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Einleitung:
Lucky Luke gehört schon seit vielen
Jahrzehnten mit zu den bekanntesten Comicfiguren. Unzählige Bücher und Filme
erfreuen nicht nur Kinderherzen. Natürlich muss so eine bekannte Figur auch
passende Spiele erhalten. So ein Game kommt jetzt über Atari auf den
deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Action-Adventure Lucky Luke:
Go West!. Dieses erscheint übrigens für Nintendo DS, PC und Wii. Wir konnten
jetzt die fertige PC-Version ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung
nicht nur für Möchtegerncowboys lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Ganz ohne Grund werden wir natürlich nicht in das Abenteuer geschickt. New
York im Jahre 1855. Lucky Luke eskortiert die Dalton-Brüder zu ihrer zigsten
Gerichtsverhandlung. Aber manche Dinge ändern sich nie und so entkommt die
vierköpfige Bande auch dieses Mal aus dem Gerichtssaal und macht während
ihrer Flucht die Umgebung der Stadt unsicher. Nachdem sie ihre Beute dort
versteckt haben, wo sich später einmal der Central Park befinden wird,
müssen sie bei ihrer Rückkehr bestürzt feststellen, dass dort eine Karawane
mit 80 Wagen lagert. Die Pioniere befinden sich im Aufbruch nach Kalifornien
und die Beute ist in einem der 80 Wagen versteckt - aber in welchem? Das
Abenteuer beginnt, als die Daltons sich der Karawane anschließen, unter den
wachsamen Augen von Lucky Luke. Bevor wir uns allerdings auf den Weg in den
Westen machen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das
Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den
Punkten "Neues Spiel", "Spiel laden", "Mutiplayer" und "Optionen". Wie
üblich dürft Ihr unter zu letzt genannten Punkt, alle spielrelevanten
Einstellungen vornehmen. Wer gerne mit einem Freund spielt, sollte in den
Mehrspielerbereich wechseln. Hier darf man einige der Herausforderungen mit
bis zu vier Spielern, über einen geteilten Bildschirm zusammen oder wahlweise
abwechselnd spielen. Allerdings werden zu Beginn nur wenige Levels anwählbar
sein. Um alle zu bekommen, muss der Gamer den Einzelspielermodus
durchspielen. Schaffen wir hier die gestellten Aufgaben, so werden diese
auch im Multiplayermodus verfügbar. Wahlweise darf man nun einen bestehenden
Spielstand laden oder ein neues Spiel beginnen. Nachdem wir einen Namen
eingegeben haben, kann das Abenteuer endlich beginnen. Wir begeben uns nun mit
den Daltons und Lucky Luke auf den Weg von New York nach Kalifornien. Der
Spieler hat die Möglichkeit, abwechselnd in die Rolle der Dalton-Brüder oder
von Lucky Luke zu schlüpfen. Haben wir die Herausforderung einer
Reisestation erfolgreich gemeistert, so kann man sich einer neuen Aufgabe
stellen.
Das Spiel selber ist grundlegend sehr einfach aufgebaut. Zwischen den Levels
erblickt man ein Menü, das die Herausforderungen anzeigt. Klicken wir auf
eine Aufgabe, so kann man hin und wieder kleine Zeichentrickfilme ansehen.
Allerdings müssen wir jetzt schon erwähnen, dass sie nicht wirklich eine
Storys erzählen. Es sind nur kleine Sequenzen, die nett eine kleine Szene
aus dem Film Go West zeigen. Im Anschluss können wir nun eine neue
Herausforderung annehmen oder eine schon absolvierte nochmals angehen, um
z.B. den Highscore zu verbessern. Die Levels sind dann leider nicht viel
mehr, wie kleine Minispiele, in denen wir vorgegebene Ziele erfüllen sollen.
Das ganze wird durch kleine Texte ausgiebig erklärt und so kann jeder direkt
in das Spielgeschehen einsteigen. Die Herausforderungen selber sind
einigermaßen unterschiedlich, auch wenn man grundlegend immer wieder das
gleiche macht. Da wären zum einen die Schießlevels. Hier sollen wir, geführt
von einer festen Kamerafahrt, vorgegebene Ziele mit Hilfe unserer
Schusswaffe treffen. Neben den Hauptzielen gibt es noch nette Extras oder
Nebenziele, die uns z.B. Lebenspunkte, Sonderpunkte oder Extramunition
einbringen. Ist die Waffe dann leer geschossen, so muss diese außerdem noch
nachgeladen werden. Das war es dann auch schon. Levels in denen wir zeichnen
sollen, gibt es dann auch noch. Hier brauch Ihr eigentlich nur die linke
Maustaste festzuhalten und die Maus bewegen. Bei den Musikaufgaben soll der
Spieler außerdem einer Melodie zuhören und dem Rhythmus mit den Tasten
folgen. Wer es ein wenig aufregender mag, der kann sich auf kleinere Reit-
oder Fahrlevels freuen. Über die Pfeiltasten muss man dann Jolly Jumper oder
jedes andere Gefährt wie z.B. eine Straßenbahn steuern und diverse Aufgaben
erledigen. So stellen wir uns nun den unterschiedlichen Herausforderungen,
erfüllen die vorgegebenen Ziele, erhöhen durch gute Leistungen den Highscore,
schalten weitere Level frei und schauen uns die kleinen Zeichentrickfilme
an.
Technik:
Die technische Seite ist leider sehr mittelmäßig. Da wäre zum einen die
Grafik. Es wird zwar ein netter Comiclook gezeigt, dieser beinhaltet
allerdings nur wenige Details. Hinzu kommen sehr geradlinige Levels, die
kaum optische Höhepunkte zeigen. Gerade weil die Herausforderungen so klein
sind, hätte man optisch ruhig mehr machen können. Zumindest gönnt man uns in den
Hintergrundbildern kleinere Animationen und nett modellierte Figuren. Das
war es dann aber auch schon. Nicht viel besser ist der Sound. Vereinzelte Ingamegeräusche werden genauso eingespielt, wie eine sich ewig wiederholende
Musikuntermalung. Diese passt zwar zum Spiel, allerdings nervt sie auch mit
der Zeit. Hinzu kommen dann noch, die kleinen Zeichentrickfilme aus dem Film
Go West. Hier hört der Spieler dann auch mal deutsche Stimmen. Die Filme
selber zeigen aber keine zusammenhängende Story. Eigentlich wurde die
Rahmenhandlung
nur grob aufgezogen, um die Minispiele irgendwie zusammenzuhalten. Die
Steuerung ist erfreulich einfach. Allerdings ist das auch nicht schwer, denn
wirklich viel muss der Spieler nicht machen. Meistens reicht es aus, ein
paar Lenkbewegungen auszuführen oder Objekte abzuschießen. Da allerdings
alles gut erklärt wird, kann jeder sofort in das Spiel einsteigen. Die Menüs
selber sind sehr übersichtlich und so kommt man schnell mit dem Spiel klar.
Ganz in Ordnung ist auch die Kamera. Meistens wird uns eine feste
Kamerafahrt angeboten, die alles aus einem guten Blickwinkel zeigt. Hinzu
kommen Levels, die nur eine Kameraeinstellung haben. Der Schwierigkeitsgrad
ist mehr als einfach. Fast jede Aufgabe schafft man auf Anhieb und so spielt
sich das Game insgesamt sehr flüssig.
Fazit:
Eigentlich schade, dass Lucky Luke: Go West! nicht viel mehr wie eine
Aneinanderkettung von kleinen Minispielen ist. Der wirkliche Lucky
Luke-Flair will einfach nicht aufkommen, denn eine wirkliche Story ist
leider nicht
vorhanden. Einzig ein paar kleine Filme gönnt man uns, die allerdings keine
wirkliche Geschichte erzählen. Hier hätte man eindeutig mehr machen können. Das gleiche gilt für die
Minispiele. Es sind zwar viele unterschiedliche Herausforderungen vorhanden,
grundlegend muss der Spieler aber immer wieder dieselben Aufgaben meistern.
Hinzu kommen ein sehr einfaches Gameplay und eine magere Optik, wodurch wohl
nur jüngere Spieler wirklich angesprochen werden. Ältere Gamer werden allein
schon vom dürftigen Gameplay abgeschreckt werden. Wer also gerne Minispiele
mit den bekannten Lucky Luke Charaktere spielt, sehr einfache Spiele mag und
keine großen Ansprüche an die Technik stellt, der darf gerne bei Lucky Luke:
Go West! zugreifen. Erwartet allerdings nicht zu viel von dem Spiel.
Features:
- Der Spieler schlüpft in die Rolle von Lucky Luke.
- Dank des innovativen Gameplays und einer Vielzahl von Rätseln ist
Spielspaß garantiert!
- Das Spiel bleibt dem Lucky-Luke-Universum treu.
- Eine brandneue Story, die von dem Original-Comicheft inspiriert ist und
auch den Handlungsstrang für den Film vorgibt.
- Dank des innovativen Gameplays, einer Vielzahl von Aufgaben und des
Mehrspielermodus ist Spielspaß garantiert!
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