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Hour of Victory - Review (Xbox 360)

Wertung:
74 %

Einleitung:  

Ego-Shooterspiele gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Immer wieder kommt ein neuer Vertreter auf den deutschen Markt. Dabei decken die Hersteller so gut wie jede Zeitepoche ab. Die meisten Spiele sind in der Zukunft und Jetztzeit angesiedelt. Allerdings spielen auch viele Genrevertreter im 2. Weltkrieg. Genau hierher verschlägt uns auch das neuste Game von Midway. Es handelt sich dabei um das nFusion-Spiel Hour of Victory. Der WWII-Shooter erscheint übrigens erst einmal nur für Microsofts Xbox 360. Wir konnten das actionreiche Ego-Shooterspiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich die fertige Version für Möchtegernkriegshelden lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wie üblich kommt selbst so ein Spiel nicht ohne eine Rahmenhandlung aus. Die Alliierten haben herausgefunden, dass Deutschland mit dem Bau einer Atombombe begonnen hat. Damit könnte der Verlauf des Krieges eine entscheidende Wende zu deutschen Gunsten nehmen. Im Spiel kämpft eine kleine Gruppe von Elitesoldaten und sammelt Informationen über das streng geheime deutsche Waffenprogramm, um zu verhindern, dass Deutschland diese ultimative Waffe einsetzen kann. Bevor wir in das WWII-Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü. Hier finden wir die Menüpunkte Kampagne, Multiplayer, Erfolge und Optionen. Wie gewohnt kann man unter zu letzt genannten Punkt alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Unter Erfolge findet Ihr dann noch eine Liste der bisherigen Erfolge. Wer gerne mit anderen menschlichen Spielern ein Match bestreiten möchte, sollte in den Bereich Multiplayer wechseln. Über Xbox Live kann man dann mit bis zu 12 Spielern sein Können in den Spielarten Team Deathmatch, Capture the Flag oder Verwüstung unter Beweis stellen. Die wichtigste Spielart ist ohne Zweifel die Kampagne. Nachdem wir den Schwierigkeitsgrad (Einfach, Normal, Schwer oder Veteran) bestimmt haben, folgt ein einführendes Intro. Dieses leitet das Abenteuer in englischer Sprache und deutschem Untertitel passend ein. Bevor wir in die erste Mission starten, kommt die Auswahl der spielbaren Figuren. In Hour of Victory stehen uns drei unterschiedliche Charaktere zur Auswahl: Ambrose Taggert - Spezialist für verdeckte Operationen, William Ross - Kommandosoldat und Calvin "Bulle" Blackbull - Aufklärer bzw. Scharfschütze. Jeder dieser Soldaten hat andere Standartwaffen. Der Scharfschütze startet z.B. mit einem Colt und dem Springfield Präzisionsgewehr in eine Mission. Taggert dagegen nutzt die Waffen Sten MK2, Dolch und Granaten. Ross setzt vielmehr auf die Maschinenpistole Kal. 45 M1A1, die Pistole Webley und Handgranaten. Das war natürlich noch nicht alles. Die drei Charaktere haben auch unterschiedliche Stärken. So kann der Spezialist für verdeckte Operationen Schlösser knacken, sich tarnen um Gegner zu täuschen, lautlos töten und Drahtzäune durchschneiden. Der Kommandosoldat dagegen kann schwere Objekte bewegen. Außerdem ist er um einiges Widerstandsfähiger. Sehr interessant sind auch die Fähigkeiten des Aufklärers. Er schießt besonders gut, verfügt über Kletterfähigkeiten und er kann auch noch springen. Hierdurch ändert sich selbstverständlich auch das Gameplay in den Levels. Schließlich können wir mit den Protagonisten immer anders gegen unsere Feinde vorgehen.

In einem Level angekommen übernehmen wir nun die Steuerung unseres Helden. Dieser wird genretypisch aus der Egoperspektive gelenkt. Neben unserer ausgewählten Waffe erblicken wir noch ein Kompass und ein Radar. Hier werden die Ziele gut sichtbar eingeblendet und der Spieler weiß immer, was er als nächstes zu tun hat. Außerdem erblickt der Akteur eine Anzeige für die aktuell ausgesuchte Waffe inkl. Munitionsstand. Ein Gesundheitssystem ist selbstverständlich auch vorhanden. Wenn wir getroffen werden, färbt sich der Bildschirm rot. Geht Ihr für einige Sekunden in Deckung, wird unsere Gesundheit regeneriert. Sobald die Farbe des Bildschirms wieder normal ist, kann man weiterkämpfen. Daneben gibt es noch eine Ausdauer. Beim Rennen nimmt diese ab und so kann der Soldat nicht unendlich laufen. Nach einer kleinen Pause wird diese allerdings wieder regeneriert und wir können erneut rennen. Feindliches Feuer wird selbstverständlich ebenfalls genretypisch angezeigt. Rot blinkende Pfeile signalisieren die Richtung, aus der das feindliche Feuer kommt. Hierdurch erkennt Ihr gut, wo sich Feinde befinden und welche gerade nach unserem Leben trachten. Haben wir einen feindlichen Soldaten erspäht, so nehmen wir diesen unter Beschuss. Dazu stehen zwei unterschiedliche Ansichten zur Auswahl. Zum einen die normale und zum anderen die Nahansicht. Hierdurch rückst alles näher an uns heran und wir können die Gegner leichter treffen. Damit das Zielen recht einfach funktioniert, setzt der Hersteller auf einen recht großzügigen Zielkreis. Ist ein Feind erfasst, so leuchtet dieser rot auf und wir wissen sofort, dass unsere Kugeln sitzen. Das ist für uns optimal, denn Munition gibt es nicht unendlich. Ist ein Vorrat verbraucht, so kann man die leergeschossene Waffe nicht mehr nutzen. Zum Glück darf jeder Spieler herumliegende Waffen aufsammeln und sie gegen aktuell angelegte Schießprügel eintauchen. Das Waffenarsenal selber ist recht breit gefächert. Vom nutzbaren Sturmgeschütz über das Sturmgewehr, Raketenwerfer, Handfeuerwaffen, diverse Gewehre bis hin zur Schrotflinte ist alles vorhanden. Hinzu kommen obligatorische Granaten, die gleich mehrere Gegner außer Gefecht setzen. Neben Leute abballern bzw. diese leise erledigen sollen wir noch - mit den speziell dafür vorgesehenen Figuren - Schlösser knacken, uns tarnen und so lautlos Aufgaben bewältigen, Objekte verschieben, an Seilen klettern oder Zäune durchschneiden. Da wir vor einem Level die Spielfigur frei auswählen dürfen, ist es uns komplett freigestellt, wie wir eine Mission bestreiten. Übrigens dürfen wir später sogar Fahrzeuge steuern. Das ganze wird dann noch durch kleine Sequenzen zusammengehalten, die recht gut die Story vorantreiben.

 

Technik:

Mit der Grafik kann man ganz zu frieden sein. Genutzt wird die Unreal 3-Engine, die schon bei vielen Shooterspielen zum Einsatz kam. Wir werden zwar nur räumlich begrenzte Levels erblicken, die uns notgedrungen recht linear durch das Spiel führen, diese wurden allerdings mit vielen Details versehen. Vor allem die Außenansichten in den Ortschaften können überzeugen. Daneben gibt es auch noch weitläufige Gebiete, die über eine hohe Weitsicht verfügen. Allerdings hat der Hersteller den Detailgrad ein wenig heruntergeschraubt. Kennt man andere Spiele mit der Engine, so muss man leider feststellen, dass einiges mehr möglich gewesen wäre. Nett sind dann noch die Partikeleffekte, Explosionen und Wettereffekte. Hinzu kommen Qualm bzw. Rauch und diverse Licht und Schattenspiele. Immer wieder werden dann noch Ereignisse eingespielt, die das Game sehr lebendig erscheinen lassen. Daneben gibt es auch noch gut modellierte und animierte Figuren. Diese bewegen sich recht realistisch durch die Levels. Einzig wenn sie angeschossen zu Boden gehen, kommt man häufiger ins schmunzeln. Schade ist dann auch noch, dass wir mit der Umwelt nicht richtig interagieren können. Selbst Einschusslöcher in Wänden bleiben nicht dauerhaft sichtbar. In der heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig mehr von so einem Spiel. Recht gelungen ist der Sound. Neben einer dramatischen Musikuntermalung lauschen wir auch vielen passend eingespielten Soundeffekten. Hinzu kommen gute Synchronsprecher, die den Charakteren Leben einhauchen. Insgesamt wird also eine ordentliche Atmosphäre erschaffen. Die Steuerung ist sehr genretypisch. Wir lenken unsere Figur sicher durch die Areale. Hin und wieder bleibt diese allerdings an Ecken hängen, was nicht wirklich problematisch ist. Das zielen mit der Waffe klappt ebenfalls ganz gut und so werden selbst Genreneulinge schnell mit dem Spiel klar kommen. Wirklich dürftig ist allerdings die KI der Gegner. Diese verhalten sich nur selten intelligent. Oftmals stehen sie einfach nur in der Gegend herum und warten darauf, von uns erledigt zu werden. Dann laufen sie auch noch blind aus ihrer Deckung um steif auf der Straße stehen zu bleiben. Hinzu kommt, dass sich nachrückende Soldaten genau an der Stelle positionieren, wo ihr Vordermann das zeitliche segnete. Hierdurch wird das Gameplay recht schnell abgelahmt.

 

Fazit:

Hour of Victory erfindet das Genre natürlich nicht neu. Grundlegend hat man alles schon einmal in anderen Spielen gesehen. Dennoch macht es viel Spaß, die gestellten Aufgaben mit den unterschiedlichen Charakteren zu lösen. Durch deren Fähigkeiten kann man ein Level komplett anders angehen, wodurch der Widerspielwert relativ hoch ist. Allerdings muss man auch erwähnen, dass die Fähigkeiten nicht zwingend erforderlich sind. Wer mag, kann mit jeder Figur im Rambostil durch ein Level rennen. Das kommt zum Teil auch durch die sehr dürftige KI der Gegner zustande. Diese verhalten sich einfach nur realitätsfremd. Nach ein paar Levels hat man einfach kein Bock mehr auf blöde Typen zu schießen, die immer gleich aus ihren Verstecken kommen. Warum bleiben sie immer an denselben Punkten stehen oder greifen uns nicht direkt an, obwohl sie frei hinter uns auftauchen? Durch deren Verhalten sinkt die Motivationskurve recht stark ab. Das kommt auch durch die wahren Horden zustande, die immer wieder in den Kampf geworfen werden. Versteckt Ihr Euch an einer Stelle, müsst Ihr gegen unendlich viele Feinde kämpfen. Am grundsätzlichen Gameplay hätte der Hersteller also einiges verbessern können. Zumindest wurde alles in eine kleine Story verpackt, die passend präsentiert wird. Hinzu kommen immer wieder Spracheinspielungen in den Levels. Hierdurch und durch fest eingebaute Ereignisse wird eine künstliche Spannung aufgebaut, die den Spieler für eine gewisse Zeit am Bildschirm fesselt. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, kann man sich dennoch für ein paar Stunden gut mit dem Spiel beschäftigen. Wer also immer noch nicht genug von WWII-Egoshooterspielen hat, der darf ruhig bei diesem Titel zuschlagen. Sind Eure Erwartungen nicht zu hoch, so werdet Ihr für eine gewisse Zeit gut unterhalten.

 

Features:


- Erleben Sie das Kriegsgeschehen mit drei verschiedenen Charakteren und aus drei verschiedenen Perspektiven.
- Bestimmen Sie selbst Ihre Rolle und den Spielverlauf.
- Kinoreifes Gameplay und authentische Spieldetails.
- Nutzen Sie die Fahrzeuge, dass Sie auf den Schlachtfeldern finden.
- Ansprechende Optik dank Unreal Engine 3.
- Mehrspieleraction mit Online Multiplayer-Unterstützung via Xbox Live.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Hour of Victory (Xbox 360)

 
 Hour of Victory
EUR 69,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 72 %  
Sound: 80 %  
Bedienung: 78 %  
Singleplayer: 74 %  
Multiplayer: 70 %  
Spielspaß: 68 %  
Gesamtwertung:  74 %  



 

 

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