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Einleitung:
Die bekannte Fernsehreihe Jackass dürfte
eigentlich jeder kennen. Auf MTV lief die Serie viele Jahre sehr
erfolgreich. Natürlich braucht so eine verrückte Sendung auch ein passendes
Spiel. Vor gut einem Jahr war es endlich soweit, denn
Jackass: The Game wurde für Sonys Playstation 2 und PSP veröffentlicht. Fans
von Johnny Knoxville und seiner Chaos-Crew können nun auch auf den Nintendo
DS-Handheld verrückte Stunts und abgefahrene Aufgaben erledigen. Wir konnten
jetzt die fertige Version des Empire Interactive-Spiels ausgiebig anspielen.
Ob sich Jackass: The Game DS nicht nur für eisenharte Jackass-Fans lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Bevor wir in das abgedrehte Spiel eintauchen, wollen wir erst einmal ganz
von vorne anfangen. Nachdem Jackass: The Game DS gestartet wurde, erscheint
das Hauptmenü mit den Punkten Einzelspieler, Multispieler und Mini-Spiele.
Unter zu letzt genannten Punkt kann man die einzelnen Minispiele in aller
Ruhe noch mal angehen um z.B. die Highscore zu verbessern. Alle
Herausforderungen wie Schneeball Driveby, Dodgeball oder Dodgeball Überleben
stehen hier noch einmal zur Verfügung. In diesen Spielen sollen wir z.B. mit
einer Schleuder Schneebälle auf Passanten feuern oder das bekannte
Brennballspiel spielen. Wer gerne gegen menschliche Spieler ein Spiel
bestreiten möchte, kann dieses unter Multispieler machen. Hier darf man
Schneeball-Driveby und Dogeball mit einem Freund spielen. Allerdings braucht
der Mitspieler ebenfalls eine Version des Spiels. Die meisten werden sich
daher zu Beginn auf den Einzelspielermodus stürzen. Bevor es los geht, muss
der Gamer noch eine Spielfigur erstellen. Hier wird in den Körpertypen
"Durchschnitt", "Weiblich", "Zwerg" und "Fettsack" unterschieden. Jeder
dieser Figuren hat andere Werte in den Bereichen Geschicklichkeit,
Knochenbrüche, Beweglichkeit und Gleichgewicht. Haben wir einen Typ
ausgesucht, so kann man diesen dann noch eine schicke Frisur und Outfit
geben. Jetzt kann das verrückte Abenteuer endlich beginnen. Wir agieren nun
mit unserer Figur in einer 3D-Welt, die wir frei erkunden können. Davon gibt
es übrigens fünf Stück in dem Spiel. Ziel des Spiels ist es nun durch
halsbrecherische Stunts so viele Knochen wie möglich zu brechen. Je besser
wir das schaffen, desto mehr Punkte werden uns gutgeschrieben. Dazu erkunden
wir die Umgebung und nutzen alle fahrbaren Vehikel. Damit wir den Überblick nicht verlieren, wird auf dem
unteren Bildschirm eine nützliche Karte angezeigt. Hier sehen wir die nähere
Umgebung mit allen spielrelevanten Orten. Neben den fahrbaren Untersätzen
gibt es auch noch Figuren, die diverse Aufgaben für uns haben. So soll sich
unsere Figur z.B. mit einer Mülltonne einen Abhang hinunterstürzen. Dabei
müssen wir viele Objekte zerstören und am Ende einen finalen Stunt hinlegen,
der so viele Knochen wie möglich bricht. Hierfür bekommen wir dann
Spielpunkte. Daneben gibt es auch noch diverse Abschussvorrichtungen wie ein
Trampolin, das uns in die Luft befördert. Auch hier soll der Spieler nun
wilde Tricks ausführen und mit möglichst vielen Verletzungen landen. Haben
wir alle Aufgaben erfüllt, wartet am Ende eines Levels noch ein Megastunt
auf uns. Schaffen wir auch diesen, so wird der nächste Bereich
freigeschaltet. So erkunden wir nun die Umgebungen, suchen diese nach Items
oder Aufgaben ab, erfüllen die diversen Missionsaufgaben und erhöhen die
Attribute unserer Spielfigur.
Technik:
Die technische Seite wird leider keinen vom Hocker hauen. Da wäre zum einen
die Grafik. Wir agieren in einer sehr detailarmen Spielwelt, die nur wenig
Freude aufkommen lässt. Bis auf ein paar Bäume und Häuser, werden wir nur
noch ein paar Autos und andere Objekte zu sehen bekommen. Alles wirkt sehr
klobig und veraltet und so erkundet man die Levels nicht wirklich gerne.
Hinzu kommen die Figuren, die sehr steif animiert wurden. Wirklich nett
sehen diese nicht aus. Das schlimmste ist allerdings die Kollisionsabfrage.
Diese ist überhaupt nicht vorhanden. Mitten im Flug bleiben wir im Nichts
hängen oder landen mitten in einem Objekt. Der Sound ist zumindest ein wenig
besser. Neben der serientypischen Musik werden wir auch vereinzelte
Ingamegeräusche zu hören bekommen. Nicht sonderlich gut ist auch die
Steuerung. Die Lenkung ist sehr unpräzise und schwammig. Zumindest wird alles
mit
Texten ausführlich erklärt. Vor allem Anfänger werden hierdurch schnell in
das Spiel einsteigen können. Fasst man nun alles zusammen, so kann die Technik nicht
wirklich überzeugen.
Fazit:
Jackass: The Game DS ist leider kein gutes Spiel. Das Spielprinzip ist zu
simpel und die technische Umsetzung eine Katastrophe. Vor allem die Grafik,
Steuerung und die kaum vorhandene Kollisionsabfrage lassen den Frustpegel
nach oben schnellen. Zumindest gönnt man uns fünf große Welten, in denen man
sich eine gewisse Zeit aufhalten kann. Nach ein paar Stunden hat man
allerdings alles gesehen und dann kann man nur noch seinen Charakter
malträtieren. Daneben gönnt man uns noch ein paar Minispiele, die allerdings
ihren Reiz schnell verlieren. Hier hätte man einiges besser machen können.
Wer also gerne ein Spiel zur Kultfernsehserie haben möchte und keine hohen
Erwartungen hat, der darf gerne zuschlagen. Alle anderen müssen hier nicht
zugreifen, denn Jackass: The Game DS bietet für ein Vollpreisspiel viel zu
wenig.
Features:
- 5 riesige, frei erkundbare Areale im Ort Mianus: Großstadt, Vorort, Berge,
Strand und Industriegebiet
- Realistische Darstellung und authentische Sprüche der kompletten
Jackass-Crew; schlechtes Benehmen inklusive!
- Abgefahrene Minispiele wie Brennball warten auf echte Chaoten
- Möglichkeit, einen eigenen, individuellen Charakter zu erstellen und
diesen zum neuen Star der Crew zu machen
- Zahlreiche abgefahrene Outfits und verrückte Gegenstände kommen zum
Einsatz
- Witzige Mehrspielermodi sorgen für harte Landungen und viel Schadenfreude
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