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Great Invasions - Review (PC)

Wertung:
73 %

Einleitung:

Mit Great Invasions kommt das neuste Strategiespiel von Europa Universalis-Schöpfer Philippe Thibaut auf den deutschen Markt. Das Spiel bietet uns eine detailgetreue Umsetzung der großen Völkerwanderungen. Der Schöpfer arbeitete dabei eng mit Historikern zusammen, um die geschichtlichen Ereignisse möglichst realistisch umzusetzen. Wir konnten Great Invasions jetzt ausgiebig testen. Ob das Spiel Strategiefans ansprechen kann, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wir befinden uns im Jahr 350 nach Christus. Die Barbaren pochen mit Macht an die Pforten des Römischen Reiches. In dieser finsteren Epoche der Geschichte machen Kriege, Glaubenskämpfe und machtbesessene Eroberer die Länder und ihre Menschen zum Spielball launischer und grausamer Schicksalskräfte. Der Spieler soll in dem Spiel Nationen durch die Wirren der Zeit bis zur Blüte des Hochmittelalters geleiten. Zwischen 375 und 1066 n. Chr. entdecken und lenken virtuelle Regenten 150 bedeutende historische Ereignisse. Außerdem bietet das Spiel noch 3700 Charaktere sowie 160 Nationen. Für immense Spieltiefe ist also gesorgt. Bevor wir unsere erste Nation übernehmen, fangen wir aber erst einmal ganz von vorne an. Nachdem das Spiel gestartet wurde, gelangen wir in das Hauptmenü. Hier können wir entweder in den Einzel- oder Mehrspielerbereich gehen. Wer lieber mit Freunden spielen möchte, kann dieses im Multiplayerbereich per LAN oder Internet machen. Bis zu vier Spieler können hier an einem Spiel teilnehmen. Am Anfang sollte jeder erst einmal den Einzelspielerbereich angehen. Hier warten drei Kampagnen auf Euch. Zum einen wäre da die "Historische Kampagne". Alle Nationen, die wir steuern, sind vorbestimmt und befinden sich in einem historisch korrekten Verhältnis zueinander. Unsere Hauptaufgabe besteht darin, die den einzelnen Nationen zugewiesenen Ziele zu erreichen. Bei diesem Kampagnentyp brauchen wir keine Siegpunkte, um Nationen zu erwerben. Normalerweise funktioniert es am besten, wenn der Spieler sich historisch korrekt verhält. Daneben gibt es noch die "Halb-historische Kampagne". Der Spieler erhält in diesem Modus einige Nationen (die wichtigsten kostenlos), für die übrigen können wir Gebote abgegeben. Die Ziele sind die gleichen wie in der anderen Kampagne, aber dieser Kampagnentyp stellt eine größere Herausforderung dar, weil wir Siegpunkte ausgeben müssen, um neue Nationen zu erwerben. Die letzte Spielart ist die Freie-Kampagne. Wir beginnen das Spiel mit einer einzigen Nation. Der Spieler muss nun andere Mitstreiter übertreffen, um neue Nationen zu erhalten. Sobald diese verfügbar werden, müssen wir Gebote abgeben. Dieser Kampagnentyp ist nicht nur der umfassendste, er stellt auch die größte Herausforderung dar, denn in ihm kommen alle verfügbaren Features zum Tragen.

Nachdem wir nun eine Kampagne ausgewählt haben, bestimmen wir noch das Szenario. Gleich 10 stehen hier zur Auswahl. Nun können wir ein Spiel starten. Ziel des Spiels ist, eine Anzahl Nationen durch 700 Jahre europäischer Geschichte zu führen. Um zu gewinnen muss der Spieler so viele Siegpunkte wie möglich anhäufen. Allerdings müssen wir die Siegpunkte wiederum ausgeben, um verschiedene Ziele zu erreichen. Das Spiel enthält fast 80 spielbare sowie nicht spielbare Nationen. Mit diesen Nationen sind 22 verschiedene Volksgruppen verbunden. Außerdem gibt es drei Stadien: Barbaren, Königreich und Imperium. Wie oben schon erwähnt sind Siegpunkte ein wichtiges Element in diesem Spiel. Die Erfolge und Fehlschläge einer Nation werden anhand von Siegpunkten gemessen. Im Verlauf des Spiels erscheinen neue Nationen. Wir werden in allen Modi - mit Ausnahme des Geschichtsmodus - aufgefordert, Gebote für sie abzugeben. Gespielt wird dann auf einer Karte, die in Provinzen unterteilt ist. Die Spieldynamik besteht größtenteils darin, Provinzen zu bekommen und die Kontrolle darüber zu behalten. Die Geländebeschreibung ist natürlich auch wichtig, denn sie hat Einfluss auf Fortbewegung, Truppenbeweglichkeit und Schlachten. Manche Provinzen verfügen außerdem über spezielle ökonomische Ressourcen. Regionen sind dann größere Landabschnitte, die mehrere Provinzen zu einem zusammenhängenden Gebiet zusammenfassen. Wenn wir eine komplette Region kontrollieren, erhalten wir Bonus-Siegpunkte und Gold. Das war aber noch nicht alles. Das Spiel bietet auch noch einen Diplomatiebereich. Nationen sind die grundlegenden politischen und diplomatischen Größen des Spiels. Diplomatische Beziehungen werden gewöhnlich durch Gesandtschaftsmissionen aufgenommen. Der Spieler kann in diesem Bereich dann Allianzen oder große Abkommen schließen. Beziehungen können wir auch durch Heirat, Tribut, Korruption, Freundschaft, Botschafter usw. beeinflussen. Verbündete, neutrale Nationen und Feinde sind dann die Folge unseres Handelns.

Der Krieg ist ein weiterer wichtiger Bereich in diesem Spiel. Es gibt zwei Typen von militärischen Einheiten: kämpfende und nicht kämpfende. Es gibt mehr als 20 Typen von Landeinheiten und 6 Typen von Marineeinheiten. Jede hat natürlich ihre ganz eigenen Eigenschaften. Einheiten sind in Armeen oder Flotten zusammengefasst, die wir nach Belieben umorganisieren können. Die Einheiten haben immer einen Anführer, der entweder historisch oder zufällig ausgewählt ist. Unsere Truppen können natürlich auf der Karte gezogen werden. Allerdings benötigen wir dafür Proviant. Diesen beschaffen wir uns von freundlich gesinnten, erreichbaren Städten oder Flotten. Die Zeit, die eine Einheit benötigt, um ihren Zielort zur erreichen, hängt vom Tempo der langsamsten Einheit, vom Geländetyp und von den klimatischen Bedingungen ab. Ihr merkt schon, dass Ihr vieles beachten müsst. Irgendwann treffen wir dann auf feindliche Truppen und die Schlacht kann beginnen. Wenn zwei Feinde aufeinander treffen, läuft die Schlacht wie folgt ab: Die taktische Überlegenheit wird bestimmt (durch die Werte der jeweiligen Anführer) und ein Bonus wird ermittelt. Findet die Schlacht an Land statt, wird der Geländetyp bestimmt. Dieser beeinflusst die Effektivität der Einheiten. Die Schlachten gehen dann über mehrere Runden. Der Spieler kann die Entwicklung der Moral und der Schlacht verfolgen und sogar einen Rückzug anordnen. Der Rest erfolgt allerdings voll automatisch. Wirklich eingreifen kann der Spieler also nicht. Ist eine Schlacht entschieden verlassen besiegte Einheiten die Provinz, Siegpunkte werden verteilt und die Moral wird neu berechnet. Selbstverständlich können wir auch Städte belagern und angreifen. Eine Belagerung beginnt automatisch, wenn wir in eine Provinz einmarschieren. Um eine Armee aufzubauen muss die Wirtschaft funktionieren. Dazu gehören vor allem der Handel und die Entwicklung. Wir können z.B. verschiedene Gebäude errichten um Provinzen zu verbessern. Das erwirtschaftete Geld fließt allerdings nicht nur in unsere Armee, sondern auch in die Verwaltung. Die Religion darf ebenfalls nicht vernachlässigt werden. Diese hat Einfluss auf das Bevölkerungswachstum, die Aushebung von Militär, die Steuererhebung, den Handel und das Risiko von Rebellionen. Daher sollte der Spieler auch hier ein Auge drauf werfen. Obwohl wir schon einige Bereiche aufgedeckt haben, bietet das Spiel noch viele weitere Features. Wegen der großen Vielfalt können wir diese leider nicht alle aufzählen. Eins ist auf jedenfall sicher, mit dem Spiel kann man sich sehr lange beschäftigen.

 

Technik:

Technisch ist das Spiel leider nicht so gut. Vor allem optisch werden wir nur wenig zu sehen bekommen. Mehr als eine Karte - mit kleinen Animationen - und vielen Menüs wird ein Spieler nicht erblicken. Wir halten uns fast ausschließlich auf der Karte auf und lesen eine Einblendung nach der anderen. Durch unterschiedliche Auswahlmöglichkeiten können wir uns hier jeweils für eine Vorgehensweise entscheiden. Den Rest machen wir dann über die vielen Menüs, die wir über Buttons erreichen. Zumindest muss man erwähnen, dass die deutschsprachigen Menüs sehr übersichtlich sind. Trotzdem wird es eine ganze Zeit dauern, bis wir das Spiel verstehen. Das liegt jetzt nicht nur am spielerischen Umfang, sondern auch an der dürftigen Einführung. Ein wirkliches Tutorial wird nicht angeboten und so müssen wir uns Stück für Stück durch das Handbuch arbeiten. Zumindest finden wir dort eine kleine Anleitung. Diese reicht allerdings nicht aus um einen schnellen Einstieg zu bekommen. Der Sound ist ebenso dürftig ausgefallen. Neben ein paar kleinen Soundeinspielungen werden wir nur noch eine nette Musik zu hören bekommen. So etwas wie ein Sprachausgabe hat sich der Entwickler gleich gespart. Das Spiel neigt auch öfters dazu abzustürzen. Obwohl wir einen absoluten Gamer-PC haben, konnten wir kaum eine Kampagne bis zum Ende durchspielen. Haben wir dann nicht rechtzeitig gespeichert, sind unsere kompletten Fortschritte verloren. Man kann nur hoffen, dass bald ein Patch erscheint, der diese Probleme behebt. Fasst man nun alles zusammen, so kann das Spiel technisch leider nicht überzeugen. In der heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig mehr von einem Spiel.

 

Fazit:

Aus dem Spiel hätte wirklich etwas werden können. Der Umfang und die Aktionsmöglichkeiten sind einfach gigantisch und auch das Spielprinzip kann überzeugen. Allerdings vergeht die Freude schnell, wenn man die Technik sieht. Eine wirkliche Präsentation ist nicht vorhanden, die Grafik ist viel zu veraltet, der Sound macht kaum was her und dank diverser Abstürze kommen schnell Frustmomente auf. Auch der Einstieg ist nicht gerade einfach. Bis Ihr das Spiel versteht, werden Stunden vergehen. Hier hätte der Hersteller wirklich mehr machen können. Seid Ihr dann irgendwann hinter das Spielprinzip gekommen, müsst Ihr Euch durch etwas langweilige Menüs kämpfen, die immer wieder von Einblendungen überdeckt werden. Zumindest muss man dem Spiel zugestehen, das es sehr komplex und vielschichtig ist. Hat man erst einmal den Einstieg gefunden, so wird man auch die Vorzüge kennen lernen. Mögt Ihr Spiele wie Europa Universalis, so könnt Ihr Euch gerne auf dieses Strategiespiel stürzen. Alle anderen sollten lieber die Finger von dem Spiel lassen oder vor einer Kaufentscheidung ein Probespiel wagen.

 

Features:

- Multiplayer-Modus: via Internet oder bis zu vier Personen im LAN Modus:
- In enger Zusammenarbeit mit Historikern wurden über 150 geschichtliche Ereignisse und 3.700 bedeutende Persönlichkeiten nachgebildet
- Tiefgreifendes Gameplay mit vier unterschiedlichen Game-Modi (Diplomatie, Administration/Ökonomie, Religion, Militär)
- Geschickter Mix aus Strategie und Action
- Spieler lenken bis zu zehn Völker gleichzeitig
- Zehn Szenarien und eine große Kampagne
- Dutzende von Barbaren, Reichen und Gebieten stehen zur Auswahl
- Über 160 Nationen finden sich im Spiel wieder.

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

Great Invasions (PC)

 
 Great Invasions
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 62 %  
Sound: 68 %  
Bedienung: 75 %  
Singleplayer: 80 %  
Multiplayer: 76 %  
Spielspaß: 78 %  
Gesamtwertung:  73 %  

Systemanforderungen:

- Windows 98/ME/2000/XP
- Intel Pentium III 800MHz
- 256 MB RAM
- 500 MB freier Festplattenspeicher
- 3D Grafikkarte - Soundkarte, DirectX komatibel

 


 

 

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