|
Einleitung:
Ein viel versprechender
Animationsfilm kommt jetzt in die deutschen Kinos. Es handelt sich dabei um
den Dreamworks-Film Madagascar. Natürlich wird es auch zu diesem Film ein
passendes Spiel geben. Wer Lust hat kann die Abenteuer der vier tierischen
Helden Alex, Marty, Melman und Gloria auf der Playstation 2, Xbox, Gamecube
und dem PC nachspielen. Wir konnten jetzt alle Versionen testen. Ob sich
eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Der Spieler wird natürlich nicht grundlos in das Abenteuer geschickt. Im
Central-Park-Zoo können sich die vier langjährigen Freunde es sich so
richtig gut gehen lassen. An der Spitze der Nahrungskette steht Alex der
Löwe - der ganze Stolz des Zoos. Sein bester Freund, Marty das Zebra, ist
ein unverbesserlicher Tagträumer, der nichts als Flausen im gestreiften Kopf
hat. Ihr Kumpel Melman, die Giraffe, ist der Hypochonder schlechthin. Und
dann wäre da noch Gloria, das hippe Nilpferd, das weiß, wie es seine Pfunde
einsetzen muss. Als eine Gruppe durchtriebener Pinguine einen gewagten
Ausbruch aus dem Zoo plant, tauschen unsere vier Freunde ihre gemütlichen
Käfige gegen das Abenteuer ihres Lebens ein. Das Ziel ihrer Reise: die
Wildnis Madagaskars. Bevor wir in das Abenteuer starten, gelangen wir erst
einmal in das Hauptmenü. Bei den Konsolenversionen können wir einen
bestehenden Spielstand laden oder ein neues Spiel starten. Bei der
PC-Version dürfen wir vorher zusätzlich noch die Optionen und die Steuerung
einstellen. Alle Madagascar-Versionen haben im Spiel ein weiteres Menü. Hier finden wir Menüpunkte wie Ziele, Optionen, Zur Karte, Zoovenir-Shop oder Spiel verlassen. Nachdem wir nun ein neues Spiel
gestartet haben, werden wir erst einmal ein erstklassiges Intro sehen. Im
Anschluss starten wir im Zoo von New York mit dem Zebra Marty. Wir
sollen am Anfang drei Powerkarten einsammeln, die im Gehege versteckt sind.
Schaffen wir dieses, so erhalten wir neue Fähigkeiten. Alles was wir tun
sollen, wird wunderbar mit deutschen Synchronstimmen erklärt. Nachdem wir
die leicht zu findenden Karten eingesammelt haben, erhalten wir die
Fähigkeit Tritt. Nun können wir mit kräftigen Huftritten geheime Orte öffnen
oder uns den Weg aus unserem Gefängnis bahnen. Ein nahe liegendes Gebäude
hat auch schon die erste Überraschung parat. Hinter Strohballen finden wir
Münzen, mit denen wir später im Zoovenir-Shop einkaufen können. Nachdem wir
das Tor unseres Geheges aufgetreten haben, kommt schon die erste Sequenz in
Ingame-Grafik. Diese Einspielungen werden ebenfalls mit erstklassigen
deutschen Synchronsprechern wiedergegeben. Hierdurch wird die Story
vorangetrieben und gegebenenfalls Charakterwechsel vollzogen. Nach der
ersten Sequenz spielen wir mit Alex dem Löwen weiter, der ebenfalls drei
Powerkarten finden soll. Als Fähigkeit erhält der König der Tiere den
Doppelsprung. So geht es dann weiter. Wir lernen sehr einfach alle
Charaktere und deren Fähigkeiten kennen. Bei dem Spiel sollen wir
nun altbewährtes machen: die Umgebung erkunden, viele Sprungeinlagen
absolvieren, unsere unterschiedlichen Fähigkeiten einsetzen, Objekte sammeln
und ab und zu unter Zeitdruck ein Rennen bestreiten. Je
nach Aufgabe wird eine andere Figur eingesetzt. Durch diese Wechsel wird das
Spiel sehr abwechslungsreich. Der Schwierigkeitsgrad ist recht einfach
ausgefallen. Es gibt kaum Aufgaben die wirklich schwer sind. Da das Spiel
eher jüngere Spieler anspricht, kann man damit gut leben. Allerdings werden
selbst diese Spieler sich über die sehr kurze Spielzeit aufregen. Gerade
einmal fünf bis sechs Stunden dauert das ganze Vergnügen. Zumindest dürfen
wir uns anschließend noch mit den Minispielen beschäftigen. Mini-Golf ist
genauso vertreten wie Tiki-Rave oder Shuffleboard. Diese Minispiele dürfen
sogar mit mehreren Spielern gespielt werden. Ein netter Bonus der allerdings
nichts mit dem eigentlichen Spiel zu tun hat. Madagascar dürft Ihr leider
nur alleine spielen.
Technik:
Die Grafik von Madagascar ist bei allen Versionen recht gleich. Nett
animierte Spielfiguren bewegen sich durch etwas karge aber farbenfrohe
Levels. Hier hätte der Hersteller ruhig mehr Details einbauen können. Hinzu
kommen magere Texturen, die sehr verwaschen aussehen. Zumindest wurden die
Spielfiguren gut modelliert. Trotzdem muss man festhalten, das die Konsolen
und vor allem der PC mehr leisten kann. An die Qualität der Filmvorlage
kommt das Spiel leider nicht heran. Besser ist zumindest der Sound
ausgefallen. Vor allem die deutschen Synchronsprecher leisten gute Arbeit.
Durch die witzigen Sprüche wird man bestens unterhalten. Mit der Musik kann
man gut leben. Diese passt wunderbar zum Spiel. Mit den übrigen
InGame-Geräuschen kann man ebenfalls zufrieden sein. Zum richtigen Zeitpunkt
wird ein passender Ton eingespielt. Die Steuerung ist bei den
Konsolenversionen etwas träge ausgefallen. Trotzdem werden alle Aktionen sicher
ausgeführt. Steuert Ihr bei der PC-Version mit der Tastatur, so werdet Ihr
Euch erst einmal an die hakelige Lenkung gewöhnen müssen. Mit der Zeit
bereitet aber auch diese kaum Probleme. Die KI der CPU gesteuerten Figuren lässt mal wieder zu wünschen
übrig. Sie verhalten sich nicht sonderlich intelligent. Durch den einfachen
Schwierigkeitsgrad und den wenigen Levels ist das Spiel dann noch sehr schnell beendet.
Eigentlich Schade das man für sein Geld nicht mehr bekommt. Zumindest dürfen
sich alle auf nette Minispiele freuen. Ein paar Probleme gibt es noch bei
der Kollisionsabfrage und der Kamera. Diese muss man selber immer wieder
nachjustieren. Wird es mal hektisch werden gerade jüngere Spieler etwas
überfordert.
Fazit:
Madagascar ist ein nettes Spiel. Allerdings werdet Ihr viel zu schnell das
Ende sehen. Das liegt vor allem an den wenigen Levels und dem etwas
niedrigen Schwierigkeitsgrad. Nur Anfänger und jüngere Spieler werden eine
angemessene Herausforderung finden. Die Spielzeit wird zumindest durch die netten Minigames verlängert. Selbst wenn das Hauptspiel ausgereizt
ist, wird man sich hier noch ein wenig aufhalten können. Allerdings ist das
kein richtiger Ersatz für die kurze Spielzeit. In der heutigen Zeit erwartet
man doch ein wenig mehr für sein Geld. Das gleiche gilt für die Grafik. Alle
Konsolen und auch der PC haben schon optisch ansprechendere Spiele gesehen.
Hier hätte der Hersteller ruhig mehr machen können. Der tolle Sound, die
ansprechenden Synchronsprecher und die gut animierten Hauptfiguren sind
zumindest erstklassig. Gelungen ist auch noch das Zusammenspiel zwischen den
Sequenzen und dem Spiel. Auch das agieren mit unterschiedlichen Spielfiguren
macht sehr viel Spaß. Allerdings solltet Ihr nicht allzu viele Ansprüche an
das Spiel stellen. Mehr als ein kurzweiliges Vergnügen wird Madagascar nicht
sein.
Features:
- Spiel deinen Lieblingscharakter aus dem Dreamworks-Film
- Erkunde wunderschöne Umgebungen in New York und Madagaskar
- Spiel charakterspezifische Boni und Cheats frei
|