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Einleitung:
Schon vor Monaten erschien
das Spiel Kaan auf dem PC. Nun ist es endlich auf der Playstation 2 soweit.
Bei dem Spiel handelt es sich um eine Mischung aus Hack´n Slay und Jump &
Run Spiel, wo der Spieler in einer Comicwelt die Rolle eines stolzen
Barbaren übernimmt. Beim Kauf des Spiels wird die erste Freude aufkommen,
denn Kaan wird zum Preis von 34,99 Euro angeboten. Ob die Freude anhält und
ob das Spiel trotz des niedrigen Preises überzeugen kann erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Irgendwo in einer mittelalterlichen Welt: Horden des teuflischen Zauberers
Tothum Siptet überfallen eine kleines, friedliches Königreich. Alles liegt
in Schutt und Asche. Verzweifelt sucht die Königin nach einem mutigen
Krieger, der stark genug ist das Böse zu besiegen. In dieser hoffnungslosen
Situation führt das Schicksal plötzlich den jungen, kampferfahrenen Barbaren
Kaan zu Ihr. Er soll nun den mystischen Stein der Hoffnung wieder finden und
die Macht des Zauberers brechen. Schafft er dieses so wird das Königreich
gerettet. Alle Hoffnungen werden auf den kleinen Helden gesetzt und so
bricht Kaan zu seinem großen Abenteuer auf. Damit wir nicht ganz grundlos in
dem Spiel agieren wird das Geschehen in eine kleine Geschichte gepackt. Die
Story wird durch deutsche Texte erzählt, die immer wieder eingeblendet
werden. Sprachausgabe und comictypische witzige Einlagen findet man so gut
wie gar nicht in diesem Spiel. Leider denn so wirkt die Story wie ein
nötiges Übel.
Der Spieler schlüpft nach der ersten Einleitung in die Rolle des Barbaren
Kaan. Optisch wird das Spiel und die Figuren in einem netten Comicstil
präsentiert und dieser Stil setzt sich dann über das ganze Spiel fort. Mit
der Spielfigur Kaan könnt Ihr nun springen, zwei unterschiedliche Angriffe
ausführen und eine Sturmattacke tätigen. Wenn Gefahr droht kann der Held
sich auch noch ducken oder hinter seinem Schild verstecken. Das Schild kann
aber noch viel mehr, denn es wehrt zusätzlich Pfeile oder Angriffe ab. Mit
der Zeit stehen dem Helden weitere Waffen und Schilde zur Verfügung, die
sich darin unterschieden, das er damit auch neue Angriffe oder zusätzliche
Aktionen (wie weitere Sprünge) ausführen kann. Zusätzlich darf Kaan auch
magische Spezialattacken anwenden. Die normalen Schläge können dann noch mit
Combos erweitert werden. Je mehr Combos der Spieler schafft, desto mehr
Punkte bekommt er in dem Spiel.
Der Spieler wird die Schlagaktion in dem Spiel am häufigsten ausführen.
Nicht nur bei Gegnern wird diese eingesetzt, sondern auch bei diversen
Kisten, Fässer usw. die teilweise extra Items freigeben. Daneben bietet das
Spiel auch Jump & Run Einlagen, da der Held diverse Fallgruben, Speerfallen
oder Flammen überwinden muss. Die Gegner sind recht vielfältig und so
bekommt Ihr es mit Rittern, Skeletten aber auch Käfern zu tun. Leider sind
die Feinde keine richtigen Gegner da sie keine wirkliche KI besitzen.
Außerdem tauchen sie einfach nur auf und verschwinden genauso schnell
wieder, wenn die Spielfigur ein paar Meter gegangen ist. Nachdem die Feinde
erscheinen greifen sie ohne jede Taktik an. Oft genug kommt es dann auch
noch vor, dass sie einfach stehen bleiben und als Futter für den Barbaren
dienen. Wirkliche Kämpfe kommen so kaum zustande.
Ab und so muss die Spielfigur auch mal einen Schaden hinnehmen der durch die
Feinde aber auch durch Stürze verursacht wird. Wenn die Lebensenergieleiste
sinkt kann der Spieler diese aber recht schnell wieder durch Äpfel oder
andere Lebensmittel aufbauen, die auftauchen, wenn Gegenstände wie Kisten
zerschlagen werden. Zusätzlich lohnt sich das zerstören der Kisten, weil
zusätzlich Schildsymbole auftauchen. Diese bringen am Levelende weitere
Bonuspunkte ein. Wenn ein Level beendet wird kommt aber noch mehr. Die Zeit
wird z.B. angezeigt, die der Spieler benötigt hat um das Level zu beenden.
Außerdem werden die getöteten Gegner und die Anzahl der Combos aufgelistet.
Anschließend könnt Ihr Euch in einer Arena beweisen, wo ein Massenkampf
ansteht. Hier soll Kaan so viele Gegner wie möglich schlagen um dann
zusätzliche Ausrüstungsgegenstände zu bekommen.
Technik:
Das Spiel bietet rund 18 verschiedene Levels die recht altertümlich
aufgebaut sind. Leider sind die Levels recht lieblos gestaltet worden. Zwar
wurden auch mal ein paar Objekte und Pflanzen platziert aber das war es dann
auch schon. Die Texturen sehen auch nicht viel besser aus. Zwar wird das
Spiel in einen feinen Comicstil präsentiert, aber wenn man sich z.B. die
Wände genau anschaut, fragt man sich schnell, warum nicht mehr gemacht
wurde. Zumindest bewegen sich die Figuren recht ansehnlich - was ein wenig
entschädigt. Kleine Effekte wie Flammen usw. lockern die Optik dann auch
noch ein wenig auf. Nicht viel besser ist der Sound. Viel bekommt der
Spieler nämlich nicht zu hören. Eintönige Musik und leichte Kampfgeräusche
sind die einzigen Töne die eingespielt werden. Zumindest klingen diese recht
gut. Da noch nicht einmal eine Stimme die Story erzählt wird auch kein
schönes Ambiente vermittelt und so müsst Ihr recht unmotiviert in das
nächste Level gehen. Ein weiterer Kritikpunkt ist die KI der Gegner. Sie ist
eigentlich überhaupt nicht vorhanden da die Feinde einfach nur direkt auf
Kaan zugehen. Lange verfolgen sie unsern Helden auch nicht denn sie werden
einfach wieder ausgeblendet wenn der Held sich ein wenig weg bewegt. Kommt
es doch zum Kampf reicht monotones Tasten drücken aus um zu gewinnen.
Positiv fällt zumindest die Steuerung auf die recht gut gelungen ist. Aber
auch hier gibt es kleine Macken die vor allem bei den Sprungeinlagen nerven.
Betrachtet man bei der Technik alles zusammen so bleiben viele Wünsche
offen.
Fazit:
Wirklich Positiv fällt eigentlich nur der Preis auf. Das war es dann auch
schon mit den positiven Punkten, denn das Spiel bietet nicht viel. Der
Comicflair kann zumindest noch überzeugen und selbst die Sprungeinlagen, die
Waffen und die Arenen machen eine weile Spaß. Allerdings wird der Spiele die
meiste Zeit unmotivierte Gegner niederstrecken und Kisten zerlegen. Da die
KI der Gegner sehr gering ist kommt nur dann Spannung auf, wenn Fallen
überwunden werden müssen. Wenn dann wenigstens die Story mehr bieten würde,
wie ein paar Texte und kurze Sequenzen, könnte das agieren zumindest mehr
Spaß machen. Leider ist dieses aber nicht der Fall und so muss man schon ein
echter Fan dieses Genre sein um weiter zu spielen. Zumindest ist eine kleine
Geschichte vorhanden und so knüppeln wir nicht ganz ohne Grund alles nieder
was uns vor die Füße fällt. Technisch ist das Spiel ebenfalls nicht
zeitgemäß. Es wird zwar ein netter Comicstil gezeigt der sich aber nicht
durch Vielfalt auszeichnet. Die Texturen sind genauso öde wie der
Detailreichtum und so wird kaum ein Spieler aus der Reserve gelockt.
Zumindest macht das Spiel für kurze Zeit Spaß und da es relativ günstig auf
den Markt kommt kann man hier zumindest nicht meckern. Ältere Spieler die
ein anspruchsvolles Hack´n Slay bzw. Jump & Run Spiel suchen werden bei Kaan
wenig Spaß finden. Jüngere Spieler könnten durch die einfache Spielweise
dann zumindest ein wenig unterhalten werden. Da das Spiel ab 6 Jahre ist
dürfte es wohl auch nur bei dieser Zielgruppe gut ankommen.
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