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Einleitung:
CDV bringt mit dem Spiel Hammer & Sichel ein
neues rundenbasiertes Strategiespiel auf den deutschen Markt. Entwickelt
wurde das Taktik-RPG-Spiel übrigens von dem Entwickler Nival Interactive.
Schon beim Kauf dürfen sich Spieler freuen, denn das Spiel kommt für einen
UVP von gerade einmal 29,99 Euro in den Handel. Ob Hammer & Sichel neben
einem guten Kaufpreis noch mehr zu bieten hat, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Hammer & Sichel kommt natürlich nicht ohne eine Story aus. Wir schreiben das
Jahr 1949, Anfangsphase des Kalten Krieges, der Konflikt zwischen
Sowjetunion und Westalliierten eskaliert. Als ambitionierter, sowjetischer
Spion mit besten Absichten agiert der Spieler im britischen-amerikanischen
Sektor. Verrat und Spitzeleien bestimmen den Alltag unseres Agenten, der in
aufgewühlter Nachkriegsatmosphäre eine unglaubliche Verschwörung aufdecken
muss. Welche Macht profitiert davon, die explosive Stimmung in Deutschland
für düstere Zwecke zu missbrauchen und so den 3. Weltkrieg auszulösen? Wie
Ihr vielleicht bemerkt habt, wurde für dieses Spiel ein recht unverbrauchtes
Setting gewählt. Diesmal treten Russen und nicht Amerikaner als Hüter des
Weltfriedens auf. Wir oben schon erwähnt schlüpfen wir in die Rolle eines
sowjetischen Geheimdienstlers, der hinter feindlichen Linien diverse
Aufträge erledigen soll. Bevor wir aber in unsere erste Mission starten,
fangen wir erst einmal ganz von vorne an. Nachdem das Spiel installiert und
gestartet wurde, dürfen wir uns erst einmal einen einführenden Film ansehen.
Mit echten Filmausschnitten und deutscher Sprachausgabe wird die Story
passend eingeleitet. Anschließend erblicken wir das Hauptmenü mit dem
Menüpunkten Tutorial, Kampagne, Modifikationen, Laden, Einstellungen und Highscore.
Unter Einstellungen kann der Spieler Grafik, Sound
und Spieleinstellungen vornehmen. Wer einen Spielstand hat, darf diesen
unter Laden aktivieren. Daneben gibt es noch die Modifikationen. In diesem
Bereich kann der Spieler Spielmodifikationen (Mods) laden, die Änderungen am
Spielszenario oder an einzelnen Spielgebieten beinhalten können. Beste
Ergebnisse inkl. erreichter Punktzahlen kann man sich dann noch unter
Highscores ansehen. Am Anfang sollte jeder erst einmal das Tutorial
durchspielen. Das Training bringt uns in ein spezielles Gebiet, in dem wir
die Grundlagen der Spielsteuerung erlernen können. Außerdem dürfen wir
kleine Übungen und Trainingsmissionen absolvieren und so das Spielprinzip,
die Menüs und unsere Möglichkeit kennen lernen. Natürlich werden wir auch
mit den diversen Waffen wie Messer, Pistole, Maschinengewehr oder Granaten
vertraut gemacht. Außerdem erlernen wir das Schleichen, Klettern und
interagieren mit der Umgebung. Hat der Spieler diesen Bereich beendet, so
wird ihm der Einstieg in das eigentliche Spiel recht leicht fallen. Kommen
wir nun zum eigentlichen Spiel. Dieses starten wir, indem wir den Menüpunkt
Kampagne anklicken. Anschließend legen wir den Schwierigkeitsgrad (Leicht,
Normal, Schwer oder Benutzerdefiniert) fest und erstellen einen Charakter.
Von der militärischen Spezialisierung (Soldat, Scharfschütze, Grenadier,
Späher, Ingenieur und Sanitäter) über die Attribute (Stärke,
Geschicklichkeit und Intelligenz) bis hin zum Aussehen dürfen wir alles frei
bestimmen. Anschließend beginnt unsere erste Mission.
Das Spiel läuft grundlegend immer gleich ab. Vor einem Auftrag werden wir
ausgiebig über unsere Ziele informiert und so wird der Spieler nie grundlos
eine Mission bestreiten. In der ersten Mission soll der Spieler unbemerkt
vom sowjetisch besetzten Sektor in den amerikanischen gelangen - um dort
eine Kontaktperson zu treffen. Selbstverständlich gibt es einige
Überraschungen, auf die wir jetzt nicht näher eingehen wollen. Je nach
Spielweise ergeben sich aber unterschiedliche Enden. Durch unsere
Entscheidungen beeinflussen wir den Spielablauf und so lohnt sich auch ein
erneutes durchspielen. Wie oben schon erwähnt ist Hammer & Sichel ein
rundenbasiertes Strategiespiel mit Rollenspielelementen. Das Spiel läuft
also rundenweise ab. Dementsprechend haben alle beteiligten Figuren
Aktionspunkte - um z.B. Bewegungen auszuführen, eine Waffe abzufeuern oder
Objekte zu durchsuchen. Hat die Figur seine Aktionspunkte verbraucht, so
muss der Spieler die Runde beenden und der Computer macht seine Aktionen.
Wie bei solchen Spielen üblich, dürfen wir auf ein reichhaltiges
Waffenarsenal zurückgreifen. Von diversen Nahkampfwaffen, über Fernwaffen
bis hin zu Granaten ist alles vorhanden. Gut 90 authentische Waffen aus dem
2. Weltkrieg wurden eingebaut und so hat man viele Möglichkeiten um einen
Auftrag zu erledigen. Unsere Spielfigur hat allerdings eine begrenzte
Tragfähigkeit und so muss der Spieler gut überlegen, welche Objekte er
mitnimmt. Waffen erhalten wir nicht nur von erledigten Feinden, sondern
viele Gegenstände finden wir auch in Kisten, Schränken usw. - die überall im
Spiel verstreut sind. Das Untersuchen der Umgebung lohnt sich also. Unsere
Spielfigur hat selbstverständlich diverse Fähigkeiten. Neben
unterschiedlichen Körperhaltungen, kann unsere Figur u.a. auch Klettern, von
Erhöhungen herunter springen und Leitern nutzen. Hin und wieder sollen wir
auch mit Personen sprechen, die oftmals wichtige Informationen geben. Ein
wichtiger Aspekt in dem Spiel ist natürlich das Kämpfen. Töten wir
feindliche Einheiten, so erhält unsere Spielfigur Erfahrungspunkte. Durch
diese steigen wir mit der Zeit immer weiter auf und erweitern so unsere
Fähigkeiten. Außerdem erhalten wir Fertigkeitspunkte, die der Spieler frei
verteilen darf. So verbessern wir mit der Zeit z.B. unsere Treffsicherheit.
Wir agieren nun durch die unterschiedlichen Levels, lösen taktisch klug
unsere Missionen, bauen unseren Charakter immer weiter auf und folgen der
etwas anderen Story.
Technik:
Die Grafik haut einen zwar nicht vom Hocker, aber dennoch ist diese ganz
ordentlich. Wir werden in den Levels sehr viele Objekte und Gebäude zu sehen
bekommen. Außerdem ist eine nette Vegetation genauso vorhanden, wie
ansprechend animierte Figuren. Diese sehen allerdings - durch die
Zoomfunktion - etwas klobig aus. Zufrieden kann man auch mit den Effekten
wie Explosionen sein. Neben
unterschiedlichen Tageszeiten sind auch Licht- und Schatteneffekte vorhanden.
Meckern kann man eigentlich nur bei den Texturen und das manche Objekte
etwas klobig wirken. Hier hätte der Hersteller mehr machen können. Mit dem
Sound kann man ebenfalls zufrieden sein. Ansprechende Waffengeräusche werden
wir genauso zu hören bekommen, wie authentische Soundeffekte oder Musik.
Selbst mit den deutschen Synchronstimmen kann man gut leben. Allerdings gibt
es hier einige Unterschiede, denn wirklich gut klingt eigentlich nur die
Stimme unseres Spielcharakters. Die anderen Synchronstimmen klingen dagegen
sehr verstellt und zum Teil auch übermotiviert. Dennoch wird die Story gut
vermittelt. Nett ist auch, dass eine kleine Physikengine vorhanden ist.
Allerdings wurde diese nicht bei allen Objekte verwendet. Hinzu kommt, dass
viele Gegenstände nicht zerstörbar sind. Besser sind da schon die Steuerung
und die Menüs ausgefallen. Grundlegend wird jeder Spieler schnell mit der
Lenkung und den Buttons klar kommen. Habt Ihr dann noch das Tutorial
durchspielt, so wird die Steuerung keine Probleme bereiten. Die Kamera
ist frei einstellbar und so haben wir es selber in der Hand, wie unser
Blickwinkel ausfällt. Da das Spiel rundenbasiert ist, hat der Spieler alle Zeit
der Welt um eine gute Ansicht auszuwählen. Diese braucht er allerdings auch,
denn die Kamera ist leider etwas störrisch. Mit der Zeit gewöhnt man sich
aber an diese und so kommt man damit genauso gut klar, wie mit den gut
sortierten Menüs. Die KI der Gegner ist wie gewohnt mager. Wirklich
intelligent verhalten sie sich kaum. Aber das kennt man ja von solchen
Spielen. Fass man alles zusammen, so kann man grundlegend mit der
technischen Seite zufrieden sein.
Fazit:
Natürlich muss man rundenbasierte Spiele mögen. Wer damit überhaupt nichts
anfangen kann, sollte die Finger von diesem Spiel lassen. Alle anderen
werden ein ansprechendes Taktik-RPG erhalten, das gut 20-30 Stunden fesseln
kann. Selbstverständlich hat man schon optisch anspruchsvollere Spiele
gesehen. Allerdings darf man auch nicht den Anschaffungspreis aus dem Auge
verlieren. Das Spiel kostet gerade einmal 30 Euro und für diesen Preis kann
man nicht viel mehr erwarten. Der Hersteller hat uns dafür ein komplett
lokalisiertes Spiel gegönnt, dass genretypisches Gameplay bietet. Außerdem
wird der Spieler gut in das Spiel eingeführt. Neben einem 79 Seiten
starken Handbuch wurde uns auch ein hilfreiches Tutorial spendiert. Nett ist
außerdem nicht nur der Taktikanteil in dem Spiel. Es macht auch viel Spaß
seinen Spielcharakter aufzubauen. Allerdings erwartet jetzt kein üppiges
Rollenspiel, denn das Spiel bietet keine riesigen Ausbaumöglichkeiten.
Interessant
ist auch, dass wir in einem etwas anderen Szenario spielen. Endlich kann man
auch mal aus der russischen Sicht ein Spiel bestreiten. Etwas heftig ist
dann noch der Schwierigkeitsgrad. Gerade Anfänger werden durch diesen etwas
überfordert. Uns hat das Spiel ganz gut gefallen - auch wenn es das Genre
nicht revolutioniert. Dank eines guten Preis-Leistungsverhältnis kann man
das Spiel aber getrost allen Spielern empfehlen, die rundenbasierte Spiele
mögen.
Features:
- Spannende, nichtlineare Story mit detailliert ausgearbeiteten Charakteren
- Riesige, real nach empfundene Landschaft
- Integrierte Spielzeit: Figuren sind zu einer bestimmten Tageszeit nicht
erreichbar
- Zeit beeinflusst die Handlungen des Spieler
- Geld spielt eine elementare Rolle
- 90 authentische Waffen aus dem 2. Weltkrieg
- Durch den Tag und Nacht- Wechsel wird der Spieler noch mehr gefördert
- 6 verschiendene Charaktertypen mit unterschiedlichen Fähigkeiten
- Spieler kann sich auf allen Ebenen frei bewegen
- Wechsel des Outfits und der Stimme möglich
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