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Einleitung:
Mit dem Aufbau-Strategiespiel Kinder des
Nils bringt Sega und Atari den ersten Titel der Immortal
Cities-Spielereihe auf den deutschen Markt. Entwickelt wurde das
Spiel übrigens von Tilted Mill Entertainment Inc., die bekannt
wurden durch die Pharao- und Caesar-Spiele. Wir konnten jetzt die fertige
PC-Version
testen. Ob sich das Spiel für Fans des Genres lohnt, erfahrt ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
In dem Spiel Kinder des Nils geht es nicht um Gebäude, sondern um
die Menschen. Wie im richtigen Leben sind Gebäude nur Unterkünfte
für Menschen mit all ihren Wünschen und Bedürfnissen - Orte, an
denen sie Leben und Arbeiten. Der Spieler greift nicht in die
Lebensläufe dieser Menschen ein. Stattdessen schafft er die
Vorraussetzungen, damit Familien von einfachen Dorf- und
Landbewohnern zu Ladeninhabern aufsteigen oder sogar eines Tages
einen der angesehenen Berufe ergreifen können. Falls die
Bedürfnisse der Bürger nicht erfüllt werden, können diese ihrem
Gemeinwesen den Rücken zukehren. Sind wir ein gutes Oberhaupt, so
wird man uns lange ehren. Andernfalls werden wir gestürzt. Bevor wir
die Herrschaft über eine Zivilisation ergreifen, sollten wir erst
einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde
sieht der Spieler erst einmal ein nettes Intro. Anschließend findet
er sich im Hauptmenü wieder. Dort erblickt er die Punkte: Spielen,
Editor und Spieleinstellungen. Unter dem letzten Punkt dürfen wir
alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Beim Editor erhalten
wir die Anleitung für die Erstellung eigener Szenarien. Am Anfang
sollten wir natürlich erst einmal den Menüpunkt Spielen anklicken.
Dieser bringt uns in das nächste Menü. Unter anderem geben wir hier
unserer Dynastie einen Namen. Daneben finden wir eine Reihe von
Buttons. Mit Spiel fortsetzen können wir ein altes Spiel
weiterspielen. Wollen wir lieber auf einen Spielstand zurückgreifen
nutzen wir einfach den Button Spiel laden. Da wir am Anfang noch
keinen Spielstand haben müssen wir uns natürlich auf die anderen
Punkte stürzen. Neueinsteiger kann man nur raten den Lernmodus
anzugehen. Hier wird einem in kleinen Schritten alles beigebracht.
Haben wir die Grundlagen verstanden bieten sich die Spielarten
Kampagne und Szenario an. Bei Kampagne durchspielen wir einige
miteinander verbundene Szenarien und lernen so die
Geschichte Ägyptens kennen. Bei dem Button Szenario spielen wir
dagegen einzelne Aufträge die nicht Teil einer Kampagne sind. Zu
Beginn eines neues Szenarios oder einer Kampagne müssen wir eine
Herausforderungsstufe wählen. Bei der Stufe "Einfach" werden die
Menschen z.B. nicht so schnell unzufrieden, Nahrungsmittel können
einfacher produziert werden und der Spieler kann bei geringem
Prestige mehr gebildete Arbeitskräfte einstellen. Durch die
unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen wird also jeder eine passende
Herausforderung finden. In dem Spiel dreht sich alles um den Aufbau
unserer Stadt. Wir sind der Pharao Ägyptens, der eine prachtvolle
Hauptstadt und die dazugehörige Nation gründet. Der Spieler muss
eine große und effiziente Regierung aufbauen, damit er seine Ziele
verwirklichen kann. Ein florierender Privatsektor unterstützt dabei
die Regierung. Das schaffen wir natürlich nicht in einer kurzen
Zeit, sondern es wird viele Generationen dauern. Die Errichtung
einer angemessenen Grabstätte für uns sichert dabei die Stabilität
beim Übergang der Macht eines Herrschers auf den nächsten.
In der Stadt und dem umgebenen Gebiet wohnen viele Dorfbewohner, die
wir zu einer Gesellschaft aus spezialisierten Arbeitern und Bürgern
zusammenschweißen müssen. Durch den Bau bestimmter Arten von
Gebäuden bestimmen wir welcher Tätigkeit unser Volk nachgeht. Ihr
müsst nun Gebäude wie Unterkünfte, Tempel, Silos, Kasernen und
andere Gebäude - die man für eine anständige Infrastruktur benötigt
- errichten. Die Bedürfnisse und die Zufriedenheit unseres Volkes
sollte natürlich immer beachtet werden. Sind unsere Untertanen
unzufrieden führt dieses schnell zu Steuerhinterziehung, desertieren
bei der Armee oder zu Streiks. Greifen wir nicht schnell genug ein
kann es sogar zum Sturz unserer Regierung kommen. Die Nahrungsmittel
sind in dem Spiel nicht nur zum Verzehr gedacht. Sie sind auch die
einzige Währung. Wir müssen also immer drauf achten das genug davon
vorhanden ist. Die Bürger ernähren sich natürlich zuerst von diesen,
bevor sie die Nahrungsmittel benutzen um andere Dinge wie
Haushaltswaren zu kaufen. Die Nahrungsmittel werden übrigens auf
landwirtschaftlichen Anwesen angebaut, die von Bauernfamilien
bearbeitet und von Edelleuten verwaltet werden. Wollen wir mehr
Nahrung, so müssen wir dafür sorgen, das weitere Anwesen
bewirtschaftet werden. Die Bürger erwarten natürlich einiges von
unserem Staat. So müssen wir dafür sorgen das Krankenhäuser genauso
vorhanden sind wie Bestattungs- und Kultdienste. Für ausreichende
Freizeitmöglichkeiten, Bildung und die Sicherheit sind wir natürlich
ebenso zuständig. Daher brauchen wir ein kleines aber feines Heer,
genauso wie eine Stadtwache die Räuber vertreibt. Ist unsere Stadt
sicher genug werden Händler angelockt die Marktplätze bauen und
Handelsverbindungen errichten. Natürlich gibt es noch viele weitere
Punkte auf die wir achten müssen. Nur mit einem funktionierenden
Staat werden wir unsere Ziele verwirklichen können. Unser Prestige
ist ebenfalls sehr wichtig. Wir steigern dieses durch
Monumente, militärische Erfolge und verschiedene Leistungen auf dem
Welt-Level. Ein anständiger Palast mit opulenten Gärten sollte
auch nicht fehlen. Bei allen baulichen Aktivitäten sollte man die
geographische Lage immer beachtet. Da wir uns am Nil befinden
werden wir es immer wieder mit Überschwemmungen zu tun bekommen.
Diese sollten möglichst unsere Felder erreichen und nicht
lebenswichtige Gebäude. Ihr merkt schon, dass wir einiges zu tun
bekommen. Das Spiel bietet so viele Variationen das wir diese gar
nicht alle auflisten können. So dürfen wir uns nun in die
unterschiedlichen Aufgaben stürzen und eine große Nation aufbauen.
Technik:
Das Spiel hat eine zeitgemäße Grafik. Die Umgebung glänzt dabei
nicht nur mit vielen Details, sondern auch mit annehmbar animierten
Figuren. Außerdem erblicken wir viele unterschiedliche Gebäude.
Passende Licht- und Schatteneffekte fehlen auch nicht. Hinzu kommt
eine frei dreh- und zoombare Kamera, die es uns sogar ermöglicht in
einzelne Straßen hinein zu sehen. Hierdurch können wir der
Bevölkerung bei ihrem Leben zusehen. Die Städte sehen insgesamt sehr
lebendig aus. Alle Bewohner gehen ihrem Leben nach und neben der
Arbeit ist auch immer wieder mal Zeit für ein kleines Schwätzchen.
Allerdings gibt es auch Punkte die weniger gut sind. Ein wenig
Schade ist, dass die Schlachten nicht dargestellt werden. Man wird
lediglich über den Ausgang informiert. Hier hätte der Hersteller
ruhig mehr machen können. Die Menüs sind auch noch ein wenig
unübersichtlich und man benötigt schon einige Zeit um sich in diesen
zurechtzufinden. Bis auf die Menüs wird man aber recht gut mit der
übrigen Steuerung klar kommen. Die ganze Zeit begleitet uns ein
passender Sound. Die Musik kann hier ebenso überzeugen wie die
übrigen Soundeffekte und die Sprachausgabe. Schade das Kinder des
Nils keinen Mehrspielermodus bietet. Mit mehreren Nationen bzw.
Spielern würde das Spiel noch mehr Spaß machen. So dürfen wir uns
nur in die Soloaufgaben stürzen. Insgesamt hat der Hersteller aber
ein gutes Ambiente erschaffen, welches einen immer wieder motiviert
weiter zu machen. Am Anfang fällt dieses allerdings nicht leicht,
denn es vergeht einiges an Zeit bis man das Spiel versteht. Zum
Glück wird uns durch das Lernprogramm ausreichend Hilfe
angeboten. Hat man das Spiel dann endlich verstanden wird man
dennoch im
späteren Spielverlauf oftmals überfordert. Nur selten behält der
Spieler den kompletten Überblick. Trotz
kleiner Macken kann man aber mit der Technik insgesamt zufrieden
sein.
Fazit:
Nimmt man alles zusammen so kann
Kinder des Nils
insgesamt überzeugen. Ihr
werdet wirklich viel in dem Spiel zu tun bekommen. Langeweile kommt
garantiert nicht auf. Allerdings wird es nicht selten vorkommen,
dass Ihr den Überblick verliert. Es geschieht einfach zu viel in
Eurer Stadt und den umliegenden Gebieten. Trotzdem kommt man nicht
von dem Spiel los, sobald man erst einmal so richtig eingestiegen
ist. Kinder des Nils bietet einfach alles was man sich von so einem
Spiel wünscht. Neben einer netten Grafik und Sound kann vor allem
das Gameplay überzeugen. Allerdings wird es einige Zeit dauern bis
Ihr so richtig in das Spiel einsteigen könnt. Der Anfang ist recht
zäh und selbst mit der Hilfe im Spiel und dem Handbuch wird es
Stunden dauern bis alles klappt. Ein wenig nervig ist auch noch,
dass wir ständig von unseren Bürgern belästigt werden. Irgendwo
fehlt immer etwas. Frust
kommt dann auch noch auf, wenn die Zufriedenheit immer weiter sinkt,
obwohl wir wirklich alles für unser Volk machen. Manche Levels
werden wir daher unfreiwillig öfters als nur einmal spielen. Durch
diese kleinen Macken ist der Schwierigkeitsgrad relativ hoch. Gerade
Genreneulinge könnten hierdurch schnell die Lust verlieren. Trotz
kleinerer Kritikpunkte macht das Spiel aber grundlegend Spaß. Wer
also einen knackigen Schwierigkeitsgrad mag darf bei diesem Aufbau-Strategiespiel zuschlagen.
Features:
- Weltpremiere: Tauchen Sie ein in das erste historische
Städtebauspiel mit grandioser 3D-Grafik!
- Optimale Bedienung: Das revolutionäre Benutzer-Interface sorgt für
eine intuitive Steuerung.
- Wie in Wirklichkeit: Die künstliche Intelligenz des Spiels wurde
auf die natürlichen, menschlichen Verhaltensweisen abgestimmt.
- Planen Sie mit Bedacht: Ihre Regierungsarbeit und Ressourcen-Abbau
wirkt sich auch langfristig aus, und ist für den Erfolg Ihrer
Zivilisation von größter Bedeutung.
- Für die Ewigkeit: Errichten Sie atemberaubende Monumente, um zur
unsterblichen Legende zu werden.
- Krieg und Frieden: Erobern Sie neue Provinzen oder erweitern Sie
Ihr Reich durch Diplomatie und Handel.
- Unendlicher Spielspaß: Dank Kampagnen- und Karten-Editoren
entwerfen Sie im Handumdrehen eigene Szenarien.
- Priester, Kranke, Edelleute, Arbeiter und Soldaten sind nur ein
kleiner Teil Ihrer bedeutenden Zivilisation.
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