Einleitung:
Die Fernseh-Serie Law & Order wird in
den USA schon seid über zehn Jahren erfolgreich produziert. Auch bei
uns kennen viele diese Kriminalserie. Die ersten 66 Folgen liefen in
Deutschland unter dem Originaltitel "Law & Order". Anschließend
wurde der Name in "Die Aufrechten - Aus den Akten der Straße"
geändert. Wer schon immer einmal selber einen Fall aufklären wollte
hat nun die Gelegenheit dazu. Über The Adventure Company erscheint
das zweite Legacy Interactive Spiel zur Serie mit dem Titel Law &
Order 2 - Intrigen auf der Spur. Wir konnten dieses PC-Spiel nun
testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt erfahrt Ihr in unserem
Review.
Zum Spiel:
Am Anfang muss der Spieler erst einmal bestimmen welche besonderen
Fähigkeiten er hat. Zur Auswahl stehen die Schwerpunkte
Spurensicherung, Befragungen, Teamwork oder Organisation. Diese
Einstellungen wirken sich dann im späteren Spielverlauf aus. Nachdem
das Spiel gestartet wurde sieht der Spieler einen Film, wodurch die
Story eingeleitet wird. In einem Auto wird ein Wissenschaftler
erschossen aufgefunden. Dieser hat an einem geheimen Projekt
gearbeitet. Wir sollen nun, im ersten Abschnitt des Spiels, den
Mörder ausfindig machen und überführen. Das Spiel selber orientiert
sich stark an die Fernsehserie. Wir agieren am Anfang neben dem
Ermittler Lennie Briscoe. Der Spieler muss nun viele Rätsel lösen um
den Fall aufzuklären. Meistens sammeln wir dafür Gegenstände ein und
lassen sie dann im Labor untersuchen. Sind diese Tests dann fertig,
so werden wir über unser Handy benachrichtigt. Anschließend können
wir selber bestimmen ob wir erst noch einen anderen Ort aufsuchen
oder direkt ins Labor fahren wollen. Mit den gesammelten Beweisen
kann der Spieler nun nötige Durchsuchungsbefehle oder Überwachungen
beantragen. An den jeweiligen Orten finden wir immer wieder neue
Hinweise. Allerdings ist das Spiel auch voll mit unnötigen
Gegenständen die uns nicht weiterbringen. Es ist also nicht jedes
Objekt ein Beweisstück.
Wollt Ihr nichts übersehen, so müsst Ihr auf alles achten und jede
Spur untersuchen. Dieses verschlingt dann auch die meiste Zeit.
Unwichtige Objekte darf der Akteur aus seinem Inventar entfernen.
Dadurch wird neuer Platz geschaffen. Leider ist das Inventar ein
wenig unübersichtlich. Mit der Entsorgung von Objekten muss ein
Spieler allerdings vorsichtig sein, denn ist ein Objekt erst einmal
aus dem Inventar gelöscht, kann es nicht wieder zurückgeholt werden.
Ebenfalls wichtig sind die Verhöre im Spiel. Der Spieler kann
hierbei aus einer Reihe von vorgegebenen Fragen eine passende
aussuchen. Es ist allerdings ein wenig merkwürdig, dass die Fragen
oft Themen ansprechen von denen wir noch nichts wissen dürften.
Kleine Rätsel wie Puzzleaufgaben sollen wir dann auch noch
bewältigen. Stück für Stück tragen wir alle Beweise zusammen bis wir
einen Verdächtigen überführen können. Damit ist unsere Arbeit aber
noch nicht beendet. Um den Verdächtigen wirklich hinter Schloss und
Riegel zu bringen müssen wir nun die Gerichtsverhandlung
durchführen. Hier tragen wir alle Beweismittel zusammen, verhören
Zeugen und halten am Ende im Gerichtssaal unser Plädoyer. Außerdem
müssen wir auch noch bei der gegnerischen Verteidigung Einspruch
einlegen, wenn diese irrelevant Fragen stellt. Machen wir unsere
Aufgabe gut erhält der Verdächtige seine gerechte Strafe.
Technik:
Wer den ersten Teil kennt wird optisch keine großen Veränderungen
feststellen. Wir agieren immer noch in einer 360° Egoperspektive und
klicken uns Bild für Bild durch die Umgebungen. An wichtigen Orten
wird dann in die Nahansicht umgeschaltet. Wieder einmal wirkt alles
etwas steril. Weder viele Figuren noch große Animationen werden wir
im Spiel erblicken. Zumindest werden beim öffnen von einem
Handschuhfach oder einer Schublade kleine Animationen eingespielt.
Diese sehen allerdings nicht besonders gut aus. Hinzu kommt das die
Grafik ein wenig verschwommen wirkt. Besser kommen die Figuren
rüber. Sie ähneln ihren Vorbildern sehr stark. Etwas negativ fallen
die langen Ladezeiten auf. Da ständig etwas geladen wird stört
dieses den Spielfluss ein wenig. Der Sound schneidet ein wenig
besser ab. Mit der Musik kann man ganz gut leben und die Gespräche
sind passend synchronisiert worden. So machen die vielen Gespräche
wirklich Spaß. Die Sprachqualität ist allerdings eher mittelmäßig.
Mit der Steuerung wird jeder schnell klar kommen. Wir steuern
hauptsächlich mit der Maus und nutzen die Tastatur nur selten. Mit
unserem Cursor klicken wir nun auf alles was wichtig erscheint.
Automatisch gelangen wir in das gut sortierte Menü. Hier dürfen wir
schnell zwischen allen wichtigen Bereichen hin und her schalten.
Objekte lassen sich leicht verschieben und alle Schaltflächen sind
gut sichtbar auf den einzelnen Seiten angebracht. Fasst man alles
zusammen so ist die Technik in Ordnung. Allerdings wird auch nicht
viel geboten. Vor allem optisch hätte man einiges mehr machen
können. Da das Spiel aber auch auf kleineren Rechnern läuft kann man
mit dem gezeigten gut leben.
Fazit:
Wer den ersten Teil mochte darf ohne Probleme beim zweiten
zuschlagen. Law & Order - Intrigen auf der Spur ist ein netter Mix
aus Detektivstory und Gerichtsdrama. Wie in der Serie müssen wir in
beiden Bereichen agieren, was wirklich Spaß macht. Leider gibt es
einige Macken bei der Grafik. Hier hätte der Hersteller einiges
besser machen können. Zumindest dürfen wir uns auf die guten
deutschen Synchronstimmen freuen die motiviert sprechen. Das
überdeckt dann auch, dass wir eigentlich immer das gleiche machen.
Umgebungen untersuchen, Objekte einsammeln, ins Labor bringen und
viele Verhöre durchführen. Da aber alles in eine interessante Story
verpackt ist nimmt man die etwas nervigen Punkte gerne hin.
Schließlich will man wissen wer hinter dem Mord steckt. Hinzu kommt
dann noch der Bereich im Gericht. Dieser ist genauso spannend wie
die Detektivarbeit. Wer also die Serie oder den ersten Teil mag darf
ohne Bedenken zugreifen. Allerdings erwartet gerade bei der Technik
nicht zu viel.