|
Einleitung:
In einer Welt am Rande
eines globalen Konflikts steht Ihr an der vordersten Front. Im Gegensatz zu
anderen Spielen sollt Ihr keinen Krieg verhindert, sondern einen beginnen.
Bei dem Namco-Spiel Kill Switch handelt es sich um ein
Third-Person-Action-Shooter. Nach der Konsolen-Version kommt nun auch
endlich der PC Ableger auf den Markt. Auf dem Computer muss das Spiel sich
allerdings gegen eine Vielzahl von Konkurrenzprodukten durchsetzen. Wir
konnten nun die fertige PC-Version testen. Ob das Spiel das Potenzial zum
Hit hat oder ob es in der breiten Masse der Spiele untergeht erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Leider ist eine Story so gut wie nicht vorhanden. Ihr werden oftmals nur in
Missionen geworfen die eigentlich immer gleich ablaufen. Der Spieler
schlüpft bei Kill Switch in die Rolle eines hochspezialisierten und
feuerspritzenden Soldaten mit einer dunkler Vergangenheit. Über 15 Missionen
führen Euch an weltweite Schauplätze wie den Mittleren Osten, das kaspische
Meer oder Nordkorea. Wie in solchen Spielen üblich könnt Ihr bei den
Aufträgen auf ein reichhaltiges Waffenarsenal zurückgreifen.
Maschinenpistolen sind genauso vorhanden wie Schrotflinten oder diverse
Granaten. Neben der Third-Person-Perspektive kann der Spieler zusätzlich in
eine Zoomansicht umschalten. Ziele lassen sich so oftmals leichter treffen.
Wir laufen jetzt aber nicht nur ballernd durch die Levels. Vielmehr muss der
Spieler taktisch vorgehen und mögliche Deckungen geschickt ausnutzen. Mauern
aber auch Autos sollen in unserer Taktik genauso einbezogen werden wie
Kisten oder Säulen. Mit einem Mausklick lehnt sich unsere Spielfigur an
einem Objekt an und aus der Deckung können wir die Gegner dann angreifen.
Dieses ist um einiges sicherer, als wenn wir frontal auf unsere Feinde
zulaufen. Möchten wir allerdings wie Rambo Gegner erledigen, so dürfen wir
das auch machen. Allerdings ist diese Vorgehensweise um einiges schwieriger
als wenn wir aus einer sicheren Deckung agieren. Hinzu kommt eine geringere
Trefferrate. So kämpft Ihr nun gegen einen Gegner der sich recht Intelligent
verhält. Eine weitere Schwierigkeit kommt auf, da sich unser Held nicht
viele eigene Treffer erlauben kann. Schon nach wenigen Schüssen sinken wir
zu Boden. So ist größte Vorsicht angesagt damit wir den nächsten Abschnitt
erreichen. Erfolgreich bestehen wir die Levels eigentlich nur, wenn wir
taktisch klug vorgehen und unsere Waffen geschickt einsetzen. Außerdem
sollte jede Deckung genutzt werden. Aktionen wie Blindfeuern schützen unser
Leben zusätzlich. Der Spieler agiert nun in den unterschiedlichen Missionen
um die ewig gleichen Ziele zu erledigen. Eine gewisse Zeit kann das Spiel
aber trotz der einseitigen Aufgaben fesseln. Zwar wird man nicht viele
unterschiedliche Aktionen ausführen aber das Gameplay aus Action und Taktik
stimmt. Leider wird diese Spielart aber mit der Zeit langweilig. Ein wenig
mehr Abwechslung hätte dem Spiel wirklich gut getan. Außerdem vermisst man
einen Mehrspielermodus der das Gameplay ein wenig verlängern würde. Dieser
ist dann aber nicht vorhanden und so ist Kill Switch schon nach wenigen
Stunden durchgespielt. Schade ist dann auch noch das die Spielabschnitte
sehr linear aufgebaut sind. Verlaufen könnt Ihr Euch also nicht.
Technik:
Ungeübten Spielern wird der hohe Schwierigkeitsgrad Probleme bereiten. Wer
schnell frustriert ist wird Kill Switch nicht lange spielen. Ein paar Sorgen
macht dann auch noch die automatische Kamera. Wir können aber neben der
Vogelperspektive auch nötige Blickwinkel frei einstellen. Trotzdem kommt es
gerade in hektischen Situationen vor, dass wir den Überblick verlieren.
Leichte Verzögerungen im Spiel sorgen dann auch noch dafür das wird ab und
zu unnötig sterben. Die Steuerung geht leicht von der Hand. Mit der Maus und
der Tastatur hat man fast alles im Griff. Optisch wird dann leider nur
Mittelmaß geboten. Die verwaschenen Texturen sehen leider nicht immer gut
aus, was aber durch die netten Effekte und Lichtspielereien überblendet
wird. Im späteren Spielverlauf werdet Ihr dann eine bessere Grafik zu sehen
bekommen. Der Sound kann überzeugen. Waffengeräusche werden genauso gut
wiedergegeben wie die Umgebungsgeräusche. Außerdem dürft Ihr guten
Synchronsprechern lauschen. Fasst man alles zusammen so ist das Spiel
technisch ganz ordentlich gelungen. Fans des Genres werden mit den kleinen
Macken gut leben können.
Fazit:
Kill Switch hat positive aber auch negative Punkte. Gefallen kann das
Feature mit der Deckung. Dieser Bereich ist wirklich gut gelungen. Die
Aktionen gehen hier leicht von der Hand und nach wenigen Minuten nutzt man
automatisch jedes Objekt was nützlich erscheint. Auch die deutsche
Lokalisierung und der Sound sorgen dafür, dass ein gutes Ambiente geschaffen
wird. Mit Maus und Tastatur lässt sich das Spiel auch annehmbar steuern.
Leider ist aber nicht alles Perfekt. Vor allem die fast nicht vorhandene
Story hätte besser sein können. So wird man recht unmotiviert in die
einzelnen Missionen geschickt. Die Aufträge reißen einen dann auch nicht vom
Hocker, da man immer wieder das gleiche machen muss. Besser hätte auch die
Optik ausfallen können. Man sieht sehr stark, dass dieses Spiel eigentlich
für die Konsolensysteme bestimmt war. Der PC bzw. der Monitor fordert doch
mehr von einem Game. Leider ist Kill Switch dann auch noch sehr kurz
ausgefallen. Die wenigen Aufträge können vor allem am Anfang überzeugen.
Leider ändert das aber nichts an dem einseitigen und sehr linearen Gameplay.
So entwickelt sich das Spiel zu einem kurzzeitigen Vergnügen. Wer also
Actionspiele mit Stealtheinlagen mag wird für wenige Stunden Spaß bekommen.
Features:
- Third-Person-Ansicht und realistische Animationen
- Abwechslungsreiche Schauplätze mit 6 umfassenden Missionen und über 15
Levels
- Special-Moves und Deckungsmanöver durch Offensive-Cover-System sind
möglich
- Komplexe KI
- Umfangreiches, feuerstarkes Waffenarsenal
|