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Einleitung:
Aus
dem Haus Cryo ist für den PC ein neuer Egoshooter erschienen. Es handelt
sich dabei um das Spiel "Gore" was übersetzt (geronnenes) Blut
bedeutet. Gerade in der heutigen Zeit dürfte so ein Titel in Verbindung mit
einem Egoshooter für Diskussionen sorgen.
Zum Spiel:
Die Story ist schnell
erzählt. Im 21. Jahrhundert sind die Städte der Erde nur noch ein Trümmerhaufen
die von Terrorbanden beherrscht werden. In dem Bestreben, die Macht
wiederzugewinnen, hat die Regierung einen äußerst fortschrittlichen
Kampftrainingssimulator, namens Gore, entwickelt. Dabei handelt es sich um
einen Kampfsimulator der die Situation auf der Strasse nachstellt und so die
Polizeikräfte für den besonders harten Einsatz vorbereiten soll. Das Ziel
des Spielers ist nun mit allen möglichen Waffen gegen die Terrorristen,
Datendiebe oder sonstige böse Strolche anzutreten und diese zu besiegen.
Das Spiel ist
aufgeteilt in einen Singleplayer- und einem Multiplayermodus. Im
Singleplayermodus stehen 17 Solokampagnen zur Verfügung. Meistens muß der
Spieler von Punkt A nach Punkt B kommen. Einziges Hindernis sind die massig
auftretenden Gegner die man niederstrecken muß um weiter zu kommen.
Um dieses Ziel zu
erreichen kann man auf ein reiches Waffenarsenal zurückgreifen. Dabei
beeinflußt das Gewicht der Waffe die
Mobilität des Spielers. Zur Verfügung stehen Waffen wie Messer, Granaten,
Pistole, Schrotflinte, Pump Gun, Doppelte Handfeuerwaffe, Raketenwerfer, C4
Sprengstoff, G4-Gas-Sprengstoff, Vierläufige Flinte, Minimaschinengewehr,
Scharfschützengewehr, Sturmgewehr, Flammenwerfer und Fleischersäge. Im
Spiel sammelt der Spieler Munitionspakete um die einzelnen Waffen wieder
aufzufüllen. Zur eigenen Heilung nimmt man die obligatorischen Medipacks
auf. Desweiteren kann man seine Figur auch mit Kopfpanzerung oder Körperpanzerungen
schützen. Natürlich wirken sich eigene Verletzungen auch auf die
Beweglichkeit der Figur aus. Am Stamina Meter ist zu erkennen, wie fit der
Charakter ist. Sinkt der Wert, so kann sich die Figur nur noch langsam
bewegen.
Die Gegnervielfalt hält
sich leider ein wenig in Grenzen. Oft tauchen die gleichen abgeschossenen
Gegner wenig später wieder auf. Auch über die KI der Gegner kann man
streiten. Die Gegner gehen kaum mal in Deckung aber dafür treffen sie gut,
wenn die eigene Figur bemerkt wird. Im Kampf selber fließt Blut und durch
Waffen wie der Meatsaw können sogar Körperteile abgetrennt werden. Übertriebene
Blutfontänen untermalen das ganze geschehen.
Im Mehrspielermodus
kann man aus den Spielarten Deathmatch, Team-Deatchmatch und Capture the
Flag aussuchen. Bei allen Spielarten können Powerups zerstört werden,
sodas munitionssuchende Spieler kurz vor dem ersehnten Item ins leere
laufen.
Das Spiel beinhaltet
acht unterschiedliche Charakter-Klassen mit speziellen Fähigkeiten
(Stamina, Geschwindigkeit, etc.), die vor allem in Mehrspieler-Modus für
leicht differenzierte Kämpfe sorgen. Bei
den Kämpfen funktioniert das in Deckung gehen hervorragend, sprich: Wenn
man sich hinter einer Kiste duckt, so ist man tatsächlich vor den
Projektilen geschützt, insofern die Kiste dem Beschuss standhält. Der
Waffenwechsel geht schnell von der Hand, aber dafür dauert das Nachladen
der Waffen etwas lange.
Technik:
Das Spiel basiert auf
der AMP 3D Engine. Die Arenen können dank der virtuellen Ausmaße überzeugen
die aber leider wegen der Grau-in-Grau Texturen etwas langweilig wirken. Die
Figuren bewegen sich ein wenig unrealistisch und sehen ein wenig
undetailliert aus. Der Sound ist angemessen. Neben der "normalen"
Soundkulisse gesellen sich noch die Inkörpergeräusche unseres Kämpfers
dazu, welches aus dem Atem und dem Herzschlag besteht, die sich beide nach
oben schrauben je erschöpfter unser Held ist.
Sehr gut gelungen ist
dafür die Steuerung. Schon ab dem ersten Level kommt man wunderbar damit
zurecht, welche frei konfigurierbar ist und sich so belegen lässt, wie man
es aus anderen Shootern gewohnt ist.
Fazit:
Das Spiel kann sich in
die große Reihe der Egoshooter gut einordnen. Die Einzelspieler-Kampagne
dauert leider nicht gerade lange. Geübte Spieler werden damit schon nach vier bis fünf Stunden durch sein. Ebenfalls kann man die
unterschiedlichen Einsätze bemängeln, die nicht gerade abwechslungsreich
gestaltet worden sind. Dafür
machen die Mehrspieler-Gefechte um so mehr Freude. In Verbindung mit der leicht von der Hand gehenden Steuerung entsteht
so ein Gameplay das zu fesseln versteht. Die differenzierten Trefferzonen können
ebenfalls begeistern, auch wenn das massiv eingesetzte Blut nicht jedermanns
Sache sein dürfte. Generell ist "Gore" nichts für schwache
Nerven oder Minderjährige, da an Brutalität nicht gespart wird. Rundum
versteht das Spiel aber den Spieler in seinen Bann zu ziehen. Shooterfans
werden sich freuen.
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