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Einleitung:
Am 27 Januar läuft in
Deutschland, Österreich und Schweiz der Kinofilm Lemony Snicket: Rätselhafte
Ereignisse an. Passend dazu erscheint fast zeitgleich das gleichnamige Spiel
über Activision. Spieler müssen in der Rolle der drei Baudelaire-Waisen auf
der Playstation 2, Xbox, Gamecube, PC und GBA über 16 abenteuerliche
Missionen bestreiten. Obwohl sich die Spiele stark ähneln besitzen die PC
und GBA-Version jeweils eigene Spielinhalte. Hinzu kommt eine
unterschiedliche Alterseinstufung. Die Konsolenversionen sind ab 12 Jahre
und die PC-Version ab 6 Jahre freigegeben. Ganz ohne Altersbeschränkung
erscheint die GBA-Version in Deutschland. Wir konnten jetzt die Playstation
2, Gamecube und PC-Version testen. Ob sich alle oder nur bestimmte Versionen
lohnen erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie nicht anders zu erwarten orientieren sich die Spiele an dem
gleichnamigen Film. Erzählt wird die Geschichte von den drei Geschwistern
Baudelaire, die ihre Eltern bei einem Hausbrand verlieren. Die drei müssen
nun in das düstere Haus des Grafen Olaf einziehen, einem entfernten und
geldgierigen Verwandten, der sich als Ekel entpuppt. Die Kinder wissen sich
allerdings zu wehren. Nach den ersten Aufgaben kommen die Waisenkinder zu
ihrem Onkel Monty, einem berühmten Schlangenforscher. Aber der böse Olaf
gibt nicht auf, und versucht, die Kinder zu entführen. Der Spieler schlüpft
in die Rollen der drei Waisenkinder. Mit der erfinderischen Violet, dem
schlauen Bücherwurm Klaus und Baby Sunny (mit den vier scharfen Milchzähnen)
sollen wir nun Olafs böse Pläne vereiteln. Wer jetzt glaubt, dass alle
Versionen gleich sind hat sich getäuscht. Die PC-Version unterscheidet sich
in vielen Punkten von den Konsolenversionen. Was alle Spiele gleich haben
ist das grundlegende Spielprinzip und die Hauptstory. Allerdings müssen in
der PC-Version andere Aufgaben gelöst werden. Auch der Anfang ist komplett
anders. Bei der PC-Version wird am Anfang erst einmal die Steuerung erklärt.
Anschließend geht es mit einem Film weiter. In diesem wird gezeigt, warum
wir zu Olaf gehen. Im Anschluss finden wir uns im Haus des bösen Onkels
wieder. Bei der Konsolenversion wird dagegen der Anfang mit Bildern erzählt,
bevor wir dann im Haus die Steuerung beigebracht bekommen. Grundlegend
werden wir in allen Versionen die wichtigsten Storypunkte wieder finden.
Allerdings unterscheiden sich die Wege doch sehr. Als Beispiel nennen wir
mal das finden eines Rezeptbuches. Bei der PC-Version müssen dafür diverse
Schalterrätsel gelöst werden während der Spieler bei der Konsolenversion
Bücher einsortiert. Grundlegend ist das Gameplay in allen Spielen aber sehr
ähnlich. Wir bekommen Aufgaben gestellt die wir mit einer Erfindung lösen.
Um diese zu bauen benötigt Violet diverse Gegenstände, die der Spieler erst
einmal auftreiben muss. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Bei der
PC-Version erhält der Spieler die Erfindung sofort. Konsolenspieler dagegen
müssen diese in einem Extra-Menü selber zusammenbauen. Um die nötigen
Bauteile zu bekommen sollen diverse Aufgaben, Rätsel und Sprungeinlagen
absolviert werden. Kleine Kämpfe darf der Spieler dann auch noch bestreiten.
Insgesamt wurden die Spiele für das jeweilige System angepasst. Konsolenuser
sollen eher padtypische Aufgaben wie Tastenkombinationen lösen.
PC-Spieler müssen sich dagegen eher mit Schalterrätsel auseinandersetzen. Man könnte
noch viele weitere Beispiele nennen. Insgesamt wird aber ein ähnliches
Spielprinzip angeboten - auch wenn es wirklich unterschiedliche Spiele sind.
Nicht desto trotz wird man mit jedem Spiel seinen Spaß haben. Kommen wir
aber zurück zum eigentlichen Spiel. Ihr agiert mit den drei Hauptfiguren in
den unterschiedlichen Umgebungen. Je nach Aufgabe wechseln wir immer zu der
Spielfigur mit der wir ein aktuelles Problem lösen können. Jede Figur hat
unterschiedliche Fähigkeiten die gezielt eingesetzt werden. Violet ist die
Erfinderin, die in schwierigen Situationen immer wieder eine Lösung findet.
Klaus dagegen analysiert hervorragend die rätselhaften Ereignisse und räumt
oft genug mit seinen Fähigkeiten den Weg frei. Als drittes schlüpfen wir
noch in die Rolle des Babys Sunny. Der kleine Racker kommt immer dann zum
Einsatz, wenn die anderen beiden Helden nicht weiter kommen. Außerdem kann
er mit seinen Zähnen so gut wie alles zerbeißen. Unsere Spielfiguren können
neben laufen und springen noch viel mehr. Bewegliche Objekte wie Kisten und
so weiter müssen wir verschieben und mit der richtigen Waffe lassen sich
auch viele Objekte zerstören. Diese geben dann interessante Gegenstände
frei. Der Spieler soll nun unzählige Aufgaben und Rätsel lösen und diverse
Sprungeinlagen meistern. Dank der raffinierten Erfindungen schaffen wir es
immer wieder uns gegen die übermächtigen Gegnern zu Wehr zu setzen. Hinzu
kommt das sammeln von vielen unterschiedlichen Objekten, die nicht nur den
neuen Erfindungen dienen. Goldene Medaillons füllen unsere Lebensleiste auf
und mit anderen Objekten dürfen wir versteckte Bereiche betreten. Kommen wir
mal nicht weiter so kann man sich wunderbar im Hauptmenü unter dem Punkt
"Was jetzt?" informieren. Diese Funktion hat die PC-Version leider nicht.
Die Story wir dann immer wieder mit kleinen Filmen weitererzählt. So dürfen wir
uns nun den vielen Aufgaben stellen.
Technik:
Nicht nur das Gameplay ist bei den Spielen etwas anders. Auch bei der
Technik kann man viele Unterschiede feststellen. Vor allem unterscheidet
sich die PC-Version von der Playstation 2 und der Gamecube-Version. Die
Konsolenspiele sind technisch nahezu identisch. Einen großen Unterschied
sieht man erst, wenn man diese Spiele mit der PC-Version vergleicht.
Hier gibt es ein paar Punkte die abweichen. Zum einen wäre da die Grafik.
Diese bewegt sich bei allen Spielen auf einem ähnlichen Niveau, trotzdem
können die Konsolenversionen insgesamt besser abschneiden. Alles wirkt hier
etwas plastischer und auch die Texturen sehen besser aus. Hinzu kommt das
die Kollisionsabfrage bei der PC-Version nicht sonderlich gut ausgefallen
ist. Oft genug verschwindet die Spielfigur hinter einem Objekt um im
nächsten Augenblick wieder hervorzutreten. Die Menüsteuerung ist ebenfalls
etwas anders ausgefallen. Trotz kleinerer Unterschiede kommt man aber mit
allen Versionen gut zurecht. Schade ist eigentlich nur das die "Was jetzt?"-Funktion bei der PC-Version fehlt.
Nett ist auch noch, dass
die Figuren den Hauptcharakteren aus dem Film sehr stark ähneln. Da stört es
auch nur wenig das die Animationen eher mittelmäßig ausfallen. Zumindest hat
der Hersteller darauf geachtet das wir immer unterschiedliche Levels sehen.
Mehr Effekte wären dann auch ganz nett gewesen. Leider wird hier nur das
notwendigste gezeigt. Zumindest stimmt die Präsentation. Immer wieder werden
nette Filme mit deutschen Synchronstimmen eingespielt. Damit wären wir auch
schon beim Sound. Dieser ist insgesamt sehr gut gelungen. Vor allem die
Sprachausgabe kann hier überzeugen. Gute Synchronsprecher bringen die nötige
Stimmung rüber und selbst die Musik unterstützt das Spielgeschehen wunderbar. Die
Steuerung ist eigentlich ganz gut ausgefallen. Bei beiden Konsolenversionen
kann man die Spielfiguren sicher lenken. Auch bei der PC-Version steuert man
seine Figur gut mit der Tastatur und Maus. Selbst die diversen
Sprungeinlagen meistert man auf Anhieb. Das liegt natürlich auch am sehr
einfachen Schwierigkeitsgrad. Wirklich fordernd ist das Spiel leider nicht.
Actionpassagen sind genauso schnell erledigt wie die Rätsel, die selbst
Genreneulinge kaum überfordern. Egal welches Spiel wir nun nehmen, es wird
jeweils eine solide Technik angeboten. Allerdings auch nicht mehr.
Fazit:
Das Spiel wird vor allem jüngere Spieler ansprechen. Das liegt vor allem an
dem Schwierigkeitsgrad. Dieser ist sehr einfach ausgefallen. Wirklich
fordernd sind die Rätsel, Aufgaben, Sprungeinlagen und Kämpfe wirklich
nicht. Hierdurch hat man das Spiel auch schon nach einer relativ kurzen
Spielzeit beendet. Die normale Spielzeit wird maximal 8 bis 10 Stunden
betragen. In dieser Zeit werdet Ihr viele unterschiedliche Aufgaben
bewältigen. Hinzu kommt, dass das ganze Geschehen in eine nette Story
verpackt wurde, welche sich stark an der Filmvorlage orientiert. Dank guter
Synchronsprecher und netten Filmen wird das Spiel wunderbar vorangetrieben.
Da stört es auch nur wenig das wir eigentlich immer dasselbe machen.
Eine Aufgabe steht an und schon durchforsten wir wieder einmal alle
Räumlichkeiten. Diverse Kämpfe und Rätseleinlagen halten uns nur kurz auf,
bevor es in den nächsten Bereich geht. Der Einstieg wird in allen Versionen
sehr leicht gemacht. Ausreichende Hilfestellungen erklären alles zur
richtigen Zeit. Vergleicht man die unterschiedlichen Versionen miteinander,
so können die Konsolenspiele insgesamt besser abschneiden. Das liegt zum
einen am actionreicheren Gameplay. Hinzu kommt eine bessere Technik, auch
wenn diese bei den Konsolenversionen ebenfalls nur mittelmäßig ist. Da die
Versionen spielerische Unterschiede aufweisen, stellt sich natürlich die
Frage, welches Spiel soll man sich kaufen. Grundsätzlich kann man alle
Versionen gut spielen. Natürlich hängt es auch stark davon ab was ihr
spielen könnt. Spieler die nur ein System besitzen werden nicht vor die Wahl
gestellt. Es gibt aber auch Leute die mehrere Systeme besitzen. Denen kann
man eher zu den Konsolenversionen raten. Diese machen insgesamt mehr Spaß.
Wirklich ansprechen wird Lemony Snicket: Rätselhafte Ereignisse allerdings
nur jüngere Spieler, denen der Film ebenfalls zusagt.
Features:
- Spielen Sie die Baudelaires - Der Spieler kann im Laufe des Spiels von
einem der drei Baudelaire-Waisen zum anderen wechseln und somit als
Erfinderin Violet, als tapferer Bücherwurm Klaus oder als Sunny, das Baby
mit den scharfen Zähnen, spielen. Einige Missionen sind speziell darauf
ausgelegt, die Fähigkeiten der einzelnen Charaktere einzusetzen.
- Erfindergeist führt zum Erfolg - Die Waisen sammeln unterwegs Objekte, mit
denen sie raffinierte Erfindungen bauen, um verzwickte Rätsel zu lösen oder
Graf Olafs gruselige Kumpane abzuwehren. Zu den speziellen Erfindungen der
PC-Version gehören neben dem Reptilien-Rückholer, mit dem die Waisen
Reptilien in Säcken abfüllen können, auch der Zertrümmerer - ein Stiefel mit
einer Feder - und der Hebelbetätiger, mit dem die Kinder Hebel umlegen
müssen, die sie anders nicht erreichen können. Violet setzt ihre Stabilen
Stelzen ein, um giftigen Schleim zu überwinden, Klaus erreicht mit seinem
Wurfanker neue Höhen, und mit der Wurfmaschine und weiteren Erfindungen
werden die Kinder ihre Verfolger betäuben und aus gefährlichen Situationen
entkommen.
- Besiegen Sie die Bösen - Schlagen Sie Graf Olaf und seine korrupten
Kumpane ins Weite. Diese Schurken treten in vielerlei Verkleidungen auf und
verfolgen die Baudelaire-Waisen und ihr Familienerbe auf Schritt und Tritt.
- Das große Abenteuer - Der Spieler muss mehr als 25 spannende Missionen
bestehen, die auf den Abenteuern des Films und der ersten drei Bücher
basieren. Dabei erkunden Sie Graf Olafs rätselhaften Wohnsitz, suchen sich
einen Weg durch Onkel Montys verschlungenes Heckenlabyrinth und flüchten aus
Tante Josephines baufälligem Haus, bevor es in den Seufzersee hinab kracht.
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