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Einleitung:
Jackass dürfte eigentlich
jeder kennen. Auf MTV läuft die gleichnamige Sendung seit vielen Jahren sehr
erfolgreich. Die Jungs von Jackass machen eigentlich alles, was ansatzweise
ekelig und körperzerstörend ist. Allerdings zieht deren Konzept, durch den
derben Humor, viele Zuschauer wie ein Magnet an. Kein Wunder, denn was in
ihrer Show gezeigt wird, hat man so noch nicht im Fernsehen gesehen. Jetzt
kommt in Zusammenarbeit mit Empire Interactive und MTV Games ein passendes
Spiel auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das
Geschicklichkeitsspiel Jackass: The Game. Im Mittelpunkt stehen natürlich
Johnny Knoxville und seine Chaos-Crew, die sich diversen Herausforderungen
stellen. Das Spiel selber erscheint übrigens für Playstation 2 und Sony PSP.
Wir konnten jetzt die fertige Handheldversion ausgiebig testen. In unserem
Review erfahrt Ihr, ob sich das Spiel nicht nur für eisenharte Serienfans
lohnt.
Zum Spiel:
Jackass: The Game ist eigentlich nichts anderes, wie eine Ansammlung von
über 30 Minispielen. In diesen soll der Spieler immer wieder andere Aufgaben
bewältigen. Dazu gleich aber mehr. Ganz grundlos geschieht dieses natürlich
nicht. In der Umsetzung der populären MTV-Show setzt sich der Spieler auf
den Regiestuhl und lässt die bösen Jungs aus Amiland auf die total
schwachsinnigen Herausforderungen los. Wahlweise dürft Ihr das Spiel
übrigens alleine oder mit Freunden spielen. Das geschieht dann entweder
hintereinander oder gleichzeitig. Die meisten wird allerdings der
Einzelspielerbereich interessieren. Dieser bietet selbstverständlich mehr,
wie nur die Aneinanderreihung der unterschiedlichen Aufgaben. Mit
absolvierten Leistungen kann man z.B. viele nette Sachen wie Requisiten,
Charaktere, Diashow oder Movies bekommen. Viele Filme - darunter auch
originale Sequenzen, welche die krassesten Stunts des Jackass-Teams zeigen -
und eine Galerie gibt es dann auch noch. Außerdem bietet die PSP-Version die
Möglichkeit, die krassesten Stunts zu eigenen Jackass-Folgen
zusammenzubasteln. Eine nette Sache, die Fans bestimmt erfreuen wird. Diese
Filme kann man dann über die Wireless-Funktion zu anderen PSP-Handhelden
schicken. Bevor Ihr Euch allerdings auf die netten Extras stürzt, muss erst
einmal vieles in dem Spiel freigespielt werden. Schafft Ihr dieses, so
stehen die Herausforderungen später auch als separate Games zur Verfügung,
die Ihr dann noch einmal angehen könnt. Kommen wir nun zu den eigentlichen
Minispielen. Diese sind recht unterschiedlich und so muss der Gamer immer
wieder andere Aufgaben bewältigen. Das geschieht nicht grundlos, denn vor
einer Herausforderung wird uns gesagt, für welche Erfolge wir welche
Belohnungen bekommen. Schafften wir die Ziele nicht auf Anhieb, so kann man
diese später noch einmal angehen. Durch unsere Erfolge werden dann weitere
Spiele und nette Extras freigeschaltet. Das ganze wird natürlich passend
durch kleine Filme gut zusammengehalten. Die Story selber allerdings, dient
wirklich nur als Mittel zum Zweck. Ihr solltet hier nicht wirklich viel
erwarten. Nach einem Spiel, wird außerdem eine kleine Statistik gezeigt, die
alles Wichtige beinhaltet. Im Anschluss geht es in die nächste Mission bzw.
es wird das gerade gespielte Level noch einmal angegangen.
Die Herausforderungen sind so, wie man sie aus der Fernsehserie kennt. Sie
sind grob, geschmacklos und teilweise sehr brutal. Selbstverständlich dürfen
die bekannten Darsteller wie Jimmy Knoxville oder Wee-Man nicht fehlen. Zu
Beginn darf man bei jeder Aufgabe einen von vier Charakteren frei bestimmen.
Mit den Jackass-Stars stürzen wir uns nun in die Aufgaben, die vielfältiger
und abgedrehter nicht sein könnten. Mal sollen wir uns z.B. mit einem
Katapult abschießen. Das Ziel ist es, durch die Luft zu fliegen, dabei die
Umgebung zu zerstören und den eigenen Körper zu drangsalieren. Ein Rennen im
Einkaufswagen fehlt genauso wenig, wie das bekannte
Stein-Schere-Papier-Spiel, wo der Verlierer einen Tritt in die Weichteile
bekommt. Außerdem besteigen wir eine Mülltonne um steile Straßen hinunter zu
rollen. Kracht es bei einem Stunt dann doch einmal, so wird gleich die
Verletzung mit Röntgenbildern dokumentiert. Skurrile Tanzeinlagen in
Unterhose muss der Gamer dann auch noch bestreiten oder einen Kopf mit einem
Schläger treffen. Man kann dem Spiel wirklich nicht abstreiten, dass es
viele erfrischende und abwechslungsreiche Szenarios beinhaltet.
Dementsprechend wurden diese auch unorthodox benannt. Ihr könnt Euch selber
ausmalen, was sich hinter Spielen wie Dachkarrenanhalten,
Elefantenmisttauchen, Misttauziehen, Demoliergolf, Fleischer,
Extremjonglieren, Autoscootermeister oder New York Pogo versteckt. Lacher
sind durch den sehr schrägen und zum Teil brutalen Humor garantiert. Daher
verwundert es auch nicht, dass die USK keine Altersfreigabe erteilt hat.
Volljährige Serienfans wird das nur wenig stören, denn Jackass: The Game
setzt das unterhaltsame Fernsehspektakel gut in dem Spiel um. Wir stellen
uns nun den diversen Herausforderungen mit den abgedrehten Jackass-Promis,
genießen mehr oder weniger den derben Humor im Spiel, erstellen später
unsere eigenen Jackass-Folgen und schalten nette Extras frei.
Technik:
Nicht nur das Gameplay ist ganz in Ordnung. Auch mit der technischen Seite
kann man gut leben. Eine wirkliche Topgrafik wird zwar nicht gezeigt,
dennoch kann gerade die Umgebungen durchaus überzeugen. Bei einigen
Minispielen wurden sogar viele Details in den Hintergründen eingebaut.
Allerdings gibt es auch viele Bereiche die sehr karg aussehen. Hinzu kommen
grob modellierte Gegenstände und verwaschene Texturen. Etwas entschädigt
werden wir durch die dargestellten Charaktere, die den Originalen sogar
ähnlich sehen. Deren Animationen sind allerdings zum Teil etwas hölzern. Nur
selten sieht der Spieler geschmeidige Bewegungen. Viel besser ist die
vorhandene Physik-Engine. Es sieht schon cool aus, wenn die Figuren ihre
Stunts ausführen und sich dabei alle Knochen brechen. Der Sound bewegt sich
auf einem ähnlichen Niveau. Neben diversen Ingamegeräuschen lauschen wir
auch noch netten englischen Stimmen und einer fetzigen Musik. Schnell
zurecht kommt man dann noch mit der Steuerung. Das liegt zum Teil auch
daran, dass wir in dem Spiel nicht viel machen können. Meistens muss der
Akteur nur wenige Tasten drücken oder QTE ausführen. Dann gibt es aber auch
Aufgaben, bei denen wir - durch die sehr schwammige Lenkung - komplett
verzweifeln. Das ist meistens der Fall, wenn wir ein Fahrzeug lenken oder
mit unserer Figur komplizierte Aktionen ausführen. Zumindest kommt
man schnell mit den diversen Steuerungsarten - bei den unterschiedlichen
Minispielen - klar und so kann man direkt in das Spielgeschehen einsteigen.
Mit dem Schwierigkeitsgrad kann man ebenfalls gut leben. Die Aufgaben sind
grundlegend sehr einfach aufgebaut und schon nach wenigen Versuchen schafft
man selbst komplizierte Nebenziele. Gerade Anfänger und Gelegenheitsspieler
werden hierdurch wunderbar angesprochen. Die Kamera hat auch alles im Blick.
Bei den meisten Spielen wird uns ein optimaler Blickwinkel angeboten und so
kann man den Handlungen sehr gut folgen.
Fazit:
Das Spiel Jackass: The Game wird vor allem Fans der Fernsehserie gefallen.
Wer diese nicht mag, wird auch mit dem Spiel wenig anfangen können. Mögt Ihr
allerdings Johnny Knoxville und seine Truppe, so werdet Ihr durch das
abgedrehte Game wirklich gut unterhalten. Der derbe Humor wurde ansprechend
in das Spiel integriert und die teilweise lustigen Minispiele können einen
lange am Handheld binden. Allerdings muss man auch erwähnen, dass man
meistens sehr wenig in den Levels macht. Teilweise reicht es aus, ein paar
Tasten zu drücken. Schon sind alle Aufgaben erledigt und das Spiel zu Ende.
Hinzu kommt, dass sich die Levels oft stark ähneln. Dennoch machen
die Herausforderungen teilweise sehr viel Spaß. Motivierend ist auch, dass man
viele freispielbare Extras bekommt. Bis Ihr wirklich alles gesehen habt,
werden einige Tage vergehen. Nett ist dann noch, dass exklusive PSP-Feature.
Mit diesem dürft Ihr Euch eigene Jackass-Folgen basteln. Wolltet Ihr schon
immer einmal die Fernsehserie auf Eurem PSP nachspielen, so habt Ihr jetzt
die Gelegenheit dazu. Wer keine zu hohen Ansprüche an das Spiel stellt,
gerne Minispiele mag und den Jackass-Humor liebt, der wird einen Kauf nicht
bereuen. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, hat uns das Spiel gut gefallen
und so können wir Jackass: The Game weiterempfehlen.
Features:
- Mehr als 30 waghalsige Stunt-Aufgaben
- Realistische Animationen dank Motion-Capturing der kompletten
Jackass-Crew, die zudem auch den virtuellen Darstellern ihre echte Stimme
leihen
- Abwechslungsreiche Stunts: Man übt sich im Schießen, Fahren, Rollen und
Dreschen!
- Detailliertes Schadensmodell für alle Verletzungen - denn je spektakulärer
der Sturz, desto höher die Punktzahl!
- Massenweise geschmacklose Multiplayer-Action für zwei Trottel gleichzeitig
oder bis zu vier Deppen hintereinander
- Original Videosequenzen mit den krassesten Stunts des Jackass-Crew
- Exklusiv für PSP: Man kann aus seinen krassesten Stunts eigene
Jackass-Folgen basteln und sich über das dämliche Gelächter der Kumpels
freuen!
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