Pflegesimulationsspiele
gibt es mittlerweile viele. Spiele die sich nicht nur um ein Tier drehen
auch. Jetzt kommt allerdings ein neues Game in den Handel, das gleich
achtzehn verschiedene Tierarten beinhaltet. Es handelt sich dabei um das
Empire Interactive/Hanadeka-Spiel "Meine Haustierfarm". Dieses erscheint
übrigens ausschließlich für Nintendos neusten Handheld. Wir konnten uns
jetzt die fertige NDS-Version ausgiebig ansehen. Ob sich eine Anschaffung
nicht nur für tierlose Gamer lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Bei dem Spiel "Meine Haustierfarm" könnt Ihr Euch mit allen Tieren auf der
Farm Eures Onkels anfreunden. Wir können uns dabei um viele verschiedene
Tierarten kümmern. Bauen wir durch unsere Aktionen Freundschaften auf, so
erhält der Spieler tolle Geschenke wie z. B. niedliche Tierfotos und lustige
Minispiele. Kommen wir allerdings erst einmal zu den Tierarten. Neben
zahlreichen Hunde- und Katzenrassen wie der amerikanischen Kurzhaarkatze
oder dem Golden Retriever gönnt man uns auch noch Pferde, Hasen, Hamster,
Minischweine, Eichhörnchen, Hühner und Enten. Dementsprechend dürfte für
jeden Spieler ein passendes Tier dabei sein. Das Spielprinzip ist relativ
einfach. Wir freunden uns mit allen Tieren an, die in der Umgebung der Hana
Deka-Farm leben. Im Mittelpunkt steht unser Zimmer. Hier erblickt der
Spieler fünf Symbole: "Rausgehen", "Album", "Minispiel", "Sound" und
"Speichern". Unter zu letzt genannten Punkt, könnt Ihr Euren aktuellen
Spielstand sichern. Bei Sound kann man dann die Hintergrundmusik und
Soundeffekte optimieren. Nett ist auch der Bereich Album. Hier darf man sich
die gesammelten Fotos in aller Ruhe ansehen. Es gibt übrigens mehr
als 300 Bilder. Interessant sind auch die Minispiele, die wir unter
gleichnamigen Punkt finden. Nachdem der Spieler sein Zimmer verlassen hat,
kann er auf einer Karte zu den Tieren gehen. Neue Tiere werden natürlich
extra hervorgehoben, sodass der Spieler diese direkt sieht. Jetzt müsst ihr
Euch mit einem Tier beschäftigen. Dazu geben wir ihm einen Namen und
betrachten das niedliche Tierfoto. Außerdem gibt es ein Kümmern-Menü, das
fünf Optionen enthält. Mit diesen können wir uns mit dem virtuellen Wesen
beschäftigen. Ist ein Tier schlecht gelaunt, so kann der Spieler keine
Aktion ausführen. Also verabschieden wir uns und kehren zu einem späteren
Zeitpunkt wieder zurück.
Allerdings sind die meisten Tiere gut drauf und so dürft Ihr nun
verschiedene Handlungen ausführen. Da wäre zum einen das Anfreunden.
Streichelt das Tier mit dem Touchpen und wenn es dem kleinen Racker gefällt,
erhalten wir ein Herz. Um so häufiger wir das machen, desto mehr Symbole
bekommt der Spieler. Liebe geht auch durch den Magen und so darf man seinen
neuen Freund bis zu drei verschiedene Futterarten geben. Trifft der Spieler
die richtige Futterentscheidung, so fliegt gleich noch ein Herz auf unser
Konto. Das Spiel zeigt übrigens über Symbole an, ob ein Tier etwas mag oder
nicht. Wir machen allerdings noch viel mehr mit den virtuellen Begleitern.
Nette Spaziergänge, indem wir dem Tier den Weg zeigen, bringen uns ebenfalls
Sympathiepunkte ein. Sauberkeit ist dann auch noch wichtig. Dazu bürsten wir
unseren Freund sanft. Nett ist auch ein erfrischendes Bad. Dazu muss der
Spieler ein bisschen Wasser verstreuen. Wichtig ist hierbei, dass wir nicht
zu wenig oder zu viel Wasser benutzen. Spielzeug ist auch gerne gesehen.
Tiere die nicht gerne baden, mögen Spielzeug um so mehr. Durch unsere
Handlungen wächst das Herzkonto schnell an und so bekommen wir nach kurzer
Zeit neue Tierarten und die heiß begehrten Fotos. Kümmern wir uns dann noch
um viele Tiere, folgen kleine Minispiele. So freunden wir uns nun mit den
achtzehn verschiedenen virtuellen Wesen an, spielen, pflegen und füttern
diese und schalten immer mehr Bilder frei.
Technik:
Die Grafik hat gute aber auch schlechte Seiten. Ganz niedlich sind die
vielen unterschiedlichen Tiere. Vor allem bei unseren Aktionen, sieht es
putzig aus, wenn sie auf unsere Handlungen reagieren. Allerdings gibt es
auch ein paar Tiere, die mit weniger Liebe zum Detail dargestellt werden.
Hinzu kommt, dass manche Bewegungen etwas abgeharkt wirken. Das
Zusammenspiel mit einer Aktion, wie z.B. das Füttern, verzögert sich hin und
wieder. Überzeugen können zumindest die diversen
unterschiedlichen Hintergründe. Die Menüs sind dann auch noch aufgeräumt und
übersichtlich. Hiermit wird wirklich jeder sehr schnell klar kommen. Das bringt
uns auch schon zur Steuerung. Diese ist sehr einfach und innerhalb von
wenigen Minuten komplett erlernt. Das liegt allerdings auch daran, dass wir
nicht viel machen können. Etwas bescheiden ist auch der Sound. Der
Spieler wird bei seinen Handlungen immer wieder die gleichen Töne zu hören
bekommen. Außerdem ertönt eine nervige Musik. Hier hätte man eindeutig mehr
machen können. Die Kamera hat zum Glück alles im Blick. Zu jeder Zeit wird
alles aus einem guten Blickwinkel dargestellt. Oftmals dürfen wir die Kamera
auch frei drehen und so ist jeder selber für eine gute Ansicht zuständig.
Der Schwierigkeitsgrad ist mehr als einfach. Wirklichen Herausforderungen
werden wir kaum begegnen. Fasst man nun alles zusammen, so ist die
technische Seite solide aber auch etwas dürftig.
Fazit:
Meine Haustierfarm ist ein nettes Spiel für die ganz kleinen Gamer. Das
wirklich positivste an dem Simulationsspiel ist die große Anzahl an Tieren.
Der Hersteller gönnt uns gleich achtzehn virtuelle Tierrassen, die alle
andere Bedürfnisse haben. Hierdurch kommt zumindest ein wenig Abwechslung
auf. Das ist auch dringend notwenig, denn das eigentliche Gameplay ist recht
monoton. Eigentlich muss der Spieler immer wieder die gleichen Aktionen wie
Futter geben, mit dem Tier spielen oder es sauber machen ausführen. Das wird
mit der Zeit recht langweilig. Als Belohnung für unsere Mühen winken dann
aber zahllose putzige Bilder. Um diese komplett zu bekommen, müsst Ihr schon
einige Zeit mit dem Handheld verbringen. Die Minispiele, die es dann auch
noch gibt, hauen einen weniger vom Hocker. Das selbe gilt für den
Schwierigkeitsgrad. Es gibt so gut wie keine wirklichen Herausforderungen in
dem Spiel. Wer sorgsam mit den virtuellen Schmusetieren umgeht, wird schnell
erste Erfolge einfahren. Daher ist das Spiel auch nur für die Leute
geeignet, die liebend gerne mit vielen unterschiedlichen Tieren ihre Zeit verbringen
wollen. Wer also keine großen spielerischen Herausforderungen sucht, viele
Tiere pflegen möchte und wenig Wert auf eine zeitgemäße Technik legt, der
darf ruhig zum nächsten Händler eilen. Alle anderen müssen hier nicht
zuschlagen.
Features:
- 18 unterschiedliche Tiere, die man pflegen und füttern muss
- Erstelle Fotos von deinen Tierfreunden
- Minispiele sind vorhanden
- Basiert auf der Hanadeka-Marke des japanischen Fotografen Yoneo Morita