|
Einleitung:
Adventurefans bekommen wieder neues
Futter, denn über Atari kommt ein neuer Genrevertreter auf den
deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das klassische Point &
Click Adventure Goin' Downtown. Das im Comic-Stil gehaltene Spiel
wurde übrigens von Silver Style entwickelt. Bekannt wurde die
Entwicklerschmiede durch Spiele wie Everlight oder Simon the
Sorcerer 4. Interessant ist auch noch, das Goin' Downtown für unter
30 Euro in den Handel kommt. Wir konnten die fertige PC-Version
jetzt ausgiebig testen. Ob sich ein Kauf lohnt, erfahrt Ihr in
unserem Test.
Zum Spiel:
Ein anständiges Adventurespiel braucht natürlich eine ansprechende Story.
Goin' Downtown entführt den Spieler ins futuristische New York des Jahres
2072. In dem Point & Click Adventure lösen wir mit dem Cop Jake einen
spannenden Kriminalfall, zu dessen Lösung der Held sogar virtuell durch die
Zeit reisen muss. Der charismatische Cop Jake erlebt das aufregendste
Abenteuer seines Lebens! Eines Morgens stolpert er vor seinem Haus über eine
ohnmächtige Schönheit, die er mit in sein Apartment nimmt. Rose hat ihr
Gedächtnis verloren, außer ihrem Namen weiß sie nichts mehr. Nur wenig
später liegt sie tot auf der Straße, zerschmettert von einem Sturz aus dem
13. Stock. Selbstmord? Jake ahnt von Anfang an, dass mehr hinter der Sache
steckt. Und ehe er sich versieht, versinkt er mitten in einem Fall, der die
ganze Stadt in ihren Grundfesten erschüttert. Bevor wir allerdings in das
Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel
installiert und gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü. Hier kann man zum
einen die spielrelevanten Optionen einstellen oder einen bestehenden
Spielstand laden. Zu Beginn bleibt uns allerdings nichts anderes übrig, wie
ein neues Spiel zu starten. Es folgt ein einführender Film inkl. deutscher
Sprachausgabe. Dieser leitet das Spiel passend ein. Im Anschluss schlüpft
der Akteur in die Haut des Cop Jake. Nun läuft alles recht genretypisch ab.
Mit der Maus können wir so gut wie alle Aktionen ausführen. Die Mausanzeige
ändert je nach Position ihre Form und so kann der Spieler schnell erkennen,
wo er was machen kann. Bei der normalen Mausanzeige darf man z.B. seine
Figur an einen gewünschten Ort bewegen. Erscheint eine Hand, so kann
man Aktionen - wie Licht ein- oder ausschalten oder eine Schranktür öffnen
- ausführen. Daneben gibt es noch eine Kombinieremausanzeige. Jetzt sollt
Ihr Objekte miteinander verbinden. Über Personen
erblickt der Gamer außerdem noch eine Sprechblase. Diese fordert Euch auf mit
Leuten zu reden. Entdeckt unser Held
was besonderes, so wird dieses mit einem Auge kenntlich gemacht. Wir
untersuchen nun das Objekt und stecken es gegebenenfalls ein. Zu allen
möglichen Situationen hat unser Charakter etwas zu sagen und da diese
Kommentare recht gut synchronisiert wurden, hört man sich das Gesprochene
sehr gerne an.
Im Mittelpunkt stehen neben der Story vor allem die genretypischen Rätsel.
Dazu müssen wir nicht nur im Vorfeld alles mögliche durchsuchen, Objekte
einsammeln, diese kombinieren, sondern auch viele Gespräche führen.
Hierdurch erhalten wir oftmals die nötigen Ansätze, um im Spiel weiter zu
kommen. Die Dialoge laufen übrigens im Multiple-Choise-Verfahren ab. Sobald
sich das Gespräch bis zum entsprechenden Punkt entwickelt hat, erhält der
Spieler mehrere Sätze zur Auswahl. So bekommen wir das Gefühl, das wir die
Gespräche maßgeblich beeinflussen können. Wichtig ist auch noch, dass wir
Leute öfters ansprechen. Es gibt immer wieder Änderungen im Spiel, die sich
auf die Gespräche auswirken. Haben wir in einem Bild alles erledigt, so
wechseln wir in einen neuen Abschnitt. Hier müssen wir dann von neuem mit
anwesenden Charakteren reden und den Hintergrund nach nützlichen Orten
absuchen. Recht hilfreich in dem Point & Click-Adventure ist die beliebte
Hotspotsfunktion. Drückt Ihr nämlich die H-Taste, so werden alle
spielwichtigen Punkte in einem Bild kenntlich gemacht. Ihr müsst also nicht
jeden Pixel auf dem Bildschirm nach wichtigen Sachen abgrasen. Im Inventar
finden wir dann die eingesammelten Gegenstände, die wir uns hier noch einmal in
aller Ruhe ansehen, gegebenenfalls kombinieren und mit Leuten oder Orten
verwenden können. Daneben gibt es noch das Tagebuch, welches alle wichtigen
Erkenntnisse im Spiel auflistet. Interessant ist bei dem Game auch noch,
dass wir teilweise Aktionen bei Tag und bei Nacht ausführen. Den Wechsel
bekommt man sehr einfach durch drücken von einem Symbol hin. Eine nützliche
Karte gibt es dann auch noch. Hier kann der Spieler schnell zu anderen Orten
gelangen. Nach einem Klick fährt unser Held auf einem Motorrad in Windeseile
dort hin. So erkunden wir nun die vielen unterschiedlichen Orte, untersuchen
alles nach wichtigen Informationen oder Gegenständen, sprechen mit vielen
Charakteren, lösen ein Rätsel nach dem anderen und folgen der recht
interessanten Story.
Technik:
Mit der technischen Seite kann man ganz zufrieden sein. Wir werden zum einen
eine ansprechende Cel Shading-Optik erblicken. Der etwas eigenwillige
Grafikstil zeigt viele interessante Orte, die von Wohnung, über eine
schmuddelige Bar, dreckige Strassen bis hin zu einer Universität reichen.
Durch den Grafikstil werden notgedrungen weniger Details und zeitgemäße
Texturen wie in anderen Spielen gezeigt. Das stört aber nur wenig, denn
insgesamt hat der Hersteller es gut verstanden, ein düsteres
Zeichentrickszenario zu erschaffen. Die Figuren wurden ebenfalls nett
gezeichnet. Leider sehen deren Animationen nicht ganz so ansprechend aus.
Viel zu hölzern und träge bewegen sich die Figuren. Um einiges besser hat
uns der Sound gefallen. Neben passend eingespielten Ingamegeräuschen werden
wir auch einer stimmungsvollen Musikuntermalung lauschen. Hinzu kommen
erstklassige deutsche Synchronsprecher, die ihre Arbeit wirklich gut machen.
Vor allem der Hauptcharakter kann mit seinen trockenen Sprüchen gut
unterhalten. Die Steuerung ist so, wie man sie von solchen Spielen kennt.
Mit der Maus kann man sofort alle Aktionen sicher ausführen. Wer schon
einmal so ein Spiel gespielt hat, der wird sofort in das Abenteuer
einsteigen können. Sehr nützlich ist auch die eingebaute Hotspotsfunktion.
Lästiges absuchen der Umgebung entfällt also. Die Rätsel selber sind
allesamt sehr logisch. Folgt man den Hinweisen und untersucht alle Orte
gründlich, so wird man recht schnell auf die Lösung kommen. Der sich daraus
ergebene Schwierigkeitsgrad ist also sehr angenehm. Leider gibt es aber
immer wieder kleinere Logikfehler.
Alles im Blick hat auch die vorgegebene Kamera. Diese zeigt alles aus einer
guten Perspektive. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der Technik
gut leben.
Fazit:
Goin' Downtown revolutioniert natürlich nicht das Genre. Was Ihr in diesem
klassischen Point & Click-Adventure zu sehen bekommt, hat man schon in
unzähligen anderen Spielen gesehen. Allerdings ist das nicht wirklich
schlimm, denn das Game wurde in ein düsteres und futuristisches New York der
Zukunft gepackt. Dank vieler nett gezeichneter Hintergründe und passenden
Dialogen kommt schnell ein einzigartiges Ambiente auf, dem man sich nur
schwer entziehen kann. Außerdem packt einen die Story von der ersten
Spielminute an. Ist man erst einmal in das Spiel eingestiegen, so kommt man
kaum noch vom Bildschirm los. Da stören noch nicht einmal die kleinen
Logikfehler. Wirklich toll sind dann auch noch die vielen Dialoge. Den
Charakteren gönnt man erstklassige Synchronsprecher, die wunderbar die Story
vorantreiben. Lobenswert ist außerdem noch der Anschaffungspreis. Für unter
30 Euro kann man das Spiel nicht beim Händler liegen lassen. Wer also auf
Point & Click-Adventurespiele steht und aktuell ein günstiges aber dennoch
gutes Game sucht, der darf ohne Bedenken bei dem neusten Silver Style-Spiel
zuschlagen. Uns hat Goin' Downtown gut gefallen und daher können wir das
Game allen Genrefans ans Herz legen.
Features:
- Packende Story gepaart mit schwarzem Humor und faszinierenden Charakteren
- In Echtzeit beleuchtete Szenen und Figuren
- Ausschließlich originelle und logische Rätsel
- Über 30 detaillierte Locations in einer dynamischen Spielwelt
- Stimmungsvolle Soundtrack und aufwendige Sprachausgabe
- Intuitive Steuerung für Einsteiger und Könner
- Packender Sci-Fi-Psychothriller im Comic-Grafikstil
- Filmreife Story durch simulierte Realität
- Cineastische Cutscenes für alle Locations
- Von den Machern von "Simon the Sorcerer - Chaos ist das halbe Leben" und "Everlight
- Elfen an die Macht"
|