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Einleitung:
Braingame bringt mit Käpt'n Säbelzahn ein
neues 3D Jump´n Run-Spiel auf den deutschen Markt. In Norwegen zählt der
Pirat Käpt'n Säbelzahn längst zu den beliebtesten Kinderbuchfiguren. Jetzt kann man sich auch endlich auf dem PC in die
Piratenabenteuer stürzen. Schon beim Kauf kommt die erste kleine
Überraschung, denn das Game kostet gerade einmal 15 Euro. Ob sich eine
Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie üblich kommt so ein Spiel nicht ohne eine kleine Rahmenhandlung aus. Wir
schlüpfen in die Haut des kleinen Tiny, der davon träumt, ein Pirat in der
Crew des gefürchteten Käpt'n Säbelzahn zu werden. Um dieses Ziel zu
erreichen, muss er in fünf Szenarien die vier Teile einer Schatzkarte finden
und diese zusammenfügen. Dabei durchlebt er jede Menge Abenteuer und muss
sich in Schwertkämpfen behaupten, klettern, springen oder nach Schätzen
graben. Bevor wir allerdings in das Spiel starten, wollen wir erst einmal
ganz von vorne anfangen. Nachdem Käpt'n Säbelzahn installiert und gestartet
wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten Spiel starten, Tutorial und
Auflösung. Unter zu letzt genannten Punkt kann man die Auflösung des Spiels
einstellen. Am Anfang sollte jeder erst einmal das Tutorial durchspielen.
Hier darf der Akteur die erste Sequenz des Spiels in aller Ruhe anspielen.
Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Nachdem Ihr einen Namen und den
Schwierigkeitsgrad bestimmt habt, kann das Abenteuer endlich beginnen. Nach
einem kleinen Film - inkl. deutscher Sprachausgabe - schlüpfen wir in die Haut
des kleinen Tiny. Mit ihm agieren wir nun recht frei in den einzelnen
Levels. Gesteuert wir grundlegend mit den Pfeiltasten der Tastatur. Hinzu
kommt die Leertaste, wenn Aktionen ausgeführt werden sollen. Diese werden
durch passende Symbole angekündigt und so weiß der Spieler immer, wann er
was machen soll. Wir untersuchen nun mit unseren kleinen Helden die
Umgebung. Dabei finden wir reichlich Münzen, die sich auch mal in Kisten
oder Fässern verstecken. Letztere zerschlagt Ihr recht einfach mit Eurem Schwert. Um an
das Gold zu kommen, muss der Spieler oftmals kleinere Sprungeinlagen absolvieren,
Leitern oder Kanten erklimmen, Schätze ausgraben und Fallen überlisten.
Hinzu kommen diverse Rätsel wie Kisten schieben oder Schalteraufgaben.
Versperrt uns mal eine verschlossene Tür den Weg, so muss man erst einmal
den passenden Schlüssel finden. Da dieser immer recht nah versteckt ist, stellt
die Suche kein wirkliches Problem für uns dar. Schaffen wir es,
alle Goldschätze und Goldmünzen zu finden, die im ganzen Spiel versteckt
sind, bekommt der Spieler ein Seeräuberdiplom von Käpt ´n Säbelzahn, dass er
sich ausdrucken und an die Wand hängen kann. In dem Spiel agieren wir an
diversen Orten. Diese erreicht man mit dem Schiff. Auf einer Karte werden
alle erreichbaren Spielabschnitte angezeigt und nach einem Klick begeben wir
uns direkt zu den unterschiedlichen Inseln. Das geschieht recht häufig, denn es
kommt öfters einmal vor, das wir in einem Level nicht weiter kommen - da uns
z.B. eine Schaufel oder Lampe fehlt. Also zurück zur ersten Insel, wo ein Händler
alles Mögliche anbietet. Mit dem erworbenen Objekt kann man dann
zurückfahren und weiter spielen. Leider fällt hier schnell auf, dass wir
oftmals unnötig hin und her geschickt werden. Nur wenn wir einen
Hinweis erhalten, kann man spielrelevante Gegenstände kaufen. Bei den
Überfahrten kommt es ab und zu zum Kampf. Jetzt wird in einen
Schießmodus umgeschaltet. Treffen wir das gegnerische Schiff an der
richtigen Stelle, so ist uns der Sieg sicher. Auseinandersetzungen gibt es
auch an Land. Diverse Gegner wie z.B. Piraten, Affen oder Skelette haben es
auf uns abgesehen. Stürmen diese auf unsere Spielfigur zu, so zückt der
kleine Racker schnell sein Schwert.
Nach ein paar Schlägen, gehen unsere Widersacher dann direkt zu Boden. Dabei kann Tiny
auch Schaden nehmen. Zum Glück findet der Spieler viele kleine Äpfel, die unsere
Lebensleiste wieder auffüllen. Im Spiel trefft Ihr außerdem
herumstehende Personen, mit denen man reden darf. Da sie immer wieder
Informationen geben, lohnt sich oftmals ein Gespräch. Allerdings ist nicht jeder
freundlich gestimmt. So agieren wir nun in den diversen Spielabschnitten,
suchen diese nach Münzen ab, lösen kleinere Geschicklichkeitsaufgaben und
kämpfen gegen anstürmende Gegner.
Technik:
Die Grafik hinkt aktuellen Topgames meilenweit hinterher. Neben matschigen
Texturen, wurden kaum Details, Effekte oder Objekte eingebaut. Alles wirkt
ein wenig trist und so kommt kaum Stimmung auf. Allerdings muss man auch erwähnen, das Käpt'n
Säbelzahn ohne Probleme auf älteren Rechnern läuft. Neben der etwas dürftigen Umgebung,
werden wir diverse Figuren erblicken. Diese wurden leider recht
klobig modelliert und animiert. Selbst unsere eigene Spielfigur läuft sehr
staksig durch die Levels. Ein wenig entschädigt werden wir zumindest durch
den Sound. Neben kleinen Ingamegeräuschen wird eine stimmungsvolle Musik
eingespielt. Nett sind auch die deutschen Synchronstimmen, die den
Charakteren Leben einhauchen. Das ganze wird dann noch durch kleine
Zeichentrickfilme zusammengehalten. Hierdurch agieren wir nicht
grundlos durch die Levels. Leider ist die Qualität auch hier nicht
sonderlich hoch, denn die Movies wurden viel zu stark komprimiert. Mit der
Steuerung wird jeder sofort klar kommen. Das liegt vor allem daran, dass wir
kaum etwas machen können. Neben den Pfeiltasten braucht der Spieler eigentlich nur
noch die Leertaste drücken. Schon wird eine Aktion
ausgeführt. Diese wird dann im Vorfeld durch ein Symbol passend angekündigt.
Etwas nervig ist dann noch die Kollisionsabfrage. Viel zu oft bleiben wir an
Kanten hängen oder suchen vergeblich einen aktionsrelevanten Ort. Vor ausgiebigen Jump´n Run Einlagen braucht Ihr Euch ebenfalls nicht zu fürchten. Springen
muss unsere Figur nur an bestimmten Stellen, die ausgewiesen wurden. Drücken
wir dann die Taste, wird der Rest automatisch ausgeführt. Ein paar Probleme
macht dann noch die Kamera. Nicht immer hat diese alles im Blick und da wir
den Blickwinkel nicht nachkorrigieren dürfen, verlieren wir oftmals die
Orientierung. Wirklich schlimm ist dieses allerdings nicht. Fasst man nun alles zusammen,
so kann die technische Seite leider nicht überzeugen. In der heutigen Zeit
erwartet man doch ein wenig mehr.
Fazit:
Käpt'n Säbelzahn ist ein nettes Spiel, dass allerdings nur jüngere Spieler
anspricht. Das liegt jetzt nicht nur an dem sehr einfachen Gameplay. Auch
der Schwierigkeitsgrad wird nur ungeübte Spieler ansprechen. Die Aufgaben
sind genauso leicht, wie die Kämpfe oder Rätsel. Da die Story dann ebenfalls etwas
schwach ausfällt, muss man sich schon selber motivieren um weiter zu
spielen. Zumindest gönnt uns der Hersteller viele kleine abwechslungsreiche
Aufgaben. Diese trösten aber nicht darüber hinweg, das wir in einem
technisch veralteten Spiel agieren. Die Grafik ist armselig und die
Steuerung nervig. Zum Glück dauert das Spiel nicht allzu lange. Schon nach
wenigen Stunden ist das Ende erreicht und dann kann man nur noch auf
verfehlte Münzen jagt machen. Man muss allerdings auch erwähnen, dass Käpt'n
Säbelzahn gerade einmal 15 Euro kostet. Das erklärt schon alleine, dass
dieses Jump´n Run Spiel nicht mit aktuellen Genregrößen mithalten kann.
Berücksichtigt man den Anschaffungspreis, so muss man dem Spiel zumindest
ein gutes Preis-Leistungsverhältnis zusprechen. Wer also nichts gegen
technisch veraltete Spiele hat und auf Käpt'n Säbelzahn steht, der darf
gerne bei diesem kostengünstigen Titel zugreifen. Alle anderen sollten
lieber die Finger von dem Game lassen.
Features:
- Liebevolles 3D Jump´n Run
-· In Anlehnung an den gleichnamigen Film
- Viele abwechslungsreiche Locations wie Jungel, Strand, Schloss, Vulkanberg
- Viele Actionparts wie Schwertkämpfe, Klettern, Springen, nach Schätzen
graben etc.
- Ausdruckbares Diplom nach erfolgreichem Abschluss des Spiels
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