Einleitung:
Über Flashpoint kommt ein neues Gameboy
Advance Spiel auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das
Actionspiel Glory Days The Essence of War. Das Spiel verbindet
Flieger-Action mit taktischen und strategischen Elementen. Dadurch
entsteht ein neuartiger Genremix. Glory Days ruft damit legendäre
Amiga- und C64-Games wie Wings of Fury und Choplifter in Erinnerung.
Wir konnten das fertige Spiel jetzt testen. Ob sich eine Anschaffung
lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Das Spiel Glory Days The Essence of War führt den Spieler mitten in
einen gewaltigen Krieg. Wir sollen Einheiten befehligen und epische
Luftkämpfe gewinnen. Bevor der Spieler loslegt, erblickt er
erst einmal das Hauptmenü. Hier finden wir die Menüpunkte Kampagne,
Missionen und Codes. Wenn der Akteur eine Mission beendet, erhält er
einen Code. Mit dessen Hilfe kann er später eine Kampagne weiterspielen
oder unter Missionen die Aufträge noch einmal
absolviert. Um an die Codes zu kommen muss der Spieler
die Kampagne angehen. Gespielt wird in
drei Schwierigkeitsgraden - Leicht, Normal und Experte. Anfänger
sollten natürlich erst einmal die einfachste Stufe nehmen. Als
Hubschrauber- oder Jetpilot kämpfen wir uns durch 16 Missionen und
ballern alles ab, was nach einer feindlichen Einheit aussieht.
Gewinnen wir die Kampagne so erhalten wir übrigens eine nette
Überraschung. Die Aufträge bringen uns in vier verschiedene
Umgebungen: Mittlerer Osten, Südpazifik, Zentralasien und Europa.
Hier warten die vier Militärflieger P52-Mustang, F18-Kampfjet, Apache-
und der UH1D-Kampfhubschrauber auf ihren Einsatz. Nach dem
altbekannten Spielprinzip ackern wir uns nun von links nach rechts
und umgekehrt durch die unterschiedlichen Levels. Ziel ist es die
feindlichen Einheiten aufzuhalten. Gleichzeitig versuchen unsere
Verbände vollautomatisch das feindliche Lager zu erreichen.
Natürlich werden wir auch von gegnerischen Maschinen angegriffen.
Bei den Landezonen können wir erhaltenen Schaden reparieren und
unser Fluggerät mit neuen Waffen ausrüsten.
Wenn das Fluggerät eine bestimmte Höhe erreichen, zoomt die Kamera
heraus (strategische Ansicht) und fliegen wir niedriger, zoomt die
Kamera herein (taktische Ansicht). Diese Ansichten sollte der
Spieler ruhig nutzen um den Überblick zu behalten. Der Helikopter
kann neben Feinde abballern noch viel mehr. Mit dem Hubschrauber
können wir z.B. Soldaten aufnehmen. Diese Einheiten setzen wir an
strategisch wichtigen Punkten - als Fallschirmjäger - wieder ab. Im
Spiel befinden sich außerdem kleine Bunker, die von Einheiten
eingenommen werden können. Die Bunker sind nach einer Eroberung aber
nicht für immer im Besitz des Eroberers. Wer seine Anlagen nicht
verteidigt wird diese schnell wieder verlieren. Als Belohnung - für
eroberte Bunker - erhält der Spieler finanzielle Mittel. Mit dem
Geld dürfen wir neue Einheiten bauen. Hierdurch bestimmt der Spieler, wie
er gegen die feindlichen Truppen vorgehen will. Eine ausgewogene
Mischung aus Luft und Bodentruppen ist der Garant zum Sieg. Neben
dem Hubschrauber wird der Akteur auch noch Jets steuern. Diese
fliegen sich ein wenig schwieriger wie die Helikopter. Vor allem das
Landen ist eine besondere Herausforderung. Außerdem erwarten Euch
auch noch diverse Spezialwaffen. Mit dem Broken Arrow werden z.B.
ganze Bombenteppiche abgeworfen und mit Big Wave kann man ein Gebiet
mit Fallschirmjäger zudecken. Erreichen nun unsere Truppen - dank
unserer Luftunterstützung - das feindliche Lager, so ist die Mission
erfolgreich abgeschlossen.
Technik:
Optisch wird relativ viel gezeigt. Zum einen wurden die vier
unterschiedlichen Umgebungsgrafiken mit vielen Details ausgestattet.
Hinzu kommen gut animierte Einheiten, Fahrzeuge und Fluggeräte - die
genauso gut rüberkommen wie die vielen kleinen Effekte. Vor allem
die Explosionen können hier überzeugen. Allerdings wird alles nur in
2D dargestellt. Hinzu kommt eine gute Musik und kriegstypische
Soundeffekte. Ein wenig bemängeln kann man das Speichersystem, das
leider nicht vorhanden ist. Vielmehr muss sich der Spieler mit
Passwörtern herumquälen. Aber das kennt man ja aus vielen anderen
GBA-Spielen. Bei der Steuerung muss man zwischen der Hubschrauber-
und der Flugzeugsteuerung unterscheiden. Die Helikopter lassen sich
recht gut lenken. Bei den Jets sieht es ein wenig anders aus. Erst
nach einiger Übung lassen sich die unterschiedlichen Flugzeuge
sicher manövrieren. Allerdings hat man auch diese Steuerung nach
einer gewissen Zeit erlernt und somit steht einem unbeschwerten
Spiel nichts mehr im Wege. Dank drei unterschiedlicher
Schwierigkeitsgrade wird jeder Spieler auch noch eine angemessene
Herausforderung finden.
Fazit:
Das klassische Gameplay kann auch heute noch überzeugen. Allerdings
muss man sich erst einmal mit der Steuerung auseinander setzen.
Hinzu kommt, dass wir eigentlich immer das Gleiche machen. Etwas
mehr Vielfalt hätte nicht geschadet. Aber auch so kann man sich
stundenlang mit dem Spiel beschäftigen. Dank toller Erweiterungen
macht das Spiel sogar noch mehr Spaß, wie die legendären Amiga- und
C64-Vorbilder. Der Hersteller verwöhnt uns auch noch mit einer
tollen Grafik und einem guten Sound. Kleine strategische Spielelemente
sorgen dafür, dass wir einiges mehr beeinflussen können, wie nur
unsere Abschussquote. Leider wird wieder einmal auf das etwas
umständliche Speichersystem via Code zurückgegriffen. Glory Days
macht auf jedenfall jede Menge Spaß. Wer also nostalgische
Actionspiele mag, darf bei Glory Days The Essence of War sofort
zugreifen.
Features:
- 16 Missionen
- In 4 verschiedenen Umgebungen tobt der Krieg - Mittleren Osten,
Südpazifik, nach Zentralasien und nach Zentraleuropa
- Drei Schwierigkeitsgrade sind wählbar (leicht bis schwer)
- Vier Fahrzeuge mit jeweils eigenen Merkmalen
- gute KI: Computer Gegner reagieren auf strategische Aktionen