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MechAssault - Review (Xbox)

Wertung:
89 %

Einleitung:

Mech-Fans aufgepasst, mit MechAssault bekommt Ihr neues Futter für Eure Xbox. Gerade in Japan frönen viele Spielefans dieses Genre und auch in Deutschland wird die Fangemeinde immer größer. Jetzt kommt ein Spiel auf dem Markt das die Euphorie weiter anheizen soll, denn das Spiel MechAssault beinhaltet nicht nur einen Single- sondern auch einen Multiplayermodus, mit dem Ihr sogar Online gegen andere Mechs antreten könnt. Ihr habt richtig gelesen - das Spiel unterstützt Xbox Live - das Ende November in Deutschland in die Testphase übergeht und ab März 2003 für alle zugänglich ist. 

 

Zum Spiel:

Das Hauptaugenmerk von MechAssault liegt ohne Zweifel in dem Multiplayerbereich, was aber nicht bedeutet das es kein Singlegame gibt. Dieser ist vorhanden und er wurde auch nicht stiefmütterlich behandelt. Solospieler können 20 Missionen einer umfassenden Kampagne spielen. Durch Zwischensequenzen und Textbriefings werden die Aufträge jeweils erklärt. Nach der Einführung findet der Spieler sich direkt im Mechwarrior wieder und die Mission kann beginnen. Auf große Vielfalt wurde ebenfalls geachtet, denn die Missionen reichen von "eskortieren", "infiltrieren" bis hin zu den "alles zerstören Missionen". Agieren werdet Ihr dabei in jeweils einen von insgesamt 10 Mechs, die alle verschiedenen Waffenkonfigurationen haben. Zur Auswahl stehen Mechs wie der Uller, Owens, Couger, Uziel, Vulture, Cetapult usw. deren unterschiede in Gewicht, Klassen, Geschwindigkeit, offensive und defensive Waffen bzw. Spezial liegen. Die Waffenauswahl ist ebenfalls beeindruckend. Es gibt drei Waffenarten die jeweils drei unterschiedliche Waffen besitzen. Zum einen die Energiewaffen, Ballistische Waffen und Raketenwaffen. 

Gesteuert wird der Mechwarrior bequem mit dem linken Analogstick, mit dem rechten Analogstick schaut man sich um und nimmt seine Feinde ins Zielkreuz. Ein wenig ungünstig sind die Sprungdüsen platziert. Der Spieler aktiviert diese, indem er den linken Analogstick drückt. Das kann zu Problemen führen, da Ihr zugleich noch steuern müsst. Spezielle Mechs können mit drücken des rechten Analogsticks ihre Spezialwaffen auslösen. Mit den Trigger schaltet Ihr dann noch die Waffensysteme durch und mit dem rechten feuert der Mech seine Waffe ab. Die Steuerung ist so einfach das jeder nach ein paar Minuten damit zurecht kommt.

Das Spiel ist von den Entwicklern sehr actionlastig ausgelegt worden, was aber nicht als Nachteil angesehen werden muß. Gerade weil der Multiplayerbereich im Vordergrund steht, wird sich auf das wichtigste konzentriert. Überhitzung führt zu kurzzeitigem Ausfall der Waffe - aber ansonsten gibt es kaum Einschränkungen in der Feuerkraft. Neben den Feuerwaffen kann der Roboter aber auch andere Feinde vernichten. Durch seine Masse werden so Gegner nieder getrampelt und selbst die Umwelt wird von den Kolossen beeinflußt. Bäume knicken um oder Häuser werden durch Kontakt beschädigt. Selbstverständlich kann der Mech auch Gebäude zerschießen. Dieses lohnt sich auch oft, da ihr versteckte Items finden könnt die den Mech wieder aufbaut oder mit Munition versorgt. Überraschungen wird der Spieler auch erleben, denn trotz hilfreicher Funksprüche wird er ständig in Hinterhalte laufen, so das immer Spannung im Spiel aufkommt.

Der Singleplayer-Modus ist bei weitem nicht das einzige was man bei MechAssault erleben kann. Die meiste Zeit wird der Spieler wohl im Multiplayer-Modus verbringen. Mit der Einstellung "Lokale Xbox" spielen mehrere Personen auf einer Konsole und einem Fernseher, während bei "System Link" zwei Konsolen vernetzt werden können. Der interessanteste Punkt dürfte der Xbox Live Bereich sein, wo jeder im Internet neue Gegner suchen kann. In der Xbox Live-Lobby stehen nun mehrere Bereiche zur Verfügung. Zum einen der Punkt "Quickmatch": Hier kann man auf dem schnellsten Weg ein Online-Spiel bestreiten. Wenn der Spieler lieber ein Online-Spiel bestreiten will das bestimmte Kriterien erfüllt, wird er in den Bereich "Optimatch" wechseln müssen. Unter "Host-Spiel" können eigene Spiele erstellt werden und unter "Freunde" wird eine individuelle Liste von Bekannten abgerufen. Wenn diese Online sind kann man sie zu einem Match einladen. Wer ein paar Infos möchte sollte sich mal den Bereich Statistik anschauen. Hier kann jeder seine eigene Spielstatistik ansehen oder die von Freunden bzw. Gegner. Als letzter Punkt steht noch der Bereich "Inhalte Herunterladen" zur Verfügung. Hier ladet Ihr die neuesten MechAssault-Inhalte aus dem Internet wie neue Mechs, Waffen oder weitere Typen von Multiplayer Spielen.

Bevor nun ein Multiplayer-Spiel beginnt wird noch schnell ein Mech ausgesucht und die Farbe bestimmt. Als letztes nur noch eine Spielart auswählen und das Zerstören kann beginnen. Zur Auswahl stehen hier die Spielmodi "Vollkommene Zerstörung", "Team Zerstörung" (Deathmatch), "Letzter Mann" (Einzelkämpfer-Spiel) und "Nicht ich". Bei dem letzten geht es darum das ein Spieler von allen anderen gejagt wird. Der Spieler der den Gejagten abschießt, bekommt Punkte. Das Blatt wendet sich aber und er wird selber zum gejagten. Leider stehen aktuell bei Multiplayer-Kämpfen nur 6 Maps zur Verfügung. Man sieht aber schon an diesen Aufzählungen wie vielfältig das Spiel ist. Langfristiger Spielspaß ist hier garantiert.

 

Technik:

Mit der Grafik haben sich die Entwickler richtig Mühe gegeben. Die Umgebungslandschaft, Gebäude und Einheiten werden in einer genialen Optik dargestellt und kombiniert mit atemberaubenden Waffen-Effekten entsteht eine Optik die man noch nie bei einem Mechspiel gesehen hat. Im Verlauf des Spiels werden sogar alle Tageszeiten und unterschiedliche Klimazonen angeboten, die von der Frostlandschaft bis hin zur Lavagegend reichen. Auf Details wurde ebenfalls geachtet denn Mechs die durch eine Schneewelt stapfen bekommen eine kleine Schneedecke spendiert. Außerdem brennen Bäume bei Waffengefechten, ihre Blätter wehen sogar durch den Wind, wenn Ihr mit Eurem Mech durch die Wälder stampft und wenn Ihr auf Gebäude schießt, werden die Trefferzonen durch Rauchentwicklung, Bröckeln der Wand und Feuer bis hin zum Einsturz authentisch dargestellt. Auch taktische Aspekte wie die Zerstörung einer Brücke um Euren Gegnern militärischen Freiraum zu entziehen wurden berücksichtigt. 

Die Mechs selber sind polygonreich und detailliert animiert worden, genau so wie die Gebäude. Grundsätzlich gilt in dem Spiel - fast alles was auf dem Bildschirm zu sehen ist, kann zerstört werden. Die Effekte stehen der restlichen Spielegrafik um nichts nach. Explosionen sind sehr realistisch dargestellt und selbst nach Dutzenden von zerstörten Mechs wird man immer noch fasziniert hinschauen. Ist man bei einem Multiplayerspiel nicht direkt anwesend, kann der Spieler die Explosion trotzdem genießen, indem er einfach nur das leuchten am Horizont betrachtet. Nur bei den Landschaftspolygonen hätte man ein wenig mehr machen können.

Neben der guten Grafik kann sich jeder auch noch auf die gute Dolby Digital 5.1 Qualität freuen. Die Musik wird dynamisch eingespielt und so weicht eine orchestrale und ruhige Musik schnell einem harten Sound, wenn ein Gegner erscheint. Dadurch entsteht eine sehr ansprechende Atmosphäre. Die Steuerung kann ebenfalls mithalten, denn sie ist einfach und schnell erlernbar. Auch im Spiel können schnell Anpassungen vorgenommen werden, falls die aktuelle Konfiguration doch nicht zusagt. Der einzige Nachteil ist, das die Sprungdüse über den Analogstick aktiviert wird. Da der Mech aber nicht permanent fliegt, ist dieser Punkt nicht ganz so wichtig. Technisch gesehen ist das Spiel sehr ordentlich gelungen. Die Duelle im Live-Netzwerk laufen problemlos und selbst bei 8 Teilnehmern gibt es keine Einschränkungen. 

 

Fazit:

Mit MechAssault kommt ein richtig gutes Action-Mechspiel auf dem Markt das vor allem das Onlinespiel in den Vordergrund stellt. Die Solo-Kampagne läßt sich zwar sehr gut spielen aber der richtige Spielspaß kommt erst im Multiplayer-Bereich auf. Egal ob im Splitscreen, LAN oder Internet, das spielen gegen andere macht bei dem Titel richtig Freude. Der wichtigste Punkt ist aber der Xbox-Live Bereich, denn hier wird Langzeitmotivation groß geschrieben. Die unterschiedlichen Spielarten und die einfache Bedienung wird viele Singlespieler zu Multiplayerfans machen. Später sollen dann noch Mechs, Karten und Spielmodis zum Download angeboten werden so das man auch nach Monaten noch zu dem Spiel greifen kann. 

Was Ihr nicht erwarten solltet, ist ein simulationslastiges Mechspiel - denn MechAssault ist als Actionspiel ausgelegt worden, das nicht davon lebt einen Mech aufzubauen. Neulinge werden sich dagegen sofort wohl fühlen denn das Spiel ist sehr einfach gehalten und die Steuerung ist schnell erlernt. Selbst wenn man kein Xbox Live hat lohnt sich das Spiel, da durch das Vernetzen oder den Splitscreen ebenfalls guter Spielspaß aufkommt. Wer das Spiel allerdings nur im Singlemodus spielen will, könnte ein wenig enttäuscht werden da die Kampagne recht kurz gehalten sind. Die Stärke von MechAssault liegt eindeutig im Mutliplayer-Modus. Außerdem wurde das Spiel atemberaubend in Szene gesetzt. Geniale Licht - und Schatteneffekte, realistisches Feuer, Rauch und Staub, das Spritzen von Wasser, Fußschritte und das Farbenspiel während eines Kampfes machen MechAssault zu einem optischen Leckerbissen. Wer also actionlastige Mechspiele mag und gerne mit anderen Leuten spielt, kann bei diesem Spiel bedenkenlos zugreifen. 

 

Screenshots:

Wertungsbox:

MechAssault (Xbox)

 
 Mech Assault
EUR 59,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 90 %  
Sound: 88 %  
Bedienung: 89 %  
Singleplayer: 87 %  
Multiplayer: 92 %  
Spielspaß: 88 %  
Gesamtwertung:  89 %  


 

 

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