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Harbinger - Review (PC)

Wertung:
75 %

Einleitung:

Der PC strotz gerade zu vor guten Action-Rollenspielen. Wer kennt nicht Spiele wie Dungeon Siege oder Diablo, die eine große Fangemeinde haben. Nun versucht sich DreamCatcher in diesem Genre, denn sie veröffentlichen das Spiel Harbinger in Deutschland. Es handelt sich aber hierbei nicht um einen Klon, denn in diesem Spiel wird der Spieler nicht in eine Fantasy-Welt entführt, sondern er darf sich in einem Science-Fiction-Abenteuer auslassen. Magie spielt hier keine Rolle und so nutzt der Spieler futuristische Technologien um die Aliens zu besiegen. Ob das Spiel mit den aktuellen Marktführern mithalten kann erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Der Spieler agiert auf dem Flagschiff des bösen Overlord. Aliens bevölkern die vielen Stockwerke des Sklavenschiffs und nicht alle sind böse. So finden wir einige skurrile Wesen die menschliche Züge aufweisen. Daneben gibt es aber auch Aliens die nicht so nett sind. Da wären Vantir, die energetischen Scintilla oder die spinnenhaften Cimicidae. Diese Wesen treiben ihr Unwesen und machen den friedlichen Bewohner das Leben schwer. Diese Aliens müssen nun von Euch aufgehalten werden. Ihr könnt dazu drei unterschiedliche Charaktere nutzen - Mensch, Kampfroboter oder Culibine.

Die drei spielbaren Charaktere sind nicht nur optisch unterschiedlich. Menschen und die Kampfroboter kämpfen sehr direkt gegen die Feinde während die Culibine eher defensiv agieren. Das liegt daran das sie energetisch begabtes Wesen sind. Vor allem gegen große Gruppen von Feinden sehen sie mit ihrem Massenangriff sehr gut aus. Menschen und Roboter dagegen haben hier mehr Probleme. Ihre Stärken liegen woanders. So kann der Roboter in gefährlichen Arealen bewaffnete Sonden zur Erkundung einsetzen. Der Mensch dagegen darf Minen legen. Vor allem am Anfang unterscheiden sich die Aufgaben der einzelnen Charaktere, später müssen alle die gleichen Aufgaben erledigen. So soll man mal Ersatzteile finden oder bestimmte Personen suchen. Die feindlichen Aliens versuchen Euch dabei massiv zu stören und so ist es nicht immer leicht seinen Job zu erfüllen. Ihr spielt in sehr großen Arealen. Allerdings sind diese sehr gradlinig und so bieten sie auch nur wenig Abwechslung. Über Texte werden dann die Gespräche übermittelt.

In den Arealen findet der Spieler so einige wichtige und interessante Items. So sind Waffen genauso vorhanden wie Ausrüstung, Medizin und Geld. Diese findet der Spieler in Kisten, oder sie liegen auf Tischen herum. Besiegte Gegner geben zusätzliche Gegenstände. Hat man zu viel in seinem Inventar so darf man diese bei dem Händler Ona verkaufen. Natürlich hat er auch ein paar nette Gegenstände die wir dort kaufen können. Allerdings ist der Weg im späteren Spielverlauf sehr weit. Das Inventar ist sehr übersichtlich aufgebaut. Schnell findet man sich hier zurecht. Der Charakter wird mit den vier Eigenschaften Nah-, Fernwaffe, Lebensenergie und Technikfähigkeit verwaltet. Die Kampfwerte lassen sich mit Hilfe von Elektronik aufbauen. Wenn dann noch die richtige Waffe zur Verfügung steht steigen die Werte schnell nach oben. Der Spieler muss hier aber viel testen, denn nicht immer ist klar welche Waffe wofür gut ist. So agieren wir nun durch den großen Arealen.

 

Technik:

Ein wenig problematisch ist die Zielfindung in dem Spiel. So ist das Schießen aus größerer Entfernung kaum möglich, so dass jede Auseinandersetzung in einen Nahkampf endet. So sind die Kämpfe und vor allem die Treffer reine Glückssache. Daher muss der Spieler sehr vorsichtig vorgehen um nicht von den Gegnern überrascht zu werden. Die Optik unterstreicht das mysteriöse Ambiente bei Harbinger. Vor allem die Hintergründe sehen ganz passabel aus. Die Grafik ist auch recht gut gelungen, wenn man die Rechnerleistung sieht die dieses Spiel erfordert. Ebenso sehen Effekte wie die Strahlen oder Energieentladungen ganz nett aus. Leider bringen zu viele Effekte das Spiel zum ruckeln. Leider wirkt Harbinger ein wenig trist - vor allen bei den von Aliens besetzten Gebieten. Noch nicht einmal bei den Zwischensequenzen wird der Spieler eine Verbesserung sehen, denn sie werden in Spielgrafik mit Texten gezeigt. Ebenso spartanisch sind die Menüs die ein wenig mager aussehen. Zumindest überzeugt der Sound. Nette Musik und eine gute Geräuschkulisse entschädigen den Spieler für manche technischen Schwächen. Selten aber dafür passend klingt die deutsche Synchronstimme, die wir ab und zu hören können. Ansonsten sehen wir nur Texte die dann noch einige Übersetzungsfehler aufweisen.

 

Fazit:

Da man das Spiel mit drei unterschiedlichen Charakteren spielen kann bietet Harbinger einiges an Spielpotential. Auch die Story und das düstere Ambiente können überzeugen. Optisch wird das Spiel auch recht passabel präsentiert und ein netter Sound unterstützt die Handlung. Features wie Kamerasonde oder die Minen sorgen für weiteren Spielspaß. Leider gibt es aber auch negatives zu berichten. So ist die Steuerung viel zu unausgereift und das Zielen wird zum Glücksspiel. Zusätzlich wird auch wenig Abwechslung geboten, da wir eigentlich immer das gleiche machen müssen. Bitter ist auch, dass nur die ersten Quests der drei Charaktere unterschiedlich sind. Später gleichen sie sich an und so spielt man denselben Strang. Neben den vielen Kämpfen muss der Spieler vor allem eins machen - viel rennen. Enttäuschend ist auch das man kaum was von der recht netten Sprachausgabe zu hören bekommt. Dafür wird die Story mit Texten erzählt, die schlampig übersetzt wurden - so fehlen auch mal Buchstaben. Da dann auch noch die Intros fehlen muss man sich hier mit In-Game Optik zufrieden geben. Auch ein Multiplayermodus hätte dem Spiel gut getan aber das findet man genauso wenig. Dafür ist Harbinger preisgünstig - was ja auch nicht zu verachten ist. Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt zumindest, denn für das Geld wird ein langes Spiel geboten. Genrefans werden auf ihre Kosten kommen. Verwöhnte Spieler dagegen könnten von dem Spiel enttäuscht sein. Jeder kann sich aber einige Stunden ohne Langeweile mit Harbinger beschäftigen.

 

 

 


Wertungsbox:

Harbinger - Review (PC)

 
 Harbinger
EUR 29,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 78 %  
Sound: 81 %  
Bedienung: 62 %  
Singleplayer: 75 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 77 %  
Gesamtwertung:  75 %  

Mindestanforderungen:

- Pentium III 500 MHz
- Windows 98, ME, 2000, XP
- 128 MB RAM
- 650 MB Festplattenspeicher
- 4x CD-ROM

 

 

 

 

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