|
Einleitung:
Golfspiele gibt es auf
jedem Videospielsystem wie Sand am Meer. Es existiert allerdings eine
ähnliche Sportart, die zumindest im realen Leben noch verbreiteter ist:
Minigolf. In jeder Stadt gibt es unzählige Minigolfplätze, an denen
Hobbygolfer mehr oder weniger erfolgreich Ihr Können unter Beweis stellen.
Es bietet sich daher auch an, ein passendes Spiel auf den Markt zu bringen.
So ein Genrevertreter kommt jetzt von Oxygen Games in den Handel. Es handelt
sich dabei um das Game King of Clubs. Dieses erscheint übrigens für Nintendo
Wii, Playstation 2 und PSP. Alle drei fertigen Versionen konnten wir uns
jetzt ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel für Minigolfsimulationsfans
lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Das Spiel King of Clubs verwandelt den Minigolfplatz in einen verrückten
Hindernisparcours. Vor ausladenden Weltraumkulissen, in kitschigen
Tropenlandschaften oder zwischen ausgestopften Dinosauriern kämpft der
Spieler um den Titel des schrägsten und besten Golfers. Bevor wir allerdings
den Golfschläger schwingen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen.
Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü.
Hier kann man wahlweise unter Optionen die spielrelevanten Einstellungen
vornehmen oder sich mit Freunden im Mehrspielermodus vergnügen. Mit bis zu
vier Spielern darf man dann bei Spielarten wie Kopf an Kopf, Grand Prix oder
Party heiße Duelle austragen. Für die meisten dürfte allerdings erst einmal
der Singleplayermodus interessant sein. Nachdem man den entsprechenden Punkt
aktiviert hat, bestimmt man ein Profil. Anschließend werden uns fünf
Spielarten angeboten. Am Anfang bietet sich der Übungsbereich für jeden
ambitionierten Minigolfspieler an. Hier darf man in aller Ruhe das Spiel,
die Bahnen und die Steuerung kennen lernen. Nett ist auch der Modus
Maulwurf-Jagd. Mit unseren Bällen soll hier jeder Maulwurf getroffen werden,
der sich auf dem Platz blicken lässt. Bei Speed Golf dagegen geht es um
Geschwindigkeit. Um König des Speed Golf zu werden, muss der Akteur so
schnell wie möglich seinen Ball einlochen. Kommen wir nun zu den wirklich
wichtigen Spielarten. Bei Turnier stellt man sich bei diversen
Veranstaltungen den absoluten Golf-Assen. Nur der Beste wird am Ende auf dem
Siegerpodest stehen. Viel interessanter ist der Karrieremodus. Bei dieser
Spielart hat man die Möglichkeit eine Minigolferkarriere zu bestreiten und
viel Geld zu verdienen. Dazu muss man Platzrekorde verbessern, ein Ass
machen oder das Par des Platzes erreichen.
Egal welche Spielart Ihr nun auswählt, irgendwann geht es endlich auf den
Platz, wo wir uns nun den unterschiedlichen Herausforderungen stellen. Damit
wir nicht schnell gelangweilt den Controller zur Seite legen, gönnt uns der
Hersteller viele unterschiedliche Kurse. Ganze 10 Kurse, die aus jeweils
neun Löcher bestehen, warten nur darauf von uns bezwungen zu werden. Dabei
wurde auch auf optische Vielfalt gesetzt. Fünf verschiedene Gebiete und
Zeitzonen erfreuen unser Auge und so spielen wir mal in Urzeitumgebungen
oder in der Zukunft. Hinzu kommen noch versteckte Bonus-Kurse. Die Bahnen
selber wurden ebenfalls unterschiedlich gestaltet. Hier bewegt sich wirklich
alles. Hindernisse wie Tore, Stoßleisten, Falltüren, Wasserlöcher, Öllachen,
Aufzüge oder Teleportfelder sorgen dafür, dass der Ball nicht so einfach in
das Loch gespielt werden kann. Gespielt wird dann mit einem von zehn
wählbaren Charakteren. Das war bei weitem noch nicht alles. Daneben gibt es
noch Spezialausrüstungen wie den Wonder Ball oder Superschläger, die uns
entscheidende Vorteile einbringen. Im Profi-Shop kann man mit verdienter
Knete fast alles bekommen und so schlägt ein Minigolferherz schnell höher.
Um hier allerdings die Sau raus zu lassen, muss die Knete erst einmal auf
dem Platz verdient werden. Also begeben wir uns mit unserer Spielfigur auf
die Minigolfbahn und versuchen so schnell wie möglich die Hindernisse zu
überwinden. Das ist allerdings nicht so einfach, denn der direkte Weg ist
nicht immer der Beste. Hinzu kommen viele Pickups die wir einsammeln können.
Diese bringen uns dann neue Bälle, Geld oder andere Vorteile ein. Mit
unserer Figur richten wir uns vor einem Schlag passend aus. Eine Hilfslinie
deutet dabei an, wie der Ball nach dem Schlag läuft. Im Anschluss wird eine
Powerleiste eingeblendet. Jetzt muss der Gamer im richtigen Moment den
Aktionsknopf drücken und der Schlag wird ausgeführt. Das war es dann auch
schon. Eigentlich brauchen wir nicht viel mehr zu machen, wie die kleinen
Fallen im Kurs zu überlisten um dann zielsicher den Ball einzulochen. Dazu
kann man dann noch den Spielball oder Schläger wechseln. Wer am Ende die
wenigsten Schläge benötigt, gewinnt das Spiel.
Technik:
Die Grafik haut einen bei allen drei Version nicht gerade vom Hocker. Wenig
detaillierte Levels werden wir genauso zu sehen bekommen, wie matschige
Texturen und etwas mager modellierte und animierte Spielfiguren. Zumindest
wurden die Kurse in immer anderen Landschaften gepackt. Vor allem, weil sich
in den Abschnitten viel bewegt, kommt ein wenig Freude auf. Nett sind auch
die vielen unterschiedlichen Bahnen, die unzählige Hindernisse aufweisen. Da
dann auch noch die Anzahl recht hoch ist, werden wir sehr viel zu tun
bekommen. Bis wir alle Kurse gesehen und die Rekorde aufgestellt haben,
werden unzählige Stunden vergehen. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen
Niveau. Die Musik zum Beispiel kann einen zu Beginn noch gut unterhalten. Da
sich die Stücke aber oft wiederholen, nerven sie nur noch mit der Zeit.
Daneben werden noch vereinzelte Geräusche eingespielt. Allerdings muss man
auch bedenken, dass es sich hierbei um eine Minigolfsimulation handelt. Viel
mehr kann man wohl nicht erwarten. Die Steuerung ist bei allen drei
Versionen relativ einfach. Das fällt allerdings auch nicht schwer, denn
wirklich viel muss der Gamer nicht machen. Eine Hilfslinie zeigt gut an,
wohin sich der Ball bewegt und so braucht man nur noch den richtigen
Kraftaufwand zu bestimmen und schon wird der Ball sehr kontrolliert
gespielt. Bei der Wii-Version müssen wir noch erwähnen, dass man den Schlag
auch mit dem Bewegungssensor ausführen darf. Hier schwingt man einfach die
Wii-Fernbedienung im Golfschwung und schon wird die gewünschte Aktion
ausgeführt. Nervig ist außerdem die Kamera. Oftmals versperrt die Spielfigur
die Sicht und so muss man ständig an der Kamera drehen um der Hilfslinie zu
verfolgen. Fasst man nun alles zusammen, so kann die technische Seite nur
bedingt überzeugen. In der heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig mehr
von so einem Spiel.
Fazit:
Wirklich ansprechend ist das Spiel leider nicht. Das Gameplay ist viel zu
monoton, denn eigentlich müssen wir in jedem Level das gleiche
machen. Da hilft es auch nur wenig, dass viele unterschiedliche Kurse
angeboten werden. Nett ist nur, dass man in den Spielabschnitten viele
Objekte einsammeln darf, die diverse Vorteile einbringen. Hierdurch muss der
Akteur ständig gut überlegen, wie er einen Ball möglichst effektiv spielt.
Schließlich wollen wir so viele Gegenstände wie möglich bekommen. Etwas spaßiger wird es, wenn man
mit anderen menschlichen Spielern ein Match bestreitet. Hier kann man sich
zumindest gegenseitig motivieren, um ein paar Stunden am Ball zu bleiben.
Das klappt beim Einzelspiel leider nur selten. Das Spiel kann grundlegend
nur durch die vielen Levels und die etwas schräge Aufmachung überzeugen.
Dafür muss man sich mit einer eher mittelmäßigen Grafik, Präsentation, einer
schlechten Kamera und einem monotonen Gameplay auseinandersetzen. Wer damit
leben kann und schon immer ein Minigolfspiel in seine Spielsammlung
aufnehmen wollte, der darf gerne bei King of Clubs zuschlagen.
Features:
- 10 durchgeknallte Kurse mit jeweils neun Löchern Witzige Spielmodi
inklusive dem rasanten Speed Golf
- Fünf verschiedene Gebiete und Zeitzonen: Urzeit, Mittelalter, Ägypten,
Tropenlandschaft und die Zukunft
- Versteckte Bonus-Kurse
- Hindernisse wie Tore, Stoßleisten, Falltüren, Wasserlöcher, Öllachen,
Aufzüge oder Teleportfelder
- 10 wählbare Charaktere wie Astronaut, Punk-Girl oder Holzfäller
Spezialausrüstung wie der Wonder Ball oder der Superschläger verleihen den
entscheidenden Vorteil
- Mehrspielermodi für bis zu vier Spieler
|