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Einleitung:
Fussballmanagerspiele gibt
es mittlerweile wie Sand am Meer. Jetzt kommt ein weiterer Genrevertreter
auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das The Games
Company-Spiel Heimspiel 2006: Der Fussballmanager. Wieder einmal schlüpft
der Spieler in die Haut eines Fussballmanagers bzw. Trainers. Wir konnten
uns die fertige PC-Version ein wenig näher ansehen. Ob sich das Spiel für
angehende Manager lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Heimspiel 2006: Der Fussballmanager ist ein genretypisches
Sport-simulationsspiel. Der Spieler übernimmt die Trainer- und
Managerposition eines Teams und soll versuchen, seinen Verein möglichst
erfolgreich und ruhmreich zu verwalten. Bevor wir uns auf den Trainerstuhl
begeben, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel
installiert und gestartet wurde, erscheint erst einmal das Hauptmenü. Im
Eingangs-bildschirm kann der Spieler ein neues Spiel beginnen, das zuletzt
gespielte fortsetzen oder einen bestehenden Spielstand laden. Darüber hinaus
kann man sich auch mit dem Editor beschäftigen. Mit diesem nützlichen
Programm dürfen wir sämtliche Spieler-
und Vereinsdaten verändern. Außerdem könnt Ihr Euch an
einem anderen Rechner anmelden um ein lokales Netzwerk zu erstellen.
Hierdurch können gleich mehrere Leute an unterschiedlichen PC´s ein
gemeinsames Spiel wagen. Selbstverständlich dürfen auch bis zu vier Spieler
an einem Rechner ein Mehrspielerspiel starten. Kommen wir nun zum
eigentlichen Spiel zurück. Am Anfang bleibt uns natürlich nichts anderes
übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Bevor wir einen Posten übernehmen,
müssen allerdings noch ein paar Einstellungen vorgenommen werden. Als erstes
bestimmt der Spieler die Anzahl der Manager, die an einem Spiel teilnehmen
sollen. Unter Level wird dann der Schwierigkeitsgrad des Spiels eingestellt.
Nachdem wir unseren Namen und ein Portrait ausgesucht haben, kommen wir zur
Länderauswahl. Hier bestimmen wir die Nation, in dem unser Team spielen
soll. Zur Wahl stehen Deutschland, England, Frankreich, Italien, Niederlande
und Österreich. Wahlweise kann man auch ein Länderturnier bestreiten. Hier
fällt allerdings der Managerbereich weg und wir müssen uns reineweg auf die
Trainerlaufbahn konzentrieren. Das war selbstverständlich noch nicht alles,
schließlich brauchen wir noch einen Verein. Anhand der Vereinsnamen erkennt
man schnell, dass dieses Spiel keine Lizenz für original Team- und
Spielernamen hat. So müssen wir uns notgedrungen mit fiktiven Namen
zufrieden geben. Zum Glück kann man diese - bei genügend Zeitaufwand - im
Editor verändern. Neben dem Verein bestimmen wir natürlich auch die Liga, in
der unser Club am Anfang startet. Sind alle Einstellungen abgearbeitet,
fragt uns der Computer noch, ob wir die Spiele grafisch, d.h. wie im
Fernsehen verfolgen möchten oder eher eine textbasierte Variante bevorzugen.
Ist auch diese Frage geklärt, kann das Spiel endlich beginnen. Um es
schon einmal vorwegzunehmen, Heimspiel 2006: Der Fussballmanager ist eher
für Genreneulinge gedacht. Der Hersteller hat das Spiel nicht mit Funktionen
überladen und dennoch ist fast alles vorhanden, was ein
Fussballsimulationsspiel braucht.
Der leichte Einstieg fängt schon bei den Menüs an, die nur wenige Bereiche
aufweisen. Hier kann der angehende Manager alle wichtigen Aufgaben
erledigen. Zum einen gibt es den Bereich Team. Dieser Menübereich umfasst
unsere komplette Mannschaftsarbeit. Hier kann der Spieler seine
Mannschaftsaufstellung vornehmen, taktische Anweisungen geben, das Training
festlegen, auf dem Transfermarkt tätig werden und jederzeit statistische
Daten zu den Spielern prüfen. Unter den Menüpunkt Statistiken erhalten wir
außerdem alle Informationen über Stärken der Vereine, Spielergebnisse,
Tabellen sowie einen Überblick über die Rangliste. Ein weiterer wichtiger
Bereich sind die Finanzen. Benötigt unser Verein dringend Geld, so können
wir bei Banken Kredite aufnehmen. Zusätzliche Einnahmen erhält unser Club
durch Werbung. Bis zu acht Verträge kann unser Verein annehmen. Übrigens
darf man fast alle Aufgaben auch vom Computer erledigen lassen. Hierdurch
kann sich der Spieler auf die Bereiche konzentrieren, die ihm Spaß machen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist unser Stadion. Alle Einstellungen, die
unser Stadion betreffen, werden unter gleichnamigen Menüpunkt vorgenommen.
Wir können Eintrittspreise festlegen, den Komfort verbessern, die
Zuschauerkapazität erhöhen und sogar komplett neue Stadien bauen. Einen
kompletten Haushaltsüberblick finden wir in dem Bereich Bilanzen. Hier
werden alle Einnahmen und Ausgaben aufgeführt. Daneben gibt es noch die
Verwaltung, wo ein Spielstand geladen oder gesichert werden kann. Außerdem
dürfen wir in die Optionen gehen, um alle spielrelevante Einstellungen
vorzunehmen. Das war es dann auch schon. Wie Ihr evtl. schon merkt, ist der
Tiefgang relativ gering. Um Spielerverträge usw. braucht Ihr Euch keine
Sorgen zu machen und so konzentriert Ihr Euch nur auf das grobe Fussballgeschäft. Da alle Bereiche sehr spartanisch aufgebaut sind, wird
zumindest jeder sehr schnell mit dem Spiel klar kommen. Nachdem wir unseren
Verein und die Mannschaft betreut haben, kann es endlich ins Stadion und zum
nächsten Fussballmatch gehen. Bevor das Spiel losgeht, erscheinen erst
einmal die Mannschafts-aufstellungen der beiden Kontrahenten - in einer
grafischen Darstellung. Anschließend ist unser Team gefragt und der Spieler
begibt sich auf den Trainerstuhl. Ganz hilflos sind wir allerdings nicht,
denn wir können durch kleine Eingriffsmöglichkeiten das Spielgeschehen
beeinflussen. So dürfen wir z.B. Auswechslungen vornehmen oder taktische
Anweisungen geben. Außerdem geben diverse Statistiken Aufschluss darüber,
was die anderen Vereine gerade so machen. Ist das Spiel beendet, sehen wir
eine Statistik über das gerade abgelaufene Spiel. Anschließend erscheint das
Auswahlmenü, wo der Spieler seine Mannschaft auf das nächste Match
vorbereiten kann. Nette Überraschungen gibt es selbstverständlich auch, denn
diverse Zufallsereignisse lockern den Alltag immer wieder auf. So kümmern
wir uns nun liebevoll um unseren Verein, sorgen für einen ausgeglichenen
Haushalt, erweitern unser Stadion und holen - wenn es möglich ist - einen
Pokal nach dem anderen.
Technik:
Solche Spiele hauen einen grafisch nur selten vom Hocker. Das ist leider
auch bei Heimspiel 2006: Der Fussballmanager der Fall. Die meiste Zeit
arbeitet Ihr Euch durch nett gestaltete Menüs, Tabellen und Statistiken.
Diese wurden sehr übersichtlich gestaltet. Trotz kleinerer Verschachtelungen
verlieren wir nie den Überblick und so kommen wir recht schnell mit dem
Spiel klar. Etwas dürftig sind allerdings die Spielerportraits ausgefallen.
Matschige Gesichter sollen hier die einzelnen Spieler symbolisieren. Daneben
gibt es auch noch die eigentlichen Matches. Hier können wir wahlweise die
Spiele graphisch animiert oder über Texte beobachten. Bei der ersten
Variante werden wir etwas grob gestaltete Figuren zu sehen bekommen, die
dürftig animiert über den Platz laufen. Obwohl sie nicht zeitgemäß aussehen,
geben sie den Spielverlauf gut wieder. Nehmen wir noch die diversen
Statistiken hinzu, erkennt man schnell, welcher Spieler lieber ausgewechselt
werden sollte. Insgesamt kann man die Grafik also als sehr zweckmäßig
bezeichnen. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben einer
ruhigen Musik werden wir auch einige Ingamegeräusche zu hören bekommen. Eine
wirklich gute Stimmung kommt in dem Stadion leider nicht auf. Das kennt man
ja von solchen Spielen. Die Steuerung ist dagegen erstklassig. Schnell kommt
der Akteur mit den Menüs und Schaltflächen zurecht und so kann er direkt in
das Spielgeschehen einsteigen. Das liegt natürlich auch daran, dass wir
nicht allzu viel machen können. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich auf einem
angenehmen Niveau. Dadurch, dass man diesen frei einstellen kann, werden
Anfänger aber auch Genrekenner passend gefordert. Fasst man nun alles
zusammen, so kann man grundsätzlich mit der technischen Seite zufrieden
sein.
Fazit:
Heimspiel 2006: Der Fussballmanager wird die Fangemeinde spalten. Auf der
einen Seite werden die erfahrenen Spieler stehen, die über den mangelnden
Tiefgang meckern. Grundlegend kann man fast alles machen, allerdings
nicht in so einer Vielfalt wie andere Spiele es bieten. Spieler die von den
Aktionsmöglichkeiten anderer Fussballmanagerspiele erschlagen werden, freuen
sich dagegen über den sehr leichten Einstieg, die gut sortierten und
übersichtlichen Menüs und das einfache Gameplay. Gerade Leute die noch nie
so eine Simulation gespielt haben, werden zum ersten Mal direkt in das
Spielgeschehen einsteigen können. Eine lange Einarbeitungszeit ist genauso wenig notwenig,
wie fundiertes Fachwissen. Seid Ihr allerdings ein wenig tiefer in das Spiel
eingestiegen, so stoßt Ihr recht schnell auf die Grenzen. Schon nach ein
paar Stunden Spielzeit reichen die Möglichkeiten nicht mehr aus und man will
immer mehr beeinflussen. Klar gibt es auch noch ein paar Kritikpunkte bei
der Präsentation und der Grafik. Allerdings kann das Spiel, trotz
verbesserungswürdiger Optik, mit anderen Genrevertretern mithalten. Nett
wäre allerdings eine Lizenz gewesen. Es ist immer schade, wenn so ein Spiel
mit fiktiven Namen daher kommt. Wer etwas Zeit hat, kann zum Glück alles
bearbeiten und diesen Makel beseitigen. Fassen wir nun alles zusammen, so
kann man das Spiel vor allem Genreneulingen zum Kauf empfehlen. Selten war
ein Fussballmanagerspiel so leicht zugänglich und so wird es keinen Spieler
geben, der nicht direkt damit klar kommt. Zählt Ihr zu den
Gelegenheitsspielern, die schnelle Erfolge wollen, so könnt Ihr ohne
Bedenken zu Heimspiel 2006: Der Fussballmanager greifen.
Features:
- Komplettes Fussballmanagement
- 3D Darstellung
- Live-Berechnung aller Spiele mit Eingriffsmöglichkeiten z.B. durch
Taktikänderungen und Auswechselungen
- Bis zu 1.000 Teams und 20.000 Spieler
- Integrierter Editor zum Ändern aller Spieldaten
- Neues Fähigkeitssystem für Spieler
- 1 - 4 Spieler an einem PC oder im Netzwerkmodus
- 1 - 4 Spiele gleichzeitig auf einem Bildschirm
- Einfache Bedienung für Einsteiger
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