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Löwenherz: Der König kehrt zurück - Review (PC)

Wertung:
68 %

Einleitung:

Der Autor von "Die Siedler von Catan" setzt mit Dartmoor Softworks GmbH seine Brettspielreihe mit dem Spiel Löwenherz fort. Das Spiel Löwenherz: Die Rückkehr des Königs ist die originalgetreue Umsetzung der neuen Edition des mehrfach preisgekrönten Spieles von Klaus Teuber, herausgegeben vom Kosmos Verlag. Die erste Ausgabe erschien erstmalig 1997 und wurde seinerzeit mit dem "Deutschen Spielepreis" ausgezeichnet. Wir konnten nun die PC-Version des Spiels testen. Ob sich das Spiel lohnt erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Der König weilt in einem fernen Land. Während seiner Abwesenheit stürzt sein Reich in Anarchie und Chaos. Jeder Fürst möchte seine Macht und seinen Einfluss stärken. Grenzen werden neu gezogen, Länder werden neu verteilt. Wer hat sich die wertvollsten Gebiete gesichert, wenn der König zurückkehrt? Dartmoor Softworks hat dieses Brettspiel mit 3D-Figuren und einem 3D-Spielbrett mit freier Kameraführung umgesetzt. Bevor es aber losgehen kann schauen wir uns das Hauptmenü ein wenig genauer an. Hier finden wir die Punkte "Neues Spiel", "Spiel laden", "Optionen" und "Hilfe". Unter Hilfe kann der Spieler alle wichtigen Informationen für die Bereiche Steuerung, Aktionen, Punktewertung, Karte, Gebiete, Machtmarkt, Monopol und das Spielende nachlesen. Bestehende Spiele dürfen unter Spiel laden im Hauptmenü gestartet werden. Neueinsteiger müssen notgedrungen ein neues Spiel starten. Nun dürfen sie aus den Punkten Einzelspieler, Multiplayer und Tutorial wählen. Wer das Spiel noch nicht kennt sollte erst einmal das ausführliche Tutorial anklicken. Hier wird das Spielprinzip und die Steuerung in kleinen Schritten vorgeführt. Dabei werden die Informationen in deutscher Sprache und Text präsentiert. Wenn man dieses Lernprogramm durchgeführt hat steht dem Spielvergnügen nichts mehr im Wege. Leider hat das Spiel kein separates Handbuch, so dass man sich auf dem PC eine Textdatei ansehen muss um alles nachzulesen. Das hilft leider wenig, wenn man im Spiel mal schnell was nachschlagen will.

Das Spielprinzip ist denkbar einfach. Eigentlich läuft es so ab wie man es von dem Brettspiel kennt. Jeder Spieler setzt Burgen und umgibt diese mit Grenzen. Wer eine Burg vollständig mit Grenzen umgeben hat, besitzt ein Gebiet. Wälder und Städte in Gebieten zählen Siegpunkte. Wer am Ende die meisten Siegpunkte besitzt, gewinnt. Auf dem Spielfeld sind bereits einige Landschaftselemente eingearbeitet. Diese sind Wald, Wiesen, Dörfer, Minen und die Königsstadt. Durch das Setzen von Grenzen und der Bildung von Gebieten können diese Elemente später zu Siegpunkten genutzt werden. Bei dem Spiel gibt es unterschiedliche Spielelemente wie Burgen, Ritter, Machtkarten und Grenzen. Diese werden wie beim Brettspiel eingesetzt. Jeder Spieler erhält zu Beginn eines Spieles insgesamt 4 Burgen. Die Burgen werden vor Beginn des eigentlichen Spieles nach bestimmten Regeln eingesetzt. Weiterhin erhält der Spieler 15 Ritter. Von diesen Rittern muss jeder Spieler vor Beginn des eigentlichen Spieles pro eingesetzte Burg gleichfalls einen Ritter einsetzen. Die übrigen Ritter bleiben zunächst draußen. Am Anfang bekommt der Spieler dann noch 3 Machtkarten. Diese können während der aktuellen Spielrunde ausgespielt und anschließend von Machtkartenstapel wieder aufgefüllt werden. Die Grenzen dienen dann zur Abgrenzung von Gebieten.

Der Spielablauf ist in Runden aufgeteilt. Im Uhrzeigersinn setzen alle Spieler je eine Burg auf ein freies Wiesenfeld und einen Ritter auf ein waagerecht oder senkrecht benachbartes Wald- oder Wiesenfeld ein. Es folgen die Spieler im Uhrzeigersinn, so lange, bis jeder seine 4 Burgen und 4 Ritter gesetzt hat. Um Gebiete zu schaffen, setzen die Spieler im laufe des Spiels Grenzen um ihre Burgen. Ein Gebiet ist dann entstanden, wenn genau eine Burg lückenlos von Grenzen umgeben ist. Die Innenkanten des Spielfeldrahmens zählen dabei als natürliche Grenzen. Daher benötigt eine Burg in einer Ecke des Spielfeldes zur Bildung eines Gebietes zunächst weniger Grenzen als eine Burg in der Mitte. Gebiete sind um so wertvoller, je mehr Wälder, Dörfer und Minen sich in ihnen befinden. Wälder und Dörfer und vor allem die Königsstadt bringen wertvolle Siegpunkte. Minen verhelfen zu zusätzlichen Einnahmen. Man sollte Burgen daher in die Nähe dieser Felder setzen. Daneben kann man auch noch Machtkarten verkaufen. Diese Aktion dient dazu, seine Dukatenvorräte aufzustocken. Diese Machtkarten dürfen aber auch ausgespielt werden. Hier sind die Karten vorhanden die man aus dem Brettspiel kennt. Je nachdem wie viele Ritter abgebildet sind, muss man 1 oder 2 Ritter einsetzen. Dann gibt es noch die Möglichkeit sein Gebiet zu erweitern. Diese Aktion erlaubt einem Spieler eines seiner Gebiete um 1 oder 2 Felder zu erweitern. Hierzu werden Grenzen des Vorrates verwendet. Erweitert ein Spieler sein Gebiet, erhält er für jedes hinzugewonnene Feld unterschiedliche Punkte. Verliert ein Spieler durch die Erweiterung eines Gegners Wälder oder Dörfer bzw. die Königsstadt, verliert er seinen entsprechende Siegpunkte. Dann gibt es noch Überläufer, Bündnis, Einnahmen aus Minen und Minenmonopol. Spieler die das Brettspiel kennen werden sofort wissen was gemeint ist. So kann man nun alleine oder im Multiplayermodus spielen.

 

Technik:

Wenn Brettspiele umgesetzt werden haben diese meistens keine gute Grafik. Ähnlich ist es auch hier. Optisch wird das notwendigste angeboten um das Spiel auszuführen. Trotz einfacher Technik werden aber alle Spielrelevanten Objekte gut dargestellt. Hinzu kommt - vor allem im Tutorial - eine Sprachausgabe die alles sehr gut erklärt. Zusätzlich gibt es Textfenster die ebenfalls in deutscher Sprache sind und alle nötigen Informationen in Textform wiedergeben. Insgesamt wird viel Hilfe in dem Spiel geboten - auch wenn kein Handbuch zur Verfügung steht. Druckt man sich die vorhandene Textdatei aus hat man zumindest ein wenig Hilfe in der Hand. Ackert der Spieler dann noch das Tutorial durch, so bekommt er im Spiel kaum große Probleme. Eine nette Musik begleitet den Spieler, so dass ein wenig Stimmung aufkommt. Die Steuerung ist relativ gut gelungen - allerdings muss der Spieler auch recht wenig machen. Alle Aktionen können sicher ausgeführt werden. Mit Hilfe der Maus wird die Kamera eingestellt. Dazu kommt noch ein einstellbarer Zoomfaktor. Insgesamt gesehen bietet das Spiel nicht viel aber dafür wurde alles solide auf dem PC umgesetzt, so dass man aus technischer Sicht kaum Mängel feststellen kann.

 

Fazit:

Es ist natürlich nicht einfach ein geniales Brettspiel auf den PC umzusetzen. Der Spielspaß bei Brettspielen ist vor allem deswegen vorhanden, weil man gegen Menschen spielt. Hat man aber keine große Wahl bekommt man nun mit "Löwenherz: Der König kehrt zurück" die Gelegenheit gegen einen nichtmenschlichen Gegner zu spielen. Natürlich sind auch Mehrspielerspiele möglich. Allerdings würde man im direkten Vergleich das Brettspiel wohl bevorzugen. Ansonsten wurde das Spiel technisch recht passabel auf den PC umgesetzt. Eine nette Grafik und ein guter Sound untermalen das Spielgeschehen. Natürlich wird bei so einem Spiel kein grafisches Feuerwerk abgefeuert. Das hat aber bestimmt auch keiner erwartet. Bei so einem Spiel steht der Spielspaß im Mittelpunkt und der ist bei dem PC-Spiel ähnlich hoch wie beim Brettspiel. So kann man das Spiel auch denjenigen Empfehlen die schon immer mal Löwenherz auf ihrem Computer spielen wollten.

 

Features:

o originalgetreue Umsetzung der neuen Edition des mehrfach preisgekrönten Spieles von Klaus Teuber
o wahlweise animiertes 3D-Spielbrett oder original Brettspiel-Perspektive
o animierte 3D Figuren und Objekte
o Einzelspieler-Modus gegen bis zu drei Computergegner
o Mehrspieler-Modus bis zu 4 Spieler über T-Onlines Catan-Online-Welt
o einstellbare Schwierigkeitsgrad der Computergegner
o einstellbare Filter für gegnerische Spiel-/Legezüge
o stimmungsvolle Sounduntermalung und Effekte
o interaktives Tutorial
o niedrige Systemvoraussetzungen
o komplett deutsch

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Löwenherz: Der König kehrt zurück (PC)

 
 Löwenherz
EUR 25,99
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Grafik: 58 %  
Sound: 62 %  
Bedienung: 74 %  
Singleplayer: 72 %  
Multiplayer: 68 %  
Spielspaß: 74 %  
Gesamtwertung:  68 %  

Mindestanforderungen:

- Pentium 2, 400 MHz

- 3D-fähige Grafikkarte mit 16 MB

- 64 MB freien Arbeitsspeicher

- 100 MB freier Festplattenspeicher

- CD-Rom Laufwerk 

 

 

 

 

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