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Einleitung:
Der PC strotz gerade zu vor guten
Action-Rollenspielen. Wer kennt nicht Spiele wie Dungeon Siege oder Diablo,
die eine große Fangemeinde haben. Nun versucht sich DreamCatcher in diesem
Genre, denn sie veröffentlichen das Spiel Harbinger in Deutschland. Es
handelt sich aber hierbei nicht um einen Klon, denn in diesem Spiel wird der
Spieler nicht in eine Fantasy-Welt entführt, sondern er darf sich in einem
Science-Fiction-Abenteuer auslassen. Magie spielt hier keine Rolle und so
nutzt der Spieler futuristische Technologien um die Aliens zu besiegen. Ob
das Spiel mit den aktuellen Marktführern mithalten kann erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Der Spieler agiert auf dem Flagschiff des bösen Overlord. Aliens bevölkern
die vielen Stockwerke des Sklavenschiffs und nicht alle sind böse. So finden
wir einige skurrile Wesen die menschliche Züge aufweisen. Daneben gibt es
aber auch Aliens die nicht so nett sind. Da wären Vantir, die energetischen
Scintilla oder die spinnenhaften Cimicidae. Diese Wesen treiben ihr Unwesen
und machen den friedlichen Bewohner das Leben schwer. Diese Aliens müssen
nun von Euch aufgehalten werden. Ihr könnt dazu drei unterschiedliche
Charaktere nutzen - Mensch, Kampfroboter oder Culibine.
Die drei spielbaren Charaktere sind nicht nur optisch unterschiedlich.
Menschen und die Kampfroboter kämpfen sehr direkt gegen die Feinde während
die Culibine eher defensiv agieren. Das liegt daran das sie energetisch
begabtes Wesen sind. Vor allem gegen große Gruppen von Feinden sehen sie mit
ihrem Massenangriff sehr gut aus. Menschen und Roboter dagegen haben hier
mehr Probleme. Ihre Stärken liegen woanders. So kann der Roboter in
gefährlichen Arealen bewaffnete Sonden zur Erkundung einsetzen. Der Mensch
dagegen darf Minen legen. Vor allem am Anfang unterscheiden sich die
Aufgaben der einzelnen Charaktere, später müssen alle die gleichen Aufgaben
erledigen. So soll man mal Ersatzteile finden oder bestimmte Personen
suchen. Die feindlichen Aliens versuchen Euch dabei massiv zu stören und so
ist es nicht immer leicht seinen Job zu erfüllen. Ihr spielt in sehr großen
Arealen. Allerdings sind diese sehr gradlinig und so bieten sie auch nur
wenig Abwechslung. Über Texte werden dann die Gespräche übermittelt.
In den Arealen findet der Spieler so einige wichtige und interessante Items.
So sind Waffen genauso vorhanden wie Ausrüstung, Medizin und Geld. Diese
findet der Spieler in Kisten, oder sie liegen auf Tischen herum. Besiegte
Gegner geben zusätzliche Gegenstände. Hat man zu viel in seinem Inventar so
darf man diese bei dem Händler Ona verkaufen. Natürlich hat er auch ein paar
nette Gegenstände die wir dort kaufen können. Allerdings ist der Weg im
späteren Spielverlauf sehr weit. Das Inventar ist sehr übersichtlich
aufgebaut. Schnell findet man sich hier zurecht. Der Charakter wird mit den
vier Eigenschaften Nah-, Fernwaffe, Lebensenergie und Technikfähigkeit
verwaltet. Die Kampfwerte lassen sich mit Hilfe von Elektronik aufbauen.
Wenn dann noch die richtige Waffe zur Verfügung steht steigen die Werte
schnell nach oben. Der Spieler muss hier aber viel testen, denn nicht immer
ist klar welche Waffe wofür gut ist. So agieren wir nun durch den großen
Arealen.
Technik:
Ein wenig problematisch ist die Zielfindung in dem Spiel. So ist das
Schießen aus größerer Entfernung kaum möglich, so dass jede
Auseinandersetzung in einen Nahkampf endet. So sind die Kämpfe und vor allem
die Treffer reine Glückssache. Daher muss der Spieler sehr vorsichtig
vorgehen um nicht von den Gegnern überrascht zu werden. Die Optik
unterstreicht das mysteriöse Ambiente bei Harbinger. Vor allem die
Hintergründe sehen ganz passabel aus. Die Grafik ist auch recht gut
gelungen, wenn man die Rechnerleistung sieht die dieses Spiel erfordert.
Ebenso sehen Effekte wie die Strahlen oder Energieentladungen ganz nett aus.
Leider bringen zu viele Effekte das Spiel zum ruckeln. Leider wirkt
Harbinger ein wenig trist - vor allen bei den von Aliens besetzten Gebieten.
Noch nicht einmal bei den Zwischensequenzen wird der Spieler eine
Verbesserung sehen, denn sie werden in Spielgrafik mit Texten gezeigt.
Ebenso spartanisch sind die Menüs die ein wenig mager aussehen. Zumindest
überzeugt der Sound. Nette Musik und eine gute Geräuschkulisse entschädigen
den Spieler für manche technischen Schwächen. Selten aber dafür passend
klingt die deutsche Synchronstimme, die wir ab und zu hören können.
Ansonsten sehen wir nur Texte die dann noch einige Übersetzungsfehler
aufweisen.
Fazit:
Da man das Spiel mit drei unterschiedlichen Charakteren spielen kann bietet
Harbinger einiges an Spielpotential. Auch die Story und das düstere Ambiente
können überzeugen. Optisch wird das Spiel auch recht passabel präsentiert
und ein netter Sound unterstützt die Handlung. Features wie Kamerasonde oder
die Minen sorgen für weiteren Spielspaß. Leider gibt es aber auch negatives
zu berichten. So ist die Steuerung viel zu unausgereift und das Zielen wird
zum Glücksspiel. Zusätzlich wird auch wenig Abwechslung geboten, da wir
eigentlich immer das gleiche machen müssen. Bitter ist auch, dass nur die
ersten Quests der drei Charaktere unterschiedlich sind. Später gleichen sie
sich an und so spielt man denselben Strang. Neben den vielen Kämpfen muss
der Spieler vor allem eins machen - viel rennen. Enttäuschend ist auch das
man kaum was von der recht netten Sprachausgabe zu hören bekommt. Dafür wird
die Story mit Texten erzählt, die schlampig übersetzt wurden - so fehlen
auch mal Buchstaben. Da dann auch noch die Intros fehlen muss man sich hier
mit In-Game Optik zufrieden geben. Auch ein Multiplayermodus hätte dem Spiel
gut getan aber das findet man genauso wenig. Dafür ist Harbinger
preisgünstig - was ja auch nicht zu verachten ist. Das
Preis/Leistungsverhältnis stimmt zumindest, denn für das Geld wird ein
langes Spiel geboten. Genrefans werden auf ihre Kosten kommen. Verwöhnte
Spieler dagegen könnten von dem Spiel enttäuscht sein. Jeder kann sich aber
einige Stunden ohne Langeweile mit Harbinger beschäftigen.
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