Einleitung:
Fans der Legacy of Kain-Reihe dürfen
sich freuen, denn über Eidos kommt der neuste Teil der Legacy of
Kain-Reihe mit dem Titel Legacy of Kain: Defiance auf den Markt. In
diesem Spiel steuert der Spieler Raziel und Kain gemeinsam durch das
Reich von Nosgoth. Wir konnten jetzt die fertige PC-Version testen.
Ob der aktuellste Teil an die Erfolge der Vorgängerspiele anknüpfen
kann erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Im Mittelpunkt des neusten Legacy of Kain-Abenteuer stehen die
beiden Blutsauger Raziel und Kain, die in bester Vampirmanier durch
die Levels streifen. Natürlich darf eine interessante Story nicht
fehlen. Das Spiel knüpft direkt an die Geschehnisse der
Vorgängerspiele an. Kain und Raziel sind zurück und agieren nun
gemeinsam gegen ihre Feinde. Genaueres wollen wir jetzt nicht
verraten … nur eins können wir noch sagen - die Story ist einfach
toll. Am Anfang von Legacy of Kain: Defiance agieren die beiden
Helden noch getrennt. Im laufe des Spiels werden sich die beiden
Blutsauger aber treffen. Nebenbei werden in dem Spiel auch viele
Fragen beantwortet die noch offen sind. Spieler die noch keinen Teil
der Serie gespielt haben brauchen aber keine Angst zu haben. Es ist
nicht zwingend notwenig die Story zu kennen. Trotzdem werden
Spieler, die mit der Geschichte vertraut sind, einiges mehr
verstehen wie Neueinsteiger. Wir starten das Spiel mit dem fiesen
Kain. Ein wenig später schlüpfen wir dann auch in die Rolle von
Raziel. Jetzt aber keine Panik denn beide Figuren lassen sich fast
identisch steuern. Spezialattacken fehlen bei beiden genauso wenig
wie diverse Kampfmanöver, die wir im späteren Spielverlauf
automatisch erlernen. Natürlich fehlen die beliebten blutrünstigen
Attacken auch nicht und so dürft Ihr Euch schon einmal auf Angriffe
wie Blutrausch freuen, wo Ihr Gegner in die Luft befördert um sie
aufzuschlitzen. Man muss ja schließlich seinen Ruf als blutrünstigen
Vampir pflegen. Ansonsten werden die Feinde mit diversen Schlägen
und Kombos erledigt, was genau soviel Spaß macht.
Wer es nicht ganz so blutrünstig mag darf auch Telekinese einsetzen.
So werden dann Gegner gegen Mauern oder Spieße geschleudert. Aber
auch Entfernungen können so schnell überwunden werden, denn nicht
immer kommen die Gegner auf Euch zu. Stehen sie zum Beispiel auf
Podesten ist dieses Mittel genau richtig um sie in Reichweite
unserer Waffen zu bringen. Tauchen dann mal mehrere Feinde auf wird
es nicht zu hektisch. Das liegt vor allem daran das der Rechner
immer nur einen Gegner angreifen lässt. Die anderen warten solange
bis sie an der Reihe sind. Trotzdem nehmen wir auch mal Schaden und
so müssen wir unsere Lebensleiste wieder auffüllen. Was bietet sich
näheres an als unsere Gegner auszusaugen. Mit ihrem Blut oder Seelen
wird unsere Lebensleiste wieder aufgefüllt. Wir müssen hierbei
höllisch aufpassen, dass die Leiste nie komplett leer wird. Passiert
dieses werden wir die nicht gerade gelungene Speicherfunktion kennen
lernen. Speichern kann der Spieler zwar so oft er will aber nach
einem Ladevorgang werden wir nur am letzten Kontrollpunkt entlassen.
Das nervt vor allem nach langen Hüpfaktionen die dann noch einmal
bestritten werden müssen. Diverse Sprungeinlagen werden wir dann
genauso erleben wie die oben erwähnten Kämpfe. Ansonsten dürfen wir
wie in guten Action-Adventure-Spielen üblich kleinere und größere
Rätsel lösen, Schalter betätigen oder Wände einstürzen lassen um
weiter zu kommen. Gitter sind dann auch keine großen Probleme denn
wir gleiten einfach hindurch. Da beide Akteure dann auch noch den
Gleitflug beherrschen überwinden sie größere Abgründe mit
Leichtigkeit. So agieren wir nun immer abwechselnd mit beiden
Protagonisten durch die gut gemachten Kapitel.
Technik:
Technisch sieht das Spiel recht gut aus. Vor allem die großen Level,
die gut gemachte Präsentation und die Aktionsmöglichkeiten lassen
wieder einmal viele andere Spiele alt aussehen. Die Spielfiguren und
die Umgebungen werden unheimlich detailliert wiedergegeben.
Natürlich sind auch bombastische Licht- und Schatteneffekte sowie
Spezialeffekte vorhanden. Ein wenig schade ist nur das sich das
Level-Design im späteren Spielverlauf immer wieder wiederholt. Ein
wenig mehr Vielfalt hätte hier nicht geschadet. Was wir aber zu
sehen bekommen ist vom feinsten. Ein wenig wird das positive Bild
dann durch die vollautomatische Kameraführung getrübt. Diese hat
nämlich ihre Macken, weil sie nicht immer alles aus dem idealen
Winkel zeigt. Bei Kämpfen verschwindet unsere Figur auch mal hinter
einem Objekt und die Kamera bleibt dann noch an manchen Ecken
hängen. Hinzu kommen dann noch diverse Kameraschwenks die vor allem
im Sprung stören. So landen wir oftmals neben unserem angestrebten
Ziel, weil gerade vor dem Absprung die Kamera umschwenkt. Trotz
dieser Aussetzer kann man mit der Kamera aber zufrieden sein. Beim
Sound kann das Spiel dann wieder voll zuschlagen. Imposant wird ein
Sound eingespielt der kaum besser sein könnte. Es werden immer die
passenden Geräusche verwendet die genauso gut klingen wie die Musik.
Diese erzeugt durch ihre Dynamik eine gute Stimmung. Die Story wird
dann noch durch gute Synchronstimmen wiedergegeben, die ebenfalls
extraklasse sind. Die Steuerung ist schnell erlernt und eigentlich
kann man jede Aktion sicher ausführen. Wer die Möglichkeit hat
sollte aber ein Pad nutzen. Mit der Tastatur macht man sich nur
selber das Leben schwer. Was ein Spieler dann nur noch vermisst, ist
die Kartenfunktion, die mal wieder nicht vorhanden ist. Da die
Levels recht groß sind wäre hier eine übersichtliche Karte
angebracht. Fasst man alles zusammen so kann das Spiel insgesamt als
technisch gelungen betrachtet werden.
Fazit:
Fans der Vampir-Serie werden sich bei Legacy of Kain: Defiance
sofort wohl fühlen. Zwar stören die Kamera und das wiederholende
Leveldesign ein wenig, aber wenn man sich erst einmal damit
abgefunden hat fallen diese Kritikpunkte kaum störend auf. Ansonsten
überwiegen die wahren Stärken des Spiels. Hier erwarten Euch große
Level die optisch eine wahre Augenweide sind. Viel Action und wilde
Kämpfe werden Euch schnell die Zeit vertreiben. Die Spielzeit geht
dann auch noch sehr zügig vorbei, weil eine gute Story vorhanden ist
- die vor allem durch die sehr guten Synchronsprecher erzählt wird.
So vergehen die knapp 15 bis 20 Stunden Spielzeit wie im Flug. Wer
also die anderen Spiele der Serie mochte sollte bei Legacy of Kain:
Defiance sofort zuschlagen. Aber auch Neueinsteiger werden einen
Kauf nicht bereuen, auch wenn sie ein wenig bei den Enthüllungen
benachteiligt werden. Trotzdem dürfen auch sie sich auf ein
spannendes Spiel freuen. Legacy of Kain: Defiance ist ein wirklich
tolles Action-Adventure-Spiel das kaum Wünsche offen lässt.
Features:
- Zwei spielbare Charaktere: Raziel und Kain, die mächtigen Fürsten
der Finsternis.
- Gameplay ist deutlich action-orientierter: Der Spieler besitzt
alle grundlegenden Action-Fähigkeiten schon zu Beginn. Steuerung der
Schlagkombinationen ist intuitiver, fantastische AirFatality-Combos.
- Dynamische Kamera: Arbeitet mit kinoähnlichen Schwenks, statt
starr hinter den Charakteren zu schweben.
- Telekinese-Fähigkeiten für eine Vielzahl neuer Möglichkeiten im
Kampf.