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Einleitung:
Action-Rollenspiele gibt es auf dem PC wie
Sand am Meer. Viele Titel wie Diablo, Sacred oder Titan Quest
setzten immer neue Maßstäbe. Jetzt kommt ein neuer Genrevertreter
auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das PC-Action-RPG
Legend: Hand of God. Schon im Vorfeld sorgte das groß angekündigte
Cinematic Combat Systems für Aufsehen. Orks, Oger, Trolle, Goblins
und alle anderen Monster bekommen nun endlich einen heldenhaften
Kampf. Wir konnten das neuste Anaconda-Spiel jetzt genauer unter die
Lupe nehmen. Ob das Game die hohen Erwartungen erfüllen kann,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Legend: Hand of God kommt natürlich nicht ohne eine Story aus. Als
der Held, ein junger Adept des Ordens der Bewahrer der Heiligen
Flamme, kurz vor seiner Aufnahme in den Orden steht, ereignen sich
schreckliche Dinge. In der Nacht seiner letzten Prüfung wird das
Portal, welches der Orden hütete, geöffnet. Durch das Tor strömen
Dämonen, vernichten den Orden und verwüsten das Land. Nur mit Hilfe
der Hand Gottes, einem mächtigen Amulett, können die Dämonen besiegt
werden. Gemeinsam mit einer vorlauten Lichtelfe als Gefährtin macht
sich der Held auf, das legendäre Artefakt zu finden und das Portal
auf ewig zu versiegeln. Bevor wir in das Abenteuer starten, wollen
wir allerdings ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel
installiert und gestartet wurde, erscheint ein stimmungsvolles und
gut inszeniertes Intro. Hierdurch wird die Story passend
eingeleitet. Im Anschluss starten wir mit unserem spielbaren
Charakter in das Spiel. Das oben schon erwähnte Cinematic Combat
System, dass flüssigere und dadurch auch realistischere Kämpfe
ermöglicht, ist nicht das einzige Innovative in dem Spiel. Direkt am
Anfang fällt gleich unser leuchtender und vor allem sprechender
Cursor auf. Wir lenken nämlich unsere Spielfigur mit einer
Lichtelfe. Es ist Luna die neben witzigen Sprüchen auch nützliche
Hinweise von sich gibt. Hinzu kommt, dass sie durch ihr
erleuchtendes Erscheinen die Umgebung aufhellt. Gesteuert wird recht
genretypisch. Mit der Maus klicken wir an die Stelle, an die unsere
Spielfigur sich begeben soll. Alle anderen Aktionen, wie einen
Eingang benutzen oder eine Treppe hinauf gehen, wird ebenfalls mit
einem Klick getätigt. Mit der rechten Maustaste greifen wir dann
auftauchende Feinde mit speziellen Attacken an und mit der mittleren
Maustaste können wir die Kamera drehen bzw. zoomen. Geht Ihr mit der
Maus auf ein Monster, so werden gleich sein Name, die Monsterklasse
und die Lebensenergie angezeigt. Hierdurch können wir unseren Gegner
sofort einschätzen. Durch die vielen Kämpfe oder durch erledigen von
Quests erhält unser Held dann obligatorische Erfahrungspunkte. Je
stärker der Gegner ist, desto mehr Erfahrungspunkte bekommen wir. Ab
einer bestimmten Anzahl an Punkten erreicht eine Figur dann die
nächst höhere Erfahrungsstufe.
Nach jedem Level Up bekommen wir fünf Punkte, die auf die vier
Attribute Stärke, Geschick, Konstitution und Intelligenz verteilt
werden. Welche Werte wir steigern, bleibt natürlich komplett uns
überlassen. Hinzu kommt dann noch, pro Aufstieg ein Punkt für den
Talentbaum. Hier kann man dann aus fünf Pfaden des Ordens der
Heiligen Flamme zwei für sich auswählen. Hierdurch entwickelt sich
die Klasse unseres Charakters. So entsteht zum Beispiel aus dem Pfad
des Kriegers und des Magiers der Kampfmagier. Aus unseren
Attributen, Talenten und den verwendeten Ausrüstungsgegenständen
errechnen sich außerdem sekundäre Werte wie Schaden, Angriff, Leben, Mana, Magiewiderstand, Giftwiderstand, Rüstung, Ausweichen, Blocken
und so weiter. Wir gehen nun auf die Suche nach den drei
verschollenen Artefakten. Dazu müssen wir mit unserem Helden diverse
Aufträge und Nebenquests erledigen. Diese erhalten wir oftmals durch
Gespräche, die wir mit freundlich gesinnten CPU-Figuren führen.
Damit wir den Überblick behalten, gönnt uns der Hersteller ein
Questlog. Hier könnt Ihr alle Quests ansehen, die noch nicht
erledigt sind. Immer wieder gibt es andere Aufgaben die aber
schlussendlich zum gleichen Ergebnis führen: Umgebung erkunden und
fiese Monster erledigen. Dabei kann es selbstverständlich passieren,
dass unser Charakter Schaden nimmt. Schlimmstenfalls segnet er auch
mal das Zeitliche, was allerdings nicht wirklich schlimm ist. In der
virtuellen Welt sind überall magische Steine aufgestellt, die als erneuter
Startpunkt dienen. Hinzu kommen Runen die es uns erlauben, riesige
Distanzen in wenigen Augenblicken zu überbücken. Genretypisch gibt
es in dem Spiel auch unzählige Gegenstände wie nützliche Items,
Rüstungen oder Waffen. Damit rüsten wir dann unseren Charakter aus.
Überflüssige Gegenstände darf man außerdem in der Stadt bei Händlern
verkaufen oder falls das eigene Geld reich, nützlichere Items
kaufen. So agieren wir nun durch die Spielwelt, führen diverse
Gespräche, nehmen einen Auftrag nach dem anderen an, kämpfen gegen
eine Vielzahl von Gegnern, leveln unseren Charakter immer weiter
auf, treiben einen regen Handel mit unzähligen Objekten und folgen
der recht ansprechenden Story.
Technik:
Bei der Technik gibt es kaum wirkliche Kritikpunkte. Wir agieren zum
einen in einer schönen Landschaft, die viele Details und eine üppige
Vegetation aufweist. Viele nett anzusehende Effekte sind genauso
vorhanden, wie tolle Licht- und Schattenspiele. Hinzu kommt, dass
die Figuren gut animiert und modelliert wurden. Allerdings wird die
Grafikpracht recht schnell beendet, wenn wir näher heranzoomen.
Jetzt werden matschige Texturen sichtbar. Der Sound bewegt sich auf einem guten
Niveau. Die stimmungsvolle Musik nervt selbst nach mehreren Stunden
nicht und durch diverse Ingamegeräusche wird ein ordentliches
Ambiente erschaffen. Sehr professionell sind auch die deutschen
Synchronsprecher, die ihre Arbeit wirklich gut machen. Die Steuerung
ist ebenfalls kinderleicht. Zu jeder Zeit werden unsere Aktionen
sicher ausgeführt und selbst mit den übersichtlichen Menüs kommt
jeder sofort klar. Der Schwierigkeitsgrad ist leider etwas heftig
ausgefallen. Allerdings ist dieser nicht unfair. Man braucht halt
nur bestimmte Stärken um z.B. einen Bossgegner zu besiegen. Außerdem
bietet das Spiel drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade an. Haben
wir das Spiel auf normal beendet, so kann man das Abenteuer noch
einmal in einer etwas schwierigeren Variante versuchen. Fasst man
nun alles zusammen, so kann die technische Seite voll überzeugen.
Fazit:
Legend: Hand of God ist ein wirklich ordentliches Actionrollenspiel.
Es revolutioniert zwar nicht das Genre, dennoch kann es für viele
Stunden sehr gut unterhalten. Das Aufbauen macht jede Menge Spaß,
die Gegner sind immer wieder eine Herausforderung und genügend zu
entdecken gibt es in dem Spiel auch noch. Hinzu kommen genretypische
Rollenspielelemente und eine nette Story. Das Gameplay selber ist
allerdings simpel: Aufträge
abholen, Umgebung erkunden, Gegner erledigen und die eigene Figur
aufbauen. Hier hätte man sich ein wenig mehr Abwechslung gewünscht.
Allerdings wurde alles in eine nette Grafik gepackt und durch die vielen
witzigen Dialoge taucht man recht schnell in das Spiel
ein. Auch der Widerspielwert ist durch die unterschiedlichen
Schwierigkeitsgrade und die verschiedenen Kombinationen bei den
Charakterklassen recht hoch. Wer also aktuell ein gutes Action-RPG
sucht, der sollte Legend: Hand of God nicht beim Händler verstauben
lassen. Uns hat das Game wirklich gut gefallen und daher können wir
eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Action-Rollenspiel im Fantasy-Setting
- Atemberaubende 3D-Grafik dank der eigens für Action-Rollenspiele
entwickelten Master Engine
- Lichtelfe als Mauscursor/dynamisches Beleuchtungssystem
- Cinematic Combat System
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