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Kaan: Das Schwert des Barbaren - Review (PS2)

Wertung:
64 %

Einleitung:  

Schon vor Monaten erschien das Spiel Kaan auf dem PC. Nun ist es endlich auf der Playstation 2 soweit. Bei dem Spiel handelt es sich um eine Mischung aus Hack´n Slay und Jump & Run Spiel, wo der Spieler in einer Comicwelt die Rolle eines stolzen Barbaren übernimmt. Beim Kauf des Spiels wird die erste Freude aufkommen, denn Kaan wird zum Preis von 34,99 Euro angeboten. Ob die Freude anhält und ob das Spiel trotz des niedrigen Preises überzeugen kann erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Irgendwo in einer mittelalterlichen Welt: Horden des teuflischen Zauberers Tothum Siptet überfallen eine kleines, friedliches Königreich. Alles liegt in Schutt und Asche. Verzweifelt sucht die Königin nach einem mutigen Krieger, der stark genug ist das Böse zu besiegen. In dieser hoffnungslosen Situation führt das Schicksal plötzlich den jungen, kampferfahrenen Barbaren Kaan zu Ihr. Er soll nun den mystischen Stein der Hoffnung wieder finden und die Macht des Zauberers brechen. Schafft er dieses so wird das Königreich gerettet. Alle Hoffnungen werden auf den kleinen Helden gesetzt und so bricht Kaan zu seinem großen Abenteuer auf. Damit wir nicht ganz grundlos in dem Spiel agieren wird das Geschehen in eine kleine Geschichte gepackt. Die Story wird durch deutsche Texte erzählt, die immer wieder eingeblendet werden. Sprachausgabe und comictypische witzige Einlagen findet man so gut wie gar nicht in diesem Spiel. Leider denn so wirkt die Story wie ein nötiges Übel.

Der Spieler schlüpft nach der ersten Einleitung in die Rolle des Barbaren Kaan. Optisch wird das Spiel und die Figuren in einem netten Comicstil präsentiert und dieser Stil setzt sich dann über das ganze Spiel fort. Mit der Spielfigur Kaan könnt Ihr nun springen, zwei unterschiedliche Angriffe ausführen und eine Sturmattacke tätigen. Wenn Gefahr droht kann der Held sich auch noch ducken oder hinter seinem Schild verstecken. Das Schild kann aber noch viel mehr, denn es wehrt zusätzlich Pfeile oder Angriffe ab. Mit der Zeit stehen dem Helden weitere Waffen und Schilde zur Verfügung, die sich darin unterschieden, das er damit auch neue Angriffe oder zusätzliche Aktionen (wie weitere Sprünge) ausführen kann. Zusätzlich darf Kaan auch magische Spezialattacken anwenden. Die normalen Schläge können dann noch mit Combos erweitert werden. Je mehr Combos der Spieler schafft, desto mehr Punkte bekommt er in dem Spiel.

Der Spieler wird die Schlagaktion in dem Spiel am häufigsten ausführen. Nicht nur bei Gegnern wird diese eingesetzt, sondern auch bei diversen Kisten, Fässer usw. die teilweise extra Items freigeben. Daneben bietet das Spiel auch Jump & Run Einlagen, da der Held diverse Fallgruben, Speerfallen oder Flammen überwinden muss. Die Gegner sind recht vielfältig und so bekommt Ihr es mit Rittern, Skeletten aber auch Käfern zu tun. Leider sind die Feinde keine richtigen Gegner da sie keine wirkliche KI besitzen. Außerdem tauchen sie einfach nur auf und verschwinden genauso schnell wieder, wenn die Spielfigur ein paar Meter gegangen ist. Nachdem die Feinde erscheinen greifen sie ohne jede Taktik an. Oft genug kommt es dann auch noch vor, dass sie einfach stehen bleiben und als Futter für den Barbaren dienen. Wirkliche Kämpfe kommen so kaum zustande.

Ab und so muss die Spielfigur auch mal einen Schaden hinnehmen der durch die Feinde aber auch durch Stürze verursacht wird. Wenn die Lebensenergieleiste sinkt kann der Spieler diese aber recht schnell wieder durch Äpfel oder andere Lebensmittel aufbauen, die auftauchen, wenn Gegenstände wie Kisten zerschlagen werden. Zusätzlich lohnt sich das zerstören der Kisten, weil zusätzlich Schildsymbole auftauchen. Diese bringen am Levelende weitere Bonuspunkte ein. Wenn ein Level beendet wird kommt aber noch mehr. Die Zeit wird z.B. angezeigt, die der Spieler benötigt hat um das Level zu beenden. Außerdem werden die getöteten Gegner und die Anzahl der Combos aufgelistet. Anschließend könnt Ihr Euch in einer Arena beweisen, wo ein Massenkampf ansteht. Hier soll Kaan so viele Gegner wie möglich schlagen um dann zusätzliche Ausrüstungsgegenstände zu bekommen.

 

Technik:

Das Spiel bietet rund 18 verschiedene Levels die recht altertümlich aufgebaut sind. Leider sind die Levels recht lieblos gestaltet worden. Zwar wurden auch mal ein paar Objekte und Pflanzen platziert aber das war es dann auch schon. Die Texturen sehen auch nicht viel besser aus. Zwar wird das Spiel in einen feinen Comicstil präsentiert, aber wenn man sich z.B. die Wände genau anschaut, fragt man sich schnell, warum nicht mehr gemacht wurde. Zumindest bewegen sich die Figuren recht ansehnlich - was ein wenig entschädigt. Kleine Effekte wie Flammen usw. lockern die Optik dann auch noch ein wenig auf. Nicht viel besser ist der Sound. Viel bekommt der Spieler nämlich nicht zu hören. Eintönige Musik und leichte Kampfgeräusche sind die einzigen Töne die eingespielt werden. Zumindest klingen diese recht gut. Da noch nicht einmal eine Stimme die Story erzählt wird auch kein schönes Ambiente vermittelt und so müsst Ihr recht unmotiviert in das nächste Level gehen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die KI der Gegner. Sie ist eigentlich überhaupt nicht vorhanden da die Feinde einfach nur direkt auf Kaan zugehen. Lange verfolgen sie unsern Helden auch nicht denn sie werden einfach wieder ausgeblendet wenn der Held sich ein wenig weg bewegt. Kommt es doch zum Kampf reicht monotones Tasten drücken aus um zu gewinnen. Positiv fällt zumindest die Steuerung auf die recht gut gelungen ist. Aber auch hier gibt es kleine Macken die vor allem bei den Sprungeinlagen nerven. Betrachtet man bei der Technik alles zusammen so bleiben viele Wünsche offen.

 

Fazit:

Wirklich Positiv fällt eigentlich nur der Preis auf. Das war es dann auch schon mit den positiven Punkten, denn das Spiel bietet nicht viel. Der Comicflair kann zumindest noch überzeugen und selbst die Sprungeinlagen, die Waffen und die Arenen machen eine weile Spaß. Allerdings wird der Spiele die meiste Zeit unmotivierte Gegner niederstrecken und Kisten zerlegen. Da die KI der Gegner sehr gering ist kommt nur dann Spannung auf, wenn Fallen überwunden werden müssen. Wenn dann wenigstens die Story mehr bieten würde, wie ein paar Texte und kurze Sequenzen, könnte das agieren zumindest mehr Spaß machen. Leider ist dieses aber nicht der Fall und so muss man schon ein echter Fan dieses Genre sein um weiter zu spielen. Zumindest ist eine kleine Geschichte vorhanden und so knüppeln wir nicht ganz ohne Grund alles nieder was uns vor die Füße fällt. Technisch ist das Spiel ebenfalls nicht zeitgemäß. Es wird zwar ein netter Comicstil gezeigt der sich aber nicht durch Vielfalt auszeichnet. Die Texturen sind genauso öde wie der Detailreichtum und so wird kaum ein Spieler aus der Reserve gelockt. Zumindest macht das Spiel für kurze Zeit Spaß und da es relativ günstig auf den Markt kommt kann man hier zumindest nicht meckern. Ältere Spieler die ein anspruchsvolles Hack´n Slay bzw. Jump & Run Spiel suchen werden bei Kaan wenig Spaß finden. Jüngere Spieler könnten durch die einfache Spielweise dann zumindest ein wenig unterhalten werden. Da das Spiel ab 6 Jahre ist dürfte es wohl auch nur bei dieser Zielgruppe gut ankommen.

 

 

 

Screenshots:

Wertungsbox:

Kaan: Das Schwert des Barbaren (PS2)

 
 Kaan - Barbarian's Blade
EUR 34,99
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Grafik: 62 %  
Sound: 66 %  
Bedienung: 76 %  
Singleplayer: 58 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 55 %  
Gesamtwertung:  64 %  



 

 

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