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Einleitung:
Dreamcast und Playstation 2
Besitzer werden das Spiel Headhunter evtl. schon kennen. Vor über zwei
Jahren kämpfte Jack Wade mit seinem Motorrad gegen das Böse. Nach guten
Bewertungen und Verkaufszahlen war es nur eine Frage der Zeit bis ein
Nachfolger erscheint. Nun ist es endlich soweit. Für Playstation 2 und Xbox
kommt der zweite Teil mit dem Titel Headhunter: Redemption in Deutschland
auf den Markt. Wir durften jetzt die Playstation 2-Version testen. Ob sich
eine Anschaffung des Action-Adventures lohnt erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich darf eine Story bei so einem Spiel nicht fehlen. Nach
katastrophalen Ereignissen in den biotechnischen Labors verändert sich die
Stadt. Der Bloody Mary Virus rottete Millionen Menschen aus, bevor ein
Impfstoff der Stern Corp die Welt vor dem endgültigen Niedergang retten
konnte. Recht und Ordnung brachen zusammen und die Gesellschaft stürzte ins
Chaos. Hinzu kam ein verheerendes Erdbeben das die Stadt zerstörte. Eine
neue Ordnung entstand die auf zwei sehr unterschiedlichen Welten beruht -
Above und Below. Eine Gruppe genießt ihr Leben auf der Oberfläche während
die andere im Untergrund vegetiert. Wie im ersten Teil agiert der Spieler
mit dem Headhunter Jack Wade. Allerdings bekommen wir diesmal Unterstützung
von der jungen Leeza X. Jack Wade lernt diese als Headhunter an. Beide
Charaktere unterscheiden sich in ihren Fähigkeiten. Der Spieler wird in
Headhunter: Redemption beide Figuren steuern. Vor Spielbeginn werden die
Story und das Zusammentreffen der beiden Helden durch eine Intro gezeigt.
Anschließend dürften wir uns in die Action stürzen. Das geliebte Motorrad
aus Headhunter werden wir leider nur noch in den Intros zu sehen bekommen.
Wir müssen nun zu Fuss den Feinden entgegentreten. Dabei agieren wir wie in
einem klassischen Action-Adventure. Natürlich können wir nicht nur rennen
sondern auch klettern, schleichen, automatisch springen und hangeln. Viele
kleine aber einfache Rätsel warten dann auf uns. So lässt sich kaum eine Tür
normal öffnen. Wir müssen meistens erst ein Schalter betätigen oder einen
Code finden bevor wir weiter können. Daneben sollen wir aber auch noch eine
Reihe anderer Aufgaben erledigen. Natürlich können wir das nicht ungestört
machen. Immer wieder treffen wir auf Gegner die uns kalt machen wollen. Zum
Glück können unsere Helden mit diversen Waffen gegen diese Feinde vorgehen.
Passende Munition oder neue Waffen findet Ihr im Spiel genauso wie Medipacks.
Leider ist unser Inventar ein wenig klein ausgefallen. Schon nach kurzer
Zeit ist dieses voll.
Beim schießen zielen wir mit einem etwas ungewöhnlichen
Zielerfassungssystem. Durch ein schwankendes Zielkreuz wird das Ziel
automatisch anvisiert und der Spieler muss abdrücken, wenn sich das
Zielkreuz über das Objekt bzw. den Feind bewegt. Etwas umständlich aber nach
einer gewissen Zeit kann sich jeder damit zurecht finden. Leider ist diese
Steuerung ein wenig träge ausgefallen, so dass wir ständig Kugeln einstecken
müssen. Wirklich schlimm wird es bei mehreren Gegnern. Unsere Spielfigur
wird dann von allen Seiten beschossen. Der Akteur kann sich allerdings mit
seiner komplizierten Zielerfassung nur auf einen Feind konzentrieren.
Wenigstens darf sich unsere Spielfigur hinter Objekten in Sicherheit
bringen. Außerdem können wir um die Ecke schauen. Allerdings müssen wir
diese Deckung wieder verlassen sobald wir feuern wollen. Somit stehen wir
wieder mitten im Kugelhagel. Insgesamt ein System was nicht viele Spieler
ansprechen wird. Damit der Akteur es ein wenig einfacher hat darf er auf ein
optisches Gerät mit dem Namen IRIS zurückgreifen. Mit diesem können wir
Objekte analysieren. Hinzu kommt, dass wir damit versteckte Türen aber auch
Fallen erkennen können und so wichtige Hinweise erhalten. Da wir ohne dieses
Gerät kaum weiter kommen wird der Spieler die IRIS auch permanent nutzen
müssen. Erst wenn wir ein Objekt analysiert haben können wir dieses benutzen
oder zerstören. Eine Tatsache die allerdings ein wenig stört, wenn man ein
Level erneut spielt. Gespeichert wird an festen Checkpoints. Stirbt unsere
Spielfigur so startet diese am letzten Kontrollpunkt. Am Ende eines Levels
wartet oftmals der obligatorische Zwischen- bzw. Endgegner auf uns. So
agieren wir nun mit unseren Charakteren durch die recht großen Levels.
Technik:
Optisch sieht das Spiel ganz anständig aus. Nette Glanzeffekte werden wir
genauso zu sehen bekommen wie viele Details. Alles wirkt aber ein wenig
unübersichtlich und so muss ein Spieler schon ziemlich nah herangehen um ein
Objekt auf dem Boden zu erblicken. Mit den Texturen kann man ganz gut leben.
Die Bewegungen unserer Charaktere wirken aber leider ein wenig hölzern. Mit
der Kameraeinstellung wird fast jeder Spieler Probleme bekommen. Diese
agiert sehr eigenständig und hat nicht immer alles im Blick. Oft genug zeigt
sie genau in die Richtung die uns aktuell überhaupt nicht interessiert.
Wenigstens dürfen wir die Kamera mit einem Tastendruck hinter uns
positionieren und manuell nachkorrigieren. Allerdings haben wir damit
einiges zu tun was wiederum von anderen Sachen ablenkt. Der Sound ist
dagegen besser ausgefallen. Die englischen Synchronstimmen passen perfekt zu
den Figuren und dank deutschen Texten können wir das gesprochene nachlesen.
Die Musik passt dann auch gut zur Situation und so wird das gezeigt
wunderbar unterstützt. Die Effekte und realistische Waffengeräusche können
dann ebenfalls überzeugen. Insgesamt kann man hier mehr als zufrieden sein.
An die Steuerung muss man sich erst einmal gewöhnen. Die Figuren lassen sich
noch sicher lenken. Kompliziert und etwas nervig wird es erst bei der
Zielerfassung. Erst nach einigen Stunden wird man sich wirklich gut damit
auskennen. Fasst man alles zusammen so ist das Spiel (bis auf kleine Macken)
technisch in Ordnung. Allerdings hätten einige Punkte besser ausfallen
können.
Fazit:
Wer Action-Adventure-Spiele mag darf bei Headhunter: Redemption zugreifen.
Allerdings wird nur magere Kost geboten, denn wir machen eigentlich nicht
viel mehr wie Schalter drücken, leichte Rätsel lösen und viele Gegner
abknallen. Zumindest ist das ganze in eine angemessene Story verpackt
worden. Schade dass keine deutschen Synchronstimmen angeboten werden.
Zumindest dürfen wir das gesprochene als deutschen Untertitle nachlesen.
Wirklich toll ist der Sound. Die Waffengeräusche und die Musik hauen einen
fast um. Ein wenig nervig sind eigentlich nur die Kamera und das neuartige
Zielsystem. Erst nach einigen Stunden Spielzeit hat man sich an die
Eigenarten gewöhnt. Hier hätte der Hersteller einiges besser machen können.
Das gleiche gilt für das kleine Inventar. Es ist doch ein wenig
unverständlich, warum wir nur so wenige Objekte und vor allem Medipacks
einsammeln dürfen. Dadurch wird der Schwierigkeitsgrad noch ein wenig höher.
Gerade Anfänger die sich für Headhunter: Redemption interessieren sollten
evtl. erst einmal ein Probespiel wagen. Es gibt ein paar Punkte die das
Spielvergnügen trüben könnten. Leute die sich nicht ganz so schnell aus der
Ruhe bringen lassen erleben eine interessante Story, tolle Charaktere und
viele kleine Rätsel. Genug Action wird dann auch geboten, so dass Fans des
Genres ausreichend angesprochen werden.
Features:
- Dichte Atmosphäre: die bedrückend düstere und zynische
Hintergrundgeschichte um die Welten "Above" und "Below" präsentiert sich in
der Tradition epischen Hollywood-Kinos.
- Zwei spielbare Charaktere: Neben dem bekannten Protagonisten Jack Wade
lenkt der Spieler auch die Geschicke der Rebellin Leeza X.
- Vierfacher Spielspaß: Beide Figuren verfügen über unterschiedliche
Eigenschaften und Waffen, kein Charakter spielt sich gleich. Hinzu kommen
die Welten "Above" und "Below", jeweils mit eigenem Flair und Anforderungen
an den Spieler.
- Intuitives Kampfsystem mit zahlreichen Aktionsmöglichkeiten: schleichen -
spähen - schießen!
- Packende Verfolgungsjagden auf Hochgeschwindigkeits-Motorrädern vor
futuristischer Kulisse.
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