|
Einleitung:
Mit Guitar Hero kommt ein
neues Playstation 2-Musikspiel auf den deutschen Markt. Wie bei solchen
Spielen schon fast üblich, wird auch diesmal ein nettes Extra mitgeliefert.
Es handelt sich dabei nicht um eine Tanzmatte oder Mikrofon, sondern um den Gibson SG Gitarren-Controller.
Entwickelt wurde das Spiel übrigens von Harmonix, die bekannt wurden durch
Musikspiele wie Frequency. Wir konnten uns das Spiel jetzt näher ansehen. Ob
sich Guitar Hero für angehende Musiker lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Bevor wir uns dem eigentlichen Spiel zuwenden, wollen wir erst einmal auf
den neuen Controller eingehen. Angeschlossen wir die Gitarre an dem
Controller-Anschluss der Playstation 2. Nachdem wir den Schultergurt
angebracht haben, schnallen wir uns das etwas andere Musikinstrument um.
Schnell merken wir, dass der neue Controller gut in der Hand liegt. Am Ende
des Griffs sehen wir zum einen fünf farbige Tasten. Ein Kippschalter
befindet sich dann noch an der Stelle, wo man normalerweise die Seiten
zupft. Diesen kann man in beide Richtungen bewegen und so werden die
Gitarrensaiten gut simuliert. Natürlich ist auch ein echter Tremolohaken
vorhanden, der für den richtigen Sound sorgt. Außerdem befinden sich auf der
Vorderseite noch die Start und Select-Taste und so können wir eigentlich
jede Funktion eines normalen Controllers ausführen. Das war aber noch nicht
alles, denn der Gibson SG Gitarren-Controller hat zusätzlich einen
Neigungssensor. Hierdurch wird die Haltung der Gitarre festgestellt. Nett
ist außerdem, dass die Gitarre sowohl für Links- und Rechtshänder geeignet
ist. Kommen wir nun zum
eigentlichen Spiel. Grundlegend ist Guitar Hero ein ganz normales
Musikspiel. Der Spieler muss zum richtigen Zeitpunkt eine passende Taste am
Griffbrett drücken. Schafft er dieses, so wird ein Ton gespielt. Gleichzeit
sollen wir auch noch den Kipphebel bewegen, der ja die Gitarrensaite
simuliert. Es kommt selbstverständlich auch vor, dass wir mehrere Tasten
gleichzeitig drücken oder dass wir diese unterschiedlich lang aktivieren
sollen. Damit der Einstieg leicht fällt, kann der angehende Musiker am
Anfang erst einmal einen Übungsbereich durchspielen. In dem Tutorial wird
uns die Steuerung mit kleinen praktischen Übungen näher gebracht und so
kommt man relativ schnell mit der Gitarre und dem Spiel klar. Haben wir uns
mit der Steuerung zurecht gefunden, können wir uns auch gleich in die
eigentlichen Spielmodis stürzen. Zum einen wäre da das schnelle Spiel. In
diesem Modus kann der Spieler, zu einem Song seiner Wahl, die Gitarre zum
glühen bringen. Selbstverständlich werden unterschiedliche
Schwierigkeitsgrade angeboten, wodurch jeder Spieler eine passende
Herausforderung findet. Habt Ihr zufälligerweise noch einen zweiten
Controller, so kann übrigens auch ein Freund mit einsteigen.
Die wichtigste Spielart ist allerdings der Karrieremodus. Dieser bietet
ebenfalls vier unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Dabei steigen die
Herausforderungen langsam aber stetig an. Die Schwierigkeitsstufen
unterscheiden sich hauptsächlich darin, dass unterschiedlich viele Tasten
benötigt werden. Bei Leicht werdet Ihr z.B. nur drei Tasten brauchen.
Außerdem sind kaum schnelle Tonwechsel vorhanden. In höheren Stufen müsst
Ihr die Lieder mit vier oder später sogar fünf Tasten nachspielen. Insgesamt
bietet das Spiel mehr als 30 bekannte Rock-Songs. Diese sollen wir - auf
unserer Gitarre - standesgemäß an passenden Orten nachspielen. Der Hersteller
hat uns insgesamt 6 Veranstaltungsorte gegönnt, die vom Indie-Club bis hin
zum ausverkauften Stadion reichen. In dem Spiel müssen wir uns natürlich
langsam hocharbeiten, denn am Anfang darf unsere Spielfigur nur auf kleinen
Bühnen spielen. Damit Ihr nicht gleich einen Knoten in die Finger bekommt,
solltet ihr unbedingt mit der einfachsten Schwierigkeitsstufe anfangen.
Fangt Ihr zu früh mit den schwierigeren Stufen an, so werdet Ihr Euer blaues
Wunder erleben. Mit der Zeit bekommt Ihr aber Übung und so kann man später
beruhigt in die anderen Herausforderungen wechseln. Außerdem darf der
Spieler aus 8 Charakteren eine passende Spielfigur aussuchen, die
jeweils einen anderen Look und Spielstil besitzen. Von Metal Head bis hin zu
Classic Rocker wird auch hier die komplette Palette abgedeckt. Das Publikum
ist natürlich das Maß aller Dinge. Diese bewerten unser Spiel und wie wir
die einzelnen Töne treffen. Schafft der Spieler es lange fehlerfrei zu
spielen, so bekommt er Modifikatoren und dementsprechend mehr Punkte.
Zusatzpunkte erhalten wir auch für besonders gut gespielte Töne. Außerdem
gibt es noch den Star-Modus. Ist ein Balken gefüllt, können wir durch neigen
der Gitarre schnell das Publikum auf unsere Seite bringen und somit extra
Boni einsammeln. Sind wir dagegen zu schlecht, kann es auch mal vorkommen,
dass wir von der Bühne fliegen. Am Ende werden alle Punkte zusammengezählt
und eine Prämie ausgezahlt. Das Geld investieren wir dann in freischaltbare
Extras. So spielen wir nun einen Song nach dem anderen und versuchen die
Erfolgsleiter heraufzuklettern.
Technik:
Die technische Seite ist wirklich gelungen. Zum einen sehen wir eine
ansprechende Grafik. Passende Bühnen sind genauso vorhanden, wie nett
modellierte und animierte Spielcharaktere. Diese haben sogar typische
Rockmoves drauf. Auch das Publikum bewegt sich und so kommt schnell eine
gute Stimmung auf. Hinzu kommt natürlich ein passendes Bühnenprogramm. Alles
harmoniert mit den gespielten Musikstücken und so wird der Spieler gut
motiviert weiter zu spielen. Einfach fantastisch ist der Sound ausgefallen.
Der Hersteller hat uns grandiose Musikstücke spendiert, die von Smoke on the
Water über Cowboys from Hell bis hin zu You've got another thing comin
reichen. Durch über 30 Songs wird sehr viel Abwechslung angeboten und so
kann man sich eine ganze Zeit lang mit dem Spiel beschäftigen. Die Steuerung
mit dem Gitarren-Controller fällt auch recht leicht. Da wir passend in das
Spiel eingeführt werden, kann man sehr schnell in die Spielmodis einsteigen.
Allerdings müssen wir auch auf den hohen Schwierigkeitsgrad hinweisen. Was am Anfang noch recht
leicht aussieht, wird am Ende zum echten Fingerbrecher. Nur wer lange übt,
wird später die höheren Schwierigkeitsgrade und anspruchsvolleren Songs
meistern. Zum Glück beginnt alles sehr einfach und da die Lernkurve angenehm
wächst, kommen Frustmomente nur selten auf. Fasst man alles zusammen, so
kann die technische Seite voll überzeugen.
Fazit:
Guitar Hero ist ein wirklich erstklassiges Musikspiele. Wirklich genial ist
der Gitarrencontroller, mit dem es sehr viel Spaß macht zu spielen. Eine
einfache Handhabung und gut positionierte Tasten sorgen dafür, dass man sehr
schnell mit der Gitarre klar kommt. Das Spiel selber fesselt einen förmlich
an den Fernseher. Tolle Musikstücke reißen einen sofort mit und so kommt
schnell eine gute Stimmung auf. Da dann noch eine gute Präsentation
vorhanden ist, wird man auch optisch einiges zu sehen bekommen. Der
ansprechende Karrieremodus ist außerdem sehr motivierend. Schließlich will
man nicht nur in kleinen Indie-Club spielen, sondern auch in Stadien sein
Können beweisen. Wirklich unmöglich ist das selbst für ungeschickte Spieler
nicht, denn der Schwierigkeitsgrad wächst schön gleichmäßig an. Natürlich
solltet Ihr nicht am Anfang die schwierigste Stufe wählen. Macht Ihr das
doch, so werden sich kaum Erfolge einstellen. Der ganz große Spielspaß kommt
natürlich auf, wenn Ihr mit Freunden spielt. Sind gleich mehrere Musikfans
zu Gange, wird kaum ein Auge trocken bleiben. Wer also schon immer einmal
eine Rockkarriere anstreben wollte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Selten
hat ein Musikspiel soviel Spaß gemacht. Uns hat Guitar Hero sehr gut
gefallen und daher können wir das Geschicklichkeitsspiel allen Spielern zum
Kauf empfehlen.
Features:
- mehr als 30 Rock-Songs
- "Gibson SG" Gitarren-Controller
- 4 Schwierigkeitsstufen (easy, medium, hard, und expert)
- 6 Veranstaltungsorte
- 8 Charaktere mit eigenem Look und Spielstil
- Zwei-Spieler-Modus
|