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Einleitung:
Simulationsspiele rund um
das Thema Tiere und deren Pflege, sind in letzter Zeit recht beliebt. In
regelmäßigen Abständen kommt ein Spiel nach dem anderen auf den deutschen
Markt. Zu den bekanntesten Reihen zählt ohne Zweifel "Meine Tierarztpraxis".
Bei diesen Spielen muss sich der Gamer um Tiere kümmern und sie Pflegen.
Leute die das Genre mögen, bekommen nun neues Futter, denn dtp young
entertainment bringt das Spiel "Meine Tierarztpraxis: Kleine Patienten
brauchen dich" auf den deutschen Markt. Wir konnten uns jetzt die fertige
PC-Version ausgiebig ansehen. Ob nicht nur angehende Tierärzte das Spiel
brauchen, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Meine Tierarztpraxis: Kleine Patienten brauchen dich ist ein typischer
Genrevertreter. Wie nicht anders zu erwarten war stehen Tiere wie Hunde,
Katzen, Nagetiere, Vögel und Pferde im Mittelpunkt. Bevor wir allerdings ins
Detail gehen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das
Spiel installiert und gestartet wurde, muss die Spracheinstellung festgelegt
werden. Wahlweise kann man das Spiel mit deutscher oder englischer Sprache
spielen. Im Hauptmenü angekommen, können wir nun die spielrelevanten
Einstellungen unter Optionen anpassen oder ein neues Spiel starten.
Wahlweise darf man einen bestehenden Spielstand aktivieren oder ein neues
Abenteuer beginnen. Starten wir ein neues Spiel, so muss ein Charakter
erstellt werden. Ihr sollt nun festlegen, ob unsere Spielfigur weiblich oder
männlich ist. Außerdem dürfen wir die Frisur und Bekleidung anpassen.
Nachdem wir dann einen Namen vergeben haben, kann das Spiel endlich
beginnen. Wir starten im Hauptgebäude auf unserem Hof. Dieser besteht aus
verschiedenen Bereichen und Gebäuden, die unterschiedliche Minispiele
ermöglichen. Über eine Karte kann man sich schnell einen Überblick über die
Umgebung verschaffen und so findet man jeden Ort recht schnell. Das
wichtigste Gebäude ist das Hauptgebäude mit unserer Praxis. Hier treffen wir
die Leute mit ihren kranken Tieren. Haben wir einen Kunden angesprochen,
müssen wir uns um das Tier kümmern. Dazu später aber mehr. Die Praxis dient
uns als Arbeits- und Wohnbereich zugleich. Dort kümmern wir uns um unseren
Spielcharakter oder sehen uns die diversen Statistiken mit den Fortschritten
an. Haben wir später genügend Geld gesammelt, so kann man übrigens Gebäude
ausbauen und die Möglichkeiten im Spiel erweitern. Kommen wir aber zurück
zum Hauptgebäude. Im Schlafzimmer kann unsere Figur sich ausruhen und den
Tag damit abschließen. Es folgt eine Tagesstatistik und das Spiel wird
gespeichert. Außerdem haben wir hier die Möglichkeit, unser Outfit zu
ändern. Im Büro dagegen finden wir unseren Computer. Mit ihm können wir die
Bestände an Futter und Medikamente im Lager kontrollieren oder uns über
unsere Patienten informieren. Es gibt noch weitere Gebäude wie
Kleintierhaus, Vogelkäfig, Katzenhaus, Hundehaus oder Therapiehaus. Diese
stehen uns aber erst später zur Verfügung, wenn wir diese gekauft haben.
Dann könnt Ihr zum Beispiel Tiere stationär behandeln. Wahlweise darf man
übrigens auch bestehende Gebäude ausbauen. Egal was wir machen, durch die
Erweiterung unserer Gebäude werden dann weitere Spieloptionen freigeschaltet.
Ein weiterer wichtiger Ort ist die Stadt. Diese erreichen wir, indem unsere
Spielfigur durch ein Tor geht. Alles rund um unsere Praxis muss in dem
kleinen Dorf organisiert werden. In der Apotheke kaufen wir Medikamente, im
Futterladen Futter und Zubehör, in der Werbeagentur machen wir unsere Praxis
bekannt, Geld für Investitionen leiht man sich in der Bank, im medizinischen
Zentrum erwerbt Ihr dann Ausrüstungen und im Bekleidungsgeschäft kauft der
Spieler unterschiedliche Anziehsachen ein. Dann gibt es noch die Akademie.
Diese dient der Fortbildung. Am Anfang des Spiels dürfen wir nur Kleintiere
behandeln. Durch erfolgreich abgeschlossene Fortbildungen erweitern wir
unser Wissen und dürfen somit auch andere Tierarten heilen. Damit verdienen
wir dann noch mehr Geld, dass wir in unsere Praxis oder in unsere Patienten
stecken können. Ein wichtiger Spielinhalt ist natürlich das Behandeln von
Tieren. Sobald wir uns einen Patienten ausgesucht haben, wird uns die
Leidensgeschichte erzählt. Wir müssen das Tier nun untersuchen. Damit der
Spieler weiß, was er zu tun hat, wird eine Liste eingeblendet. Durch kleine
Minispiele arbeiten wir die Aufgabenliste nun ab. Dazu stehen uns diverse
medizinische Instrumente wie Stethoskop, Handschuh, Lupe, Thermometer und
Ultraschall zur Verfügung. Auch Stuhltests, Bakterientest und Bluttests sind
möglich. Sind die Untersuchungen abgeschlossen, beginnt die Behandlung. Auch
hier müssen wir kleine Minispiele mit z.B. Wattestäbchen, Spritzen,
Pinzette, Massageball usw. absolvieren. Das klappt allerdings nur, wenn wir
im Vorfeld alles Notwenige wie Medizin gekauft haben. Ist ein Tier dann
geheilt, so bekommen wir unser Honorar. Im Vergleich dazu sind die
stationären Behandlungen noch aufwendiger, denn der Spieler muss das Tier
nicht nur behandeln, sondern auch füttern und den Stall sauber machen. Auch
ein wenig Zuwendung hat einem Tier noch nie geschadet. Das war bei weitem
noch nicht alles. Neben unserer anstrengen Arbeit können wir uns am Abend
auch noch entspannen. Dazu pflanzen wir unser eigenes Blumenbeet an oder
reiten mit unserem Pferd aus. Auch diese Aktivität wird separat als
Minispiel angeboten. Hier können wir dann ein Vierbeiner lenken, die
Geschwindigkeit anpassen und bei den Ausritten die Umgebung genießen. Ihr
seht schon, dass es einiges für uns zu tun gibt. So kümmern wir uns um die
Tiere, bilden uns fort, managen die Praxis, bauen diese immer weiter aus,
erfüllen Aufgaben und gönnen unserer Spielfigur entspannende Tätigkeiten.
Technik:
Die Grafik ist leider nichts besonders. Wir agieren zum einen in einer recht
kargen Umwelt. Zwar wurden einige Objekte in die Umgebung eingebaut, diese
sehen aber wenig detailliert bzw. ansprechend aus. Hinzu kommen unscharfe
Texturen. Auch unsere Spielfigur wurde recht grob modelliert. Außerdem sind
die Animationen sehr steif. Hier hätte man einiges besser machen können.
Etwas ansprechender sehen die Tiere aus. Diese wurden viel detaillierter gestaltet. Kleinere Bewegungen vermitteln einen
außerdem, dass die Tiere
lebendig sind. Der Sound bewegt
sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben eintönigen Musikstücken, die
teilweise nicht zum Spiel passen, werden wir noch diverse Ingamegeräusche zu
hören bekommen. Hin und wieder gönnt man uns noch kleine
Spracheinspielungen. Die Steuerung ist eigentlich ganz angenehm. Mit der
Maus oder Tastatur können wir unsere Figur durch die Welt lenken.
Wirklich sicher klappt das leider nicht, da wir an den unmöglichsten Stellen
hängen bleiben. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran. Die Lenkung bei
den Minispielen ist dagegen in Ordnung. Man kommt direkt mit den Utensilien
klar und dank diverser Hilfsstellungen wird man alle Handlungen sicher
ausführen können. Ein wenig nervig ist dann noch die Kamera. Die Ansicht
dreht sich automatisch mit. Gerade am Anfang ist das sehr verwirrend. Auch
eine bessere Zoomfunktion hätten wir ganz nett gefunden. Der
Schwierigkeitsgrad ist sehr einfach. Wirklich herausfordernd sind die
Aufgaben eigentlich nicht. Da sich das Spiel aber an das jüngere Publikum
richtet, muss man damit wohl leben. Fast man nun alles zusammen, so gibt es
doch einige Punkte bei der Technik die stören.
Fazit:
Das Spiel "Meine Tierarztpraxis: Kleine Patienten brauchen dich" ist ein
Simulationsspiel mit dem man sich lange beschäftigen kann. Viele Aufgaben
warten auf uns und nur wenn wir uns um alles kümmern, wird die Praxis
erfolgreich sein. Das ist gerade am Anfang nicht einfach. Schließlich sollen
wir den Lagerbestand im Auge behalten, uns um die Patienten kümmern, später
auch noch Tiere pflegen, uns fortbilden, die Praxis ausbauen und so weiter.
Das kann gerade für Genreneulinge recht stressig werden. Ihr braucht jetzt
aber keine Panik zu haben. Die Aufgaben werden sehr gemächlich an uns
herangetragen und auch kleinere Fehler verschmerzt das Spiel großzügig.
Zumindest bekommt man genug zu tun um lange am Ball zu bleiben. Wirklich
leicht fällt das einen schon wegen der mittelmäßigen Technik nicht. Die
Grafik ist nicht sonderlich hübsch und kleinere Macken bei der Lenkung und
der Kamera treiben einen hin und wieder die Zornesröte ins Gesicht. Wer
damit leben kann und gerne eine Tierpraxis leiten möchte, der darf dennoch
bei dem Pflege- und Aufbausimulationsspiel zuschlagen. Das Gesamtkonzept
stimmt und viel zu tun gibt es in dem Spiel auch. Da kann man schon einmal
über so manche Macken hinwegsehen. Gerade jüngere Spieler werden damit keine
Probleme haben. Die Erwartungen an dieses Spiel sollten dennoch nicht zu
hoch sein, denn ansonsten könnte man einen Kauf bereuen.
Features:
- PC-Umsetzung des beliebten Multiplattform-Titels
- Spannender Mix aus Pflege-/Aufbausimulation mit unterhaltsamen Minispielen
- Detailreichere Tiere, Umgebungen und Animationen
- Neun Tierarten zum Verarzten: Hamster, Kakadus, Hasen, Katzen, Hunde,
Pferde...
- Neun Untersuchungs- und acht Behandlungsmethoden: Stethoskop, Ultraschall,
Spritze...
- On Box: Empfohlen von Sarah Knappik (bekannt aus Germany's next Topmodel)
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