|
Einleitung:
Auf den aktuellen
Videospielkonsolen und dem PC ist das Spiel Lego Star Wars 2: Die klassische
Trilogie eingeschlagen wie eine Bombe. Jetzt bringt THQ die passenden NDS-
und GBA-Versionen auf den deutschen Markt. Auch hier tauchen wir in das Star
Wars-Universum ein und kämpfen uns mit den bekannten Film- bzw. Legofiguren
durch die Star Wars-Trilogie. Wir konnten jetzt das fertige Spiel für
Nintendos GameBoy Advance ausgiebig testen. Ob das actionreiche LucasArts-Game auf
dem Handheld genauso viel Spaß macht, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Der Spieler verfolgt bei "Lego Star Wars II: Die klassische Trilogie" den
Kampf der Rebellenallianz gegen das Galaktische Imperium - allerdings auf
eine etwas andere Art und Weise. Dabei wurden viele Lieblingsmomente der Filme: Darth
Vaders Verfolgung, Prinzessin Leia an Bord des Blockadebrechers, bis hin zum
Showdown auf dem zweiten Todesstern in das Spiel eingebaut. Bevor wir uns
mit den Legofiguren in das Abenteuer stürzen, wollen wir erst einmal ganz
von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, finden wir uns in der
Mos Eisley-Cantina wieder. Der Spieler übernimmt am Anfang die Kontrolle
über die liebenswerte Prinzessin Leia. Ihr folgt auf jedem Schritt Captain
Antilles. In der Cantina finden wir viele verschiedene Bereiche wie z.B. die
Bar. Der Spieler kann an diesen Orten neue Bonuscharaktere oder nette Extras
anwählen und Codes eingeben. Außerdem gibt es drei Episodentüren, die klar
und deutlich mit den Aufschriften Episode IV bis VI versehen sind. Jeder
dieser Türen führt zu unterschiedlichen Kapiteln. Sobald wir das erste
Kapitel geschafft haben, werden die dann folgenden freigeschaltet. Der
Spieler darf übrigens in allen drei Episoden parallel spielen. Hat der
Akteur ein Kapitel gewählt, muss er sich zwischen zwei Spieloptionen
entscheiden. Bei Story verfolgen wir die Ereignisse der ursprünglichen Star-Wars-Triologie. Unter Freies Spiel kann man
dagegen ein bereits freigespieltes
Kapitel noch einmal mit einem zur Verfügung stehenden Charakter
durchspielen. In einer Mission angekommen, darf sich der Spieler mit seiner
Figur frei in dem Level bewegen. Neben unserer Spielfigur sehen wir noch
eine Herzanzeige, die unser aktuelles Leben wieder spiegelt. Außerdem finden
wir einen Zähler für Legosteine. Diese Anzeige symbolisiert die
Spielwährung. Ihr verdient neue Credits, indem Ihr Objekte zerstört oder
herumliegende Steine einsammelt. Das Geld kann man später in der Cantina
einsetzen um Charaktere, Cheats oder Extras zu kaufen.
Die Währung hat noch eine weitere Bedeutung. Sollte unser Charakter in seine
Einzelteile zerfallen, verliert man einen Teil der Lego-Steine. Ist unser
Konto gut gefüllt, kann nichts schief gehen und das Spiel geht weiter. Wir
sollen nun mit vielen unterschiedlichen Figuren diverse Aufgaben wie z.B.
Schalterrätsel bewältigen. Dabei hat uns der Hersteller gut 36
unterschiedliche Charaktere gegönnt. Von Luke über Leia bis hin zu Han Solo
sind alle bekannten Figuren vorhanden. Wir rennen meist mit mehreren
Spielfiguren durch die unterschiedlichen Levels. Dabei folgen die restlichen
Figuren automatisch unserem spielbaren Charakter. Selbstverständlich handeln
sie auch so, wie der Spieler es vorgibt. Springen oder kämpfen wir, so
machen es unsere Gefolgsleute mehr oder weniger nach. Zwischen den Figuren
darf der Spieler dann auch wechseln. Das macht oft Sinn, denn jeder Held hat
andere Spezialfähigkeiten bzw. manche Handlungen - wie z.B. Schalter drücken
- kann nur von einer bestimmten Figur ausgeführt werden. Hinzu kommen dann
noch Fähigkeiten wie die Macht, Bauen oder das Schweben. Hier ist oftmals
Teamarbeit angesagt. In den Levels treffen unsere Helden selbstverständlich
viele unterschiedliche Gegner. Diese stellen kein wirkliches Problem dar,
denn mit unseren Waffen oder diversen Schlägen kann man sie leicht
niederstrecken. Erledigte Feinde lassen dann noch nette einsammelbare
Objekte zurück. Daneben darf der Spieler auch Fahrzeuge oder andere
Fortbewegungsmittel nutzen. So agieren wir durch die abwechslungsreichen
Levels, kämpfen ankommende Truppen nieder, sammeln nützliche Items ein und
lösen diverse Rätsel.
Technik:
Die Grafik ist ganz nett ausgefallen. Wir werden neben gut animierten und
modellierten Figuren, viele unterschiedliche Umgebungen zu sehen bekommen.
Diese weisen viele kleine Details auf und so bewegt man sich gerne durch die
Levels. Kleine Effekte wie Blitze oder Explosionen sind dann auch noch
vorhanden. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben passenden Ingamegeräuschen wird auch eine stimmungsvolle Musik eingespielt. Diese
klingt zwar sehr künstlich, dennoch kann man ihr gut zuhören. Die Steuerung
ist relativ einfach. Mit dem Steuerkreuz lenken wir unsere Figur. Mit dem
A-Knopf springt unser Charakter und mit B werden Angriffe bzw.
Verteidigungen ausgelöst. Natürlich sind durch unterschiedliche Varianten
diverse Combos möglich. Hinzu kommen Spezialfähigkeiten, die wir mit der L-
und R-Taste ausführen. Außerdem wechselt man mit Select den Spielcharakter.
Hinzu kommt eine zweite Lenkung bei den Fahrzeugen. Diese bewegen wir mit
dem Steuerkreuz und unsere Waffen bzw. Spezialfähigkeiten werden durch
drücken des B-Knopfes bzw. der L-Taste aktiviert. Das war es dann auch
schon. Da die Bedienung relativ einfach ist, wir jeder sehr schnell damit
klar kommen. Die Figuren selber lassen sich angenehm lenken. Allerdings
bedeutet das noch lange nicht, dass wir alle Aktionen sicher ausführen
können. Das kommt leider durch die etwas dürftige Kamera zustande. Oft
versperrt uns ein Objekt oder eine Wand die Sicht. Hinzu kommt, dass uns die
Ansicht häufig einen nicht optimalen Blickwinkel anbietet. Hierdurch sind
vor allem Sprünge reine Glückssache. Etwas dürftig ist auch die
Kollisionsabfrage. Figuren bleiben an nicht sichtbaren Objekten hängen oder
laufen einfach durch Gegenstände hindurch. Außerdem treffen wir unsere
Gegner öfters nicht, obwohl dieser direkt vor uns stehen. Hier hätte der
Hersteller einiges besser machen können. Die KI der Gegner ist ebenfalls
bescheiden. Diese verhalten sich nicht wirklich intelligent. Allerdings
kennt man das ja von solchen Spielen.
Fazit:
Leider kommt die GBA-Version von Lego Star Wars 2: Die klassische Trilogie
nicht ganz an die Klasse der Konsolen-Version heran. Das liegt vor allem an
der etwas bescheidenen Technik. Hinzu kommt, dass wir das Spiel schon nach
wenigen Stunden durchgespielt haben. Dann bleiben nur noch die erneuten
Herausforderungen mit anderen Charakteren übrig. Schade ist auch noch, dass
kein Mehrspielermodus vorhanden ist. Das Spiel hätte im Co-Op-Modus sehr
viel Spaß gemacht. Nett ist allerdings, dass der Spieler vieles - mit
unterschiedlichen Figuren - freispielen darf und so ist der Widerspielwert
reaktiv hoch. Außerdem hat der Hersteller eine gute Mischung aus Action- und
Puzzleeinlagen gefunden. Da wir immer wieder etwas anderes machen müssen,
wird das Spiel nur selten langweilig. Wer also schon immer einmal mit Legofiguren in das Star-Wars-Universum eintauchen wollte, der darf gerne bei
Lego Star Wars 2: Die klassische Trilogie zugreifen. Sind Eure Erwartungen
nicht zu hoch, werden Ihr für ein paar Stunden gut unterhalten.
Features:
- Klassische Star-Wars-Momente. Spiele deine Lieblingsszenen aus den
Episoden IV bis VI nach
- Lösen viele Rätsel, die kreatives Denken und Teamarbeit erfordern
- Charaktere der Original-Trilogie. Schlüpf in die Rolle 36 verschiedener
Charaktere mit einzigartigen Fähigkeiten
- Aufregende Fahrzeug-Level. Spiel und kämpf in stilechten Star
Wars-Fahrzeugen
|