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Einleitung:
Vor gut zwei Jahren brachte
THQ das Rennspiel Juiced auf den deutschen Markt. Jetzt kommt der offizielle
Nachfolger mit dem Titel Juiced 2: Hot Import Nights in den Handel. Wieder
einmal stehen heiße Schlitten, Drift-Challenges, große Tuning-Events und
coole Powerslides im Mittelpunkt. Wie der Titel des Spiels es schon verrät,
konnte für das Game die Hot Import Nights-Lizenz erworben werden. Diese
steht für eine Rennserie, die legale Straßenrennen mit heißen Girls und
fetziger Musik veranstaltet. Das neuste THQ-Game erscheint übrigens für die
Handhelden Sony PSP und Nintendo DS, sowie für die PlayStation 2 & 3, Xbox
360 und den PC. Wir konnten uns jetzt die fertige Version für Microsofts
Next-Gen-Konsole ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel für alle
Rennspielverrückten lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Juiced 2 wird genretypisch durch ein einführendes Intro stimmungsvoll
eingeleitet. Bevor wir allerdings in ein virtuelles Auto steigen, muss der
Spieler erst einmal einen Spielcharakter erstellen. Neben dem Namen
bestimmen wir auch das Geschlecht und das Aussehen. Dazu bietet uns das
Spiel fünf Grundfiguren an, die wir wahlweise noch verändern dürfen. Das
Gesicht können wir unseren Vorstellungen genauso anpassen wie die Nase,
Augen, Mund, Kopf, Haare, Hautfarbe, Gesichtsbehaarung, Augenbrauen und die
Kleidung. Im Anschluss beginnt ein Übungsbereich, der aus zwei kleinen
Rennen besteht. Hier sollen wir das Spiel bzw. die Steuerung erst einmal in
aller Ruhe kennen lernen. Haben wir die gestellten Aufgaben erfüllt, kann
das Spiel endlich beginnen. Ihr erblickt nun das Hauptmenü mit den Punkten
Karriere, Xbox Live Karriere, Xbox Live-Eigene Rennen, Geteilter Bildschirm,
Fahrer DNA-Labor und Extras. Unter zu letzt genannten Punkt könnt Ihr nette
Extras wie Bestenliste, Mitwirkende oder die obligatorischen Optionen
finden. Recht witzig ist der Bereich Fahrer DNA-Labor. Bevor wir darauf
eingehen, müssen wir das Feature DNA näher beleuchten. Juiced 2 bietet ein
interessantes Feature: die Fahrer-DNA. Das ist nichts anderes, wie eine
Zusammenfassung des Fahrerfahrstils. Im Rennen merkt sich das Spiel wie ein
Fahrer fährt und daraus entwickelt er eine DNS die alle fahrerrelevanten
Infos beinhaltet. Je cooler wir zu Werke gehen, desto blauer wird unsere
DNS. Fahrt Ihr dagegen mit Vollgas und ohne Rücksicht, so wird unsere DNS
rot. Somit kann man über die DNA schnell feststellen, welchen Fahrstil ein
Fahrer bevorzugt. In dem Modus Fahrer-DNA könnt Ihr nun gegen andere
Rennfahrer antreten. Witzigerweise nicht nur gegen virtuelle
Phantasiegegner, sondern auch gegen Prominente wie Smudo. Dabei dürfen wir
so gut wie alles selber einstellen und so ein Rennen ganz nach unseren
Vorstellungen generieren. Wer lieber gegen menschliche Spieler antreten
möchte, darf dieses zum einen über Splitscreen - am heimischen Fernseher
machen - oder via Internet über Xbox Live. Wer eine besondere
Herausforderung sucht, darf auch eine Onlinekarriere starten, die
grundlegend wie der Offlinemodus abläuft. Bevor Ihr allerdings hier erste
Erfolge einfahrt, sollte jeder den eigentlichen Karrieremodus gegen
CPU-Fahrer bestehen. Dieser stellt übrigens das Herzstück des Spiels dar.
Nachdem wir eine neue Karriere gestartet haben, beginnen wir mit einem
kleinen Geldbetrag unsere Laufbahn. In der Anfänger-Liga startet der Spieler
in seine ersten Rennen. Das klappt allerdings nur, wenn wir auch einen Wagen
haben. Also schnell zum Autohändler und ein Auto kaufen. Das war
selbstverständlich noch nicht alles. Unseren Wagen dürfen wir auch noch
verschönern und anständig aufmotzen. Nett ist hierbei, dass man uns einen
Aufkleber-Editor gönnt. Hiermit kann jeder sein ganz spezielles Outfit
erstellen. Das kostet natürlich Knete, die wir unter anderem in den Ligen
verdienen müssen. Übrigens sind das nicht die einzigen Rennen, denn in der
Werkstatt bekommen wir so manche Verbesserungen nur, wenn wir kleine
Aufgaben bewältigen. Mal sollt Ihr eine fehlerfreie Runde fahren, ein Duell
gewinnen oder ein Drift-Event bestreiten. Schaffen wir die Vorgabe, darf man
endlich seine gewünschte Verbesserung kaufen. Mit unserem hoch getunten und
optisch aufgepeppten Wagen starten wir nun endlich in die eigentlichen
Rennen. Wir beginnen in der oben schon erwähnten Anfänger-Liga. Schaffen wir
diese, so folgen weitere. Insgesamt gibt es übrigens 10 Ligen, die immer
schwieriger werden. Erledigen wir in einer Liga die vorgegebene Anzahl an
Aufgaben, so dürfen wir in die nächst höheren wechseln. Die Aufgaben selber
sind recht unterschiedliche. Bevor es los geht erklärt uns das Spiel ganz
genau, was wir erledigen müssen. Mal soll der Spieler ein Rennen mit einer
guten Platzierung abschließen, dann eine bestimmte Punktzahl beim Driften
erreichen, einen bestimmten Fahrer verfolgen oder eine Wette gewinnen.
Welche Aufgabe wir angehen,
bleibt komplett uns überlassen. Das Spiel fordert nur, das wir eine gewisse
Anzahl von Aufgaben bewältigen. Wir können also das machen, worauf wir
gerade Lust haben. Die Rennen werden dann in zwei unterschiedliche Arten
unterschieden. Zum einen gibt es ganz normale Rennen, in denen wir möglichst
als erster über die Ziellinie fahren sollen. Daneben gibt es aber auch noch
Drift-Rennen. Die Platzierung oder die Zeit ist hier egal. Wichtig ist nur,
dass Ihr so viele Driftpunkte wie möglich einsammelt. Diese beiden
Spielvarianten werden in diversen Aufgaben gepackt, die höchst motivierend
sind. Die Rennen selber laufen sehr arcadelastig ab. Kein Wunder, denn
actionreiche Fahrten inkl. atemberaubender Drifts werden mit Nitro belohnt.
Mit diesem starten wir unseren Nachbrenner, der uns Extraschub gibt.
Hierdurch kann man kleinere Rückstände sofort aufholen. Allerdings ist das
Nitro auch schnell wieder verbraucht. Um neues Nitro zu bekommen, muss der
Fahrer erneute Drifts hinlegen. Dabei darf man allerdings nicht an die Bande
kommen. So fahren wir nun mit unseren diversen Fahrzeugen auf über 30
unterschiedlichen Rennpisten an Orten wie Tokio, London oder
Rom.
Technik:
Die technische Seite ist ganz in Ordnung. Allerdings kann das Spiel nicht
mit anderen Topgames mithalten. Kommen wir erst einmal zu der Grafik. Die
Rennen finden, wie der Titel es schon verrät, in der Nacht statt. Allerdings
ist alles gut ausgeleuchtet und so braucht Ihr keine Angst zu haben,
nur auf dunklen Pisten zu fahren. Die Strecken selber sind schön
unterschiedliche und so stellen sie immer eine neue Herausforderung für
unsere Rennwagen dar. Leider ist die Umgebung ein wenig trist ausgefallen.
Hier hätte man sich ein wenig mehr gewünscht. Das gleiche gilt für die
Fahrzeuge. In der Garage sehen diese noch spitze aus. Im Rennen selber
kommen sie ein wenig detailärmer rüber. Wirklich schlimm ist dieses
allerdings nicht. Nerviger sind schon die ab und zu auftauchenden Ruckler.
Zumindest gönnt man uns tolle Menüs und nette Filme, die einen dynamisch
durch das Spiel führen. Der Sound hat uns um einiges besser gefallen. Neben
fetzigen Musikstücken werden auch passende Ingamegeräusche eingespielt.
Diese klingen genauso gut, wie die Motoren. Mit der Steuerung wird jeder
sehr schnell klar kommen. Die Fahrzeuge kann man sicher lenken und selbst
Drifts klappen auf Anhieb. Die KI der computergesteuerten Fahrer ist
ebenfalls in Ordnung. Sie machen eigentlich das, was man von ihnen erwartet.
Der Schwierigkeitsgrad ist anfänglich noch recht einfach. Später werden die
Aufgaben aber heftiger, wodurch Anfänger kleinere Probleme bekommen könnten.
Genrekenner werden das allerdings begrüßen, denn so werden auch sie
ausreichend gefordert. Fasst man nun alles zusammen, so kann man grundlegend
mit der Technik zufrieden sein.
Fazit:
Juiced 2: Hot Import Nights ist ein nettes arcadelastiges Rennspiel, das für
viele Stunden gut unterhalten kann. Allerdings gibt es auch ein paar Punkte
die stören. So hätte z.B. die Grafik etwas besser sein können. Wer eine
wirkliche Next-Gen-Optik erwartet, wird ein wenig enttäuscht sein.
Außerdem ist die Steuerung etwas schwammig. Man muss schon ein paar Rennen
fahren, um sich an die Eigenarten der Wagen zu gewöhnen. Im späteren
Spielverlauf kommt man allerdings gut mit den Autos klar. Wirklich nervig
sind außerdem die recht häufigen Ladezeiten. In der heutigen Zeit
sollte das nicht mehr in dieser Form vorkommen. Wirklich gut haben uns
dagegen die Menüs und die Präsentation gefallen. Wir werden durch die immer
wieder eingespielten Filme sehr dynamisch durch das Spiel geführt. Toll ist auch
der gesamte Umfang. Diverse Ligen inkl. eines anspruchsvollen Wettsystems
können einen lange an das Spiel binden. Hinzu kommen die vielen
Designmöglichkeiten und der Tuningbereich. Bis Ihr wirklich alles gesehen
habt, werden Tage vergehen. Das DNA-Feature ist ebenfalls interessant, denn
hierdurch kann man seine Gegenspieler schon im Vorfeld wunderbar
einschätzen. Wer dann vom Einzelspielermodus genug hat, darf sich auch
ausgiebig im Onlinemodus auslassen. Wer also umfangreiche Arcade-Racer mag
und kleinere technische Macken verschmerzen kann, der darf ruhig Juiced 2:
Hot Import Nights in seine Sammlung aufnehmen.
Features:
- Fahren und driften Sie vor einer riesigen Zuschauermenge und werden Sie
zum Star der Hot Import Night Party!
- Powerslides: wenn Sie es schaffen, besonders gut durch eine Kurve zu
driften, erhalten Sie einen extra großen Nitro-Boost!
- Beeindrucken Sie die Menge mit spektakulären Drifts und Überholmanövern!
- Tuning-Möglichkeiten: bauen Sie z. B. neue Türen im Lambo-Stil ein,
greifen Sie auf schicke LM-Felgen zurück und platzieren Sie Sticker, wo Sie
wollen!
- Liefern Sie sich Rennen rund um die Sehenswürdigkeiten von San Francisco,
London, Rom, Tokio, Sydney und Paris!
- Driver DNA: laden Sie sich das individuelle Fahrerprofil Ihrer Freunde
oder von echten Top-Piloten herunter!
- Fahren Sie Rennen gegen Smudo und versuchen Sie seinen virtuellen
Rennwagen zu gewinnen!
- 90 digital eingescannte Autos und mehr als 350 echte Tuningteile!
- Online-Rennen mit bis zu 8 Teilnehmern und zusätzlich bis zu 16
Zuschauern!
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