Wer schon immer einmal gegen Werwölfe und
andere Fabelwesen kämpfen wollte, der hat jetzt die Gelegenheit dazu. Atari
veröffentlicht mit Legendary einen Ego-Shooter der uns genau diese Monster
vorsetzt. Entwickelt wurde das Game von Spark Unlimited, die bekannt wurden
durch Turning Point: Fall of Liberty. Erscheinen wird das Game übrigens für
Xbox 360, PS3 und PC. Wir konnten jetzt die fertige Playstation 3-Version
ausgiebig testen. Ob sich das Spiel für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Wie nicht anders zu erwarten war, kommt auch Legendary nicht ohne eine Story
aus. Der Mensch steht nicht mehr an der Spitze der Nahrungskette - jetzt
sind wir die Beute! Tief im staubigen Keller eines New Yorker Museums liegt
das berüchtigtste Artefakt der griechischen Mythologie: die Büchse der
Pandora. Als der Kunstdieb Charles Deckard den Auftrag erhält, die Büchse zu
stehlen, öffnet er sie aus Versehen und befreit mythische Kreaturen, von
denen man bisher dachte, sie seien reine Erfindung. Jetzt beherrschen
gigantische Greifen den Himmel, ausgehungerte Werwölfe lauern in den Straßen
und Deckard wurde mit einem Siegel gebrandmarkt, das das Geheimnis zur
Rettung der Menschheit birgt. Mit der Unterstützung einer paramilitärischen
Geheimtruppe muss er es schaffen, das Tor zwischen der Realität und der Welt
der Mythen zu versiegeln, bevor die Menschheit durch die Zähne und Klauen
der Legenden ein grausames Ende findet. Bevor wir gegen die Monster
antreten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel
gestartet und die erforderlichen Spieldaten installiert wurden, erscheint
das Hauptmenü. Angeboten werden die Punkte Einzelspieler, Multispieler,
Steuerung, Optionen und Abspann. Unter Optionen darf der Gamer nun alle
spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Unter anderem kann man hier auch
den Schwierigkeitsgrad (Leicht/Normal/Schwer) anpassen. Leichte
Einstellungen bei der Lenkung dürft Ihr außerdem bei Steuerung vornehmen.
Verfügt Ihr über eine Netzwerkverbindung, so könnt Ihr auch ein
Mehrspielerspiel wagen. Erwartet aber hier nicht zu viel, denn bis auf
wenige Karten und einer Spielvariante wird nichts anderes angeboten. Die
meisten werden sich allerdings zu Beginn auf den Einzelspielermodus stürzen.
Bevor dieser beginnt, erscheint ein weiteres Menü. Zum einen dürft Ihr Euch
hier die Vorgeschichte ansehen. Mit einfachen Bildern und deutscher
Sprachausgabe werden nette Infos gezeigt. Wer mag, der kann sich daneben
noch unter PDA aufgenommene Objekte, Monster, Ziele, Ausrüstung und
Informationen anschauen. Allerdings werdet Ihr erst im späteren Spielverlauf
hier fündig werden.
Starten wir also endlich in das Abenteuer. Nachdem Ihr den
Schwierigkeitsgrad bestimmt und die Helligkeit eingestellt habt, wird das
Game passend durch ein Intro eingeleitet. Nach dem einführenden Film
schlüpft der Spieler in die Rolle des Helden Deckard. Da das große Chaos im
Museum ausbricht, müssen wir als erstes aus dem Gebäude entkommen. Jetzt
lernen wir durch ein kleines Tutorial die Steuerung ausgiebig kennen.
Selbstverständlich herrscht draußen keine Ruhe und so schnappen wir uns eine
Waffe um gegen die Monster anzutreten. Gespielt wird in bekannter
Ego-Shooter-Manier. Mit diversen Waffen wie Pistole, Maschinengewehr,
diversen anderen Tötungswerkzeugen und Granaten wird alles niedergemetzelt,
was uns vor die Nase rennt. Ihr trefft auf diverse Fabelwesen wie Werwölfe
oder Golem. Daneben werden wir es aber auch mit menschlichen Gegenspielern
wie Söldnern zu tun bekommen. Zum Glück können wir auf ein reichhaltiges
Waffenarsenal zurückgreifen. Das war allerdings noch nicht alles. Neben
unseren normalen Waffen können wir noch eine mysteriöse Macht nutzen.
Hierdurch sammeln wir Energie von Gegnern auf, um unsere Wunden zu heilen.
Außerdem nutzt der Held Schockwellen um Schwachstellen der Gegner
anzugreifen. Agiert wird dann in recht linearen Levels, die uns immer
vorgeben, wohin wir als nächstes sollen. In den Abschnitten schickt uns nun
der Hersteller die diversen Feinde auf den Hals. In regelmäßigen Abständen
tauchen dann auch gigantische Monster wie ein Schrott-Golem auf, die um
einiges widerspenstiger sind. Mit der richtigen Taktik schafft man aber auch
diese Probleme aus der Welt. Daneben müssen wir noch ab und zu ein paar
Schalter drücken und kleine Rätsel bewältigen. Wirklich schwer sind diese
nicht. Das kommt auch dadurch zustande, dass wir eine nützliche Wegfindung
haben. Drücken wir auf die L3-Taste, so wird uns die Richtung unseres
nächsten Ziels direkt angezeigt. Das war es dann auch schon. Viel mehr
werdet Ihr in dem Game nicht machen. So rennen wir nun durch die
Spielabschnitte, kämpfen gegen diverse Fabelwesen, genießen die geskripteten
Ereignisse und folgen der Story und den Filmeinspielungen.
Technik:
Die Grafik haut einen leider nicht vom Hocker. Wie schon erwähnt agieren wir
in sehr linearen Spielabschnitten, die leider keine hochauflösenden Texturen
aufweisen. Zumindest hat der Hersteller an viele Details gedacht. Ganz nett
sind dann auch die fest eingebauten Ereignisse, die ein wenig Schwung in das
Spiel bringen. Auch das es überall rumort und wackelt bringt ein wenig
Stimmung in die Missionen. Das lenkt dann auch ein wenig von den spärlich
texturierten Monstern ab, die wirklich nicht sonderlich gut modelliert
wurden. Einzig die fetten Zwischengegner kommen ein wenig besser rüber.
Ansonsten erblickt Ihr noch vereinzelte Effekte, Feuer und kleinere Licht-
und Schattenspiele. Der Sound hat uns dagegen besser gefallen. Eigentlich
werden wir immer etwas zu hören bekommen. Schreie, Klopfgeräusche oder das
Zischen von Dampf treibt uns hin und wieder den Schweiß auf die Stirn. Etwas
fetter hätten allerdings die Waffen klingen können. Ansprechend ist auch,
dass wir deutsche Sprecher zu hören bekommen. Diese machen ihre Arbeit recht
gut. Die Steuerung ist sehr einfach. Da sich das Spiel am Genre orientiert,
wird jeder Gamer recht schnell mit der Lenkung klar kommen. Da wir dann noch
ein kleines anfängliches Tutorial durchlaufen, startet man ohne lange
Einarbeitungszeit in das Game. Unsere Aktionen lassen sich grundlegend
sicher ausführen und auch das Zielen klappt auf Anhieb. Etwas nervig ist
leider, dass wir immer wieder irgendwo hängen bleiben. Der
Schwierigkeitsgrad ist außerdem recht ausgewogen. Da dieser frei einstellbar
ist, wird jeder Gamer eine passende Herausforderung finden. Fasst man nun
alles zusammen, so gibt es doch ein paar Kritikpunkte die stören.
Fazit:
Legendary hätte ein wirklich gutes Spiel werden können. Die Grundidee mit
den Fabelwesen ist nett und auch die fest eingebauten Ereignisse und Filme
lassen einen gerade zu Beginn recht motiviert in das Spiel einsteigen.
Allerdings flacht die Motivationskurve recht schnell ab, denn wir machen
eigentlich immer das gleiche. Ankommende Feinde werden mit recht
unspektakulären Waffen erledigt und unser Forscherherz schlägt auch nicht
gerade höher, wenn wir durch die linearen Levels rennen. Hinzu kommt dann
noch eine eher mittelmäßige Grafik, die keinen in der heutigen Zeit
begeistert. Wirklich schlecht ist das Spiel aber nicht, allerdings erwartet man
gerade im Ego-Shootergenre einiges mehr. Wer mit den diversen Kritikpunkten
leben kann und gerne mal Fabelwesen abknallen möchte, der darf ruhig
zuschlagen. Erwartet aber nicht zu viel von dem Spiel, denn ansonsten werdet
Ihr einen Kauf bereuen.
Features:
- Ego-Shooter-Erlebnis epischen Ausmaßes
- Dynamische Umgebungen zerfallen, Wolkenkratzer stürzen ein und die
Menschheit geht unter.
- Kämpfe gegen wilde Werwölfe, furchterregende Greifen und andere
gefährliche Kreaturen
- Menschliche Einheiten, die die Büchse unter ihre Kontrolle bringen wollen,
bilden eine zusätzliche Bedrohung in Kämpfen und verleihen dem Spiel eine
weitere Dimension.
- Eine Vielzahl von Feinden - einige sind riesige Giganten, die über zehn
Stockwerke groß sind!
- Im Mehrspieler-Modus können Feinde mit Feuerkraft oder mit den Zähnen und
Klauen der Monster-K.I. vernichtet werden.