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Einleitung:
Das man die beiden Genres
Rollenspiel und Echtzeitstrategie miteinander verbinden kann, haben schon
viele Spiele bewiesen. Jetzt versucht sich auch GSC World Publishing an so
einem Game. Es handelt sich dabei um den ersten Teil einer Fantasy-Trilogie
mit dem Titel Heroes of Annihilated Empires. In dem Spiel sollen wir mit
Helden in einer Fantasy-Welt diverse Massenschlachten austragen. Wir konnten
uns das Spiel jetzt ausgiebig ansehen. Ob der Mix gelungen ist und ob man
das neuste Koch Media-Spiel kaufen sollte, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Ganz ohne Grund werden wir natürlich nicht in die Fantasywelt eintauchen.
Stellen Euch eine magische Welt vor, die von all den Wesen der Legenden,
Sagen und Märchenwelten bewohnt wird. Vor Urzeiten gab es in dieser Welt
vier magische Gilden. Diese wurden von dem weisen Obermagier Octon
angeführt. Jahrelang hütete er die Krone der Elemente. Diese bewahrte das
Gleichgewicht zwischen den Gilden. Als sich Octons langes Leben dem Ende
zuneigte, versteckte er die mächtige Krone in den unterirdischen Höhlen der
Insel Atlans, um so einen Krieg der vier Erzmagier zu verhindern. Da erhob
sich der Erzmagier der Todesmagiergilde Necros, und tötete ihn. Doch bevor
Octon starb, verfluchte er Necros und seine Schergen, dass diese fortan als
lebende Tote unter der Erde wandelten. Fünfzig Jahre später kehren die
Untoten unter der Führung von Necros an die Erdoberfläche zurück und greifen
die Elfen-Stadt Aurora an. Dies ist der Zeitpunkt, an dem das erste Kapitel
von "Heroes of Annihilated Empires"-Trilogie beginnt. Bevor die Elfen auf
die Armee der Untoten treffen, wollen wir erst einmal ganz von vorne
anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das
Hauptmenü. Hier kann der Spieler eine Einzelspielerpartie, ein Netzwerk oder
ein Internetspiel starten und die spielrelevanten Einstellungen unter
Optionen verändern. Am Anfang werden sich die meisten erst einmal auf den
Einzelspielerbereich stürzen. Nachdem wir auf den gleichnamigen Menüpunkt
geklickt haben, muss ein Profil erstellt werden. Anschließend folgt ein
weiteres Menü, wo der Spieler in eine Kampagne starten oder eine bestehende
fortsetzen kann. Außerdem darf man eine Einzelschlacht spielen, einen zuvor
gespeicherten Spielstand laden, ein neues Profil erstellen oder ein bereits
erstelltes Profil laden/bearbeiten. Wollt Ihr eine Einzelschlacht beginnen,
müssen vorher noch diverse Einstellungen vorgenommen werden. Dieser Spielart
ist übrigens vergleichbar mit dem Mehrspielermodus. Ihr dürft die Rasse und
die Charakterklasse des Helden genauso bestimmen, wie die Anzahl der
KI-Spieler, den Schwierigkeitsgrad, sowie deren Rassen und Helden.
Selbstverständlich kann man diese Einstellungen auch dem Computer
überlassen. Daneben bestimmen wir noch eine Spielkarte und die Anzahl der
Leben des Helden. Sind alle Einstellungen gewählt, kann das Spiel endlich
beginnen. Im Einzelschlachtmodus treten wir nun gegen den Computer an. Im
Gegensatz zur Kampagne liegt hier (genauso wie bei den Mehrspielerduellen)
keine Hintergrundgeschichte zugrunde. Ziel ist es einzig den Gegenspieler zu
vernichten und die vorher eingestellte Siegbedingung zu erfüllen. Bei dieser
Spielart stehen uns vier Rassen zur Verfügung, wobei jede Rasse über drei
Helden und individuelle Eigenschaften verfügt.
Zu Beginn des Spiels erscheint der von uns ausgewählte Held auf der Karte.
Neben den Computergegnern oder menschlichen Spielern bevölkern auch neutrale
Rassen die Spielwelt, aus denen wir Truppen rekrutieren können. Natürlich
dürfen wir auch gegen diese Völker einen Angriff wagen - um Erfahrungspunkte
zu sammeln. Außerdem wird der Akteur auf Händlergebäude, Verstecke und
Altare stoßen. Wir können uns nun auf die Verbesserung unseres Helden
konzentrieren. Außerdem sollen wir, mit ihm bzw. unseren Truppen, den Gegner
bezwingen. Hinzu kommt natürlich noch der Bau einer Basis in der Nähe von
Rohstoffvorkommen. Im Einzelschlachten- und Mehrspielermodus kann sich der
Spieler für den Rollenspiel- oder Strategieentwicklungsweg entscheiden.
Beide Spielarten bieten ein abwechslungsreiches Gameplay. Sollten wir uns
für den Heldenentwicklungsweg entscheiden, können bis zu 13 Werte des Helden
verbessert werden. Hinzu kommen viele magische Gegenstände. Außerdem soll
man Zaubersprüche benutzen und Beziehungen zu anderen Rassen pflegen. Wenn sich der Spieler dagegen für den
Strategieentwicklungsweg entscheidet, soll er Rassen weiterentwickeln, eine
Basis errichten, Rohstoffe abbauen und Kampfeinheiten rekrutieren. Jede
Rasse verfügt dabei über eine Vielzahl an Eigenschaften und Einheitentypen.
Noch interessanter ist die Kampagne, die grundlegend das gleiche bietet.
Diese wird natürlich passend durch ein gut gemachtes Intro inkl. deutscher
Sprachausgabe eingeleitet. Der Hauptcharakter der Kampagne ist ein junger
Waldläufer namens Elhant, der sich einer noch nie da gewesenen Bedrohung
durch die mächtigen Untoten stellt. Um sein Volk vor dem Untergang zu
bewahren, soll der Held diese schrecklichen Feinde besiegen und dabei die
gesamte Insel erkunden. Durch das Erfüllen von Aufgaben erhält Elhant
Erfahrung und neue Fertigkeiten. Dabei hat der Spieler den Werdegang
komplett in der Hand, da er die ihm wichtig erscheinenden
Charaktereigenschaften selber verbessern kann. Von Angriffsgeschwindigkeit
bis hin zu großen Manawerten und schneller Manaregeneration ist alles
möglich. Hinzu kommen dann noch kaufbare Waffen, Tränke und Zauberkarten.
Natürlich erhalten wir auch Objekte wie Rüstungen, Waffen oder Ringe. Diese
bekommen wir u.a. nach
erledigten Aufgaben. Außerdem findet man nützliche Gegenstände auf dem Schlachtfeld. Damit der
Spieler weiß, worum es in dem Spiel geht, sollte er auch den vielen Dialogen
folgen. Wir werden in Missionen immer wieder Charakteren begegnen, die eine
Schlüsselrolle einnehmen oder uns zumindest sekundäre Quests anbieten, für
deren Erfüllung Belohnungen und Erfahrungspunkte winken. Ein Tagebuch
zeichnet diese Dialoge übrigens auf und so kann der Akteur diese zu jeder
Zeit nachlesen. Daneben sollt Ihr auch noch eine riesige Armee aufbauen.
Dazu müssen Rohstoffe gesammelt, eine Basis errichtet und ausgebaut werden.
Auch hier wird alles genretypische wie Gebäude für die Einheitenproduktion
oder Rohstoffgewinnung angeboten. Gut 150 Gebäude und ein üppiger
Technologiebaum lassen jedes Strategenherz schnell höher schlagen. Kommt es
dann zu einer Schlacht, muss so einiges beachtet werden. Das Gelände, unsere
Formation und die ausgewählte Taktik entscheiden genauso über Sieg oder
Niederlage, wie die Stärke unserer riesigen Armee. Wer nicht so auf
ausgiebige Massenschlachten mit tausenden von Einheiten steht, der darf sich
auch ausschließlich um seinen Helden kümmern.
Technik:
Die Technik ist eigentlich ganz in Ordnung. Wir werden zum einen eine gute
Grafik zu sehen bekommen. Die Landschaften weisen viele Details auf und
neben einer üppigen Vegetation, werden wir auch viele ansprechende Effekte
erblicken. Hinzu kommen nett modellierte und animierte Figuren. Diese sind
allerdings ein wenig klein ausgefallen. Gut gelungen ist auch die Mischung
aus 2D und 3D Grafik. Diese ist notwenig um die vielen Einheiten auf dem PC
darzustellen. Da sich die Figuren trotz hoher Anzahl flüssig über den
Bildschirm bewegen, kann man gut mit dem gezeigten leben. Der Sound
überzeugt ebenfalls. Neben einer stimmungsvollen Musik werden wir auch
vielen passenden Ingamegeräuschen lauschen. Außerdem hat uns der Hersteller
deutsche Synchronstimmen gegönnt, die den Charakteren Leben einhauchen. Auch
wenn manche etwas überzogen sprechen, hört man ihnen gerne zu. Die Steuerung
ist sehr genretypisch. Wer schon einmal so ein Spiel gespielt
hat, wird sofort damit klar kommen. Die Menüs bzw. das Interface wurden dann
noch übersichtlich angeordnet und so hat man deren Bedienung schnell
erlernt. Die Kamera bereitet ebenfalls kaum Probleme. Diese lässt sich frei
drehen und so behalten wir eigentlich immer den Überblick. Allerdings ist es
ein wenig Schade, dass man nicht nah an das Geschehen heranzoomen darf. Der
Spieler wird das Geschehen leider nur aus der Distanz betrachten können.
Gewohnt mager ist dann noch die KI. Die CPU Figuren verhalten sich nur
selten intelligent und auch bei der Wegfindung gibt es kleinere Probleme.
Fasst man nun alles zusammen, so kann man - trotz kleiner Macken - insgesamt mit der technischen
Seite zufrieden sein.
Fazit:
Grundsätzlich ist Heroes of Annihilated Empires ein nettes Spiel. Der
Hersteller hat es gut verstanden die beiden Genres Rollenspiel und
Echtzeitstrategie miteinander zu verbinden. Wirklich neues werden wir
allerdings nicht zu sehen bekommen, denn das Spiel setzt grundlegend auf
bekannte Kost. Dabei wurde der Rollenspielanteil etwas vernachlässigt.
Wirklich gut ausbalanciert - im Vergleich zum Strategiebereich - ist dieser
leider nicht. Für Normalsterbliche ist er aber ausreichend.
Zumindest werden wir aber einen guten Strategieanteil inkl.
riesiger Massenschlachten erhalten und so kann man insgesamt mit der
Mischung gut leben. Obwohl die Grafik ganz ansprechend ist, hätte man sich
hier ebenfalls ein wenig mehr gewünscht. Allerdings sollte man auch
berücksichtigen, dass bei den Schlachten viele Einheiten dargestellt werden.
Somit muss man notgedrungen mit optischen Einbußen klar kommen. Dafür ist das
Gameplay sehr angenehm, denn Heroes of Annihilated Empires lässt sich
hervorragend spielen. Die intuitiven Menüs und die genretypsiche Steuerung
machen einen Einstieg sehr leicht. Hinzu kommt eine nette und vor allem
motivierende Story. Wer also auf Rollen- bzw. Strategiespiele steht und
nichts gegen ein Fantasyszenario hat, der darf gerne bei diesem Spiel
zuschlagen. Da das Game über viele Stunden gut unterhalten kann, können wir
ohne Bedenken eine Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Vier vollkommen unterschiedliche spielbare Rassen mit individuellen
Fertigkeiten und Waffen, Zaubern und Artefakten
- 12 Helden, 12 neutrale Rassen, 100 Einheiten und 150 verschiedene Gebäude
- Beeindruckend ausgearbeitete Charaktertypen, fantastische
Einheiten-Animationen uvm.
- Klassische Multiplayer-Partien mit bis zu 7 Spielern im Netzwerk oder über
das Internet
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