texturen sind genauso vorhanden, wie grob
gestaltete Objekte. Auch die Vegetation hätte man besser hinbekommen können.
Je weiter wir weg zoomen, desto altbackener sieht die Grafik aus. Fahren wir
mit der Kamera sehr dicht an einen Ort heran, kann man zum Teil mit dem
Gezeigten leben. Ein wenig entschädigt werden wir durch die Tiere. Diese
wurden nett modelliert und animiert. Man kann ihnen wunderbar bei ihren
Aktivitäten zuschauen. Außerdem wirkt der Park später recht lebendig, wenn
überall Tiere ihr Unwesen treiben. Daneben gibt es noch die Tierärztin. Hier
hat man sich besonders angestrengt, denn unser Charakter hat neben stimmigen
Bewegungen auch ein nettes Aussehen. Das bringt uns auch schon zum Sound.
Unsere Heldin wurde mit einer guten deutschen Synchronstimme bedacht, die
der Spielfigur Leben einhaucht. Ansonsten werden wir noch eine dezente Musik
zu hören bekommen und kleinere Ingamegeräusche. Diese wiederholen sich
oftmals und so ist die gesamte Geräuschkulisse recht monoton. Mit der Kamera
kommt man relativ schnell klar. Diese dürfen wir frei drehen und zoomen.
Allerdings kann man den Blickwinkel nicht kippen und so werden wir nicht
immer eine optimale Ansicht haben. Die Steuerung ist kinderleicht. Zum einen
folgt unsere Spielfigur sehr direkt den Anweisungen. Hinzu kommt, dass wir
mit sehr vielen übersichtlichen Menüs arbeiten, die nicht überladen wirken.
Da wir dann noch ein gutes Tutorial durchlaufen, erlernt man die Lenkung
sehr schnell und so kann man direkt in das Spiel einsteigen. Fasst man alles
zusammen, so gibt es doch einige Punkte die stören. Allerdings sind die
technischen Macken nicht so gravierend, dass diese das Gameplay negativ
beeinflussen.
Fazit:
Meine Tierklinik in Afrika ist ein nettes Simulationsspiel, das vor allem
junge Mädchen ansprechen dürfte. Das Spiel versteht es gekonnt, das Leben
einer Tierärztin zu simulieren. Nicht nur das wir Tiere untersuchen und
behandeln sollen. Wirklich gut geht es unseren Schützlingen erst, wenn wir
diese ausreichend füttern, streicheln und mit ihnen spielen. Daneben müssen
wir uns aber auch um die wirtschaftliche Seite der Tierklinik kümmern. Wie
immer gilt: Ohne Moos nix los. Habt Ihr ein gut gefülltes Konto, so dürft
Ihr einkaufen gehen und nette Sachen für uns und die Tiere erwerben. Ein
interessanter Aspekt ist auch, dass sich der Spieler um die Ärztin kümmern
muss. Nur wenn es unserer Spielfigur gut geht, kann diese sich mit voller
Kraft den Tieren zuwenden. Ihr sehr schon, dass der Hersteller an fast alles
gedacht hat. Schade ist dabei nur, dass die technische Seite einige Wünsche
offen lässt. Vor allem bei der Grafik erwartet man in der heutigen Zeit doch
ein wenig mehr. Das gleiche gilt für die spielerische Vielfalt. Wir können zwar
vieles machen, allerdings wiederholen sich die Handlungen recht schnell.
Hierdurch werden sich Spieler oftmals selber motivieren müssen, weiter zu
spielen. Zum Glück kann man sich häufig mit den Tieren beschäftigen.
Natürlich muss man auch erwähnen, dass dieses Spiel gerade einmal 25 Euro
kostet. Daher darf man nicht die gleichen Maßstäbe ansetze, wie bei einem
Vollpreisspiel. Wer also gerne für kleines Geld Tiere pflegen und eine
Klinik aufbauen möchte, der darf gerne bei diesem Spiel zuschlagen. Sind
Eure Erwartungen nicht zu hoch, so werdet Ihr einige Stunden gut
unterhalten.
Features
- Exotische Wildtiere und ihre Babys
- Tiere reagieren individuell auf dein Einfühlungsvermögen
- Zahlreiche Infos zu Wildtieren und deren Krankheiten
- Tolle Auszeichnungen für Behandlungserfolge
- Einzigartige Afrikaumgebung
- Pflegen, Spielen, Streicheln
- Mit tollen Aufklebern zum Sammeln
- Mehrsprachige Version Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch
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